OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL

EIN SOLIDER TEST
25.07.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Es war gewissermaßen der sportliche Höhepunkt des Trainingslagers in Jicin: das Testspiel gegen den ehemaligen tschechischen Meister Dukla Prag. Die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz hatten erwartet, dass sie der Mannschaft die „schweren Beine“ ansehen können - und sahen sich nicht getäuscht. Trotzdem gewann der Bergische HC das Match deutlich mit 29:18 (16:9).
„Es war ein solider Test“, fand Markus Pütz. „Wir haben sicher ein paar freie Bälle zu viel verworfen und auch in der Abwehr einige Zweikämpfe zu viel verloren, aber insgesamt sind wir mit unserem Stand nach zwei Wochen der Vorbereitung zufrieden.“ Die Löwen setzten auf Tempo und kamen so auch zu diversen einfachen Toren.
Alle Spieler kamen gegen den Dritten der tschechischen Extraliga zum Einsatz. Kristian van der Merwe, Louis Oberosler und Christopher Rudeck standen in dieser Reihenfolge für je 20 Minuten im Tor. „Alle haben gut gehalten“, lobte Pütz. Insbesondere auf den Rückraum-Positionen wechselten die Trainer im Block. Die meisten Treffer erzielte Fynn Hangstein, der sich nicht nur durch drei Tore aus dem Feld, sondern fünf weitere per Siebenmeter hervortat. Der BHC stand früh als Sieger fest. Mit 16:9 ging es in die Pause, kurz danach stand es sogar 19:10. „Das sah schon ordentlich aus“, sagte Pütz für das Trainergespann, das dem Team am Samstagvormittag frei gegeben hat. Am Nachmittag beginnt dann die zweite Hälfte des Trainingslagers, das noch bis Dienstag läuft.







 

EIN SOLIDER TEST

25.07.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Es war gewissermaßen der sportliche Höhepunkt des Trainingslagers in Jicin: das Testspiel gegen den ehemaligen tschechischen Meister Dukla Prag. Die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz hatten erwartet, dass sie der Mannschaft die „schweren Beine“ ansehen können - und sahen sich nicht getäuscht. Trotzdem gewann der Bergische HC das Match deutlich mit 29:18 (16:9).
„Es war ein solider Test“, fand Markus Pütz. „Wir haben sicher ein paar freie Bälle zu viel verworfen und auch in der Abwehr einige Zweikämpfe zu viel verloren, aber insgesamt sind wir mit unserem Stand nach zwei Wochen der Vorbereitung zufrieden.“ Die Löwen setzten auf Tempo und kamen so auch zu diversen einfachen Toren.
Alle Spieler kamen gegen den Dritten der tschechischen Extraliga zum Einsatz. Kristian van der Merwe, Louis Oberosler und Christopher Rudeck standen in dieser Reihenfolge für je 20 Minuten im Tor. „Alle haben gut gehalten“, lobte Pütz. Insbesondere auf den Rückraum-Positionen wechselten die Trainer im Block. Die meisten Treffer erzielte Fynn Hangstein, der sich nicht nur durch drei Tore aus dem Feld, sondern fünf weitere per Siebenmeter hervortat. Der BHC stand früh als Sieger fest. Mit 16:9 ging es in die Pause, kurz danach stand es sogar 19:10. „Das sah schon ordentlich aus“, sagte Pütz für das Trainergespann, das dem Team am Samstagvormittag frei gegeben hat. Am Nachmittag beginnt dann die zweite Hälfte des Trainingslagers, das noch bis Dienstag läuft.

BHC MIT SOUVERÄNEM TEST GEGEN VTV MUNDENHEIM

20.07.26 HANDBALL 2. LIGA - Das erste Vorbereitungsspiel auf die neue Saison gewann der Bergische HC gegen die VTV Mundenheim mit 59:20 (29:9), Dabei zeigte sich das neuformierte Team des Zweitligisten, das ohne Kreisläuferin Lina Seiffarth und den beiden U18-Nationalspielerinnen Marlene Wagner und Meggan Rusko antrat, in bester Spiellaune.
Von Anfang an drückte der BHC gegen den Regionalligisten aufs Tempo. Torjägerin Svenja Mann, mit insgesamt 13 Treffern erfolgreichste Werferin, eröffnete den Torreigen. Neuzugang Marie Vorlicek-Michalczik traf zum 5:0 – da waren gerade mal drei Minuten gespielt.
Der neue Trainer Ruben Voßhans verteilte gleichmäßig Spielanteile. In der zweiten Halbzeit durften auch die beiden U20-Weltmeisterinnen Lena Lindemann und Kim Ott, die erst am Donnerstag zur Mannschaft gestoßen sind, ran. Am Ende landete der BHC einen 59:20-Kantersieg, bei dem sich jede Feldspielerin gleich mehrfach in die Torschützenliste eintragen konnte. Ein gelungener Sonntagvormittag und ein zufriedener Ruben Voßhans:
„Nach einer intensiven und anstrengende Trainingswoche, in der wir eine hohe Belastung hatten, können wir mit dem Auftritt zufrieden sein. Wir sind hohes Tempo gegangen. Haben gute Quoten gehabt und wenige Fehler gemacht. Überhaupt hat meine Mannschaft sehr diszipliniert gespielt. Dass wir Vorn wie Hinten noch ein paar Abstimmungsprobleme haben, ist in dieser Phase der Vorbereitung ganz normal. Das, was wir uns für diese Testspiel vorgenommen haben, haben wir ordentlich umgesetzt.“ Foto: BHC

BHC KENNT SEINE EUROPAPOKAL-GEGNER

Am 29. September startet der Bergische HC zum ersten Mal in seiner Geschichte international. In der European League treffen die Löwen in Gruppe D auf IK Sävehof (Schweden), Tatran Presov (Slowakei) und MRK Sesvete Triglav Osiguranje (Kroatien). Die Heimspiele werden allesamt in der Solinger Klingenhalle stattfinden.
„Wir konnten schon lange kein Spiel mehr in Solingen austragen, so dass ein gewisser Nachholbedarf bestand“, sagt Geschäftsführer Jörg Föste. Das Signal, dass die Klingenhalle an den Terminen zur Verfügung steht, kam aus der Verwaltung schnell. „Hinzukommt, dass wir in dieser Saison in Wuppertal mehrere Bundesligaspiele gegen Spitzengegner austragen werden. Dazu gehören die SG Flensburg, die Rhein-Neckar Löwen, der THW Kiel und auch der SC Magdeburg. Aus Gründen des Proporzes haben wir uns dann entschlossen, Solingen als Spielort bei der EHF zu favorisieren.“
Neben dem 29. September sind die Bergischen am 6. und 13. Oktober, 17. und 24. November sowie am 1. Dezember in der European League gefordert. An welchen Terminen und zu welcher Uhrzeit die Mannschaft zu Hause antritt, wird sich noch entscheiden. „Ziel ist es, Freude und Spaß an diesem Wettbewerb zu haben und wertvolle Erfahrungen daraus zu ziehen. Dann schauen wir, was wir für unsere Mühen bekommen“, sagt Föste.
Ein Weiterkommen in Gruppe D hält der Geschäftsführer nicht für ausgeschlossen. Um die K.o.- Runde zu erreichen, ist der erste oder zweite Platz nötig. IK Sävehof aus Schweden dürfte der Favorit sein, bei Tatran Presov handelt es sich um den amtierenden Meister der Slowakei. MRK Sesvete Triglav Osiguranje, ein Verein aus Zagreb, ist in Kroatien Vizemeister geworden. Alle drei Kontrahenten haben eines gemeinsam: Sie haben auch in der vorigen Saison in der European League gespielt und sind jeweils in der Gruppenphase ausgeschieden.
Die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz freuen sich auf die ersten internationalen Pflichtspiele des Clubs: „Kopfmäßig ist es für uns noch weit weg, und wir können die Stärke der Gegner noch gar nicht einschätzen. Aber es ist ein großer Tag für den BHC. Wir erhoffen uns ein tolles Revival in der Klingenhalle und eine herausragende Atmosphäre.“ Das Ziel ist klar: Die Halle soll ausverkauft werden. Der Vorverkauf startet bereits in der kommenden Woche. Alle drei Heimspiele werden im Bundle für 75 Euro erhältlich sein. Weitere Informationen folgen.

DIE ERSTEN ZEHN SPIELE DES BHC

16.07.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Die Opel HBL hat die ersten elf Spieltage der Saison 2026/27 exakt terminiert. Für die Löwen beginnt die neue Spielzeit am Freitagabend (28. August 2026) um 19 Uhr mit dem Auswärtsspiel in der Porsche-Arena beim TVB Stuttgart. Das Heimspiel der Bergischen Löwen am 8. Spieltag gegen den SC Magdeburg ist aufgrund der Terminierungen im internationalen Wettbewerb aktuell noch nicht angesetzt.
Alle zeitgenauen Ansetzung der Spieltage 1 bis 11 in der Übersicht:
Freitag, 28. August - 19 Uhr
TVB Stuttgart vs Bergischer HC
Mittwoch, 2. September - 20 Uhr, UNIHALLE
Bergischer HC vs SG Flensburg-Handewitt
Samstag, 5. September - 20 Uhr, UNIHALLE
Bergischer HC vs Rhein-Neckar Löwen
Sonntag, 13. September - 16:30 Uhr
HC Erlangen vs Bergischer HC
Sonntag, 20. September - 15 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE
Bergischer HC vs Füchse Berlin
Sonntag, 27. September - 16:30 Uhr
VfL Gummersbach vs Bergischer HC
Freitag, 2. Oktober - 20 Uhr
HBW Balingen-Weilstetten vs Bergischer HC
Termin noch nicht festgelegt
Bergischer HC vs SC Magdeburg
Samstag, 17. Oktober - 20 Uhr
MT Melsungen vs Bergischer HC
Sonntag, 25. Oktober - 16:30 Uhr, Mitsubishi Electric HALLE
Bergischer HC vs Handball Sport Verein Hamburg

BHC VERPFLICHTET TIM HILDING

11.07.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Unmittelbar vor dem Beginn der Saisonvorbereitung ist der BHC noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Rückraumspieler Tim Hilding kommt für zwei Jahre vom schwedischen Vizemeister HK Malmö ins Bergische Land. Der 26 Jahre alte Rechtshänder (190cm, 93kg), der mit neun Jahren unweit von Malmö in
Ljunghusen seine Handballkarriere begann, hat sich seit 2017 mit seinem Wechsel zum Handbollsklubben Malmö zum absoluten Führungsspieler des schwedischen Vizemeisters von 2018 und 2026 entwickelt. Seitdem hat er mit sechs Teilnahmen an der EHF European League viel Erfahrung auf internationalem Parkett gesammelt.
„Durch seinen Einsatz, seine Professionalität und seine harte Arbeit hat er maßgeblich zur Entwicklung des Vereins beigetragen und war für viele – nicht zuletzt für unsere jüngeren Spieler – ein Vorbild. Er hinterlässt eine große Lücke und wir möchten uns herzlich für alles bedanken, was er geleistet hat – als Spieler, Mannschaftskapitän und Mensch“, adelt sein bisheriger Klub den scheidenden Mannschaftskapitän. „Wir freuen uns sehr, dass Tim nun die Gelegenheit erhält, sich in einer der stärksten Ligen Europas zu beweisen. Dies ist ein wohlverdienter nächster Schritt und ein Beleg für die Fortschritte, die er in den vergangenen Spielzeiten gemacht hat. Wir sind überzeugt, dass er sich weiterentwickeln und auch bei seinem neuen Verein eine wichtige Rolle spielen wird.“
Fabian Gutbrod, sportlicher Leiter des Bergischen HC, freut sich über den gelungenen Transfer zur weiteren Verstärkung des Löwenkaders: „Tim ist ein sehr kompletter Spieler, offensiv wie defensiv. Im Angriff hat besitzt er viel Tiefe. In Malmö hat er als Mannschaftskapitän viel Verantwortung gehabt, ist vorangegangen. Er passt sehr gut zu uns, weil er ein schneller und guter 1:1-Spieler ist, der gute Entscheidungen trifft. Dabei ist er sehr ballsicher und hat die Idee des Tempospiels in seiner Handball-DNA. Hinzu kommt, dass Tim sich in den letzten Jahren in der Defensive sehr gut entwickelt und verteidigt hat. Sein Gesamtpaket wird uns sehr helfen, gibt uns mehr Optionen und wir sind daher sehr froh, dass er sich für den BHC entschieden hat.“
„Ich freue mich sehr darauf, für den Bergischen HC zu spielen. Von Anfang an fühlte es sich wie die richtige Entscheidung an, die sich bietende Chance zu nutzen, für den BHC in der Bundesliga aufzulaufen“, beschreibt Tim Hilding vor dem Abflug nach Deutschland sein Gefühl. „Es ist etwas, von dem ich schon als Kind geträumt habe. Ich werde alles daransetzen, meinen Beitrag zu leisten und mit der Mannschaft eine erfolgreiche Saison zu spielen.“

MALINA MARIE VORLICEK-MICHALCZIK WECHSELT ZUM BHC

05.07.26 TRANSFER-COUP - Der Trainingsauftakt beim Bergischen HC startete mit vielen neuen Gesichtern und einer
großen Überraschung. Neben dem neuen Trainergespann Ruben Voßhans und Melvin Lehner, stellte Assina Müller nicht nur die Neuzugänge Jasmina Gierga, Emma Montag und Marlene Wagner vor. Sie hieß auch Ex-Nationalspielerin Malina Marie Vorlicek-Michalczik Willkommen in der BHC-Familie. Die 24-Jährige, die in der Saison 2021/22 Torschützenkönigin in der Bundesliga war, wechselt vom Deutschen Meister HSG Blomberg-Lippe ins Bergische Land.
„Unsere Saisonauswertung hat deutlich gezeigt, dass uns im Angriff eine echte Führungspersönlichkeit gefehlt hat. Mit Marie gewinnen wir genau diesen Spielertyp: Sie übernimmt Verantwortung, geht voran und lebt die Emotionalität vor, die wir auf dem Feld sehen wollen. Ihre Leaderqualitäten und ihre Vorbildfunktion werden unserer Mannschaft wichtige Impulse geben. Wir sind überzeugt, dass sie sowohl sportlich als auch menschlich eine echte Verstärkung für unser Team sein wird. Deshalb freuen wir uns sehr, Marie bei uns begrüßen zu dürfen“, so Assina Müller zu dem Transfer-Coup.
Vorlicek-Michalczik, die vor einer Woche den Bundesliga-Handballer Pascal Vorlicek geheiratet hat, ist nach überstandener Verletzung topfit und freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich hatte sehr gute Gespräche mit dem Verein und war vom Projekt BHC von Anfang an überzeugt. Es ist ein spannendes Umfeld mit klaren Zielen, und genau deshalb habe ich mich für den Wechsel entschieden. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der Verein seine ambitionierten Ziele erreicht. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Nach langer Zeit ist dieser Wechsel für mich ein neuer Schritt, auf den ich mich sehr freue. Ich bin gespannt auf die kommende Zeit, darauf, die Mannschaft kennenzulernen und gemeinsam erfolgreich zu sein. Besonders freue ich mich schon auf das erste Heimspiel und darauf, die Fans in der Halle zu erleben.“ Foto: BHC

WUPPERTALERIN FEIERT WELTMEISTERTITEL

05.07.26 U20 FRAUEN WM - Es kommt selten vor, dass eine deutsche Nationlmannschaft gegen Dänemark gewinnt. Am Sonntagmittag feierten die DHB-Frauen einen glänzenden, eindrucksvollen Erfolg.
Nach dem tollen 33:26 (15:14)-Sieg kannte die Freude keine Grenzen. Und mittendrin statt nur dabei: Lena Lindemann. Die Wupperrtalerin steigerte sich in der zweiten Halbzeit, zeigte Superparaden am laufenden Band und war als Torhüterin die Matchwinnerin des Finales, nachdem sie schon im Viertelfinale den knappen Erfpög gegen Norwegen sichergestellt hatte. Die Mannschaft konnte sich 2026 in der Volksrepublik China im Finale gegen die dänische Auswahl erfolgreich durchsetzen und erspielte sich so ihren zweiten Weltmeistertitel. Eltern und Bruder aus Cronenberg feierten mit Lena, die schon 2025 mit den DHB-Girls Europameister geworden war. Nach einigen Jahren in der Jugend des TV Beyeröhde war die 20-Jährige für zwei Jahre zu Bayer Leverkusen gewechselt und steht seit dem vergangenen Sommer im Tor des Zweit-Bundesligisten BHC in Solingen. Dort wird sie auch - wie berichtet - in der kommenden Saison das Tor hüten. Vielleicht wird die Handballerin aus Wuppertal dann auch mal in ihrer Heimatstadt die verdiente Ehrung bekommen.  MAO/Fotos: DYN

HALBFINALE MIT ÜBERRAGENDER WUPPERTALERIN

02.07.26 FRAUENHANDBALL-WM - Die für den BHC in der 2. Bundesliga spielende Lena Lindemann wurde bei der U 20-Weltmeisterschaft in China zur besten Spielerin gewählt.  Eine Halbzeit lang hatte Deutschland große Mühe den Ball an Norwegens Torhüterin Langaard vorbeizubringen, doch die eigene Defensive und mit der überragenden Torhüterin Lena Lindemann waren die entscheidenden Faktoren, um am Ende mit 23:22 (10:13) ins Halbfinale einzuziehen. Dort wartet am morgigen Freitag nun Frankreich.
Vor über 3000 Zuschauern, darunter auch die trommelnden Eltern der Wuppertalerin, prägten die beiden Torhüterinnen die Anfangsminuten, erst nach über vier Minuten mussten Lena Lindemann auf deutscher Seite und Norwegens Leah Langaard hinter sich greifen. Deutschland setzte gegen den groß gewachsenen Rückraum der Skandinavierinnen vor allem auf eine vorgezogene Deckung mit Lisa Lammich auf der Spitze.
Die jüngste Spielerin im DHB-Team konnte mit dem 4:5 (10.) auch schon offensiv den zweiten Treffer setzen. Mit der Chancenverwertung hatte Deutschland allerdings seine Probleme, Langaard hatte in der Anfangsviertelstunde schon sieben Paraden zu Buche stehen. Norwegen hatte vor allem über die rechte Seite mit Julie Ellingsen seinen Weg zu Toren gefunden. Christopher Nordmeyer nahm angesichts den üblichen Blockwechsel diesmal bei einem 5:9-Rückstand (16.) vor.
Vor allem mit Ruslana Litvinov auf der halblinken Abwehrposition bekam Ellingsen nun Druck. Doch Deutschland scheiterte immer wieder an Langaard, der 10:13-Rückstand hing auch mit 14 Paraden von Norwegens Schlussfrau zusammen.
DHB-Deckung entnervt Norwegen
Die Comeback-Qualitäten, die man schon beim 29:28-Krimisieg gegen Spanien gezeigt hatte, waren gefragt. Doch Norwegen konnte die deutsche Deckung immer wieder knacken, sich wieder auf fünf Tore (11:16) lösen. Mit einem 4:0-Lauf zum 16:17 (41.), den man sich vor allem mit einer engagierten Abwehrarbeit ermöglichte, war Deutschland wieder im Spiel und zwang Norwegens Coach Axel Stefansson zur Auszeit. Das Momentum war wieder auf deutscher Seite, Njinkeu egalisierte zum ersten Mal seit dem 2:2 (6.) und Chiara Rohr konnte sechzehn Minuten vor dem Ende mit dem Konter zum 18:17 den ersten Führungstreffer erzielen.
Erst nach über elf torlosen Minuten konnte Rechtsaußen Synne With mit dem 19:18 (47.) wieder für ihre Farben treffen. Deutschland hätte auch weiter wegziehen können, weil Lindemann gut parierte, doch auch Langaard konnte wieder ihre Akzente setzen. Christopher Nordmeyer nahm beim 22:20 (54.) seine zweite Auszeit, doch erst im insgesamt fünften Anlauf sollte die Drei-Tore-Führung gelingen.
Zitterpartie bis zum Schluss
Es blieb ein Krimi, denn Ada Aalstad sollte mit einem Doppelschlag zum 23:22 (58.) wieder für Spannung sorgen, den dritten Wurf von Norwegens Toptorjägerin schnappte sich aber Lindemann. Deutschland verpasste die vorzeitige Entscheidung, Njinkeus Notwurf aus spitzem Winkel ins kurze Eck war einfache Beute für Langaard. Norwegen nahm 40 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit, doch das Anspiel auf den rechten Flügel fing Chiara Rohr ab. Auch Deutschland nahm 10 Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit. Norwegen nahm die offene Abwehr und erzwang einen Fehler im deutschen Team.
Njinkeu verhinderte den schnellen Konter, fing sich drei Sekunden vor dem Ende noch eine letzte Zeitstrafe ein. Norwegen versuchte mit einem langen Pass noch einmal in einen Abschluss zu kommen, doch Marlene Tucholke fing diesen Wurf ab.
Deutschland - Norwegen 23:22 (10:13)
Deutschland: Lindemann (16 P.), Steinecke; Walther, Egeling 1, Njinkeu 3, Mittag, Rohr 6/1, Litvinov 2, Lammich 2, Bornhardt 2, Kern 2, Niemann, Klocke, Tucholke 4, K. Ott 1, Goldammer
Norwegen: Langaard (18 P.), Hellebust, Gulliksen; Aalstad 4/2, Hagenes 3, Breen, Refsland, Barbosa, With 4, Leinan 3, Litland 2, Gulbrandsen, Ellingsen 4, Halldorsson 2, Löfsted, Langseth
Zuschauer: 3100 (Jinzhong City Gymnasium)
Schiedsrichter: Heidy Elsaied / Yasmina Elsaied (EGY)
Strafminuten: 4 / 2
Player of the match: Lena Lindemann (GER)

VERTRAGSAUFLÖSUNG MIT BELAL IBRAHIM MASOUD

02.07.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC und Belal Ibrahim Masoud gehen ab sofort getrennte Wege. Im gegenseitigen Einvernehmen wurde der noch bis Sommer 2027 laufende Vertrag mit dem Linksaußen aufgehoben. Masoud zieht es zurück nach Ägypten, wo er für den im Großraum Kairo angesiedelten Club Zamalek SC auflaufen wird.
„Ich wünsche Belal sportlich und persönlich alles erdenklich Gute, er gesund bleibt und bei seiner nächsten Station im Handball richtig ankommen kann“, so Fabian Gutbrod, sportlicher Leiter der Löwen, der für die kommende Spielzeit auf der Linksaußenposition mit Neuzugang Gabriel da Rocha Viana und Lukas Becher plant.
„Die letzten zwei Jahre in Deutschland waren ein unvergessliches Kapitel auf meiner Reise. Ich bin wirklich dankbar für jeden Moment, jede Herausforderung und jede Lektion, die mir geholfen hat, sowohl als Spieler als auch als Mensch zu wachsen“, blickt Belal Ibrahim Masoud auf seine Zeit seit Sommer 2024 beim Bergischen HC, in der er in 47 Spielen 40 Tore für die Löwen erzielen konnte. „Ich möchte mich herzlich bei allen beim Bergischer HC bedanken – meinen Teamkollegen, den Trainern, den Mitarbeitern und allen hinter den Kulissen – für ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und die Erinnerungen, die wir gemeinsam geschaffen haben. Während ich nun ein neues Kapitel aufschlage, wünsche ich dem Verein für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute für die kommende Saison.“

BHC TERMINE IN DER OPEL-BUNDESLIGA

HANDBALL-DERBY IN GUMMERSBACH - Mitte September 2026 wird das Bergische Derby zwischen dem VfL Gummersbach und dem BHC stattfinden. Das sieht der neue Spielplan vor. Die Solinger starten mit einem Auswärtsspiel gegen den TVB Stuttgart am letzten August-Wochenende in die Saison (zwischen Donnerstag, 27., und Sonntag, 30. August). Das erste Heimspiel steigt am 2. oder 3. September gegen die SG Flensburg-Handewitt. Die weiteren Heimspiele in chronologischer Reihenfolge: Rhein-Neckar Löwen (5. bis 7. September), Füchse Berlin (17. bis 20. September), SC Magdeburg (8. bis 12. Oktober). Die neue Mannschaft sowie die Heimspielorte stehen noch nicht fest.

LARS HALFMANN ZU SEPPL HINTZE

18.06.26 HANDBALL IN SOLINGEN - Der Bergische HC muss in Zukunft auf seinen Trainer der Oberligamannschaft und der A-Junioren verzichten. Der 34-jährige Sohn des ehemaligen Wuuppertaler Bundesligisten (Kreisläufer, Kapitän) wechselt zum BHC-Konkurrenten Eisenach, wo bekanntlich Seppel Hintze als Cheftrainer arbeitet. Für Halfmann verstärkt der BHC seinen Nachwuchsbereich mit Daniel Haase. Er übernimmt zur kommenden Saison die Verantwortung für die U19-Junioren des BHC. Damit gewinnt der BHC mit Haase einen ausgewiesenen Experten in der Entwicklung junger Handballtalente. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Leistungsnachwuchs und kann dabei auf zahlreiche Erfolge im Jugendbereich zurückblicken, so der BHC.

BHC NIMMT EMMA MONTAG UNTER VERTRAG

10.06.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC hat für die kommende Saison Emma Montag für die vakante
Rechtsaußen-Position verpflichtet. Die 21-Jährige hatte zuletzt eine Handballpause eingelegt, lief davor für den BSV Sachsen Zwickau in der Bundesliga auf. Während ihrer Jugendzeit spielte die Linkshänderin drei Jahre bei der HSG Blomberg-Lippe und wurde 2023 mit den Ostwestfalen unter Trainer Ruben Voßhans, dem zukünftigen BHC-Trainer, Deutscher A Jugendmeister. Der Kontakt zu ihrem damaligen Übungsleiter ist nie abgerissen. „Es war eine tolle Zeit in Blomberg. Da hat das Handballspielen Spaß gemacht. Als Ruben anklopfte, war schnell klar, dass ich noch einmal angreifen möchte.“
Beim BHC soll sie die Lücke schließen, die Hannah Kamp nach ihrem Abschied vom Leistungshandball hinterlassen hat. Und mit Lucy Krahwinkel trifft sie auf eine junge Positionskollegin, die trotz ihrer erst 20 Jahre Dienstälteste BHC-Spielerin ist. „Ich freue mich auf mein neues Team. Das BHC-Projekt ist spannend und ich bin mir sicher, dass hier der Spaß zurückkommt.“
Geschäftsführerin Assina Müller zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung, dass eine weitere junge Spielerin den Weg zum BHC findet: „Wir freuen uns sehr über die Verpflichtung von Emma. Mit ihrer Physis, ihrem großen Wurfrepertoire und der Erfahrung aus der 1. Liga wird sie unserem Team sofort weiterhelfen und wichtige Impulse an ihre Positionspartnerin Lucy weitergeben. Nach dem vorübergehenden Karriereende von Hannah mussten wir nochmals tätig werden – mit Emma haben wir die ideale Lösung gefunden.“

TRAINERLEGENDE KIMPENHAUS 90 JAHRE

10.06.26 HANDBALL JUBILÄEN - Die älteren Beyeröhder Handballer, lange Jahre die Nummer zwei hinter dem Nachbarn LTV, und die Beyeröhder Handballgirls, vor 40 Jahren Deutscher Vizemeister, kommen in diesen Wochen nicht zur Ruhe. Feiern ist angesagt. Einige Male im Jahr treffen sich die „ollen Beyeröhder“, diesmal aus besonderem Anlass: Trainerlegende Wolfgang Kimpenhaus wurde stolze 90 Jahre alt. In Mettmann, wo „Kimpi“, der mit dem TVB und dem LTV erfolgreich war, wurde diesmal gefeiert. Das Foto zeigt von rechts Waldi Nagel, Kimpenhaus, Dirk Gellisch, Ina Kimpenhaus, Bernd Wefers, Achim Kling und Michael Rölver.

RIESENERFOLG FÜR BERGISCHEN HANDBALL

07.06.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit dem Bundesliga-Vierten VfL Gummersbach und dem DHB-Pokal-Vizemeister BHC stellt Handball-Großraum Bergisches Land erstmals zwei Vertreter in der European League. Gummersbach beendete die erfolgreiche Saison mit einem 28:27-Sieg gegen die Rhein Neckar-Löwen, dem neuen Klub von BHC-Kreisläufer Aaron Seesing, der mit sechs weiteren Spielern verabschiedet wurde. Er gab in seinem Abschiedsspiel vor knapp 3000 Zuschauern in der Uni-Halle Kostproben seines beachtlichen Könnens ab und war am 29:28-Sieg am Sonntagnachmittag gegen Frisch Auf Göppingen maßgeblich beteiligt. Wie die Mannschaft der Solinger bei den Europacupspielen aussehen wird, steht noch in den Sternen. Fest steht, dass unbedingt noch Verstärkungen geholt werden müssen. Fest steht auch nicht, wo der BHC seine Heimspiele austragen wird. Aller Voraussicht nach in der heimischen Klingenhalle in Solingen, die für internationalen Handball geeignet ist. Die vielen Fans aus der Handballhochburg Solingen hätten es verdient.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen

SIEBEN ZUM LETZTEN MAL FÜR DEN BHC

05.06.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Am Sonntag findet der letzte Spieltag der DAIKIN HBL statt. Da der Bergische HC vorige Woche mit 32:26 beim HC Erlangen triumphiert hat, ist der Klassenerhalt bereits sicher, so dass das finale Match gegen Frisch Auf Göppingen um 15 Uhr in der Wuppertaler UNIHALLE sportlich so etwas wie die Kür darstellt. Emotionaler Höhepunkt ist voraussichtlich die Verabschiedung von sieben Handballern nach dem Schlusspfiff. „Es ist traurig, dass der gemeinsame Weg nicht weitergeht“, sagen die BHC-Trainer. „Aber wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihnen hatten.“ Die Handballer werden nach dem Spiel auf dem Feld verabschiedet.
Noah Beyer (seit 2022 beim BHC): Der Linksaußen kam vom TUSEM Essen und entwickelte sich schnell zum Leistungsträger auf seiner Position. Höhepunkt war ohne Zweifel die aktuelle Saison. Oft war er es, der in der entscheidenden Phase die Nerven behielt und wichtige Tore im Abstiegskampf erzielte. Durch seinen Siebenmeter im Halbfinale des DHB-Pokals gegen den SC Magdeburg feierte der BHC den größten Erfolg seiner Historie. Für den BHC erzielte Beyer in 138 Pflichtspielen – also inklusive Pokal – 681 Tore, 304 davon per Siebenmeter.
Elias Scholtes (seit 2023 beim BHC): Mit damals 19 Jahren wechselte der Rückraum-Linkshänder im Februar 2023 von den Rhein-Neckar Löwen zum BHC und war von Anfang an eine Hilfe. Im Sommer wurde er U21-Weltmeister. Scholtes wurde während seiner Zeit beim BHC von ein paar Verletzungen zurückgeworfen, zeigte gesund aber immer seine Qualitäten. Die BHC-Bilanz: 72 Spiele, 181 Tore.
Eloy Morante Maldonado (seit 2023 beim BHC): Der Spielmacher absolvierte in der 2. Bundesliga 2024/25 eine Fabel-Saison für die Löwen. Er ging in Richtung Wiederaufstieg voran, wurde mit 229 Treffern, davon 29 per Siebenmeter, Torschützenkönig und außerdem zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt. Für den BHC trat Morante, der vom TuSEM Essen kam, 97 Mal in Pflichtspielen an, erzielte dabei 416 Treffer und lieferte 185 Assists.
Aron Seesing (seit 2023 beim BHC): Der Kreisläufer kam von Bayer Dormagen und entwickelte sich rasant beim BHC. Schnell war er ein Faktor im Innenblock und auch im Angriff eine Bank. 2025 gab er sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. In 96 Pflichtspielen traf Aron Seesing 298 Mal für die Löwen.
Lukas Diedrich (seit 2024 beim BHC): Der Torhüter kam als etablierter Zweitliga-Torhüter vom TuSEM Essen zum BHC. In seinen zwei Saisons bildete er ein erfolgreiches Duo mit Christopher Rudeck und hatte einige Highlight-Spiele: Absolut unvergessen bleibt seine Performance im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen Hannover, das der BHC mit 40:38 nach zwei Verlängerungen für sich entschied. Insgesamt 214 Paraden sammelte Diedrich in Diensten des BHC.
Joshua Thiele (seit 2024 beim BHC): Der Kreisläufer kam vor zwei Jahren vom 1. VfL Potsdam. Er war immer da, wenn er gebraucht wurde, und sprang auch in dieser Saison ein, wenn Not am Mann war. Eine Verletzung warf ihn vor gut einem Jahr zurück. Bei 33 Pflichtspielen stand Joshua Thiele im Kader und erzielte sieben Tore.
Kim Voss-Fels (seit 2026 beim BHC): Aufgrund der Verletztenmisere auf den Linkshänder-Positionen holte der BHC im vorigen Winter Kim Voss-Fels von Zweitligist Eintracht Hagen an die Wupper. Der Rückraumspieler erfüllte sich mit dem Wechsel einen Traum: Er feierte mit 28 Jahren sein Debüt in der 1. Bundesliga und war beim Final Four dabei. Voss-Fels hat den Löwen geholfen: 16 Spiele, 23 Tore, fünf Assists. Foto: Jochen Classen

GUDJON VALUR SIGURDSSON IST TRAINER DER SAISON

05.06.2026 HANDBALL EHRUNG– Gudjon Valur Sigurdsson vom VfL Gummersbach ist „Trainer der Saison 2025/26” in der „stärksten Liga der Welt”. Dies haben die Trainer sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Bundesligisten in geheimer Abstimmung entschieden. Die Auszeichnung wird dem 46-jährigen Isländer im Rahmen des letzten Heimspiels des VfL Gummersbach am 07. Juni 2026 von Frank Leibmann, HBL-Geschäftsleitung Digital & Daten, überreicht.
Erfolgreichste Saison seit 19 Jahren als Krönung kontinuierlicher Aufbauarbeit
Mit Rang vier in der Abschlusstabelle spielt der VfL Gummersbach unter Sigurdssons Regie die erfolgreichste Saison seit 19 Jahren. Zuletzt hatte der Traditionsverein die Spielzeit 2006/07 auf einem vergleichbaren Platz abgeschlossen. Als Überraschungsteam dieser Saison schlugen die Oberbergischen mehrere Topteams, sorgten für Furore und überzeugten Woche für Woche mit einer bemerkenswerten Konstanz und Spielfreude.
Diese Entwicklung ist das Ergebnis konsequenter und geduldiger Aufbauarbeit, die Sigurdsson seit seinem Amtsantritt im Jahr 2020 geleistet hat. Mit der aktuellen Saison erreicht diese Arbeit ihren vorläufigen Höhepunkt. Sigurdsson hat den VfL Gummersbach nicht nur sportlich weiterentwickelt, sondern den Verein wieder zu einer sportlichen Topadresse im deutschen Profihandball geformt und zahlreiche Spieler zu Leistungsträgern und Nationalspielern entwickelt, darunter die deutschen Nationalspieler Julian Köster, Mathis Häseler, Miro Schluroff und Tom Kiesler.
VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler: „Herzlichen Glückwunsch an Goggi zum absolut verdienten Titel. Ich freue mich sehr für ihn, weil ich weiß, was er alles dafür investiert hat. Ich bin sehr stolz, dass wir als VfL Gummersbach mit Goggi den besten Trainer der Saison stellen, weil es natürlich auch bedeutet, dass wir eine sehr, sehr gute Saison gespielt haben und sich das in diesem Titel widerspiegelt.”
Vom Weltklasse-Spieler zum mehrfach ausgezeichneten Cheftrainer
Als Handballprofi gewann der Isländer auf Vereinsebene nahezu alles, was es zu gewinnen gibt. Darunter Meisterschaften in fünf verschiedenen Ländern, zuletzt 2020 mit Paris Saint-Germain in Frankreich. Unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Spielerlaufbahn wechselte er auf die Trainerbank des VfL Gummersbach.
Dort legte er eine bemerkenswerte Trainerkarriere hin: 2022 führte er den VfL zurück in die „stärkste Liga der Welt" und wurde dafür zum „Trainer der Saison" in der 2. HBL gewählt. Bereits im darauffolgenden Jahr, als er den Aufsteiger auf Anhieb auf Rang 10 führte, folgte die nächste Auszeichnung, diesmal als „Trainer der Saison" im deutschen Oberhaus. Drei Jahre später folgt nun die erneute Wahl zum besten Trainer der Saison. Er folgt damit auf Jaron Siewert, der in der vergangenen Saison für seine Arbeit ausgezeichnet wurde.
VfL-Geschäftsführer Schindler weiter: „Wenn man sieht, dass Goggi mittlerweile zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren zum Trainer der Saison gewählt wurde – davon seit dem Wiederaufstieg zweimal in der ersten Liga –, spricht das Bände. Diesen Titel in der stärksten Liga der Welt zu erhalten, ist wirklich eine herausragende Leistung. Gerade wenn man bedenkt, wie viele gute Trainer es in der Bundesliga gibt. Ich habe schon immer gesagt, dass Goggi für mich der beste Trainer für den VfL Gummersbach ist und darüber hinaus – und das zeigt auch dieser Titel – der beste Trainer der Bundesliga. Wir freuen uns, dass wir ihn haben und hoffentlich noch lange haben werden.” Foto: Odette Karbach

BHC VERPFLICHTET MEGGAN RUSKO


05.06.2026 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC hat Meggan Rusko ab Sommer unter Vertrag. Die 17-Jährige spielte bisher im Nachwuchs-Team der HSG Blomberg-Lippe und folgt somit ihrem Trainer Ruben Voßhans ins Bergische Land. Mit dem Handballspiel begann die Rückraumspielerin in ihrem Geburtsort Frankfurt/Oder und wechselte bereits mit zwölf Jahren nach Leipzig, wo sie das Internat besuchte und die gute Ausbildung beim HCL genoss, bevor es sie vor einem Jahr nach Ostwestfalen zog.


„Ich möchte mich sportlich und persönlich weiterentwickeln“, begründet Meggan Rusko ihren Wechsel vom neuen Deutschen Meister Blomberg-Lippe, bei dem sie in der abgelaufenen Saison auch ihr Erstliga-Debut feierte, zum BHC. „Ich freue mich auf die neue Saison.“ Bevor sie Ende August mit ihrem neuen Team in die Zweitliga-Saison startet, plant sie nicht nur den Umzug nach Solingen, sondern hofft auch, wie die neue BHC-Torhüterin Marlene Wagner, auf eine Nominierung für den WM-Kader der U18-Nationalmannschaft.
„Mit Meggan Rusko verpflichten wir ein vielversprechendes deutsches Talent, das mit starker Physis, hoher Spielintelligenz sowie Qualität in Angriff und Abwehr überzeugt. Sie verfügt über großes Entwicklungspotenzial und soll bei uns den nächsten Schritt auf dem Niveau der 2. Liga gehen. Dabei werden wir ihr die notwendige Zeit geben, sich an die Anforderungen und Intensität der Liga zu gewöhnen. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit und darauf, ihre Entwicklung bei uns begleiten zu dürfen“, sieht Geschäftsführerin Assina Müller die guten Rahmenbedingungen beim BHC, dass eine weitere junge Nationalspielerin den nächsten Entwicklungsschritt machen kann. Foto: HSG Blomberg-Lippe



AUCH SCHOLTES WILL BHC VERLASSEN

03.06.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Neben sechs Spielern wird auch Elias Scholtes seinen im Sommer 2026 auslaufenden Vertrag mit dem Bergischen HC nicht verlängern und den Club nach der aktuellen Spielzeit verlassen. Im Verlauf der Gespräche über eine Fortführung des Kontraktes über den 30. Juni 2026 hinaus hat Scholtes, der zu den größten Talenten zählt, den Verantwortlichen mitgeteilt, sich einer neuen sportlichen Herausforderung stellen zu wollen.
„Der BHC war meine erste Profistation fernab von zu Hause und Familie. Meine Zeit im Bergischen Land hat mich nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich geprägt. Ich möchte mich beim Club, Trainern, Verantwortlichen und besonders den Fans für die Unterstützung und die tolle Zeit bedanken. Ich habe mich hier sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in anderer Konstellation“, blickt Elias Scholtes auf die endende Zeit im Löwentrikot.
„Wir wünschen Elias für seinen weiteren Weg alles Gute und vor allem eine verletzungsfreie Karriere. Leider wurde er während seiner Zeit beim BHC immer wieder von Verletzungen ausgebremst", resümiert der sportliche Leiter Fabian Gutbrod. Den BHC verlassen neben Scholtes ein halbes Dutzend Spieler, nämlich Noah Beyer (HSV Hamburg), Eloy Morante Maldonado (HC Erlangen), Aron Seesing (Rhein-Neckar Löwen), Kim Voss-Fels (SG Menden Sauerland Wölfe), Lukas Diedrich (TUSEM Essen), Joshua Thiele (TuS Vinnhorst).
Neuzugänge sind bislang Jannik Schrader (VfL Bad Schwartau), Kreisläufer Tom Bergner (GWD Minden) und Gabriel da Rocha Viana (TuS Ferndorf).

VOR 40 JAHREN WURDEN DIE BEYERÖHDER HANDBALLGIRLS DEUTSCHER VIZEMEISTER

01.06.26 - Am heutigen Abend des ersten Juni-Tages will der Mini-Vorstand des TVB Wuppertal über die Zukunft seiner Viertliga-Handballerinnen entscheiden. Zwar wurde der Klassenerhalt gesichert, aber es stehen nach den vielen Wechseln nur noch drei Spielerinnen zur Verfügung...
Zieht der für die schwerste Krise der ruhmreichen Beyeröhder Vereinsgeschichte verantwortliche erste Vorsitzende Norbert Koch die Mannschaft zurück, wäre der längst erwartete Totalschaden perfekt. Denn schon vor den Frauen war die früher sehr erfolgreiche Männerhandballabteilung in der Versenkung verschwunden.
Kontrastprogramm im Wuppertaler Osten. In diesen Tagen fanden – ohne den Vorstand – diverse Feierlichkeiten der Beyeröhder Handballgirls statt. Vor exakt 20 Jahren begann die Aufstiegssaison der Damen in die Bundesliga.  Vor 40 Jahren führte der Sportjournalist Manfred Osenberg die weibliche A-Jugend des Beyeröhder TV nach tollen Erfolgen auf lokaler und regionaler Ebene ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Vizemeister Beyeröhde. Heute steht der Verein vor dem Ruin.
Norbert Koch, der mit Missmanagement und unglaublichen Fehlentscheidungen den langjährigen bergischen Vorzeigeklub ins Chaos gestürzt hat, wurde von der Stadt geehrt und mit dem Wupper-Taler ausgezeichnet. Als Norbert Koch zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, hatte Beyeröhde noch über 600 Mitglieder, ein Dutzend Jugendmannschaften, die Herren waren die Nummer zwei im Tal hinter Nachbar LTV die Damen die Nummer eins im großen Handballverband Niederrhein.
Früher hatte man drei erfolgreiche Männerteams, heute besitzt der TVB überhaupt keine Mannschaft mehr im männlichen Bereich. Nicht zu fassen. Folge der schlechten Nachwuchsarbeit. Der TVB lebt von den Erinnerungen. Ehemalige Spieler und Spielerinnen treffen sich noch in Wuppertal, Schwelm oder auf Wangerooge, wo der langjährige Handballer, Trainer und Manager Manfred Osenberg seit einigen Jahren lebt. Er ist seit 70 Jahren Mitglied des einst ruhmreichen TVB und sogar Ehrenmitglied und kann über den unheimlichen Mitgliederschwund und die Misserfolge nur den Kopf schütteln. Osenberg hat schon vor zehn Jahren den Absturz des langjährigen Aushängeschildes, der Frauenmannschaft vorausgesagt
Heute liegt der Verein in Trümmern. Koch hat nach den herben Kritiken seinen Rücktritt angekündigt, will bei der nächsten Hauptversammlung nicht mehr kandidieren.  Quelle: DIE STADTZEITUNG
Foto von Kurt Keil: Die weibliche A-Jugend vor dem Finale um die Deutsche Meisterschaft im Mai 1986 und beim Jubiläumstreffen im Mai 2026 im Bremmestübchen auf der Beyeröhde.

BHC FEIERT KLASSENERHALT

30.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit einer beeindruckend reifen Leistung hat der Bergische HC sein Kardinalziel erreicht: Nach dem 32:26 (15:12)-Erfolg beim HC Erlangen steht fest, dass die Löwen auch in der kommenden Saison in der 1. Handball-Bundesliga antreten werden. In Nürnberg behielt die Mannschaft zu jedem Zeitpunkt die Nerven, fand immer Lösungen und legte einen Start-Ziel-Sieg aufs Parkett.
Schon der Auftakt gelang. Christopher Rudeck fand gleich gut ins Spiel, hielt drei der ersten vier Würfe und ebnete so den Weg, den die Mannschaft auch im Angriff beschritt. Noah Beyer (Archivfoto) legte Würfe und ebnete so den Weg, den die Mannschaft auch im Angriff beschritt. Noah Beyer legte mit zwei Siebenmetern vor, Eloy Morante Maldonado traf gegen seinen künftigen Club ebenfalls. Aron Seesing erhöhte auf 4:1, kassierte eine Zeitstrafe, und der deshalb früh eingewechselte Lars Kooij erzielte alle Treffer auf dem zum 7:2.
Ganz so leicht ging das Match in der Folge dann zwar nicht von der Hand, doch der BHC verkraftete kleine Rückschläge völlig problemlos. So gelang den Erlangern ein 3:0-Lauf und hätte diesen sogar ausbauen können. Rudeck aber hielt einen Siebenmeter gegen Christopher Bissel und war auch beim Nachwurf zur Stelle. Der BHC-Torhüter geriet immer wieder zum Spielverderber für den HCE. Sogar bei Gegenstößen war er zur Stelle.
Den verpatzten Siebenmeter beantwortete Sören Steinhaus umgehend mit dem 8:5. Nachdem Tobias Buck für die Gastgeber verkürzt hatte, stellten Steinhaus und Beyer auf 10:6. Bis zur Pause veränderte sich das Bild nicht. Erlangen kam ein bisschen auf, der BHC konterte trocken. Entweder durch Beyer - per Siebenmeter sowie aus dem Spiel heraus -, Steinhaus oder Kooij, der aufgrund zweier früher Zeitstrafen gegen Seesing viel Spielzeit bekam und diese nutzte.
Mit einem 15:12-Vorsprung konnte sich der BHC zur Pause zwar noch nicht sicher fühlen, doch er ließ auch danach wenig anbrennen. Beyer erhöhte beinahe im Alleingang auf 19:13, Steinhaus stellte sogar auf 20:13. Die Klassenerhalts-Party der BHC-Fans auf der Tribüne konnte langsam, aber sicher beginnen.
Ein Mal kamen die Hausherren noch auf. Sie verkürzten auf 19:23. Arnor Gunnarsson und Markus Pütz nahmen eine Auszeit und stellten auf den siebten Feldspieler im Angriff um. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. Die nächsten Angriffe waren allesamt von Erfolg gekrönt: Aron Seesing, Julian Fuchs und wieder Seesing trafen. Der BHC war nun auf Kurs Richtung Ligaverbleib. Nichts konnte ihn mehr stoppen. Rudeck beendete die Partie mit 14 Paraden und einer Fangquote von 37 Prozent. Der später eingewechselte Lukas Diedrich war auch noch drei Mal in viereinhalb Minuten zur Stelle. Beyer erhöhte sein Torkonto auf 13. Joshua Thiele sprang erfolgreich am Kreis in die Bresche, und abseits des Spielfelds feierte Johannes Wasielewski. Der Rückraum-Linkshänder war gesperrt zum Zuschauen gezwungen. Seine Vertretung, Kim Voss-Fels, machte einen starken Job und hatte seinen Anteil an diesem bemerkenswerten Auswärtsspiel.

DAS SAISONZIEL VOR AUGEN

28.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Einen Punkt benötigt der Bergische HC realistischerweise noch, um auch in der kommenden Saison in der Handball-Bundesliga anzutreten. Zwei würden sogar jeden theoretischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Am Freitag (19 Uhr) soll es in der PSD Bank Nürnberg ARENA gegen den HC Erlangen soweit sein. Allerdings müssen die Löwen das Fehlen von Johannes Wasielewski kompensieren. Der Rückraum-Linkshänder hatte sich sechs Minuten vor dem Ende des Duells gegen den THW Kiel (23:32) eine Rote Karte für ein Fouls gegen Lukas Laube eingehandelt. Da der Ball nicht in der Nähe war, verhängten die Schiedsrichter obendrein Blau. Das bedeutet, dass der Spieler im Anschluss gesperrt wird. Die Länge steht inzwischen fest: Wasielewski muss auswärts gegen den HC Erlangen aussetzen, darf aber am letzten Spieltag gegen Frisch Auf Göppingen (Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr, Unihalle Wuppertal) wieder mitwirken.

ENTTÄUSCHENDE LEISTUNG GEGEN KIEL

24.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat gegen den THW Kiel die Chance verpasst, den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL vorzeitig klarzumachen. Die Löwen waren vor 7528 Zuschauern im PSD BANK DOME Düsseldorf auch nicht nah dran. Gegen den Deutschen Rekordmeister lagen die Gastgeber schnell mit 1:6 hinten und verloren am Ende mit 23:32 (7:15).
Sören Steinhaus markierte das erste BHC-Tor nach einer schnellen Mitte zum 1:1, danach herrschte erst einmal Flaute. Die Bergischen begingen viele Fehler, scheiterten auch an Andreas Wolff im Kieler Gehäuse und lagen mit 1:6 hinten. Danach kamen sie etwas besser ins Spiel, agierten ordentlich in der Abwehr und verkürzten auf 7:11. Die letzten fünf Minuten vor der Pause jedoch hätten kaum schlechter laufen können aus BHC-Sicht. Zwei weitere technische Fehler erhöhten die Gesamtzahl auf acht. Dazu freuten sich die Kieler über hastige Abschlüsse, die zur leichten Beute wurden. Statt zumindest noch auf 8:14 zu verkürzen, bekamen die Gäste unverhofft noch einen letzten Angriff und stellten durch Eric Johansson auf 15:7. Das Match war damit eigentlich schon entschieden. Zwar versuchten es die Bergischen mit dem siebten Feldspieler und kamen durch Tore von Aron Seesing, Noah Beyer und wieder Seesing auf 10:15 heran, aber es hätte einer herausragenden Vorstellung bedurft, um dieses Duell noch einmal umzubiegen. Der BHC hatte lediglich ein paar ordentliche Phasen. Auch Julian Fuchs, Fynn Hangstein und Kim Voss-Fels erzielten noch einmal drei Treffer in Serie.
Die Kieler allerdings blieben souverän, und trafen im Stile eines Spitzenteams immer dann, wenn sie es brauchten. Und sie versenkten auch zwei Mal ins leere Tor, sodass der BHC fortan auf den siebten Feldspieler verzichtete. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss standen die Gäste bereits als Sieger fest (16:24). Bitter aus BHC-Sicht: In der 54. Minute foulte Johannes Wasielewski Lukas Laube abseits des Balles. Die Schiedsrichter sichteten die Szene im Videobeweis und verhängten neben einer Roten Karte sogar die Blaue. Das bedeutet, dass der Rückraum-Linkshänder gesperrt wird. Archivfoto: Jochen Classen

REKORDKULISSE GEGEN REKORDMEISTER

22.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC empfängt am Pfingstsonntag um 16:30 Uhr den THW Kiel zum einzigen Saisonspiel im PSD BANK DOME Düsseldorf. Mehr als 7.000 Tickets sind bereits für die Partie verkauft, in der die Löwen im besten Fall sogar vorzeitig den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL schaffen können. „Wir müssen über 60 Minuten die Intensität auf höchstem Level halten“, sagen die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz.
Das war im Hinspiel etwa 40 Minuten lang gelungen. Danach setzten sich die Kieler ab und gewannen 43:35. Die Stimmung war angespannt, weil die Gastgeber sich an der spielerischen Härte des BHC aufgerieben hatten. Trainer Filip Jicha betonte auf der abschließenden Pressekonferenz, dass er sich bereits auf das Rückspiel freue. „Wir freuen uns genauso darauf“, sagt Markus Pütz, der mit einem großen Kampf seines Teams rechnet und mit Blick auf viele Nickeligkeiten anfügt: „Das Hinspiel war besonders, das Rückspiel wird genauso besonders sein.“
Die Rollen sind verteilt. „In jedem individuellen Vergleich ist der THW Kiel besser, aber wir werden alles reinhauen“, betont Pütz und rechnet sich Chancen aus. „Mehr als 7000 Tickets sind weg. Das ist eine herausragende Resonanz und die beste Kulisse vor eigenem Publikum in der gesamten Saison. Das kann uns beflügeln.“ Tatsächlich waren so viele Fans seit knapp sieben Jahren nicht mehr bei einem Heimspiel des BHC. „Das gibt uns noch mal zusätzlich Energie.“
Die Mission ist klar: Der BHC will zum ersten Mal überhaupt gegen Kiel etwas mitnehmen. „Wir haben das noch nie geschafft“, kennt Arnor Gunnarsson die Historie. Einen besseren Moment, den Bann zu brechen, kann es kaum geben: Gewinnen die Löwen, könnte das sogar den vorzeitigen sicheren Verbleib in der 1. Bundesliga bedeuten. Nach der Niederlage am Donnerstag kann der SC DHfK Leipzig auf keinen Fall mehr am BHC vorbeiziehen. Sollten Minden oder Wetzlar am Samstag verlieren, würde dem BHC ein Sieg im PSD BANK DOME - auch den gab es bisher noch nicht - reichen.
Eine schwierige Aufgabe, auch wenn sich die Kieler zuletzt nicht in herausragender Verfassung präsentiert haben. In der Bundesliga holte der Tabellenfünfte nur einen Punkt aus den jüngsten drei Spielen - zwei davon fanden gegen die abstiegsbedrohten Teams aus Leipzig und Wetzlar statt. Dafür gelang den Norddeutschen in der European League der Einzug ins Final Four, das am 29. und 30. Mai in Hamburg über die Bühne geht.
Hinweis zum Spiel: Die Anfahrt aus dem Bergischen Land Richtung PSD BANK DOME Düsseldorf ist am Sonntag aufgrund der Sperrung der A44 erschwert. Eine Ausweichmöglichkeit besteht über die A52, die von der A3 über das Kreuz Breitscheid zu erreichen ist.

BHC UNTERLIEGT TROTZ GUTER LEISTUNG BEI SPITZENREITER HC LEIPZIG

21.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Auch in Leipzig war für den Bergischen HC nichts zu holen. Das Team von Trainerin Assina Müller unterlag beim Spitzenreiter HC Leipzig 27:34(12:17).
Die Vorzeichen waren nicht gerade gut. Abwehrchefin Veki Tolic war nach einem Infekt noch nicht fit genug. Ein Einsatz war nicht möglich. Zudem knickte Torjägerin Svenja Mann nach fünf Minuten mit dem Fuß um und musste ausgewechselt werden. Dennoch hielt der BHC die Anfangsphase ausgeglichen, hätte sogar mehrfach in Führung gehen. „Wir haben unsere Aufgabe im Angriff spielerisch gut gelöst. Aber wir nutzen einfach unsere Chancen nicht“, haderte Assina Müller wegen der ausgelassenen Möglichkeiten. Mehrfach parierte Leipzigs Torhüterin Nele Kurzke großartig. Insgesamt kam die ehemalige Nationalspielerin auf 19 Paraden.
Die jungen Leipzigerinnen machten mächtig Dampf, nutzen eine kurze Schwächeperiode der Gäste kurz vor der Halbzeit und zogen mit sechs Toren davon. Das 17:11 markierte Marlene Tucholke, mit sieben Treffern erfolgreichste Werferin des Nachmittags. Auch nach dem Strafwurftreffer von Pauline Uhlmann zum 27:17 (44.), gab sich der BHC nicht auf. Angetrieben von Pia Terfloth, die im Angriff und in der Abwehr überragte, sowie Norma Goldmann, holte der BHC auf. Svenja Mann versuchte es noch einmal, aber die Verletzung hemmte sie zu stark. Dafür behielt Djazzmin Trabelsi die Nerven. Ein Hattrick der Linksaußen sorgte für den 33:27-Anschluss, ehe Lisa Lammich, jüngste Spielerin der Partie, den 34:27-Endstand erzielte.

DIE KAPITÄNIN GEHT VON BORD

21.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Gemeinsam mit Djazzmin Trabelsi bildet Hannah Kamp das Kapitäninnen-Gespann beim Bergischen HC. Zum Ende der Saison steht der Abschied der 26-Jährigen an. Ein Abschied für immer? „Ich würde noch nicht von Karriereende direkt sprechen, sondern erst einmal von einer Pause vom Leistungshandball. Ich habe leider seit meiner schweren Fußverletzung Ende 2024 nach wie vor Probleme mit meinem Fuß, sodass ich nicht schmerzfrei bin. Nach Saisonende werde ich deshalb das dritte Mal an meinem Problemfuß operiert und hoffe, dass ich danach endlich wieder schmerzfrei bin.“ Hannah Kamp stammt aus einer Handball-Familie. Ihr Großvater war unter anderem Mitgründer des Mendener Sauerland-Cups, eines der größten und traditionsreichsten Jugendturniere Deutschlands.
Noch während ihrer Jugendzeit wechselte die schnelle Rechtsaußen zum BVB. Danach lief sie in der 2. Liga für Kirchhof, den TVB Wuppertal, Solingen-Gräfrath und den 1. FSV Mainz 05 auf. Von Mainz aus erfolgte im Sommer 2024 dann der Wechsel zum BHC. Nach einer langen Verletzungspause hat sie sich zurück ins Team gekämpft und geht mit ihrer zuverlässigen und vorbildlichen Einstellung voran. „Mit Hannah verliert unser Team nicht nur die Kapitänin, sondern auch einen Menschen, der für mich persönlich und die gesamte Mannschaft ein herber Verlust ist. Sie zeichnet sich nicht nur durch ihre enorme sportliche Qualität aus, sondern vor allem durch ihre verantwortungsvolle Arbeit für das Team. Kommunikation, Transparenz und Kollegialität hat Hannah täglich vorgelebt und der Mannschaft vermittelt – immer mit einer besonderen Mischung aus Schlagfertigkeit, Wertschätzung und Humor. Sie wird uns auf und neben dem Feld schmerzlich fehlen und hinterlässt eine große Lücke. Für ihre Zukunft wünsche ich ihr von Herzen nur das Beste“, bedauert Geschäftsführerin Assina Müller den Abschied von Hannah Kamp. Foto: Kevin Becher

PIA TERFLOTH VERLÄSST DEN BHC

13.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC wird ab der kommenden Saison auf Pia Terfloth verzichten müssen. Die 22-Jährige, die trotz ihres jungen Alters, auf eine stolze Karriere zurückblicken kann, kehrt dem Handball den Rücken, um sich voll und ganz ihrem Jura-Studium zu widmen."Es war eine schöne Zeit“, so die Linkshänderin, die schon als 16-Jährige ihr Erstligadebut mit Bayer Leverkusen gegeben hat und sämtliche Jugend- und Juniorinnen-Nationalmannschaften durchlief. Erst vor einem Jahr wechselte die gelernte Rechtsaußen, die aber genauso variabel im Rückraum eingesetzt werden kann, von den Elfen zum BHC. Noch drei Spiele, dann heißt es Abschied nehmen. „Für mich steht der Wechsel vom Fern- zum Präsenzstudium und somit der Umzug nach Münster an. Ich freue mich drauf“, blickt sie gespannt auf die neue Aufgabe. Beim BHC wir Terfloth nicht nur wegen der bisher erzielten 61 Treffer eine große Lücke hinterlassen. So sieht es auch Geschäftsführerin Assina Müller, die auch einige Jahre in Leverkusen mit Terfloth gearbeitet hat: „Mit Pia verlieren wir eine sehr erfahrene Spielerin, die in dieser Saison auf der für sie ungewohnten Position Rückraum Mitte viele Einsatzminuten gesammelt hat. Gemeinsam mit Veki Tolic bildete sie in unseren Spielen einen stabilen Mittelblock und unterstrich mit ihrer Körperlichkeit ihren hohen Stellenwert für die Mannschaft. Ich kenne Pia seit vielen Jahren und habe sie stets als verlässliche Teamspielerin erlebt, die sich mit großem Einsatz in den Dienst der Mannschaft gestellt und dabei immer klare Worte gefunden hat. Für ihren privaten wie auch beruflichen Weg wünsche ich ihr von Herzen alles Gute.“ Foto: Odette Karbach

NEUER TRAINER BEIM BERGISCHEN HC

12.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Die wichtigste Personalie ist geklärt: Ruben Voßhans wird zu neuen Saison Chef-Trainer bei Frauen-Zweitligist Bergischer HC und löst Interims-Trainerin Assina Müller ab, die bei Frauen-Zweitligist Bergischer HC und löst Interims-Trainerin Assina Müller ab, die seit Januar in der Doppel-Funktion als Geschäftsführerin und Trainerin in der Verantwortung steht. Mit dem 34-jährigen Voßhans wechselt eine vielseitige Trainer-Persönlichkeit von der HSG Blomberg-Lippe ins Bergische Land. Vier Jahre lang war Ruben Voßhans für die Ausbildung und Entwicklung des Blomberger Nachwuchses verantwortlich, trainierte das Drittliga-Team und die A-Jugend, mit der er auch 2023 den Deutschen Meistertitel an die Ulmenallee holte. Damals war Nationalspielerin Nieke Kühne eine seiner Erfolgsgaranten.
Seit 2025 assistiert Voßhans zudem Alexander Novakovic als Co-Trainer bei der deutschen Beachhandball-Nationalmannschaft. Mit dem Wechsel zum BHC folgt nun der nächste Karriereschritt: „Mir hat die klare Idee und die Zielsetzung, die der BHC hat, auf Anhieb gefallen. Ich habe in Blomberg vier Jahre Ausbildungsentwicklung gemacht und werde ab Sommer in einer verantwortungsvolleren Position auf einem höheren Niveau tätig sein. In Blomberg ging es darum, Spielerinnen zu formen, die den Schritt ins Bundesliga-Team schaffen. Das Spielergebnis war meist zweitrangig. Das wird beim BHC ganz anders sein“, sieht Voßhans, der aus einer Handballer-Familie stammt, die grundlegendste Veränderung bei seiner neuen Station und gibt einen Einblick in seine Spielphilosophie: „Ich mag es, schnell zu spielen. Um das umzusetzen, ist beim BHC, dessen Werdegang ich schon seit meiner Studienzeit an der Sporthochschule Köln verfolge, eine hohe Grundsubstanz vorhanden. Als Trainer lege ich großen Wert darauf, dass in der Offensive variabel agiert wird und die Spielerinnen situativ die richtigen Entscheidungen treffen. In der Defensive steht für mich ein aktives, antizipatives Verhalten im Vordergrund. Starre Vorgaben gibt es dabei nicht.“
Für Noch-Trainerin Assina Müller ist Ruben Voßhans der Wunsch-Nachfolger: „Wir haben uns intensiv mit der Besetzung der Trainerposition auseinandergesetzt und ein detailliertes Anforderungsprofil erarbeitet. Ausschlaggebend für die Verpflichtung von Ruben waren insbesondere seine langjährige Arbeit im Nachwuchsbereich der HSG Blomberg-Lippe, seine tägliche Entwicklung junger Talente auf nationalem Spitzenniveau sowie seine ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten. Mit Ruben gewinnen wir einen Trainer, der einen langfristigen und nachhaltigen Ansatz verfolgt, eine klare Vision für das BHC-Projekt mitbringt und sich in hohem Maße mit den Zielen und Werten des BHC identifiziert.“
Neben dem Kennenlernen seiner neuen Mannschaft steht für Voßhans im Sommer eine weitere Herausforderung an. „Ich mache meine Ausbildung zur A-Lizenz beim spanischen Handballverband und stehe kurz vor dem Abschluss. Aktuell schreibe ich an meiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit und im Juli geht es noch einmal für zwei weitere Herausforderung an. „Ich mache meine Ausbildung zur A-Lizenz beim Tage nach Spanien für die letzte Prüfung.“ Foto: Kevin Becher

BHC ZEIGT GEGEN RÖDERTAL MORAL

10.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im vorletzten Heimspiel der Saison unterlag der Bergische HC dem Tabellenvierten HC Rödertal 27:30 (12:16). Erfolgsreichte Werferinnen waren Svenja Mann (10/3) für den BHC sowie Geburtstagskind Zoe Davenport (8/3) für die Rödertalbienen. Der BHC startete konzentriert. Linkshänderin Pia Terfloth, die in die Rolle der Spielmacherin immer besser hineinfindet, fand kluge Lösungsansätze und setzte die beiden „Halben“ Svenja Mann und Norma Goldmann gut in Szene.
In der Abwehr wurde leidenschaftlich verteidigt. Die erste Viertelstunde gehörte klar den Gastgeberinnen – das unterstrich das 9:5 durch Rechtsaußen Hannah Kamp. Dann schlichen sich technische Fehler in das BHC-Angriffsspiel. Während der BHC sieben Minuten ohne Torerfolg blieb, drehte Rödertal mit einem 5:0-Lauf das Spiel 11:13 (27.). Der BHC fing sich, hatte Pech, dass der letzte Wurf von Rozemarijn Alderden mit dem Pausenpfiff noch den Weg ins Tor zum 12:16-Halbzeitstand fand. Die zweite Halbzeit zeigte sich sehr zerfahren, aber ausgeglichen. Beiden Mannschaften war eine gewisse Unsicherheit, nach den letzten Niederlagen, anzumerken. Das 20:26 durch Lena Smolik (48.) war eine Vorentscheidung. Aber anders als in der Vorwoche gab sich der BHC nicht auf, sondern kämpfte sich noch einmal heran. Linksaußen Madita Probst erzielte mit dem Schlusspfiff den 27:30- Endstand. Ein kleiner Teilerfolg: die zweite Halbzeit ging an den BHC.
"Meine Mannschaft hat Moral bewiesen und in der zweiten Halbzeit nach dem SechsTore-Rückstand nicht abreißen lassen. Leider haben wir auch heute zu viele Großchancen ausgelassen. Ein besseres Ergebnis wäre durchaus möglich gewesen. Zufrieden bin ich mit der Abwehrleistung. Im Spiel „Kooperation Rückraum/Kreis“ müssen wir besser werden“, so das Fazit von BHC-Trainerin Assina Müller.

Fotos aus der Halle Wittkuller Str.: Odette Karbach

EIN PUNKT IN MINDEN

09.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Zweieinhalb Minuten vor Schluss lag der Bergische HC bei GWD Minden mit 26:28 hinten. Doch mit dem Rücken zur Wand kamen die Gäste im für den Abstiegskampf so wichtigen Duell wieder zurück und stibitzten bei einem direkten Konkurrenten doch noch einen Punkt. Drei Spieltage vor Schluss wahren die Löwen damit nicht nur drei Punkte Abstand zu Minden, sondern auch zu den Abstiegsrängen.
Extrem ausgeglichen ging es in der ersten Halbzeit zu. Die Gäste gingen zwar 8:5 in Führung, gaben diese aber in Unterzahl wieder aus der Hand, so dass sich bis zur Pause ein offener Schlagabtausch entwickelte. Aron Seesing traf vom Kreis extrem gut, allerdings verloren die Bergischen den Ball auch einige Male, was Minden erfolgreich ausnutzte. Im Tempospiel überzeugten die Gastgeber, die dann auch mehrere Male mit einem Tor vorlegten.
In die Kabinen ging es mit einem leistungsgerechten 16:16. Danach hatten die Löwen eine lange Phase ohne eigenes Tor. Johannes Wasielewski und Sören Steinhaus stellten mit ihren Treffern noch auf 18:17, im Anschluss gelang acht Minuten kein zählbarer Erfolg. Angesichts dieser Tatsache durften die Bergischen zufrieden sein, dass sie nur mit 18:20 ins Hintertreffen gerieten. Grund dafür war eine starke Verteidigung in Kombination mit Torhüter Christopher Rudeck, der
dem den in dieser Phase über sich hinauswachsenden GWD-Keeper Tibor Ivanisevic Paroli bot. Seesing verkürzte auf 19:20, und in der Folge trafen die Gäste wieder etwas zuverlässiger. Das Duell entwickelte sich zusehends zu einem von der Defensive geprägten Duell. Immer wieder gelang es dem BHC, die Mindener ins passive Spiel zu drängen - oft aber gelang das Tor trotzdem.
Der BHC legte kein einziges Mal in der Begegnung mehr vor, ließ sich aber auch nicht abhängen. Sören Steinhaus traf zum ersten Ausgleich in der 47. Minute (22:22). Danach blieb mehrere Male Ivanisevic Sieger. Die neuerlichen GWD-Vorsprünge beantworteten Noah Beyer, Seesing sowie Wasielewski. Der BHC bewies in dieser aufreibenden Phase mehrfach Nervenstärke. Er machte zwar Fehler und kassierte einen Treffer ins leere Tor, weil ein Angriff mit dem siebten Feldspieler
scheiterte, doch die Mannschaft erholte sich immer wieder. So auch nach einem Lattentreffer von Seesing, der damit das 26:26 hauchdünn verpasste, und dem 27:25 für GWD durch Daniel Astrup. Julian Fuchs verkürzte nach schneller Mitte, aber er fasste sich ans Bein und zeigte sofort an, dass er ausgewechselt werden musste. Kim Voss-Fels sprang auf der Rechtsaußen-Position ein. Als Philipp Vorlicek die Hausherren wieder mit zwei Toren in Front brachte, glaubten die Zuschauer in der Kampa-Halle wohl an einen Sieg. Sören Steinhaus erzielte zwei Minuten vor dem Ende das 27:28. Die Abwehr musste nun liefern.
Minden erkämpfte sich einen Siebenmeter, den Florian Kranzmann nahm - er traf den Pfosten und bescherte den Löwen sowie seinen mitgereisten Fans neue Hoffnung. Der BHC spielte über Voss-Fels aus, und der behielt 53 Sekunden vor dem Ende die Nerven, obwohl er eigentlich gar nicht auf der Außenbahn zu Hause ist. Den letzten GWD-Angriff verteidigte der BHC mit aller Leidenschaft weg. Sogar noch einen hektischen Konter hatten die Gäste auf den finalen Metern.
Der Ball landete im Seiten-Aus, das Spiel ging 28:28 zu Ende

BHC GEHT NACH GUTER ERSTER HALBZEIT NOCH UNTER

04.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC verliert auch das dritte Spiel in Folge. Beim ESV Regensburg setzte es vor 320 Zuschauern eine 22:33 (11:13)-Niederlage.
Nach den beiden Derby-Niederlagen zeigte sich das Team von Trainerin Assina Müller verbessert - aber nur in den ersten 30 Minuten. Der Abwehr verteidigte leidenschaftlich und hatte die Regensburger Spielmacherin Franziska Peter weitestgehend unter Kontrolle. Im Angriff wurde sich an die Marschroute von Müller gehalten. Da sich der BHC den „Luxus leistete“, drei Strafwürfe zu vergeben, rannte er dennoch zur Pause einen 11:13-Rückstand hinterher.
Ein ganz anderes Gesicht zeigten die Gäste in der zweiten Halbzeit. Die Tiefenräume wurden nicht mehr konsequent genutzt. Zudem parierte die Regensburger Torhüterin Joelle Arno mehrfach großartig. Unsicherheiten schlichen sich ins Spiel. Svenja Mann und Pia Terfloth brachten mit ihren Treffern den BHC in Schlagdistanz (17:15, 38.). Mehr ging nicht. Regensburg nutzte jeden Fehler oder Überzahlsituationen aus. Ein 7:0-Lauf brachte dem Goldbach-Team einen komfortablen Vorsprung (24:15,45.). Assina Müller setzte auf „7 gegen 6“ im Angriff, der BHC kam durch Veki Tolic und Mann zum Anschluss. Regensburg nutzte das gleiche taktische Mittel, fand die besseren Lösungen und spielte sich in einen wahren Rausch bis zum 33:22-Endstand.
„Wir wollten es besser machen als zuletzt. Das ist uns in der ersten Halbzeit gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren und sind in alte Muster verfallen. Das ist für mich auch eine Frage der Einstellung meiner Spielerinnen. Die nächsten Aufgaben werden nicht leichter“, resümierte BHC-Trainerin Assina Müller und blickt den anstehenden Spielen gegen Rödertal, Leipzig und Nürtingen entgegen. Foto: Kevin Becher

WICHTIGER SIEG GEGEN HANNOVER

03.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat sich in einem dramatischen Match gegen die TSV Hannover-Burgdorf durchgesetzt und die nächsten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Der 30:29 (13:14)-Erfolg hat die Lage im Tabellenkeller zwar nicht verbessert, weil alle drei dahinter liegenden Konkurrenten ebenfalls erfolgreich waren. Umso wichtiger war also die Verteidigung des Status quo mit weiterhin drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze.
Schon in der ersten Halbzeit hätten sich die Gastgeber vor 2641 lautstarken Fans in der Wuppertaler Unihalle einen Vorsprung erkämpfen können. Mehrere Male führten die Löwen mit drei Toren Unterschied, leisteten sich aber doch zu viele Fehlwürfe insbesondere aus der Nahdistanz. Davon sowie ein paar wenigen unnötigen Ballverlusten profitierten die Hannoveraner, die sich so von 4:7 und 7:10-Rückständen erholten.
Christopher Rudeck war zwar ebenfalls bei zwei Siebenmetern und einem Sechs-Meter-Wurf zur Stelle, doch der BHC ließ noch etwas mehr liegen. Das galt allerdings nicht für Sören Steinhaus. Während des gesamten Matches leistete sich das Rückraum-Ass nur einen Fehlversuch – bei einem Notwurf im passiven Spiel. Zehn Mal war er erfolgreich, dazu lieferte er noch fünf Assists. Es war eine herausragende Partie von ihm. Er war dann auch mit dafür verantwortlich, dass sich der BHC vom 1:6-Torlauf kurz vor der Halbzeit wieder erholte. Steinhaus verkürzte auf 12:13, Noah Beyer auf 13:14.
Zu Beginn der ersten Halbzeit hatten die Hausherren gleich zwei Mal gezaubert. Johannes Wasielewski und Steinhaus schlossen Kempa-Anspiele erfolgreich ab. Absolut sehenswert. Das Halbzeitergebnis hatte sich der BHC sicher anders vorgestellt, doch nach Wiederbeginn stellt er die Weichen. Bei freien Abschlüssen gingen die Bälle nun durch die Bank konsequent ins Tor. Dazu lieferte Rudeck nun auch diverse Paraden aus dem Spiel heraus. Wasielewski glich zum 14:14 aus. Zwei verwandelte Siebenmeter von Noah Beyer brachten die erste Führung der zweiten Hälfte, die der BHC nicht mehr aus der Hand gab. Es gelang zwar vorerst nicht, sich abzusetzen, aber die Gastgeber blieben vorne. Zunächst vor allem durch Steinhaus, dann auch durch Lars Kooij, Julian Fuchs, Beyer sowie Aron Seesing. Als beim 26:23 Fuchs den Ball eroberte und gleich selbst zum 27:23 traf, schien das schon eine Vorentscheidung zu sein. Nur noch sechs Minuten waren zu spielen.
Hannover war aber noch nicht geschlagen. Mit dem siebten Feldspieler hatte die TSV Erfolg, während sich der BHC im Angriff teilweise aufrieb. Noah Beyer war in dieser Phase der Garant für gute Nerven und wichtige Treffer. Sein 28:25 tat genauso gut wie das 29:27 per Siebenmeter. Das wichtigste Tor war aber das 30:28 in Unterzahl. 20 Sekunden vor Schluss brachten die Löwen ihn auf außen zum Wurf – und Beyer versenkte mit aller seiner Abgezocktheit.Tatsächlich war das noch nicht die Entscheidung. Jonathan Edvardsson verkürzte sofort, und im letzten BHC-Angriff ahndeten die Unparteiischen sofort ein passives Spiel und sprachen Hannover einen Freiwurf zu. Die Uhr tickte herunter, so dass Hannes Feise direkt werfen musste. Ein starker Versuch, an dem Rudeck noch dran war und so die beiden ersehnten Punkte im Bergischen Land hielt.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen


 

 
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