OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT      MATCHBALL MIT GOLF-EXTRA      BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT


Ende der Siebziger Jahre, als Wuppertal noch in voller Handball-Blüte stand, entstand im Hause Osenberg die Idee, nach dem "Beyeröhder Sportmagazin" noch eine weitere Handball-Zeitschrift herauszugeben. Die "Bergische Handball-Zeitschrift" (BHZ) wurde zu einer Erfolgsgeschichte, zumal Manfred Osenberg als Herausgeber auch viele internationale Länder- und Freundschaftsspiele sowie große Turniere wie den GA-Pokal im Handball ausrichtete. Seit einigen Jahren liegt das „Grüne Blatt“ in den Händen von Steffi Osenberg und kam dreimal im Jahr heraus. Ab 2024 wird zum Saisonstart eine umfangreiche Jahresausgabe geplant.

Auf dieser Seite finden Sie die digitalen Versionen der letzten drei Ausgaben.




 

AUSZEIT: BHC UND TRAINERIN KERSTIN RECKENTHÄLER LÖSEN VERTRAG

30.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Ein Drittel der Saison ist absolviert. Mit 14:8-Punkten schließt der Bergische HC das Jahr 2025 auf dem fünften Tabellenplatz ab. Zum Jahreswechsel wird es auch einen Wechsel auf der Trainerposition geben. Kerstin Reckenthäler wird 2026 nicht mehr Trainerin des Zweitligisten sein: „Vor ein paar Wochen hatten wir uns darauf verständigt, dass ich meinen Vertrag im Sommer nicht verlängern werde. Nach 27 Jahren im Leistungshandball benötige ich dringend eine Pause. Die Doppelbelastung in den letzten 14 Jahren mit Job und Handball hat bei mir ihre Spuren hinterlassen“, erklärt die 43-jährige Lehrerin und A-Lizenz-Inhaberin, deren Engagement beim BHC im Sommer 2024 begann. „Das soll kein Abschied vom Handball sein, und gern hätte ich bis Saisonende gemacht und es zu einem ordentlichen Abschluss gebracht, aber jetzt benötige ich Zeit, um meine Akkus zu laden.“
Nach einigen Gesprächen mit BHC-Geschäftsführerin Assina Müller kam man überein, den Wechsel sofort zu vollziehen. Müller, die 2024 schon einmal als Interimstrainerin fungierte und mit dem BHC in die 2. Liga aufstieg, übernimmt erneut, bis ein neuer Übungsleiter gefunden ist. Assina Müller: „Der Januar mit den Spielen in Rödertal, gegen Leipzig und in Nürtingen stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Weiterentwicklung der Mannschaft hat dabei weiterhin oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit Kerstin endet zu diesem Zeitpunkt. Wir danken ihr für ihre engagierte und professionelle Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“ Foto: Kevin Becher

BHC VERLIERT AKTIONSSPIEL GEGEN REGENSBURG

29.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im Vorfeld wurde kräftig die Werbetrommel gerührt für den ersten „1 €-Aktionstag“ des Bergischen HC, doch leider versäumten es die Gastgeberinnen auf dem Spielfeld, Werbung in eigener Sache zu machen. Knapp 700 Zuschauer folgten dem „eine Stadt in Blau“ und boten in der Solinger Klingenhalle eine stattliche Kulisse, mussten mit ansehen, wie der ESV 1927 Regensburg nach 60 Minuten mit 27:22 (10:10) die Oberhand behielt, beide Punkte mit auf die 550 Kilometer weite Rückfahrt nahm.
U19-Europameisterin Lena Lindemann überragte im BHC-Tor, die Defensive hatte sich gut auf den Regensburger-Angriff, der wie immer mit der überlegt handelnden Linkshänderin Franziska Peter auf der Spielmacher-Position agierte, eingestellt. Aber sich gut auf den Regensburger Angriff, der wie immer mit der überlegt handelnden Linkshänderin Franziska Peter auf der Spielmacher-Position agierte, eingestellt. Aber im Angriff tat sich der BHC schwer, ließ die nötige Kreativität gegen die Regensburger 3:2:1-Abwehr vermissen und offenbarte einmal mehr seine Abschlussschwäche. Nach 20 Minuten stand die Anzeigentafel auf 5:9 ehe ein Ruck durch das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler ging. Einen 5:0-Lauf schloss Lucy Krahwinkel zum 10:9 ab, Melina Hahn glich per Siebenmeter zum 10:10-Pausenstand aus.
Auch nach Wiederanpfiff parierte Lindemann glänzend, entschärfte zwei Strafwürfe von Melina Hahn und Franziska Peter. Trotzdem brachte Lindemanns Rückhalt ihren Mitspielerinnen kaum Sicherheit. Es brauchte sieben Minuten, bis der BHC den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte. Alex Lundström verwandelte einen Strafwurf zum 11:13.
Regensburg ließ sich nicht beirren und erhöhte den Abstand auf 12:20 durch Theresa Lettl (46.). Der BHC blies zur Aufholjagd. Seiffarth, Goldmann, Lundström und Trabelsi schafften innerhalb von drei Minuten den Anschluss (16:20, 49.).
Dann ein Dämpfer für den BHC als Lina Seiffarth einen Gegenstoß ans Lattenkreuz hämmerte und erneut Lettl auf 16:21 erhöhte (51.). Noch einmal keimte Hoffnung im BHC-Lager auf, als Torjägerin Svenja Mann auf 20:23 verkürzte und Caro Härtl ihre dritte Zeitstrafe kassierte (56.). Aber auch diese Drucksituation überstanden die Gäste und kamen letztendlich zum 22:27-Erfolg. Foto: Kevin Becher

NIEDERLAGE IM LETZEN SPIEL DES JAHRES

27.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Die Trauben hingen für den Bergischen HC hoch bei der SG Flensburg-Handewitt. Das galt umso mehr, weil die Mannschaft im letzten Spiel vor der EM-Pause auch noch auf Nico Schöttle verzichten musste. So gelang dem Tabellenzweiten beim 36:29 (21:16) ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg, in dem Torhüter Benjamin Buric mit brillierte. Insgesamt 21 Paraden hatten Buric und der später eingewechselte Kevin Möller am Ende für die Flensburger gesammelt und es den Gästen damit noch schwerer gemacht, als es ohnehin schon gewesen wäre. Denn die Ausgangslage sprach nicht nur nominell gegen die Bergischen. Sie mussten neben den Langzeitverletzten auch noch auf Nico Schöttle verzichten. Der Rückraumspieler hat sich Anfang der Woche einer Operation unterzogen, bei der eine Platte nach einem ausgeheilten Mittelfußbruch entfernt wurde. Durch das Vorziehen des Eingriffs ist die Rückkehr des Rechtshänders pünktlich zum Start der Restrunde nahezu sicher.
In Flensburg allerdings sorgte sein Ausfall dafür, dass zum Beispiel Soeren Servos deutlich mehr Einsatzzeit bekam. Der 19-Jährige nutzte sie zu seinen ersten beiden Toren in der Bundesliga. Vor allem das allererste hätte er sich wohl nicht schöner vorstellen können. Servos ließ seinen Gegenspieler per Drehung aussteigen und netzte zum 9:12 ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der BHC gerade von einer schwachen Anfangsphase erholt. Die Gäste waren 0:4 und 3:10 in Rückstand geraten, bevor sie sich steigerten und bis auf drei Tore herankamen. In die Pause ging es mit einem 11:16-Rückstand. Fünf BHC-Treffer waren bereits zu diesem Zeitpunkt auf Lars Kooij gegangen. Es war das statistisch beste Match der Saison für den
niederländischen Kreisläufer, der am Ende sogar sechs Tore auf dem Konto hatte.
Individuell hielt die Partie aus BHC-Sicht noch ein paar kleine Highlights bereit, doch in die Nähe von Punkten kam die Truppe nicht. Belal Massoud traf bei seinem Erstliga-Debüt wie Servos doppelt. Auch Niklas Michalski, der mit Zweitspielrecht dabei war, kam zu ein paar Einsatzminuten. Dazu beendete Christopher Rudeck die Partie mit soliden elf Paraden und starken zwei gehaltenen Siebenmetern. Und als Team gelang es den Bergischen aus einem 20:32-Rückstand noch ein 29:36 zu machen und den Endstand damit deutlich zu verschönern - auch wenn es dafür keine Punkte gibt. Die bleiben ungefährdet in Flensburg. Der BHC macht nun bis zum 12. Januar frei. Dann findet die erste Halleneinheit statt. Bereits am 5. Januar beginnen die Spieler mit Individualtraining. Text: BHC / Archivfoto: Jochen Classen

BHC UND VAKARE DAMULEVICIUTE LÖSEN VERTRAG

26.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Zu Weihnachten kam Vakare Damuleviciute mit einem unerwarteten Wunsch auf die Verantwortlichen des Bergischen HC zu. Die 21-jährige Litauerin bat um sofortige Auflösung ihres im Sommer 2026 ohnehin auslaufenden Vertrags. „Es hat uns schon überrascht, dass Vakare sich nach einem Drittel der Saison zu diesem Schritt entschieden hat, legen ihr aber natürlich keine Steine in den Weg“, stimmte BHC-Geschäftsführerin Assina Müller der Auflösung zu.
Damuleviciute wechselte zu Saisonbeginn aus Bad Wildungen von den „Vipers“ ins Bergische Land und erzielte bisher 24 Treffer für den Tabellenfünften der 2. Alsco Handball Bundesliga. Eine Nachverpflichtung wird es erst einmal nicht geben. „Mit Norma Goldmann und unseren eigenen Nachwuchsspielerinnen Franzi Thomas (19) und Leni Holz (17) sind wir im linken Rückraum gut aufgestellt“, so Müller. Foto: Kevin Becher

BHC GEWINNT DERBY GEGEN DIE ELFEN IN LEVERKUSEN

22.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Knapp 700 Zuschauern sorgten beim NRW-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem Bergischen HC für eine stimmungsvolle Kulisse, das die Gäste nach spannenden 60 Minuten für sich entschieden. Spielmacherin Alexandra Lundström verwandelte mit dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zum Sieg und sorgte somit für den zweiten 26:25-Erfolg in Folge.
Es war keine hochklassige, aber eine spannende Partie. In den ersten 20 Minuten nahezu ausgeglichen, setzte sich der BHC mit einem 5:0-Lauf, den Norma Goldmann zum 8:12 (26.) vollendete, erstmals etwas ab. Die mit sieben Treffern erfolgreichste Elfen-Werferin Denise Mol verkürzte, ehe BHC-Kreisläuferin Lina Seiffarth mit ihrem ersten Torerfolg, ziemlich genau nach einjähriger Verletzungspause, auf 9:13 (29.) setzte. Doch statt mit einem beruhigen Vorsprung in die Pause zu gehen, kam das Schlusslicht durch zwei Ingenpaß-Treffer zum 11:13-Halbzeitstand.
Mehr noch: die Elfen fighteten, kamen über die Achse Cormann, Ingenpaß und Richartz zum Ausgleich (13:13, 34.). Wieder legte der BHC vor, scheiterte aber oftmals frei stehend an Torhüterin Merle Muth und bekam keine Ruhe ins Spiel. Als Dana Gruner sieben Minuten vor Schluss einen Strafwurf zur 21:20-Elfen-Führung verwandelte, schien sich das Blatt zu Gunsten des Bundesliga-Absteigers zu wenden. BHC-Trainerin Kerstin Reckenthäler zog ihren letzten Trumpf, wechselte Alex Lundström, die zuletzt zwei Monate verletzt fehlte, ein. Lundström setzte Seiffarth in Szene, die erfolgreich einnetzte. Es blieb eine knappe Kiste. Dramatik in der Schlussminute. Erneut traf Dana Gruner zum 25:24, BHC-Torjägerin Svenja Mann setzte einen sehenswerten Heber zum Ausgleich. Noch elf Sekunden. Norma Goldmann fing den Ball ab und wurde im Gegenstoß von Astrid Richartz gefoult. Rote Karte gegen Richartz und Strafwurf für den BHC. Lundström behielt die Nerven und wurde so zur Matchwinnerin. 25:26. Riesenjubel beim BHC über den glücklichen doppelten Punktgewinn.

Fotos aus der Ostermann-Arena: Odette Karbach

BHC VERLIERT EIN DRAMA

21.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC muss sich nach sieben Heimspielen ohne Niederlage in der Wuppertaler UNIHALLE geschlagen geben. Vor ausverkaufter Kulisse bieten die Löwen gegen den TBV Lemgo Lippe die nächste kämpferische Intensivleistung, führen lange, verlieren zum Schluss aber mit 27:28 (15:12). Eine Rote Karte gegen Gerdas Babarskas hat den Ostwestfalen eine gute Viertelstunde vor Schluss in die Karten gespielt.
In der ersten Halbzeit gaben die Gastgeber den Ton an, trafen durch Johannes Wasielewski und Nico Schöttle aus dem Rückraum. Der BHC warf alles rein, obwohl er zwei Tage zuvor noch im Pokal gegen die MT Melsungen bestehen musste.
Der 15:12-Vorsprung zur Pause beinahe zu wenig, zumal auch immer wieder Gelegenheiten zu höheren Vorsprüngen verpasst wurden.
Nach Wiederanpfiff schien das Spiel zu kippen. Der BHC leistete sich nun viele Fehler, die Lemgo die Tür öffneten. Samuel Zehnder hatte die Chance, per Siebenmeter zum 17:17 auszugleichen. Rudeck aber hielt die Führung mit seiner zweiten Strafwurf-Parade fest, der nach einer Auszeit eingewechselte Tomas Babak traf zum 18:16 und ließ 3000 Fans aufschreien.
Würden die Bergischen tatsächlich auch den Tabellendritten in die Knie zwingen? Nein, denn in der 44. Minute kam es zu einer entscheidenden Szene. Die Mannschaft hatte Lemgo ins Zeitspiel gezwungen. Die Ostwestfalen hatten keinen Pass mehr, warfen in den Block. Den Abpraller sicherte sich Lemgos Keeper Möstl auf Höhe der Mittellinie. Der zog Richtung Tor, stieg hoch und wurde von Gerdas Babarskas verteidigt. Nach unsanfter Landung beschwerte er sich, und die Unparteiischen schritten zum Videobeweis. Dort sichteten sie die Szene und verpassten dem Abwehrchef des BHC die Rote Karte.
Für den personell gebeutelten BHC war dieser Ausfall ein großes Handicap - vor allem, weil der defensive Zugriff gegen Niels Versteijnen im Anschluss fehlte. Der Linkshänder erzielte ab diesem Zeitpunkt neun der restlichen zwölf Lemgoer Tore. Und trotzdem gab sich der Bergische HC nicht auf. Schöttle verkürzte, Noah Beyer glich mit einem Treffer des Prädikats "Tor des Monats" aus, aber das letzte Wort hatte Lemgo: Versteijnen - wer sonst - besorgte das 28:27. Johannes Wasielewski nahm in den Schlusssekunden den letzten BHC-Wurf zum möglichen Remis, scheiterte aber. Die Schiedsrichter überprüften noch auf Gesichtstreffer, doch der Videobeweis ergab aus BHC-Sicht nichts Positives mehr. Fazit: Eine ernüchternde Niederlage, aber eine bemerkenswerte Vorstellung.

Fotos aus der Unihalle: Jochen Classen

MIT FABELLEISTUNG ZURÜCK INS LIDL FINAL 4

19.12.25 HANDBALL POKAL - Der größte Erfolg seit zehn Jahren ist perfekt. Vor 3000 Zuschauern gewinnt der Bergische HC in der ausverkauften Wuppertaler UNIHALLE im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen die MT Melsungen. Beim 30:23 (12:9) zeigten die Löwen eine herausragende Leistung mit einem Christopher Rudeck in Gala-Form, so dass die Nordhessen unter dem Strich nicht einmal eine Chance hatten. Damit bucht der BHC zum zweiten Mal in seiner Geschichte das Ticket für das Lidl Final4, das am 18. und 19. April in der LANXESS arena Köln ausgetragen wird. Gegner im Halbfinale ist wie vor zehn Jahren der SC Magdeburg.
Um die Stimmung in der UNIHALLE für das Viertelfinale ein bisschen anzuheizen, verkündete der BHC unmittelbar vor dem Anpfiff die nächste Vertragsentscheidung. Nach Johannes Wasielewski hat auch Julian Fuchs sein Engagement bei den Löwen um drei Jahre verlängert. Der Rechtsaußen bleibt also bis Sommer 2029. Und er bot gegen Melsungen auch gleich die nächste starke Leistung. Am Ende warf er vier Mal aufs Tor und war jeweils erfolgreich.
Das ließ sich insbesondere über die Melsunger nicht sagen. Sie legten zwar 2:0 vor, bissen sich danach aber mehr und mehr die Zähne an Torhüter Christopher Rudeck und der davorstehenden Abwehr aus. Die Deckung um den einmal mehr bärenstarken Gerdas Babarskas zog 60 Minuten konsequent durch und machte es der MT entsprechend schwer, zu guten Abschlüssen zu kommen. Auch das taktische Mittel des siebten Feldspielers zündete für die Nordhessen nicht. Und wenn dann doch mal ein paar gute Würfe kamen, war da noch Rudeck, der eine Leistung der Superlative zeigte.
Vier Siebenmeter bekam die MT im Verlauf der Partie – kein einziger ging rein. Nur neun Tore ließen die Bergischen in der ersten Halbzeit zu. Rudeck hatte zur Pause mehr Bälle gehalten als reingelassen. Und das Beste: Bei jeder gelungenen Aktion bebte die UNIHALLE. Die Stimmung von der 1. bis zur 60. Minute war so überwältigend, dass auch sie den BHC-Handballern half, eine solch leidenschaftliche Vorstellung konsequent durchzuziehen.
Es gab zwar Misserfolge im Abschluss, doch beirren ließ sich die Truppe nie. Zur Halbzeit führte der BHC lediglich mit 12:9 – was angesichts der defensiven Leistung eigentlich nicht hoch genug war. Und zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Melsunger tatsächlich kurz drauf und dran, das Spiel zu kippen. In den ersten Angriffen nach Wiederanpfiff überzeugten die Löwen nämlich nicht, so dass die Gäste auf 11:12 verkürzten.
Es blieb allerdings bei einem Strohfeuer. Aron Seesing traf doppelt – jeweils auf starken Pass von Sören Steinhaus. Danach gelangen zwei Ballgewinne, die Fuchs und Nico Schöttle per Gegenstoß nutzten, um auf 16:12 zu stellen. Von da an blickten die Hausherren nicht mehr zurück. Fast alles, was die Mannschaft nun anpackte, gelang. So fielen die Bälle nun auch im Angriff in schöner Regelmäßigkeit ins Tor. Steinhaus mit Rückraum-Wucht, Noah Beyer von außen oder per Siebenmeter, natürlich weiterhin Seesing vom Kreis und später Schöttle sowie Johannes Wasielewski: Der BHC traf und traf, während Melsungen von Minute zu Minute ratloser wirkte und das Ende der Partie herbeigesehnt haben dürfte.
Eine Wende jedenfalls lag zu keinem Zeitpunkt mehr in der Luft. Rudeck lieferte noch ein paar unfassbare Paraden. Mit dem absoluten Highlight eines gehaltenen Gegenstoßes von Timo Kastening. Die BHC-Fans ließen ihr Team – zu Recht – hochleben, sangen schon in der Schlussphase: „Oh, wie ist das schön.“ Mit dem Abpfiff begann die Party, inklusive einer von Sören Steinhaus am Megafon dirigierten Humba. Was für ein Abend!

Fotos aus der Unihalle: Jochen Classen

BHC VERLIERT 28:33 GEGN MELSUNGEN

14.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Start war verheissungsvoll; Durch frühe Treffer von Johannes Wasielewski (Foto), der einige Tage vorher seinen Vertrag verlängert hatte, sowie Sören Steinhaus und  Nico Schöttle führten die Gäste aus Solingen in der Kasseler Sporthalle mit 3:0. Aber am Schluss der Begegnung besaß der favorisierte MT Melsungen den längeren Atem und gewann mit 33:28 gegen den Aufsteiger. Dessen Serie endete. Der BHC fiel auf Tabellenplatz 16 zurück. Am 18. Dezember trifft der BHC erneut auf Melsungen, könnte sich im Viertelfinale des DHB-Pokals revanchieren. Anwurf in der Uni-Halle: 19 Uhr. Es folgt am 20. Dezember an gleicher Stelle das Punktspiel gegen den TBV Lemgo. Archivfoto: Jochen Classen

BHC-FRAUEN SIEGEN IN LETZTER SEKUNDE

14.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der 3. Advent stand ganz im Zeichen des WM-Finales, das die hervorragenden deutschen Frauen nach tollem Kampf mit 20:23 in Rotterdam gegen Favorit Norwegen verloren. Natürlich war die DHB-Überraschung auch das Thema beim Treffen in Bremen mit der Grande Dame des deutschen Handballs, Dagmar Stelberg (67) und Steffi Osenberg (57,links). Beide trugen gemeinsam des Trikot des ehemaligen Europapokalteilnehmers VfL Engelskirchen. Stelbarg, 219 Länderspiel, einige Male in das Weltteam berufen, lobte die Leistungen der heutigen DHB-Mannschaft, die sich verdient Silber sicherte "Wir haben damals bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles immerhin Platz vier geschafft", erinnert sich die Handball-Ikone aus dem Oberbergischen, die 832 Tore für Deutschland warf. Als die erste gesamtdeutsche Mannschaft zum letzten Mal 1993 Weltmeister wurde, war Stelberg nicht mehr dabei. Dafür aber die Wuppertalerin Steffi Osenberg , die in Oslo mit ihrem Vater Manfred Osenberg den Triumpf Deutschlands miterlebten. Das Duo berichtete damals u.a. für die Westdeutsche Zeitung. Beim 26:25 gegen Waiblingen sass Steffi wieder auf der Trainerbank (als Co-Trainerin und Team-Managerin) der Solingerinnen und freute sich über das von Pia Terfloth in letzter Sekunde erzielte 26. Tor. zum verdienten 26:25-Sieg. Foto: Karl Sterzenbach

DIE SERIE HÄLT GEGEN EISENACH

12.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Vor der Saison hatte das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz gesagt: „Zu Hause wollen wir eine Macht sein.“ Diesen Anspruch hat der Bergische HC inzwischen erfüllt. In heimischer Halle ist es besonders schwierig, gegen die Löwen zu punkten. Gegen den ThSV Eisenach gelang beim 27:26 (14:11) nun der dritte Bundesliga-Heimsieg in Serie – wettbewerbsübergreifend war es sogar das sechste ungeschlagene Spiel vor den eigenen Fans hintereinander.
Den ersten Grund zur Freude gab es bereits vor dem Anpfiff. Johannes Wasielewski hat seinen Vertrag verlängert und bleibt den Bergischen bis mindestens Sommer 2029 erhalten. „Ich bin unfassbar stolz, weiter mit dem BHC und den bergischen Fans Erfolge zu feiern. Ich werde mein Bestes geben, um das Projekt voranzutreiben, den BHC wieder zu einem etablierten Erstliga-Club zu machen“, sagt der 28-jährige Rückraum-Linkshänder. Der war kaum damit fertig, sich ein wenig feiern zu lassen, da musste er auch schon zittern. Gerade 30 Sekunden waren absolviert, da gingen die beiden Unterparteiischen raus, um sich ein Foul Wasielewskis genauer anzuschauen. Sie beließen es bei einer zweiminütigen Hinausstellung.
So kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, absetzen konnten sie sich aber nicht. Der ThSV führte 6:5, als Christopher Rudeck damit begann, zwischen den Pfosten heiß zu laufen. Der Torhüter parierte 14 Minuten lang absolut überragend, war aber über das gesamte Spiel ein starker Rückhalt. Zur Pause lag seine Fangquote bei magischen 48 Prozent. Gerade während der knappen schier unfassbaren Viertelstunde verpassten es die Bergischen, sich einen guten Vorsprung zu erarbeiten. Sie gingen zwar in Führung, warfen aber auch viele Bälle weg und leisteten sich technische Fehler.
Aron Seesing traf zuverlässig auf dem Weg zum 9:7, ansonsten tat sich die Mannschaft sehr schwer. Trotzdem gelang vor der Pause noch eine Steigerung. Tomas Babak brachte Ruhe rein und zeigte auch mal wieder seine Torgefahr. Er traf zwei Mal vor der Pause, Noah Beyer und Lars Kooij legten das 13:10 und 14:11 nach.
Nach Wiederbeginn hielt der Vorsprung aber nicht mehr lange. Eisenach verteidigte teilweise sehr offensiv und brachte den BHC damit in Verlegenheit. Außerdem kamen die Gastgeber kaum noch ins Tempospiel. 20 Minuten vor Schluss führten die Thüringer wieder. Beim BHC lief längst nicht alles nach Plan. Auch misslangen weiterhin viele Aktionen speziell im Angriff. Doch durch die Bank hörten die Bergischen nicht auf, an den Erfolg zu glauben. Kein einziger Spieler ließ sich aus dem Konzept bringen.
Es blieb ein zerfahrenes Match, in dem wenige Handballer eine herausragende Performance hinlegten, aber alle einen leidenschaftlichen Kampf auf die Platte brachten. Lars Kooij erzielte ein paar ganz wichtige Tore, auch Noah Beyer und Wasielewski versenkten in kritischen Situationen. Dazu machten Nico Schöttle und Sören Steinhaus unbeirrt weiter. Bis zum 24:24 fünf Minuten vor Schluss blieb das Duell völlig offen.
Die Stimmung in der UNIHALLE war längst auf dem Siedepunkt, als dem BHC ausgerechnet in der wichtigsten Spielphase die entscheidenden Aktionen gelangen. Julian Fuchs fing einen Pass ab, Tomas Babak traf zum 25:24, Rudeck hielt, Schöttle und Steinhaus stellten auf 27:24. Das war zu viel für Eisenach, auch wenn noch zwei Tore in Serie gelangen. Das letzte fiel allerdings neun Sekunden vor dem Ende. Diesen Sieg gab der BHC nicht mehr aus der Hand.

Fotos aus der Uni Halle: Jochen Classen

DUELL GEGEN CLUB-LEGENDE

10.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat massive personelle Probleme, befindet sich aber gleichzeitig in starker Form. Zwei Dinge, die eigentlich kaum zueinander passen, von den Löwen aber seit Wochen zusammengebracht werden. Auch gegen den ThSV Eisenach wird es am Donnerstagabend um 19 Uhr in der Wuppertaler UNIHALLE im Rückraum auf Sören Steinhaus, Johannes Wasielewski, Nico Schöttle und einen immer noch nicht voll belastbaren Tomas Babak ankommen. Ob der nächste Coup gelingt? Mit 8:22-Punkten belegen die Bergischen somit Rang 15 hinter dem drei Zähler besseren ThSV Eisenach, der am Donnerstag in Wuppertal zu Gast ist. Die Thüringer haben ihre elf Punkte allesamt in der eigenen Werner-Aßmann-Halle geholt, dabei sogar Gummersbach geschlagen und jüngst ein Remis gegen Rekordmeister THW Kiel gefeiert. Auswärts hingegen verlor der ThSV alle Partien – einige davon jedoch knapp. Für einen Eisenacher ist das Match in der UNIHALLE aber so etwas wie ein Heimspiel: Sebastian Hinze hat von 2012 bis 2022 den BHC trainiert und vorher für den Verein gespielt. Der gebürtige Wuppertaler ist eine Club-Legende. Vor dreieinhalb Jahren wechselte er zu den Rhein Neckar Löwen, gewann mit dem Team 2023 den DHB-Pokal und schloss sich im vergangenen Sommer dem ThSV Eisenach an. Und auch dort hat er wieder Erfolg.„Ich freue mich sehr, dass Sebastian ein solch etablierter Trainer in der Bundesliga ist“, sagt Arnor Gunnarsson, der während der gesamten zehn Hinze-Jahre beim BHC gespielt hat und den Club inzwischen zusammen mit Markus Pütz trainiert. Letztgenannter war viele Jahre Co-Trainer unter Hinze (Foto vom November 2018). „Wir haben beide weiterhin viel Kontakt. Markus telefoniert oft mit Sebastian, ich schreibe mehr mit ihm“, meint Gunnarsson. Zum ersten Mal trifft das BHC-Duo nun in der Cheftrainer-Rolle auf seinen langjährigen Weggefährten. „Er ist schon ein Vorbild. Wir haben natürlich einige Dinge aus seinem Training mitgenommen – gerade, wenn es um das Tempospiel geht“, berichtet Gunnarsson. „Jetzt hat er eine junge Mannschaft, die natürlich mit den Rhein-Neckar Löwen nicht zu vergleichen ist. Eisenach spielt sehr variabel und nutzt auch die taktische Variante mit vier Rückraumspielern.“

CRONENBERGER KONNTEN ALS UNDERDOG NICHT ÜBERRASCHEN

07.12.25 HANDBALL REGIONSOBERLIGA – Die U19 Handballer der Cronenberger TG empfingen am Samstagabend den Tabellenzweiten aus Essen. Im Sportzentrum Küllenhahn ließ die DJK Grün Weiß Werden nichts anbrennen und behielt souverän die Oberhand. In Zahlen: mit 27:36 (16:23) musste sich das Cronenberger Team um Trainer Jannis Lohmann geschlagen geben.
Um vom 8. Tabellenplatz nach oben zu kommen, dafür bietet sich bereits am 14. Dezember eine Gelegenheit. Dann hat es die Cronenberger TG mit Tabellennachbar Neusser HV zu tun, die um 10:30 Uhr in der Küllenhahner Halle erwartet werden.

Fotos aus dem SZ Küllenhahn: Odette Karbach

WAHNSINNSPUNKT IM BERGISCHEN DERBY

06.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - „Wenigstens einen Punkt holen wir uns hier“, sagte Markus Pütz in der letzten Auszeit 59 Sekunden vor Schluss. Der Bergische HC hatte im Derby beim VfL Gummersbach den Ball, lag 28:29 hinten. Und der BHC-Trainer sollte recht behalten. Johannes Wasielewski zog bei angezeigtem Zeitspiel ab und vollstreckte in den Winkel. Sekunden später lagen sich die Löwen in den Armen und feierten ein 29:29 (16:12), das sich beinahe wie ein Sieg anfühlte.
In der ersten Halbzeit waren die Bergischen sogar das bessere Team. Sören Steinhaus agierte im weiterhin personell extrem dünn besetzten Rückraum herausragend. Der 21-Jährige übernahm viel Verantwortung, war für starke Anspiele genauso zuständig wie spektakuläre Tore. Die etwa 250 mitgereisten BHC-Fans waren nun tonangebend in der Schwalbe-Arena. Für den VfL Gummersbach kam die Halbzeitpause gerade recht.
Die Gäste mussten nun kämpfen - ganz sicher auch gegen die Müdigkeit. Tomas Babak konnte im Rückraum ein wenig entlasten, doch hauptsächlich agierten die Löwen dort mit dem Trio Steinhaus/Wasielewski/Nico Schöttle. Letztgenannter markierte zwei befreiende Tore in Serie - eins aus der Distanz, eins nach einem Ballgewinn. Trotz des neuerlichen knappen Vorsprungs war Gummersbach nun mehr am Drücker. Die Gastgeber trafen drei Mal in Serie und hatten nun fast die komplette Schwalbe-Arena hinter sich. Es war nun genau das Derby, das sich alle erhofft hatten. Foto: Jochen Classen

BERGISCHES DERBY NUMMER SIEBZEHN

05.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Es ist ein besonderes Spiel, das am Freitagabend um 20 Uhr in der Gummersbacher SCHWALBE arena angepfiffen wird. Wenn der Bergische HC auf den VfL Gummersbach trifft, geht es üblicherweise hitzig und emotionsgeladen zu. Das wird wohl auch in der 17. Auflage des Bergischen Derbys der Fall sein. Die Rollen sind klar verteilt, die Löwen werden alles hereinwerfen. Knapper könnte die Gesamtbilanz zwischen den beiden Teams kaum aussehen. Von den 16 Spielen in der 1. Liga gewann der VfL acht und der BHC sieben. „Favorit ist natürlich der VfL, aber wenn wir eine Chance bekommen, wollen wir da sein. Das ist letztlich wie in jedem anderen Spiel auch“, sagt Markus Pütz, der den BHC zusammen mit Arnor Gunnarsson trainiert. „Es sieht danach aus, dass wir mit fast derselben Mannschaft wie gegen Hamburg antreten“, sagt Markus Pütz.
Die besseren Karten haben die Gummersbacher. Mit 20:8-Punkten klopfen sie aktuell sogar im Konzert der ganz Großen an. „Sie spielen gnadenlos Tempo. Es ist krass, wie die laufen“, sagt Gunnarsson, der den VfL in diesem Bereich zu den Besten der Liga zählt. Pütz ergänzt: „Dazu können Miro Schluroff (Foto mit VfL-Trainer Guðjón Valur Sigurðsson), Julian Köster und Kay Smits einfache Tore aus dem Rückraum machen. Wir freuen uns auf das Derby und die ausverkaufte Halle“, sagen die beiden BHC-Trainer, die auf viele lautstarke eigene Fans hoffen. Foto: Odette Karbach

TOPLEISTUNG GEGEN HAMBURG

01.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC zeigt gegen den HSV Hamburg eine Vorstellung voller Leidenschaft, Adrenalin und Intensität. Beim 35:32 (19:17) präsentieren sich die Gastgeber vor 2521 Zuschauern in der Düssseldorfer Mitsubishi Electric HALLE in einer Form, die alle personellen Probleme vergessen machte. Lukas Diedrich nagelte in der zweiten Halbzeit phasenweise seinen Kasten zu und hatte großen Anteil daran, dass seine Mannschaft den Sprung auf den 15. Platz der DAIKIN HBL schaffte.
Die erste Überraschung sahen die Fans bereits beim Aufwärmen. In Niklas Michalski machte sich ein dritter Linkshänder warm. Der Rechtsaußen kommt mit einem Zweitspielrecht von Zweitligist HSG Krefeld und stand für den Fall der Fälle als Option bereit. Den Start auf der Außenbahn bekam aber Julian Fuchs, der direkt zum 2:1 traf und letztlich auch durchspielen konnte. Doch nicht nur 24-Jährige kam gut ins Match. Auch alle anderen Löwen auf der Platte er erwischten vor allem offensiv einen guten Start.
Der BHC funktionierte nicht nur im Positionsangriff, sondern bestach zudem durch ein bemerkenswert cleveres, sicheres und gleichermaßen erfolgreiches Tempospiel. Nicht nur konterten die Bergischen nach Ballgewinnen, sie ließen sich auch beim Anwurf nach Gegentoren keine Zeit und überrumpelten die Hanseaten immer wieder mit der schnellen Mitte. Ob Sören
Steinhaus, Johannes Wasielewski, Aron Seesing oder später Nico Schöttle: Die Hausherren waren unheimlich effizient vor dem HSV-Tor und kamen schon vor der Pause zu mehreren Drei- Tore-Vorsprüngen.

Fotos aus der Mitsubishi Electric HALLE : Jochen Classen

TRAINER JONAS SCHLENDER VERLÄSST DEN HSV SOLINGEN-GRÄFRATH

28.11.2025 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA – HSV-Cheftrainer Jonas Schlender folgt dem Ruf der 1. Frauen-Bundesliga und wird den HSV Solingen-Gräfrath nach Saisonende verlassen, um eine neue Herausforderung beim Buxtehuder SV anzunehmen. Nach zwei Jahren heißt es im Sommer Abschied nehmen. Der HSV Solingen-Gräfrath würdigt ihren Trainer: „Jonas hat uns in seiner Zeit am Spielfeldrand und im Training stets mit seinem enormen Fachwissen und seiner akribischen Vorbereitung überzeugt. Bis zum Wechsel im Sommer 2026 haben wir noch viel vor. Gemeinsam mit Jonas Schlender wollen wir die verbleibende Zeit maximal nutzen, um unsere sportlichen Ziele zu erreichen und die erfolgreiche Zusammenarbeit gebührend abzuschließen.“ Foto: Odette Karbach

ES IST EINE SCHANDE

27.11.25 HANDBALL FRAUEN WM - DHB-Präsident Andreas Michelmann konnte sich auch nach der Premiere bei der Frauenhandball-WM nicht beruhigen. „Es ist eine Schande, weshalb weder ARD noch ZDF die Spiele nicht übertragen“, nannte er das Kind beim Namen. Mit 32:25 gewann das deutsche Team das erste Vorrundenspiel gegen Island. Auch die Wuppertaler Handballfreunde sind verärgert, vermissen auch die Wertschätzung für den im Tal ohnehin kriselnden Sport. Selbst der große Erfolg der jungen Wuppertalerin Lena Lindemann, die die Juniorinnen-Nationalmannschaft in diesem Jahr als überragende Torhüterin zum überraschenden Europameisterschaftstitel führte, bekommt nicht die eigentlich von Experten erwartete Belohnung. Nicht Lindemann, die in Wuppertal geboren wurde, in der Jugend des TV Beyeröhde gespielt hat und nach zwei Jahren vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zum BHC zurückkehrte, sondern der junge Basketballer Ilja Grams (17), der bei den Südwestbaskets in Wuppertal erste Erfolge erzielte, mit einigen Teamkameraden nach Hagen gewechselt ist und dort in der NBBL auf längere Einsatzzeiten hofft, erhält das Triangulum, den zum 40. Mal verliehenen Nachwuchspreis der Stadt Wuppertal und dem TV Beyeröhde. Der in Herdecke geborene Grams ist ohne Zweifel ein Talent und hofft auf ähnliche Erfolge wie Europameisterin Lena Lindemann, die im Januar 2026 ihren 20. Geburtstag feiert und im Tor des Zweitbundesligisten BHC weitere Siege feiern möchte. Für sie kam die seit gestern laufende WM noch zu früh. Vor 5527 Zuschauern in Stuttgart waren Rückraumspielerin Alina Grijseels mit sieben Toren sowie Rechtsaußen Jenny Behrend und Nieke Kühne (je 5) beim Auftaktsieg die besten Werferinnen für die DHB-Auswahl, die seit 18 Jahren auf eine Medaille wartet. Foto: BHC

LANGFRISTIGER AUSFALL

26.11.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Was sich bereits rund um die Partie bei der TSV Hannover-Burgdorf andeutete ist nun gewiss. Yannick Fraatz wird dem Bergischen HC aufgrund eines Kreuzbandrisses mindestens bis zum Saisonende ausfallen. Der Rechtsaußen wird sich alsbald einer Knieoperation unterziehen müssen, unter der aufgrund der schwere der Verletzung über weitere operative Schritte entschieden und in Absprache mit der medizinischen Abteilung des Bergischen HC die Planung der Rehabilitationsmaßnahmen auf den Weg gebracht wird.
„Drei schwere Verletzungen in so kurzer Zeit sind ein herber Schlag ins Kontor und zwingt uns zu einer äußerst herausfordernden Bastelarbeit in der Trainingsarbeit. Gleichzeitig gilt es Yannick, Eloy und Elias auch auf emotionaler Ebene zu stützen“, beschreibt Fabian Gutbrod die aktuelle Situation.
Beim sportlichen Leiter glühen zudem beinahe rund um die Uhr die Telefondrähte, um für personelle Entlastung und Aufstockung zu sorgen. „Für den Trainingsbetrieb ergänzen wir den Rumpfkader kurzfristig mit Spielern aus dem Nachwuchs. Doch gerade auf den Linkshänderpositionen gestaltet sich die Nachverpflichtung einer sportlich und finanziell machbaren und vernünftigen Personalie nicht ganz einfach, um es vorsichtig auszudrücken“, so Gutbrod. „Wir geben aber die Hoffnung nicht auf und arbeiten rund um die Uhr an einer Lösung, die uns und den verbleibenden Spielern im Kampf um den Klassenerhalt hilft.“ Foto: Jochen Classen

WELTMEISTERSCHAFT MIT NORMA GOLDMANN

25.11.25 HANDBALL FRAUEN WM – Norma Goldmann, Rückraumspielerin des Bergischen HC, steht im Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft. Eine spannende Aufgabe, die bereits am Donnerstag auf die 22-Jährige wartet. Im niederländischen ’s-Hertogenbosch, eine der Gastgeberstädte der Handball-Weltmeisterschaft 2025, wird ab 18 Uhr die Begegnung der Schweizerinnen gegen das Nationalteam des Iran ausgetragen. Die Maaspoort Arena fasst Tausende von Fans und bietet eine intensive Atmosphäre und eine ideale Kulisse für die Weltmeisterschaft. Ihr BHC-Team postet:“Wir hier zuhause stehen hinter dir – und verfolgen jedes Spiel mit Stolz und klopfendem Herzen.“

BHC NACH NIEDERLAGE IN HANNOVER WIEDER AUF ABSTIEGSPLATZ

21.11.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Sein Kampf wurde nicht belohnt. Der Bergische HC hat bei der TSV Hannover-Burgdorf bis zum Schluss mitgehalten, zog aber doch mit 30:34 (15:17) den Kürzeren und steht wieder auf einem Abstiegsplatz, weil Stuttgart zur gleichen Zeit am Donnerstagabend gegen Minden gewann.  Am Ende hatten die Solinger auch das Spielglück nicht auf ihrer Seite. Besonders bitter war aber nicht die Niederlage, sondern die Verletzung von Yannick Fraatz kurz vor der Halbzeitpause. Vorher war auch der Hannoveraner Spielmacher Michalczyk verletzt ausgeschieden.
Dass die Löwen auch ohne die verletzten Rückraumspieler Eloy Morante Maldonado und Elias Scholtes eine Chance haben würden, zeichnete sich bereits früh ab. Lukas Diedrich begann stark zwischen den Pfosten, die Deckung stand ordentlich, und vorne nutzten die Gäste ihre Chancen. Sören Steinhaus startete furios, Johannes Wasielewski erzielte sogar eine Drei-Tore-Führung nach einer guten Viertelstunde. In der Folge aber schlichen sich auch Fehler ein, die Hannover mit bemerkenswerter Sicherheit bestrafte. Bis zum 15:15 ging es sehr knapp zu, dann verlor der schwache Renars Uscins den Ball, und Yannick
Fraatz hatte die Riesenchance zur erneuten Führung. Der Rechtsaußen scheiterte, doch viel schlimmer war, dass er nach dem Versuch liegen blieb. Fraatz war so unglücklich gelandet, dass er sich eine Knieverletzung zuzog und sofort ausgewechselt werden musste. Zwei weitere Nachlässigkeiten im Angriff bedeuteten einen 15:17-Rückstand zur Halbzeit. Danach legten die Recken sogar noch zwei weitere Treffer hinterher. Wer nun dachte, der BHC würde sich davon nicht mehr erholen, sah sich schnell getäuscht. Aron Seeing, Johannes Wasielewski und Nico Schöttle hielten die Löwen im Spiel. Noah Beyer freute sich beim Siebenmeter zum 19:21 nicht nur über den knappen Zwischenstand, sondern auch über das 500. Bundesliga-Tor seiner Karriere. Bis Spielschluss erhöhte er sogar noch auf 503 Treffer.
Der BHC war wieder voll zurück im Match, hatte auch im eingewechselten Christopher Rudeck einen starken Rückhalt und beim 21:22 zum ersten Mal wieder die Chance zum Ausgleich. Da ging es zwar noch schief, und wenig später führte die TSV wieder etwas klarer, aber auch davon erholten sich die Gäste. Sie ließen sich von einem 22:25 genauso wenig schocken wie einem 24:27 oder 26:29. Auch diverse Pfostenwürfe verunsicherten sie nicht. Stattdessen gelang Beyer, Steinhaus und der für Fraatz eingewechselte Julian Fuchs ein 3:0-Lauf zum Ausgleich. Danach hatten die Gäste die Führung beim Gegenstoß in der Hand, trafen aber nicht. Hannover nutzte die Gunst der Stunde, stellte auf 30:29 und nach einem weiteren BHC-Pfostenschuss auf 31:29. Nun hätte aus bergischer Sicht in den letzten drei Minuten viel funktionieren müssen, doch es häuften sich unter Zeitdruck weitere Fehlwürfe, sodass die Hannoveraner einen 34:30-Erfolg davontrugen. Dem BHC bleibt nur die Erkenntnis, dass er sich gegen Hannover mit dem hoch motivierten Ex-Solinger Lukas Stutzke (3 Treffer /Foto) gut gehalten hat. Stutzke war beim BHC-Sieg früh durch Platzverweis ausgeschieden. Diesmal blieb es bei zwei Zeitstrafen. Bester Werfer bei den Gästen: Beyer mit 5 Toren. Foto: Jochen Classen

EIN HERAUSRAGENDER ERFOLG

17.11.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Es war ein Abend, an dem sich die Dinge nicht für den Bergischen HC zu fügen schienen, und doch hat er triumphiert. Auf dem Feld funktionierte gegen die Rhein-Neckar Löwen zwar vieles, doch mit Eloy Morante Maldonado und Gerdas Babarskas verlor die Mannschaft eine offensive und eine defensive Säule im Spielverlauf. Trotzdem war es am Ende der BHC, der einen famosen 30:27 (11:11)-Sieg bejubelte und damit erstmals in dieser Saison die Abstiegsplätze in der DAIKIN-HBL verließ.
Schon zu Beginn fanden die Gastgeber in der mit 3246 Zuschauern ordentlich gefüllten Mitsubishi Electric Halle gut ins Spiel. Christopher Rudeck sammelte seine ersten Paraden, das Mach war völlig offen. Dann holte Eloy Morante Maldonado einen Siebenmeter heraus, den Noah Beyer zum 4:4 verwandeln sollte. Doch der Spielmacher war so unglücklich umgeknickt, dass er nicht weitermachen konnte und zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle : Jochen Classen

BHC ENTTÄUSCHT IM DERBY GEGEN GRÄFRATH

17.11.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - 500 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle Wittkulle sorgten für mächtig
Stimmung beim Bergischen Derby, das der HSV Solingen-Gräfrath beim Bergischen HC mit 26:21 (9:10) gewann.
Geprägt von zwei starken Abwehrreihen, kam der HSV besser in die Partie. Der BHC musste auf die angeschlagene Spielmacherin Alexandra Lundström verzichten, startete mit Norma Goldmann auf der Mitte. Sie war es auch, die den ersten BHC-Treffer zum 1:1 erzielte. Da waren bereits knapp sechs Minuten gespielt. Der BHC tat sich schwer gegen die leidenschaftlich verteidigenden Gräfratherinnen. Torjägerin Svenja Mann wurde hart verteidigt – ihr gelang lediglich ein Gegenstoß-Tor. Ihre Gegenüber Vanessa Brandt führte ihr Team, traf die richtigen Entscheidungen und war mit sieben Treffern erfolgreichste Werferin. Nach 20 Minuten brachte Brandt den HSV mit 8:4 in Führung. Langsam fingen sich die Gastgeberinnen, hatten das Glück bei einigen Pfostentreffern auf ihrerer Seite und bliesen zur Aufholjagd. Pia Terfloth setzte sich mehrfach durch und schaffte den 9:9-Ausgleich, Lucy Krahwinkel gelang sogar der 10:9-Halbzeitstand. Der BHC war wieder im Geschäft. Aber das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler schaffte es nicht, den positiven Moment über die Pause zu retten. Ein Gräfrather 6:0-Lauf gleich nach der Halbzeit brachte Ernüchterung. Erneut Vanessa Brandt hatte einen von vier Strafwürfen (dem BHC wurde keiner zugesprochen) zum 10:15 verwandelt (37.). Der BHC wehrte sich, kam über Franziska Thomas und Veki Tolic zum Anschluss (17:20, 49.). Als Lina Seiffarth, erstmals seit elfmonatiger Verletzungspause wieder im Kader, eine Zeitstrafe abbrummte, parierte die sehr gut aufgelegte HSV-Torhüterin Liv-Stine Eckardt einen Wurf von Thomas und traf ins verwaiste BHC-Tor zum 17:22 (51.).
Der BHC öffnete die Abwehr, versuchte es mal mit einer 5:1-Deckung, mal mit Manndeckung gegen Brandt und Deborah Spatz. Aber auf jede BHC-Bemühungen hatte Gräfrath eine Antwort. Spätestens als Rechtsaußen Merit Müller mit ihrem
vierten Treffer das 20:25 erzielte, war die Partie entschieden. „Es ist eine große Enttäuschung, zumal wir vor der Halbzeit voll im Spiel waren. Dann machen wir zehn Minuten kein Tor. Wir haben uns die ganze Zeit schwergetan. Dennoch war es ein tolles Erlebnis, vor so einer Kulisse zu spielen“, kommentiert Abwehrchefin Veki Tolic nach der Partie.
Für den BHC geht es nach der WM-Pause am 14. Dezember weiter mit dem Nachholspiel beim VfL Waiblingen. Foto: Kevin Becher

BHC GEHEN AM ENDE DIE KRÄFTE AUS

10.11.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Es war ein von hohem Tempo geprägtes Spiel, das der Bergische HC beim THW Kiel bot. Vor allem in der ersten Halbzeit kam die Bundesliga-Partie nicht zur Ruhe. Es ging Hin und Her, mit nur leichten Vorteilen für den klaren Favoriten. Das änderte sich nach der Pause, sodass sich die Löwen mit 35:43 (22:24) geschlagen geben mussten.
Mit einer ähnlich starken Deckung wie zuletzt im Pokal-Achtelfinale gegen die TSV Hannover-Burgdorf hätten die Bergischen vielleicht sogar an einer Sensation schnuppern können. Doch genauso leicht wie dem BHC fiel auch den Kielern das Erzielen von Toren. Allen voran ging Elias Ellefsen á Skipagötu (Foto), der mit 14 Treffern glänzte.

NACH KRIMI: BHC IM VIERTELFINALE

06.11.25 HANDBALL POKAL : Als es Sören Steinhaus Sekunden vor dem Ende der zweiten Verlängerung zum 40:38 krachen ließ, gab es kein Halten mehr beim Bergischen HC. Endlich herrschte Gewissheit: Zum ersten Mal seit zehn Jahren zieht der BHC ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein und ist damit noch einen Schritt vom Final-Four entfernt. Es war ein furioses Match gegen die TSV Hannover-Burgdorf mit gleich mehreren dramatischen „Endphasen“ – und überglücklichen Löwen.
Dabei hatten die Vorzeichen gar nicht so gut gestanden. Elias Scholtes hat sich eine Sprunggelenksverletzung zuzogen und fällt lange aus. Damit standen den Bergischen nur vier Spieler für drei Rückraumpositionen zur Verfügung. Eloy Morante Maldonado, Sören Steinhaus, Johannes Wasielewski und Nico Schöttle hatten also ein gewaltiges Pensum. Und doch waren es auch sie, die selbst nach 80 Spielminuten noch frisch wirkten.
Eigentlich hätten die Gastgeber schon nach den üblichen 60 Minuten als Sieger feststehen können. Sie führten lange und hatten oft das Momentum. Lukas Diedrich begann im Tor, brauchte ein paar Minuten, entwickelte sich dann aber bis zum Schluss zu einem fantastischen Rückhalt. Er hatte nicht nur eine gute Fangquote (35 Prozent), sondern war auch in ganz wichtigen Momenten entscheidend zur Stelle. Foto: Jochen Classen

BHC BESIEGT WERDER BREMEN UND FREUT SICH AUF AUSVERKAUFTES DERBY

04.11.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA: Der Bergische HC bewahrt zu Hause seine weiße Weste und besiegte den SV Werder Bremen vor 225 Zuschauern in einem abwechslungsreichen Spiel 26:25 (13:9). Das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler zeigte sich nach der Niederlage gut erholt. Die zehnfache Torschützin Svenja Mann ließ sich auch von zwei Fehlversuchen nicht beirren und startete den Torreigen. Vakare Damuleviciute, die für die angeschlagene Norma Goldmann im linken Rückraum spielte, zeigte sich ebenfalls in Wurflaune und hielt dagegen, wenn Bremen über ihre auffälligste Spielerin Emma Ruwe erfolgreich war. Spielmacherin Alexandra Lundström ließ den Ball laufen, erzielte selbst das 10:8 (19.). Drei Treffer von Svenja Mann brachten den 13:9 Halbzeitstand und direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Damuleviciute auf 14:9. Der BHC dominierte die Partie. Torhüterin Natascha Krückemeier parierte sehenswert und unterstütze die Abwehr um Chefin Veki Tolic. Es blieb beim Fünf-Tore-Vorsprung (21:16, 44.) bis plötzlich der Faden riss. Technische Fehler schlichen sich ins BHC-Spiel, beste Wurfchancen wurden vergeben. Bremen nutzte die aufkommende Unsicherheit, drehte das Spiel und ging durch Lara Niemann erstmals in Führung (23:24, 55.). Lundström glich aus zum 24:24 – Emma
Ruwe behielt vom Siebenmeterpunkt die Nerven (24:25, 58). Im Gegenzug tat es ihr Vakare Damuleviciute gleich (25:25). Zehn Sekunden vor Schluss setzte sich Alex Lundström mit einer Energieleistung durch und sorgte für den viel
umjubelten 26:25-Endstand.
Da der VfL Waiblingen am kommenden Wochenende im Pokal gegen den Thüringer HC antritt, muss der BHC erst wieder am 15. November ran. Dann steigt um 18:30 Uhr das bereits ausverkaufte Derby gegen den HSV Solingen-Gräfrath, der mit 6:8 Punkten auf dem achten Tabellenplatz liegt. Der BHC belegt mit 10:4 Punkten Rang fünf. Foto: Kevin Becher

SONNTAG IST DER BERGISCHE HC ZU GAST IN DER WUNDERINO ARENA

07.11.25 HANDBALL BUNDESLIGA – Der THW Kiel freut sich auf das Heimspiel, mussten die Anhänger der Zebras immerhin knapp drei Wochen auf Handball in der Wunderino Arena verzichten. Zu Gast ist ab 16:30 Uhr der Bergische HC, der als Zweitliga-Meister den direkten Wiederaufstieg in die "stärkste Liga der Welt" schaffte. Der BHC, bei dem mit Yannick Fraatz auch ein ehemaliges Zebra spielt, zahlte zum Saisonstart ein wenig Lehrgeld in der DAIKIN HBL, ist jetzt aber angekommen im Kampf um den Klassenerhalt und steht wie der THW Kiel im Viertelfinale des DHB-Pokals.
"Wir spielen endlich wieder zu Hause vor unseren Fans", freut sich THW-Kreisläufer Veron Nacinovic (Foto). Deshalb sei die Marschroute für die Partie am Sonntag auch klar: "Wir wollen mit unseren Fans gewinnen und mit zwei wichtigen Heimpunkten Anschluss halten an das Spitzenduo aus Flensburg und Magdeburg."

BHC WILL ZU HAUSE ZURÜCK IN DIE ERFOLGSSPUR

01.11.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Nach der 25:30-Nierderlage am vergangenen Samstag in Bremen war beim
Bergischen HC unter der Woche Fehleranalyse und Aufarbeiten der Defizite angesagt. Am Samstagabend (Anwurf 18:30 Uhr, Sporthalle Wittkulle „FALS“) möchte das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler zurück in die Erfolgsspur, wenn es auf den SV Werder Bremen trifft. Bremen rangiert derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz, tritt die Fahrt ins Bergische Land, nach dem Punktgewinn gegen die Berliner Füchse, mit breiter Brust an. Auch ohne Leistungsträgerin Leni Ruwe brachten die Bremerinnen den Favoriten aus der Hauptstadt ins Wanken.
„Wir schauen auf uns“, ist die Devise beim BHC. Einige Spielerinnen fehlten angeschlagen oder verletzt, dennoch wurde die Trainingswoche gut genutzt. Bis auf Hannah Kamp und Lina Seiffarth sind alle Spielerinnen einsatzbereit. Besonders motiviert ist Geburtstagskind Madita Probst, die erstmals gegen ihre alten Teamkolleginnen antritt. Foto: Kevin Becher

BHC VERLIERT GEGEN KAMPFSTARKE ROSTOCKERINNEN

27.10.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Sturmtief Joshua fegte über Deutschland und in der altehrwürdigen Fiete Reder
Sporthalle in Rostock blies dem Bergischen HC am Samstagabend auch mächtig Wind entgegen. Er unterlag beim Aufsteiger RHC mit 30:25 (12:11). Erfolgreichste Werferin bei Rostock war Linksaußen Patryca Drewnik mit elf Treffern, Norma
Goldmann traf für den BHC sechsmal.
Vor einer mit 294 Zuschauern stimmungsvollen Kulisse startete der BHC gut. Aus der Bedrängnis passte Torjägerin Svenja Mann, nach sechswöchiger Verletzungspause wieder mit von der Partie, auf Norma Goldmann, die per Kempa zum 0:1 vollendete. Linksaußen Djazzmin Trabelsi traf doppelt (1:3, 3.). Rostock verteidigte leidenschaftlich in der 3:3-Formation und bereitete den Gästen Probleme beim gebundenen Aufbau. Besser lief es im Tempospiel. Torhüterin Natascha Krückemeier war ein sicherer Rückhalt, Madita Probst verwandelte einen Gegenstoß zum 5:9 (21.) - gleichzeitig die höchste BHC-Führung. Die Abschlussschwäche der Bergischen baute Rostock wieder auf. Klare Torchancen wurden ausgelassen. Hinzu kamen etliche technische Fehler. Die Folge: Rostock führte zur Halbzeit 12:11.
Offenes Spiel nach der Pause. Angetrieben von der treffsicheren Patryca Drewnik legte Rostock 21:19 vor (43). Der BHC konterte mit einem 4:0-Lauf auf 21:23 (49.). Aber das junge Team von Dominic Buttig gab nicht auf, nutzte individuelle Fehler konsequent aus. Nicole Rotfuß brachte ihr Team zum vorentscheidenden 27:23 (56.) in Führung. Als Megan Pieth eine Zeitstrafe verbüßte, verkürzten Vakare Damuleviciute per Strafwurf und Djazzmin Trabelsi auf 27:25 (58.). Aber Patryca Drewnik machte mit ihren Treffern zehn und elf innerhalb 20 Sekunden die Hoffnung des BHC, etwas Zählbares mit auf die 580 Kilometer lange Rückreise nehmen zu können, zunichte. Foto: RHC

BITTERER PUNKTVERLUST IM KELLERDERBY

26.10.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Endlich wieder ein Sieg? Endlich mal vor ausverkaufter Halle? Nichts von beiden Erwartungen. Vor 2614 Zuschauern in der Uni-Halle zeigten beide Mannschaften, warum sie am Tabellenende stehen und gegen den drohenden Abstieg spielen müssen. Dabei war es im Kellerduell der Handball-Bundesliga in der zweiten Halbzeit für den Bergischen HC angerichtet. Die Solinger führten konstant gegen den SC DHfK Leipzig, verpassten es aber, das zerfahrene Spiel mit ungemein vielen technischen Fehlern vorzeitig zu entscheiden. Dass am Ende drei Angriffe in Folge scheitern und die Sachsen beim 28:28 (14:15) doch noch einen Punkt mitnahmen, war aus Sicht des Bergischen HC bitter. Sehr bitter für den Tabellenvorletzten gegen ein Schlusslicht, das noch kein Spiel in der verkorksten Saison gewinnen konnte und in letzter Minute die besseren Nerven besaß. Die fehlte auch dem sonst so treffsicheren Linksaußen Noah Beyer, der zuletzt sowohl vom Siebenmeterpunkt (gegen den früheren BHC-Torwart Mrzva) als auch vom Kreis scheiterte. Immerhin war er mit acht Treffern noch der erfolgreichste Werfer, auf den ganz schwere Spiele zukommen. Fotos: Jochen Classen

BHC IST IN ROSTOCK GEFORDERT

25.10.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im sechsten Saisonspiel trifft der Bergische HC auf den dritten Aufsteiger. Anders als in den Begegnungen gegen die SG 09 Kirchhof oder HSG Freiburg muss das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler auswärts ran. Am frühen Samstagmorgen startet der BHC-Tross in Richtung Ostsee, um 18:30 Uhr wird die Partie beim Rostocker HC angepfiffen. Mit 2:8-Punkten liegt der Liga-Neuling auf dem 13. Platz. Die Punkte holte Rostock vor heimischer Kulisse gegen die Handball-Luchse als das Team von Trainer Dominik Buttig lange einem Rückstand hinterherlief und sich in der Schlussphase den 24:23-Erfolg sicherte.
Den BHC erwartet eine besondere Atmosphäre und eine nie aufgebende, junge Mannschaft, die von der erfahrenen Nele Reimer angeführt wird. Die 29-Jährige, die auch schon für Leipzig, Neckarsulm und Bietigheim aktiv war, ist mit 25 Treffern
beste Werferin ihres Teams. Bis auf Hannah Kamp stehen Kerstin Reckenthäler alle Spielerinnen zur Verfügung. Nora Goldmann und Vakare Damuleviciute sind gesund von den Einsätzen mit ihren Nationalteams zurückgekehrt. Torjägerin Svenja Mann hat den Nasenbeinbruch auskuriert. Und zehn Monate nach ihrem Kreuzbandriss steht auch die junge Kreisläuferin Lina Seiffarth (Foto) wieder im Kader. Genügend Wechselmöglichkeiten, um 60 Minuten Gas geben zu können.
„Wir hatten eine gute Trainingswoche und möchten die gute Stimmung mit ins Spiel nehmen. Es ist schwer, nach der erneuten Spielpause in einen Rhythmus zu kommen. Aber das Problem haben die anderen Mannschaften auch“, nimmt Kerstin Reckenthäler ihre Schützlinge in die Pflicht. Foto: Kevin Becher

ZEBRAS HOLEN REMIS IN GUMMMERSBACH

24.10.25 HANDBALL BUNDESLIGA – Der VfL Gummersbach hatte keinen guten Lauf und brauchte am zehnten Spieltag mal wieder ein Erfolgserlebnis. Eine – trotz Sturmtief Joshua – mit 4.132 Zuschauern ausverkaufte SCHWALBE arena bot eine gute Kulisse und einen deutschen Rekordmeister THW Kiel als Gegner sorgte für Brisanz.
Das Team von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson gab in der Anfangsphase den Ton an, überzeugte mit einer stabilen Abwehr und führte konstant.
Nach der Pause hatten die Kieler einen besseren Auftritt, während die Hausherren nicht mehr in den Spielrhythmus der ersten Hälfte kamen. In der 42. Minute mussten die Anhänger den ersten Rückstand ihrer Blau-Weißen verknusen. Die Zebras hingegen mussten ab der 54. Minute die Hinausstellung von Lukas Laube nach überhartem Foul an Köster hinnehmen. Bis zum 25:23 durch Schluroff in der 57. Minute sah es nach einem Heimsieg der Gastgeber aus, jedoch antworteten die Gäste mit zwei Treffern zum 25:25-Ausgleich in der 60. Minute. Ein letzter Wurf von Ellidi Vidarsson mit der Schlusssirene verpasste sein Ziel, sodass das Topspiel mit einem Unentschieden endete.

Fotos aus der SCHWALBE arena: Odette Karbach

DEUTSCHER MEISTER SOLINGEN 98 IN WUPPERTAL

24.10.25 SOLINGER HANDBALL - Heute vor 60 Jahren, exakt am 24.10.1965, feierte der BSV Solingen 98 die Deutsche Meisterschaft im Handball. Vor 35.000 Zuschauern gewannen die "Oheios" im Stadion am Zoo einen 15:14-Sieg nach Verlängerung gegen Grün-Weiß Dankersen. Armin Wieber, der jüngste Handballer bei den 98ern, warf das Siegtor zum 15:14, das in Wuppertal begeistert gefeiert wurde. Nun, Solingen war und ist die Hochburg des Handballs. Heute ist der BHC mit zwei Teams in den höchsten Spielklassen vertreten. Die Frauen reisen am Samstag zum Zweitliga-Match nach Rostock und wollen in Bestbesetzung zwei Punkte holen. Die Herren erwarten am Samstagabend um 19 Uhr in der Uni-Halle das Schlusslicht Leipzig zum Duell der Bundesliga-Kellerkinder.

AUCH RUDECK KONNTE BHC-SCHLAPPE NICHT VERHINDERN

18.10.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Lob für die Abwehr - nur 26 Gegentore. Aber herbe Kritik für den Angriff - nur 21 Treffer. Insgesamt ergaben die beiden Tatsachen eine 21:26-Niederlage des BHC bei Frisch-Auf Göppingen, der zwar auch keine Bäume ausriss, aber in der zweiten Halbzeit stärker wurde und verdient, allerdings etwas zu hoch gewann. Während die Gastgeber am Freitagabend mit dem zweiten Heimsieg auf Rang acht kletterte, bleiben die Solinger mit 2:16 Punkten auf dem 17., dem vorletzten Platz. Seesing sah in der 47. Minute die rote Karte (dreimal gelb). Bester Werfer waren Rechtsaußen Fraatz (6) und der immer besser werdende Steinhaus (4). Bester BHC-Spieler war Torwart Rudeck (Archivfoto: Jochen Classen), der schon in der ersten halben Stunde sein Können beweisen konnte.

BHC IN GÖPPINGEN OHNE BABAK

16.10.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC muss am Freitag um 19 Uhr zum zweiten Mal in Folge auswärts antreten. Bei Frisch Auf Göppingen in der EWS Arena dürften die Chancen allerdings besser stehen als zuletzt bei Champions-League-Sieger SC Magdeburg. „Göppingen ist sehr gut besetzt und der Saisonstart war ordentlich“, finden die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz. „Bei uns muss alles klappen, damit wir etwas mitnehmen können.“ Die Aufgabe wird aufgrund des Ausfalls von Tomas Babak (Archivfoto) noch ein Stück weit schwieriger.
Der Tscheche, der mit Christopher Rudeck das Kapitänsamt beim BHC ausübt, ist in Magdeburg unglücklich gelandet und hat sich eine Verletzung am Fuß zugezogen. Das Syndesmoseband ist angerissen. „Wir müssen zwischen drei und fünf Wochen auf ihn verzichten“, sagt Pütz. Die Fahrt nach Göppingen wird der 31-Jährige trotzdem mitmachen – als moralische und mentale Unterstützung vor allem von Sören Steinhaus, der beim BHC in eine ähnliche Rolle hineinwächst
wie Babak. Steinhaus wird durch den Ausfall des Tschechen voraussichtlich noch etwas mehr Einsatzzeit bekommen. „Zusammen mit Eloy Morante Maldonado hat es zuletzt ja wirklich gut funktioniert“, sind sich die BHC-Trainer einig. „Aber auch Nico Schöttle wird eine größere Rolle erhalten.“ Soeren Servos kommt derweil nicht für einen Einsatz infrage – eine Bauchmuskelverletzung zwingt ihn erneut zur Pause.

BHC VERLIERT 30:39 IN MAGDEBURG

12.10.25 HANDBALL BUNDESLIGA - 6600 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle in Magdeburg wollten ein Schützenfest sehen. Doch zwischenzeitlich sah es gegen den Abstiegskandidaten und Neuling BHC gar nicht danach aus, als die Gäste nach der Pause vier Minuten aufdrehten und bis auf ein Tor herangekommen waren. Beim 21:20 vergaben die Solinger sogar die Chance zum Ausgleich, blieben zehn Minuten ohne Torerfolg. Magdeburg dagegen fand zum Tempospiel und doch noch den Schlüssel zum klaren 39:30-Erfolg gegen den BHC, der vier Tage nach dem ersten Saisonsieg nicht enttäuschte. „Die 0:7-Phase hat uns das Genick gebrochen“, ärgerte sich Trainer Pütz, der hofft, dass sich die Knieverletzung von Routinier Babak nicht so schlimm ist wie zunächst befürchtet. Wie geht es weiter? Am kommenden Donnerstag (17. Oktober) spielen die Solinger bei Frisch Auf Göppingen (19Uhr). Eine Woche später kommt es dann zum Duell der Kellerkinder gegen den SC DHfK Leipzig in die Wuppertaler Uni-Halle. Das Foto von Jochen Classen zeigt den besten BHC-Spieler Morante Maldonado, der auch in Magdeburg mit sehenswerten Toren sein Können bewies.

BHC MIT ARBEITSSIEG ÜBER AUFSTEIGER FREIBURG

12.10.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - In einer torarmen Partie besiegte der Bergische HC die HSG Freiburg mit 20:15 (8:6). Neben Torhüterin Lena Lindemann, die über 60 Minuten ein sicherer Rückhalt war und auf eine Fangquote von 44% kam, ragten Norma Goldmann (5) und Alexandra Lundström (4/2) als erfolgreichste Werferinnen heraus. Für die Gäste trafen Hannah Person und Marit Walz (je 3) am besten.
„Wir müssen im Kopf voll da sein“, hatte BHC-Trainerin Kerstin Reckenthäler ihre Schützlinge davor gewarnt, den Aufsteiger aus dem Breisgau zu unterschätzen. Das Gegenteil war der Fall. In der Abwehr stabil, ließen die Löwinnen im Angriff jeglichen Biss vermissen. Die Folge: Nach neun Minuten führte Freiburg mit 3:1. Die Gastgeberinnen leisteten sich viele technische Fehler und einige Fahrkarten. Dennoch gingen sie nach 13 Minuten erstmals in Führung (4:3). Beim Spielstand von 8:6 wurden die Seiten gewechselt.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel zerfahren und war geprägt vom drohenden Zeitspiel auf beiden Seiten.
Endlich suchte der BHC den Abschluss aus der zweiten Reihe – Norma Goldmann traf sehenswert zum 12:9, Kreativ-Kopf Alex Lundström erhöhte auf 13:9 und Kreisläuferin Ruby Vaessens setzte auf 14:10 (37.). Freiburg gab nicht auf, verkürzte
auf 14:12. Es war einmal mehr Lena Lindemann, die einen Strafwurf von Spezialistin Simone Falk parierte und so die Aufholjagd der Gäste stoppte (41.). Linksaußen Madita Probst brachte mit einem schönen Heber das 18:13, das 19:13 (50.) von Norma Goldmann war die Vorentscheidung. Unaufgeregt verliefen die letzten zehn Minuten bis zum 20:15-Endstand. Mit 8:2-Punkten geht es für den BHC nach der Länderspielpause zum nächsten Aufsteiger nach Rostock. Dann dürften auch Torjägerin Svenja Mann und Rechtsaußen Hannah Kamp, die verletzungsbedingt fehlten, wieder einsatzbereit sein. Foto: Kevin Becher

DIE ERSTEN PUNKTE

10.10.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat es geschafft. Der erste Sieg in der DAIKIN HBL ist unter Dach und Fach. Gegen die HSG Wetzlar kämpften sich die Löwen durch die erste Halbzeit, um sich nach der Pause extrem effizient zu präsentieren und den Mittelhessen letztlich keine Chance zu lassen. Das 35:28 (16:16) begeisterte 2.045 Fans in Wuppertal.
Schon der Start verlief vielversprechend. Yannick Fraatz erzielte das 1:0. Das sollte zwar die einzige Führung der ersten Halbzeit bleiben, doch die Partie blieb konstant eng. Der höchste Rückstand, den die Gastgeber aufholen mussten, betrug zwei Tore. Entsprechend umkämpft ging es zu. Die beiden Unparteiischen mussten viele kniffelige Entscheidungen treffen, die vom feurig aufgelegten Publikum nicht immer goutiert wurden. Das fing bereits bei einer frühen Zeitstrafe gegen Aron Seesing an und ging mit zwei Siebenmeter- beziehungsweise Zeitstrafe-Entscheidungen nach Abwehraktionen von Gerdas Babarskas weiter.
Umso größer war der Jubel bei den Zuschauern als Dominik Mappes einen der fälligen Strafwürfe an die Latte setzte. Die UNIHALLE wurde zum Hexenkessel, den die Mannschaft für sich nutzen konnte. Zwar leistete sich das Team auch den einen oder anderen Fehlwurf, doch im Angriff funktionierte viel. Sören Steinhaus, Eloy Morante Maldonado und Aron Seesing agierten in Kombination sehr gut. Johannes Wasielewski hatte auf der rechten Rückraumseite einen hervorragenden Tag erwischt. Der Linkshänder erzielte bis zum Schlusspfiff sechs Treffer, ohne sich dabei einen Fehlversuch zu leisten.
Defensiv wurden die Löwen mit zunehmender Spieldauer stärker. Bekam der BHC Philipp Ahouansou zunächst kaum in den Griff, gelang das von Minute zu Minute etwas besser - was letztlich auch ein Schlüssel zum Erfolg war. Vor der Halbzeitpause befanden sich die Bergischen bereits auf bestem Wege, das Match zu kippen. Noah Beyer glich vom Siebenmeter-Strich aus, verpasste nach weiterem Gegentor allerdings den neuerlichen Gleichstand beim nächsten
bereits auf bestem Wege, das Match zu kippen. Noah Beyer glich vom Siebenmeter-Strich aus, Strafwurf. Es ging aber trotzdem mit 16:16 in die Pause: Stefan Cavor scheiterte, der BHC setzte zum Tempospiel an, und Gerdas Babarskas besorgte das Unentschieden zur Halbzeit.
Als sei dieses Tor die Initialzündung gewesen, blickten die Hausherren nach Wiederanpfiff nicht mehr zurück. Beyer stellte auf 17:16, Aron Seesing erhöhte. Bis zum 19:18 hielt Wetzlar noch mit, dann sorgten Wasielewski, Beyer, wieder Wasielewski, Morante Maldonado und Tomas Babak für fünf Treffer in Serie, die die Weichen stellten.
Ab diesem Moment geriet die Partie zu einem Genuss. Für die Spieler auf dem Feld, aber auch für die Fans, die dem ersten Sieg entgegenfieberten. Zu keinem Zeitpunkt geriet das Team mehr in Gefahr, immer wieder gelangen begeisternde Aktionen.
Foto: Jochen Classen

SIEG BEI GOLDMANN-PREMIERE

05.10.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Norma Goldmann feierte eine beeindruckende Premiere bei den Handballfrauen des Bergischen HC. Mit acht Treffern war die neue Rückraumspielerin beim hart erkämpften 31:29-Sieg der Solingerinnen vor 220 Zuschauern bei Mainz 05 nicht nur die erfolgreichste Werferin. Nein. Sie sorgte auch mit drei tollen Toren in nur zwei Minuten in Folge für eine Vorentscheidung. Aus 24:24 wurde schnell ein 24:27, dann sogar ein 25:31, bevor Mainz noch in der Schlussminute auf 29:31 herankam. In Wurflaune auch Lucy Krahwinkel mit fünf Treffern. Klar, dass nach dem wichtigen Auswärtssieg gefeiert wurde. Mit 8:2 Punkten liegen die Solingerinnen gut im Rennen. Foto: BHC

BHC VERSTÄRKT SICH MIT NORMA GOLDMANN

03.10.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC hat zum 1. Oktober 2025 die Schweizer Nationalspielerin Norma Goldmann verpflichtet. Die 21-Jährige wechselt vom aktuellen Bundesliga-Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach ins Bergische Land und soll die Lücke schließen, die sich beim ambitionierten Zweitligisten nach dem unvorhersehbaren Rückzug von Torjägerin Prudence Kinlend kurz vor Saisonbeginn ergeben hat.
„Wir hatten Handlungsbedarf für die linke Rückraumposition. Zu Norma hatte ich schon vor zwei Jahren Kontakt. Sie ist eine junge, dynamische und spielintelligente Spielerin, die genau zu unserer Spielphilosophie passt. Sie wird uns weiterhelfen“, zeigt sich Cheftrainerin Kerstin Reckenthäler erfreut, dass ihre Bemühungen erfolgreich waren.
Die sympathische Schweizerin spielte beim LK Zug in der Schweiz, bevor sie im Sommer 2023 zum deutschen Erstligisten HSG Bad Wildungen wechselte. Nach dem Abstieg der „Vipers“ in der Saison 2024 zog es sie für ein halbes Jahr nach Schweden zu Kristianstad HK und lief von Januar bis September 2025 für die „Flames“ in Bensheim auf. Durch das Überangebot qualitativ guter Halblinken bekam Norma Goldmann bei den Flames nicht so viele Spielanteile wie gewünscht, die sie aber dringend benötigt, um sich auch für die Nationalmannschaft weiterzuempfehlen. Ihr Länderspieldebüt gab sie exakt an ihrem 18. Geburtstag, am 6. Oktober 2021, in Moskau gegen Russland. Inzwischen kommt Goldmann auf 32 Einsätze für die Eidgenossinnen, mit denen sie sich für die kommende Weltmeisterschaft im November/Dezember qualifiziert hat. Foto: BHC

DER ERSTE SIEG - EINE RUNDE WEITER

03.10.25 HANDBALL POKAL - Einen Sieg für den Kopf hatten sich Arnor Gunnarsson und Markus Pütz gewünscht. Und die Trainer des Bergischen HC haben ihn beim HSC 2000 Coburg bekommen. Beim Zweitligisten setzten sich die Löwen letztlich souverän mit 26:23 (12:13) durch und h-aben damit das Achtelfinale des DHB-Pokals erreicht.
Zunächst hatte sich sogar ein Start-Ziel-Sieg angedeutet. Im Angriff hatten die Gäste immer wieder Erfolg über Aron Seesing, der vom Kreis die Chancen verwertete. Auch über die Außenpositionen, die am Anfang mit Lukas Becher und Julian Fuchs besetzt waren, lief viel. Zweimal gingen die Gäste mit drei Toren in Führung, zweimal konterten die Coburger, profitierten dabei aber auch von zahlreichen technischen Fehlern, die sich besonders am Ende der ersten Halbzeit beim BHC häuften.
So half es nicht, dass der aufgrund einer Erkrankung nachgereiste Elias Scholtes sowie Eloy Morante Maldonado vorlegten. Unmittelbar vor der Pause agierten die Löwen so nachlässig, dass etwas überraschend der HSC Coburg mit einem 13:12-Vorsprung in die Kabine ging. Lange hatte die Führung aber keinen Bestand. Zwar erhöhten die Gastgeber in der mäßig gefüllten Halle noch auf 14:12, doch der defensive Zugriff des BHC wurde besser. Und im Angriff nahmen die Fehler ab. Tomas Babak bediente Seesing sehenswert, Fuchs glich beim 15:15 erstmals wieder aus. Es blieb ein Duell, in dem keine Mannschaft nennenswert hohes Tempo an den Tag lagen konnte, doch der Vorteil des BHC wurde immer sichtbarer. Foto: Jochen Classen

BHC VERPASST DIE ERSTEN PUNKTE NUR KNAPP

26.09.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Beim TBV Lemgo Lippe zeigte der Bergische HC eine deutlich verbesserte Leistung, musste sich aber trotzdem mit 25:28 (14:13) geschlagen geben. So bleiben die Löwen in der Handball-Bundesliga zwar ohne Zähler am Tabellenende, können aus dem Spiel aber trotzdem Selbstvertrauen schöpfen. Fünf Minuten vor Schluss stand die Begegnung noch auf des Messers Schneide. Sören Steinhaus hatte gerade auf 25:26 verkürzt, der BHC hatte alle Chancen. Nun aber blieb der TBV Lemgo Lippe vor knapp 4000 Zuschauern abgezockt, während die Löwen entweder zu schnell antworten wollten oder freie Gelegenheiten ausließen. So glitt das Match aus der Hand, und die sechste Niederlage im sechsten Spiel war amtlich. Dennoch: In den ersten 55 Minuten hatten die Löwen bewiesen, warum sie erstklassig sind. Von
Anfang an stand die Deckung und bereitete Lemgo immer wieder Probleme. Auf der anderen Seite erarbeitete sich die Mannschaft sehr gute Chancen, die besonders in der ersten Halbzeit auch hochprozentig genutzt wurden. 14 von 20 Abschlüssen landeten im Netz, wobei Elias Scholtes nicht nur aufgrund seiner fünf Tore vor der Pause herausragte. Der Rückraum-Linkshänder übernahm sehr oft erfolgreich die Verantwortung.
In einer der besten BHC-Phasen des Spiels traf Lars Kooij zweimal hintereinander, um seine Farben mit 10:7 in Front zu bringen. Sören Steinhaus und Yannick Fraatz stellten kurz darauf erneut eine Drei-Tore-Führung (12:9) her. Zwar büßten die Löwen aufgrund ein paar technischer Fehler den Vorsprung wieder ein, das 14:13 zur Pause hatten sich die Gäste aber dennoch verdient. Selbst drei Unterzahl-Situationen änderten daran nichts.
Nach Wiederbeginn wuchs Hoffnung auf die ersten Saisonpunkte noch einmal spürbar. Der BHC kam gut aus der Halbzeit, traf durch Noah Beyer per Siebenmeter sowie Elias Scholtes aus dem Spiel heraus. Dann hielt Christopher Rudeck einen Siebenmeter. Zudem kratzte er einen Ball von der Linie - was die Schiedsrichter per Videobeweis überprüften. Die Führung ging trotzdem verloren, weil Urh Kastelic im Lemgoer Kasten ordentlich hielt und Lemgo nun eine verbesserte Effizienz an den Tag legte. Die Gastgeber legten indessen vor, während der BHC darum kämpfte, den Anschluss zu halten. Das gelang bis zum Schluss - da half auch das taktische Lemgoer Mittel des siebten Feldspielers nicht. Scholtes verkürzte auf 21:22, Steinhaus auf 22:23, und Beyer schaffte per Strafwurf das 23:23. Es blieb ein offener Schlagabtausch mit höchstens leichten Vorteilen für die Gastgeber, die dann aber im Schlussspurt ebenso cool wie entscheidend zuschlugen. Foto: Jochen Classen

FÜNFTER SIEG FÜR DIE OBERBERGISCHEN

26.09.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Am Donnerstagabend bezwang der VfL Gummersbach den TVB Stuttgart mit 33:26 (14:13). Nach der Bilanz von fünf Siegen in sechs Spielen erobert das Sigurdsson-Team vorerst den 2. Tabellenplatz. Ein „Man of the Match“ brachte die Partie auch hervor: Kay Smits. Der Linkshänder verwandelte sicher und war Garant für den Sieg. Schließlich lagen die Schwaben 18 Minuten vor der Schlusssirene mit 20:19 durchaus verdient in Führung.
Mit grandiosen Paraden konnte der eingewechselte Keeper Bertram Obling (Foto) die Zuschauer in der ausverkauften Schwalbe-Arena begeistern. Foto: Odette Karbach

ERFOLGREICHER FEHLSCHLAG

22.09.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat beim 33:43 (18:26) gegen die SG Flensburg-Handewitt zwar keine Chance auf die ersten Punkte in der Handball-Bundesliga, kann aus dem Spiel aber trotzdem Positives mitnehmen. Eine gute Angriffsleistung steht vor 3219 Zuschauern in der Mitsubishi Electric HALLE einer schwachen Defensive gegenüber. Für klare Verhältnisse sorgten die Gäste relativ schnell. In der ersten Halbzeit gelang den Nordlichtern offensiv nahezu alles. Sie schlossen über alle Positionen ab und setzten auch ihr Tempospiel effizient ein. Die Löwen wurden mit 26 Gegentoren in 30 Minuten geradezu überrumpelt, hatten in der Deckung keinen Zugriff und auch im Tor wenig Paraden zu verzeichnen.
Überzeugend agierten die Gastgeber allerdings im Angriff. Nico Schöttle, der im linken Rückraum beginnen durfte, traf in der ersten Viertelstunde fünfmal und bis zur Pause insgesamt siebenmal. Der 22-jährige Neuzugang nutzte die dünne Personaldecke, um seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Zwar waren Eloy Morante Maldonado, Aron Seesing, Noah Beyer und Christopher Rudeck im Kader, doch alle vier Spieler konnten unter der Woche aufgrund von Erkrankungen nicht oder nur sehr eingeschränkt trainieren.
So begann auch Lukas Becher auf der linken Außenbahn, der seine ersten beiden Tore für den BHC - davon ein sehr schönes - erzielte. Die Offensivleistung blieb bis zum Spielende sehr ordentlich. Die Löwen spielten viele Gelegenheiten heraus und hatten auch eine recht gute Abschlussquote. Yannick Fraatz, Tomas Babak und Noah Beyer leisteten sich bei ihren insgesamt immerhin 13 Treffern keinen einzigen Fehlwurf.
In der Deckung jedoch gelang den Bergischen erst in der Schlussphase eine signifikante Steigerung. Zwischendurch hatten die Flensburger bereits mit 33:20 geführt. Sogar die höchste Heimniederlage der BHC-Geschichte drohte. Diese aber verhinderten die Bergischen dann doch noch souverän. Lukas Diedrich schraubte seine Fangquote in der Schlussphase mit einigen Paraden auf 24 Prozent herauf, und dem BHC gelangen defensive Stopps. Archivfoto: Jochen Classen

GUMMERSBACHER TRIUMPH

14.09.25 HANDBALL BUNDESLIGA -  Diesen Sonntag empfing der VfL Gummersbach die Füchse Berlin. Der amtierende Deutsche Meister konnte im Oberbergischen nicht glänzen. Die Gastgeber dominierten die Partie in der Schwalbe-Arena. Ihr Trainer Gudjon Valur Sigurdsson sah eine hervorragende Wurfausbeute. Beim 18:13 ging es in die Kabinen. Füchse-Trainer Nicolej Krickau – der erst seit 10 Tagen im Amt ist -  musste ein Mittel finden gegen die äußerst effizient spielenden Blauhemden. Immerhin kamen die Füchse bis auf fünf Tore heran. Den Triumph ließen sich die Oberbergischen nicht nehmen und verließen beim 34:29 als Sieger das Parkett.

Fotos aus der Schwalbe-Arena: Odette Karbach

 

 
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