OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT      MATCHBALL MIT GOLF-EXTRA      BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT


Ende der Siebziger Jahre, als Wuppertal noch in voller Handball-Blüte stand, entstand im Hause Osenberg die Idee, nach dem "Beyeröhder Sportmagazin" noch eine weitere Handball-Zeitschrift herauszugeben. Die "Bergische Handball-Zeitschrift" (BHZ) wurde zu einer Erfolgsgeschichte, zumal Manfred Osenberg als Herausgeber auch viele internationale Länder- und Freundschaftsspiele sowie große Turniere wie den GA-Pokal im Handball ausrichtete. Seit einigen Jahren liegt das „Grüne Blatt“ in den Händen von Steffi Osenberg und kam dreimal im Jahr heraus. Ab 2024 wird zum Saisonstart eine umfangreiche Jahresausgabe geplant.

Auf dieser Seite finden Sie die digitalen Versionen der letzten drei Ausgaben.




 

BHC VERLIERT AM ENDE ZU HOCH IN NÜRTINGEN

18.01.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Nach der wetterbedingten Spielabsage musste der Bergische HC auch im zweiten Spiel in 2026 auswärts antreten. In einer temporeichen Begegnung vor einer mit 750 Zuschauern stimmungsvollen Kulisse in Nürtingen gewann die heimstarke TG gegen den BHC 33:25 (13:11).
Beim BHC fehlten Spielmacherin Alexandra Lundström und Pia Terfloth verletzungsbedingt, dafür war Rechtsaußen Hannah Kamp erstmals wieder mit von der Partie und netzte dreimal sehenswert ein. Das 0:1 durch Torjägerin Svenja Mann konterte Nürtingen mit einem 4:0-Lauf und deckte die BHC-Probleme im Rückzug kompromisslos auf. Das Team von Trainerin Assina Müller fing sich, hatte mit U19-Europameisterin Lena Lindemann einen starken Rückhalt im Tor. Ruby Vaessens und drei Treffer in Folge von Norma Goldmann bedeuteten den Ausgleich (5:5, 12.). Der BHC war wieder im Spiel. Lindemann parierte einen Strafwurf und den anschließenden Nachwurf gegen die überragende Nürtinger Spielmacherin Lisa Fuchs und Svenja Mann brachte den BHC erneut in Führung (5:6, 14.). Im Spiel ohne Ball erarbeiteten sich die Gäste gegen die robuste Nürtinger Abwehr gute Wurfchancen, scheiterten aber oftmals an Torfrau Kerstin Sander im TGN-Gehäuse. Nürtingen drückte aufs Tempo und setzte die BHC-Abwehr massiv unter Druck. Immer wieder gelang der Ball zu Kreisläuferin Nora Erhardt, die insgesamt sieben Treffer erzielte. 11:6 nach 23 Minuten. Wieder rannte der BHC einem Rückstand hinterher. Und wieder kämpften sich die Gäste heran – erneut Svenja Mann verkürzte auf 11:10 (28.).
Gleich nach Wiederanpfiff brachte Ronja Bühler ihr Team mit 14:11 in Führung. Der BHC wehrte sich, blieb durch einen Kamp-Treffer in Schlagdistanz (21:18, 44.). Durch die Ausfälle fehlten Müller die Alternativen. Rechtsaußen Lucy Krahwinkel sorgte im Rückraum für Entlastung und machte ihre Sache insgesamt ordentlich. Aber der Nürtinger Rückraum um Lisa Fuchs, zwischenzeitlich von Hannah Kamp kurz gedeckt, Lisa Wieder und Annika Distel wirbelte unaufhaltsam.
Kommenden Samstag hat der BHC zum ersten Mal in diesem Jahr Heimrecht. Das Spiel gegen Liga-Schlusslicht HL Buchholz-08 Rosengarten wird in der Solinger Klingenhalle um 18:30 Uhr angepfiffen.

BLACK FOXES GEWINNEN IN CRONENBERG

17.01.26 HANDBALL VERBANDSLIGA - Die Begegnung des Tabellenzweiten und des Tabellenführers hielt, was es versprach. Die Gäste des Vohwinkeler STV nahmen die Favoritenrolle ein und die Verfolger der Cronenberger TG versuchten sie zu ärgern. Beim 4:3 gelang es den Hausherren um Trainer David Horscht in Führung zu gehen, ansonsten lagen die Black Foxes vorne. Daher kam das Spiel sowie die Zuschauer in der 53. Minute richtig in Fahrt. Da setzte Steffen Prior den Ball in die Maschen und weckte ein Fünkchen Hoffnung auf den Heimsieg. Doch der Ligaprimus übernahm wieder die Kontrolle. In der 57. Minute kochte es erneut hoch, als Dennis Röhrig zum 24:25 verkürzte. Bis die Sirene schrillte, nutzen die Vohwinkeler die Chancen zum 24:27 Endergebnis. Der Wermelskirchener TV hat nach seinem Sieg die Cronenberger auf den dritten Tabellenplatz verdrängt. Bereits am Donnerstag kommt es also wieder zum Spitzenspiel. Um 20:30 Uhr kommen die Wermelskirchener zur Sporthalle Nocken, um sich mit den Black Foxes zu messen.

Fotos aus dem Sportzentrum Küllenhahn: Odette Karbach

GUMMERSBACHER HANDBALLER SIND BEI DER EM GEFRAGT

17.01.26 HANDBALL EM - In Dänemark, Norwegen und Schweden fühlen sich die Handballer aus dem Oberbergischen richtig wohl. Der Bundestrainer der deutschen Männer-Handballnationalmannschaft, Alfreð Gíslason bediente sich beim zehnmaligen Deutschen Meister VfL Gummersbach. Insgesamt dienen elf Gummersbacher Spieler ihren jeweiligen Nationalteams, vier laufen für Deutschland auf. Das sind Mathis Häseler, Miro Schluroff, Julian Köster und Tom Kiesler. VfL-Kapitän Julian Köster (Foto links) ist längst ein verlässlicher Part im DHB-Team. Für Miro Schluroff ist es das Debüt beim Turnier. Nach dem Sieg gegen Österreich war Trainer Gíslason begeistert von der herausragenden Abwehr des Tom Kiesler. Foto von Odette Karbach: Julian Köster und Elidi Vidarson, der für Finnland spielt. Foto: Odette Karbach

BHC: HANGSTEIN FÜR MALDONADO

14.01.26 HANDBALL BUNDESLIGA - In Solingen hat man die Tatsache, dass Publikumsliebling Eloy Morante Maldonado nach der laufenden Saison zum HC Erlangen wechseln wird, inzwischen verdaut. Die Erlanger freuen sich auf den Coup. Denn der Spielmacher war mit seinem ausgezeichneten Tempospiel maßgeblich am Wiederaufstieg des BHC beteiligt. Die Bergischen Löwen haben schnell reagiert. Mit Fynn Hangstein vom ThSV Eisenach bekommt der BHC-Rückraum weiteren Zuwachs. Der variable Rückraumshooter hat einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2028 unterschrieben.
„Wir freuen uns, dass wir Fynn Hangstein für uns gewinnen konnten. In den Gesprächen konnten wir ihn sehr schnell für das Konzept und die Entwicklungsstrategie des Bergischen HC begeistern“, ist sich Fabian Gutbrod sicher, dass sich die BHC-Fans sportlich wie menschlich auf eine Verstärkung im Kader freuen dürfen.
„Fynn passt sehr gut in das Spielsystem von Arnor und Markus. Ich denke, dass er in Eisenach noch nicht sein ganzes Potential ausschöpfen konnte, und wir sind guter Dinge, seine Entwicklung bei uns weiter vorantreiben zu können“, beschreibt der sportliche Leiter die Qualitäten des Rechtshänders und ergänzt: „Fynn hat sich bei der Defensivkomponente auf der Spitze der Abwehr bislang optimal präsentiert. Mit dem Abgang von Eloy, der dies bislang bei uns defensiv praktiziert hat, ein weiteres Argument für Fynn.“
Der 25 Jahre alte, gebürtige Detmolder gehört zu den Eckpfeilern der Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre beim ThSV Eisenach und kommt mit der Empfehlung als Torschützenkönig der 2. Handball-Bundesliga in den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 und schaffte mit den Thüringern 2023 den Aufstieg in die DAIKIN HBL. Für ein Jahr zog es Hangstein dann zum TuS N-Lübbecke, wo er ebenfalls seine Qualitäten unter Beweis stellte und erfolgreichster Torschütze und Assistgeber im Team der Ostwestfalen wurde, ehe er nach einer Spielzeit wieder an die Wartburg zurückkehrte.
„Ich habe vom ersten Gespräch an großes Vertrauen und großen Zuspruch von Fabian, Arnor und Markus gespürt. Dies möchte ich ihnen, den Fans und dem ganzen Verein, natürlich von Anfang an zurückgeben“, ist Fynn Hangstein von seiner Entscheidung für das Trikot der Löwen überzeugt. „Ich habe Lust und verspüre große Vorfreude, mit dem BHC die sportlichen Ziele in den kommenden zwei Jahren zu erreichen, und möchte für das ein oder andere Highlight mit der
Mannschaft sorgen. FOTO: BHC

HANDBALLSTARS WERDEN ZU COMIC-HELDEN

09.01.26 HANDBALL IN ENTENHAUSEN - Deutschlands Handballstars Andreas Wolff und Juri Knorr werden zu Comic-Helden. Im Micky Maus Magazin bringen Spielmacher Juri und Torwart Andreas der berühmtesten Ente der Welt, alias Donald Duck, den Siebenmeterwurf nahe. Ein Interview öffnet der Leserschaft, wie die Weltklasse-Handballer als Kinder zum Handball gelangten. Das Micky Maus Magazin Nr. 03/2026 erscheint am 16. Januar 2026.

LINKSHÄNDER KIM VOSS-FELS KOMMT ZUM BERGISCHEN HC

06.01.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Bedingt durch den vorzeitigen Abgang von Djibril M’Bengue zu Saisonbeginn und den langfristigen, verletzungsbedingten Ausfall von Elias Scholtes ist Johannes Wasielewski aktuell Einzelkämpfer im rechten Rückraum. Ab sofort steht mit Kim Voss-Fels die ersehnte Entlastung auf der Linkshänderposition zur Verfügung. Der 28 Jahre alte Rückraumspieler wechselt bis zum Saisonende vom Zweitligisten VfL Eintracht Hagen ins Bergische Land und wird somit ab dem 12. Januar zum Auftakt der Wintervorbereitung zur Verfügung stehen. In der aktuellen Saison der 2. Handball-Bundesliga konnte der 2 Meter große Linkshänder in 16 absolvierten Pflichtspielen mit 20 erzielten Treffern eine Torquote von 71 Prozent aufweisen. Zudem stehen 9 Assists zu Buche.
„Wir freuen uns auf Kim“, zeigt sich Fabian Gutbrod erleichtert, Mannschaft und Trainern für die zweite Saisonhälfte weiteres Personal zur Verfügung stellen zu können. „Er wird Johannes Wasieleweski in Abwehr und Angriff entlasten und durch die Wintervorbereitung schnell als Verstärkung in unser System finden“, so der sportliche Leiter der Löwen. „Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen in Hagen für die kooperative und unkomplizierte Umsetzung der Personalie.“
„Durch die Verpflichtung von Kim Voss-Fels können wir nun die rechte Seite ein wenig entlasten. So bekommt Wasi die Möglichkeit, auch Pausen im Spiel zu bekommen, und Elias Scholtes kann sich ganz in Ruhe auf den Heilungsprozess konzentrieren“, ist Markus Pütz erleichtert.
Auch Arnor Thor Gunnarsson ist erleichtert, „dass wir eine Entlastung für Wasi bekommen haben, der es als Einzelkämpfer wirklich richtig gut gemacht hat, aber auch seine Pausen braucht. Doch nicht nur im Spiel, auch in der Vorbereitung ist ein weiterer Linkshänder Gold wert. Wir müssen nicht mehr in jeder Trainingseinheit basteln und können uns konzentriert auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.“ Foto: Odette Karbach

BHC UNTERLIEGT RÖDERTAL

04.01.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Einen schwereren Jahresauftakt mit den Spielen in Rödertal, gegen Tabellenführer Leipzig und in Nürtingen konnte sich der Bergische HC kaum wünschen. Spiel eins verliert der BHC bei den Rödertalbienen nur fünf Tage nach dem Trainerinnenwechsel von Kerstin Reckenthäler auf Assina Müller vor 559 Zuschauern mit 27:20 (13:10).
Die Stimmung war gut, die Einstellung stimmte. Dennoch war dem BHC eine gewisse Verunsicherung nach den Ereignissen der vergangenen Woche anzumerken. Die Defensive stand von Beginn an, schaltete die starken Rückraumwerferinnen Alicja Pekala und Rozemarijn Alderden nahezu aus. Dafür glänzte HCR-Rechtsaußen Anna Frankova mit schnellen Gegenstößen und brachte ihr Team mit 4:1 in Führung (12.). Mehr Mut, Entschlossenheit und den Kopf auch bei einem Rückstand nicht hängen zu lassen, hatte Trainerin Müller von ihrer Mannschaft gefordert. So kämpfte sich der BHC zurück ins Spiel und ging nach einem Treffer auf das leere Tor durch die stark verbesserte Djazzmin Trabelsi (Foto) sogar in Führung (5:6, 21.).
HCR-Trainerin Maike Daniels reagierte und wechselte die erstligaerfahrene Arwen Gorb und Mor Shaul auf den Halbpositionen ein. Beide avancierten zu den erfolgreichsten Werferinnen ihres Teams und hielten den BHC auf Distanz. Auch Müller verteilte Spielzeiten und ermöglichte nahezu allen Spielerinnen, sich zu präsentieren. Sehenswert schloss Annalena Welsch zum 14:12 ab (33.). Die Abwehr um Chefin Veki Tolic ackerte weiter, aber der BHC-Angriff leistete sich zu viele Fehlwürfe gegen die starke Ann Rammer im HCR-Gehäuse. Rödertal baute den Vorsprung aus, führte zu Beginn der Crunchtime mit 23:17 (50.). Die Gäste gaben sich nicht geschlagen, kamen durch Franzi Thomas, Svenja Mann und Kreisläuferin Lina Seiffarth in Reichweite (23:20, 54.). Doch etwas Zählbares gelang nicht. Ann Rammer parierte stark gegen Torjägerin Svenja Mann, im Gegenzug setzte Mor Shaul mit ihrem achten Treffer auf 24:20. Der BHC öffnete die Abwehr und setzte alles auf eine Karte, konnte die Chancen im Angriff nicht nutzen und unterlag 27:20. Foto: BHC

AUSZEIT: BHC UND TRAINERIN KERSTIN RECKENTHÄLER LÖSEN VERTRAG

30.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Ein Drittel der Saison ist absolviert. Mit 14:8-Punkten schließt der Bergische HC das Jahr 2025 auf dem fünften Tabellenplatz ab. Zum Jahreswechsel wird es auch einen Wechsel auf der Trainerposition geben. Kerstin Reckenthäler wird 2026 nicht mehr Trainerin des Zweitligisten sein: „Vor ein paar Wochen hatten wir uns darauf verständigt, dass ich meinen Vertrag im Sommer nicht verlängern werde. Nach 27 Jahren im Leistungshandball benötige ich dringend eine Pause. Die Doppelbelastung in den letzten 14 Jahren mit Job und Handball hat bei mir ihre Spuren hinterlassen“, erklärt die 43-jährige Lehrerin und A-Lizenz-Inhaberin, deren Engagement beim BHC im Sommer 2024 begann. „Das soll kein Abschied vom Handball sein, und gern hätte ich bis Saisonende gemacht und es zu einem ordentlichen Abschluss gebracht, aber jetzt benötige ich Zeit, um meine Akkus zu laden.“
Nach einigen Gesprächen mit BHC-Geschäftsführerin Assina Müller kam man überein, den Wechsel sofort zu vollziehen. Müller, die 2024 schon einmal als Interimstrainerin fungierte und mit dem BHC in die 2. Liga aufstieg, übernimmt erneut, bis ein neuer Übungsleiter gefunden ist. Assina Müller: „Der Januar mit den Spielen in Rödertal, gegen Leipzig und in Nürtingen stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Weiterentwicklung der Mannschaft hat dabei weiterhin oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit Kerstin endet zu diesem Zeitpunkt. Wir danken ihr für ihre engagierte und professionelle Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“ Foto: Kevin Becher

BHC VERLIERT AKTIONSSPIEL GEGEN REGENSBURG

29.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im Vorfeld wurde kräftig die Werbetrommel gerührt für den ersten „1 €-Aktionstag“ des Bergischen HC, doch leider versäumten es die Gastgeberinnen auf dem Spielfeld, Werbung in eigener Sache zu machen. Knapp 700 Zuschauer folgten dem „eine Stadt in Blau“ und boten in der Solinger Klingenhalle eine stattliche Kulisse, mussten mit ansehen, wie der ESV 1927 Regensburg nach 60 Minuten mit 27:22 (10:10) die Oberhand behielt, beide Punkte mit auf die 550 Kilometer weite Rückfahrt nahm.
U19-Europameisterin Lena Lindemann überragte im BHC-Tor, die Defensive hatte sich gut auf den Regensburger-Angriff, der wie immer mit der überlegt handelnden Linkshänderin Franziska Peter auf der Spielmacher-Position agierte, eingestellt. Aber sich gut auf den Regensburger Angriff, der wie immer mit der überlegt handelnden Linkshänderin Franziska Peter auf der Spielmacher-Position agierte, eingestellt. Aber im Angriff tat sich der BHC schwer, ließ die nötige Kreativität gegen die Regensburger 3:2:1-Abwehr vermissen und offenbarte einmal mehr seine Abschlussschwäche. Nach 20 Minuten stand die Anzeigentafel auf 5:9 ehe ein Ruck durch das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler ging. Einen 5:0-Lauf schloss Lucy Krahwinkel zum 10:9 ab, Melina Hahn glich per Siebenmeter zum 10:10-Pausenstand aus.
Auch nach Wiederanpfiff parierte Lindemann glänzend, entschärfte zwei Strafwürfe von Melina Hahn und Franziska Peter. Trotzdem brachte Lindemanns Rückhalt ihren Mitspielerinnen kaum Sicherheit. Es brauchte sieben Minuten, bis der BHC den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte. Alex Lundström verwandelte einen Strafwurf zum 11:13.
Regensburg ließ sich nicht beirren und erhöhte den Abstand auf 12:20 durch Theresa Lettl (46.). Der BHC blies zur Aufholjagd. Seiffarth, Goldmann, Lundström und Trabelsi schafften innerhalb von drei Minuten den Anschluss (16:20, 49.).
Dann ein Dämpfer für den BHC als Lina Seiffarth einen Gegenstoß ans Lattenkreuz hämmerte und erneut Lettl auf 16:21 erhöhte (51.). Noch einmal keimte Hoffnung im BHC-Lager auf, als Torjägerin Svenja Mann auf 20:23 verkürzte und Caro Härtl ihre dritte Zeitstrafe kassierte (56.). Aber auch diese Drucksituation überstanden die Gäste und kamen letztendlich zum 22:27-Erfolg. Foto: Kevin Becher

NIEDERLAGE IM LETZEN SPIEL DES JAHRES

27.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Die Trauben hingen für den Bergischen HC hoch bei der SG Flensburg-Handewitt. Das galt umso mehr, weil die Mannschaft im letzten Spiel vor der EM-Pause auch noch auf Nico Schöttle verzichten musste. So gelang dem Tabellenzweiten beim 36:29 (21:16) ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg, in dem Torhüter Benjamin Buric mit brillierte. Insgesamt 21 Paraden hatten Buric und der später eingewechselte Kevin Möller am Ende für die Flensburger gesammelt und es den Gästen damit noch schwerer gemacht, als es ohnehin schon gewesen wäre. Denn die Ausgangslage sprach nicht nur nominell gegen die Bergischen. Sie mussten neben den Langzeitverletzten auch noch auf Nico Schöttle verzichten. Der Rückraumspieler hat sich Anfang der Woche einer Operation unterzogen, bei der eine Platte nach einem ausgeheilten Mittelfußbruch entfernt wurde. Durch das Vorziehen des Eingriffs ist die Rückkehr des Rechtshänders pünktlich zum Start der Restrunde nahezu sicher.
In Flensburg allerdings sorgte sein Ausfall dafür, dass zum Beispiel Soeren Servos deutlich mehr Einsatzzeit bekam. Der 19-Jährige nutzte sie zu seinen ersten beiden Toren in der Bundesliga. Vor allem das allererste hätte er sich wohl nicht schöner vorstellen können. Servos ließ seinen Gegenspieler per Drehung aussteigen und netzte zum 9:12 ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der BHC gerade von einer schwachen Anfangsphase erholt. Die Gäste waren 0:4 und 3:10 in Rückstand geraten, bevor sie sich steigerten und bis auf drei Tore herankamen. In die Pause ging es mit einem 11:16-Rückstand. Fünf BHC-Treffer waren bereits zu diesem Zeitpunkt auf Lars Kooij gegangen. Es war das statistisch beste Match der Saison für den
niederländischen Kreisläufer, der am Ende sogar sechs Tore auf dem Konto hatte.
Individuell hielt die Partie aus BHC-Sicht noch ein paar kleine Highlights bereit, doch in die Nähe von Punkten kam die Truppe nicht. Belal Massoud traf bei seinem Erstliga-Debüt wie Servos doppelt. Auch Niklas Michalski, der mit Zweitspielrecht dabei war, kam zu ein paar Einsatzminuten. Dazu beendete Christopher Rudeck die Partie mit soliden elf Paraden und starken zwei gehaltenen Siebenmetern. Und als Team gelang es den Bergischen aus einem 20:32-Rückstand noch ein 29:36 zu machen und den Endstand damit deutlich zu verschönern - auch wenn es dafür keine Punkte gibt. Die bleiben ungefährdet in Flensburg. Der BHC macht nun bis zum 12. Januar frei. Dann findet die erste Halleneinheit statt. Bereits am 5. Januar beginnen die Spieler mit Individualtraining. Text: BHC / Archivfoto: Jochen Classen

BHC UND VAKARE DAMULEVICIUTE LÖSEN VERTRAG

26.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Zu Weihnachten kam Vakare Damuleviciute mit einem unerwarteten Wunsch auf die Verantwortlichen des Bergischen HC zu. Die 21-jährige Litauerin bat um sofortige Auflösung ihres im Sommer 2026 ohnehin auslaufenden Vertrags. „Es hat uns schon überrascht, dass Vakare sich nach einem Drittel der Saison zu diesem Schritt entschieden hat, legen ihr aber natürlich keine Steine in den Weg“, stimmte BHC-Geschäftsführerin Assina Müller der Auflösung zu.
Damuleviciute wechselte zu Saisonbeginn aus Bad Wildungen von den „Vipers“ ins Bergische Land und erzielte bisher 24 Treffer für den Tabellenfünften der 2. Alsco Handball Bundesliga. Eine Nachverpflichtung wird es erst einmal nicht geben. „Mit Norma Goldmann und unseren eigenen Nachwuchsspielerinnen Franzi Thomas (19) und Leni Holz (17) sind wir im linken Rückraum gut aufgestellt“, so Müller. Foto: Kevin Becher

BHC GEWINNT DERBY GEGEN DIE ELFEN IN LEVERKUSEN

22.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Knapp 700 Zuschauern sorgten beim NRW-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem Bergischen HC für eine stimmungsvolle Kulisse, das die Gäste nach spannenden 60 Minuten für sich entschieden. Spielmacherin Alexandra Lundström verwandelte mit dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zum Sieg und sorgte somit für den zweiten 26:25-Erfolg in Folge.
Es war keine hochklassige, aber eine spannende Partie. In den ersten 20 Minuten nahezu ausgeglichen, setzte sich der BHC mit einem 5:0-Lauf, den Norma Goldmann zum 8:12 (26.) vollendete, erstmals etwas ab. Die mit sieben Treffern erfolgreichste Elfen-Werferin Denise Mol verkürzte, ehe BHC-Kreisläuferin Lina Seiffarth mit ihrem ersten Torerfolg, ziemlich genau nach einjähriger Verletzungspause, auf 9:13 (29.) setzte. Doch statt mit einem beruhigen Vorsprung in die Pause zu gehen, kam das Schlusslicht durch zwei Ingenpaß-Treffer zum 11:13-Halbzeitstand.
Mehr noch: die Elfen fighteten, kamen über die Achse Cormann, Ingenpaß und Richartz zum Ausgleich (13:13, 34.). Wieder legte der BHC vor, scheiterte aber oftmals frei stehend an Torhüterin Merle Muth und bekam keine Ruhe ins Spiel. Als Dana Gruner sieben Minuten vor Schluss einen Strafwurf zur 21:20-Elfen-Führung verwandelte, schien sich das Blatt zu Gunsten des Bundesliga-Absteigers zu wenden. BHC-Trainerin Kerstin Reckenthäler zog ihren letzten Trumpf, wechselte Alex Lundström, die zuletzt zwei Monate verletzt fehlte, ein. Lundström setzte Seiffarth in Szene, die erfolgreich einnetzte. Es blieb eine knappe Kiste. Dramatik in der Schlussminute. Erneut traf Dana Gruner zum 25:24, BHC-Torjägerin Svenja Mann setzte einen sehenswerten Heber zum Ausgleich. Noch elf Sekunden. Norma Goldmann fing den Ball ab und wurde im Gegenstoß von Astrid Richartz gefoult. Rote Karte gegen Richartz und Strafwurf für den BHC. Lundström behielt die Nerven und wurde so zur Matchwinnerin. 25:26. Riesenjubel beim BHC über den glücklichen doppelten Punktgewinn.

Fotos aus der Ostermann-Arena: Odette Karbach

BHC VERLIERT EIN DRAMA

21.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC muss sich nach sieben Heimspielen ohne Niederlage in der Wuppertaler UNIHALLE geschlagen geben. Vor ausverkaufter Kulisse bieten die Löwen gegen den TBV Lemgo Lippe die nächste kämpferische Intensivleistung, führen lange, verlieren zum Schluss aber mit 27:28 (15:12). Eine Rote Karte gegen Gerdas Babarskas hat den Ostwestfalen eine gute Viertelstunde vor Schluss in die Karten gespielt.
In der ersten Halbzeit gaben die Gastgeber den Ton an, trafen durch Johannes Wasielewski und Nico Schöttle aus dem Rückraum. Der BHC warf alles rein, obwohl er zwei Tage zuvor noch im Pokal gegen die MT Melsungen bestehen musste.
Der 15:12-Vorsprung zur Pause beinahe zu wenig, zumal auch immer wieder Gelegenheiten zu höheren Vorsprüngen verpasst wurden.
Nach Wiederanpfiff schien das Spiel zu kippen. Der BHC leistete sich nun viele Fehler, die Lemgo die Tür öffneten. Samuel Zehnder hatte die Chance, per Siebenmeter zum 17:17 auszugleichen. Rudeck aber hielt die Führung mit seiner zweiten Strafwurf-Parade fest, der nach einer Auszeit eingewechselte Tomas Babak traf zum 18:16 und ließ 3000 Fans aufschreien.
Würden die Bergischen tatsächlich auch den Tabellendritten in die Knie zwingen? Nein, denn in der 44. Minute kam es zu einer entscheidenden Szene. Die Mannschaft hatte Lemgo ins Zeitspiel gezwungen. Die Ostwestfalen hatten keinen Pass mehr, warfen in den Block. Den Abpraller sicherte sich Lemgos Keeper Möstl auf Höhe der Mittellinie. Der zog Richtung Tor, stieg hoch und wurde von Gerdas Babarskas verteidigt. Nach unsanfter Landung beschwerte er sich, und die Unparteiischen schritten zum Videobeweis. Dort sichteten sie die Szene und verpassten dem Abwehrchef des BHC die Rote Karte.
Für den personell gebeutelten BHC war dieser Ausfall ein großes Handicap - vor allem, weil der defensive Zugriff gegen Niels Versteijnen im Anschluss fehlte. Der Linkshänder erzielte ab diesem Zeitpunkt neun der restlichen zwölf Lemgoer Tore. Und trotzdem gab sich der Bergische HC nicht auf. Schöttle verkürzte, Noah Beyer glich mit einem Treffer des Prädikats "Tor des Monats" aus, aber das letzte Wort hatte Lemgo: Versteijnen - wer sonst - besorgte das 28:27. Johannes Wasielewski nahm in den Schlusssekunden den letzten BHC-Wurf zum möglichen Remis, scheiterte aber. Die Schiedsrichter überprüften noch auf Gesichtstreffer, doch der Videobeweis ergab aus BHC-Sicht nichts Positives mehr. Fazit: Eine ernüchternde Niederlage, aber eine bemerkenswerte Vorstellung.

Fotos aus der Unihalle: Jochen Classen

MIT FABELLEISTUNG ZURÜCK INS LIDL FINAL 4

19.12.25 HANDBALL POKAL - Der größte Erfolg seit zehn Jahren ist perfekt. Vor 3000 Zuschauern gewinnt der Bergische HC in der ausverkauften Wuppertaler UNIHALLE im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen die MT Melsungen. Beim 30:23 (12:9) zeigten die Löwen eine herausragende Leistung mit einem Christopher Rudeck in Gala-Form, so dass die Nordhessen unter dem Strich nicht einmal eine Chance hatten. Damit bucht der BHC zum zweiten Mal in seiner Geschichte das Ticket für das Lidl Final4, das am 18. und 19. April in der LANXESS arena Köln ausgetragen wird. Gegner im Halbfinale ist wie vor zehn Jahren der SC Magdeburg.
Um die Stimmung in der UNIHALLE für das Viertelfinale ein bisschen anzuheizen, verkündete der BHC unmittelbar vor dem Anpfiff die nächste Vertragsentscheidung. Nach Johannes Wasielewski hat auch Julian Fuchs sein Engagement bei den Löwen um drei Jahre verlängert. Der Rechtsaußen bleibt also bis Sommer 2029. Und er bot gegen Melsungen auch gleich die nächste starke Leistung. Am Ende warf er vier Mal aufs Tor und war jeweils erfolgreich.
Das ließ sich insbesondere über die Melsunger nicht sagen. Sie legten zwar 2:0 vor, bissen sich danach aber mehr und mehr die Zähne an Torhüter Christopher Rudeck und der davorstehenden Abwehr aus. Die Deckung um den einmal mehr bärenstarken Gerdas Babarskas zog 60 Minuten konsequent durch und machte es der MT entsprechend schwer, zu guten Abschlüssen zu kommen. Auch das taktische Mittel des siebten Feldspielers zündete für die Nordhessen nicht. Und wenn dann doch mal ein paar gute Würfe kamen, war da noch Rudeck, der eine Leistung der Superlative zeigte.
Vier Siebenmeter bekam die MT im Verlauf der Partie – kein einziger ging rein. Nur neun Tore ließen die Bergischen in der ersten Halbzeit zu. Rudeck hatte zur Pause mehr Bälle gehalten als reingelassen. Und das Beste: Bei jeder gelungenen Aktion bebte die UNIHALLE. Die Stimmung von der 1. bis zur 60. Minute war so überwältigend, dass auch sie den BHC-Handballern half, eine solch leidenschaftliche Vorstellung konsequent durchzuziehen.
Es gab zwar Misserfolge im Abschluss, doch beirren ließ sich die Truppe nie. Zur Halbzeit führte der BHC lediglich mit 12:9 – was angesichts der defensiven Leistung eigentlich nicht hoch genug war. Und zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Melsunger tatsächlich kurz drauf und dran, das Spiel zu kippen. In den ersten Angriffen nach Wiederanpfiff überzeugten die Löwen nämlich nicht, so dass die Gäste auf 11:12 verkürzten.
Es blieb allerdings bei einem Strohfeuer. Aron Seesing traf doppelt – jeweils auf starken Pass von Sören Steinhaus. Danach gelangen zwei Ballgewinne, die Fuchs und Nico Schöttle per Gegenstoß nutzten, um auf 16:12 zu stellen. Von da an blickten die Hausherren nicht mehr zurück. Fast alles, was die Mannschaft nun anpackte, gelang. So fielen die Bälle nun auch im Angriff in schöner Regelmäßigkeit ins Tor. Steinhaus mit Rückraum-Wucht, Noah Beyer von außen oder per Siebenmeter, natürlich weiterhin Seesing vom Kreis und später Schöttle sowie Johannes Wasielewski: Der BHC traf und traf, während Melsungen von Minute zu Minute ratloser wirkte und das Ende der Partie herbeigesehnt haben dürfte.
Eine Wende jedenfalls lag zu keinem Zeitpunkt mehr in der Luft. Rudeck lieferte noch ein paar unfassbare Paraden. Mit dem absoluten Highlight eines gehaltenen Gegenstoßes von Timo Kastening. Die BHC-Fans ließen ihr Team – zu Recht – hochleben, sangen schon in der Schlussphase: „Oh, wie ist das schön.“ Mit dem Abpfiff begann die Party, inklusive einer von Sören Steinhaus am Megafon dirigierten Humba. Was für ein Abend!

Fotos aus der Unihalle: Jochen Classen

BHC VERLIERT 28:33 GEGN MELSUNGEN

14.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Start war verheissungsvoll; Durch frühe Treffer von Johannes Wasielewski (Foto), der einige Tage vorher seinen Vertrag verlängert hatte, sowie Sören Steinhaus und  Nico Schöttle führten die Gäste aus Solingen in der Kasseler Sporthalle mit 3:0. Aber am Schluss der Begegnung besaß der favorisierte MT Melsungen den längeren Atem und gewann mit 33:28 gegen den Aufsteiger. Dessen Serie endete. Der BHC fiel auf Tabellenplatz 16 zurück. Am 18. Dezember trifft der BHC erneut auf Melsungen, könnte sich im Viertelfinale des DHB-Pokals revanchieren. Anwurf in der Uni-Halle: 19 Uhr. Es folgt am 20. Dezember an gleicher Stelle das Punktspiel gegen den TBV Lemgo. Archivfoto: Jochen Classen

BHC-FRAUEN SIEGEN IN LETZTER SEKUNDE

14.12.25 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der 3. Advent stand ganz im Zeichen des WM-Finales, das die hervorragenden deutschen Frauen nach tollem Kampf mit 20:23 in Rotterdam gegen Favorit Norwegen verloren. Natürlich war die DHB-Überraschung auch das Thema beim Treffen in Bremen mit der Grande Dame des deutschen Handballs, Dagmar Stelberg (67) und Steffi Osenberg (57,links). Beide trugen gemeinsam des Trikot des ehemaligen Europapokalteilnehmers VfL Engelskirchen. Stelbarg, 219 Länderspiel, einige Male in das Weltteam berufen, lobte die Leistungen der heutigen DHB-Mannschaft, die sich verdient Silber sicherte "Wir haben damals bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles immerhin Platz vier geschafft", erinnert sich die Handball-Ikone aus dem Oberbergischen, die 832 Tore für Deutschland warf. Als die erste gesamtdeutsche Mannschaft zum letzten Mal 1993 Weltmeister wurde, war Stelberg nicht mehr dabei. Dafür aber die Wuppertalerin Steffi Osenberg , die in Oslo mit ihrem Vater Manfred Osenberg den Triumpf Deutschlands miterlebten. Das Duo berichtete damals u.a. für die Westdeutsche Zeitung. Beim 26:25 gegen Waiblingen sass Steffi wieder auf der Trainerbank (als Co-Trainerin und Team-Managerin) der Solingerinnen und freute sich über das von Pia Terfloth in letzter Sekunde erzielte 26. Tor. zum verdienten 26:25-Sieg. Foto: Karl Sterzenbach

DIE SERIE HÄLT GEGEN EISENACH

12.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Vor der Saison hatte das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz gesagt: „Zu Hause wollen wir eine Macht sein.“ Diesen Anspruch hat der Bergische HC inzwischen erfüllt. In heimischer Halle ist es besonders schwierig, gegen die Löwen zu punkten. Gegen den ThSV Eisenach gelang beim 27:26 (14:11) nun der dritte Bundesliga-Heimsieg in Serie – wettbewerbsübergreifend war es sogar das sechste ungeschlagene Spiel vor den eigenen Fans hintereinander.
Den ersten Grund zur Freude gab es bereits vor dem Anpfiff. Johannes Wasielewski hat seinen Vertrag verlängert und bleibt den Bergischen bis mindestens Sommer 2029 erhalten. „Ich bin unfassbar stolz, weiter mit dem BHC und den bergischen Fans Erfolge zu feiern. Ich werde mein Bestes geben, um das Projekt voranzutreiben, den BHC wieder zu einem etablierten Erstliga-Club zu machen“, sagt der 28-jährige Rückraum-Linkshänder. Der war kaum damit fertig, sich ein wenig feiern zu lassen, da musste er auch schon zittern. Gerade 30 Sekunden waren absolviert, da gingen die beiden Unterparteiischen raus, um sich ein Foul Wasielewskis genauer anzuschauen. Sie beließen es bei einer zweiminütigen Hinausstellung.
So kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, absetzen konnten sie sich aber nicht. Der ThSV führte 6:5, als Christopher Rudeck damit begann, zwischen den Pfosten heiß zu laufen. Der Torhüter parierte 14 Minuten lang absolut überragend, war aber über das gesamte Spiel ein starker Rückhalt. Zur Pause lag seine Fangquote bei magischen 48 Prozent. Gerade während der knappen schier unfassbaren Viertelstunde verpassten es die Bergischen, sich einen guten Vorsprung zu erarbeiten. Sie gingen zwar in Führung, warfen aber auch viele Bälle weg und leisteten sich technische Fehler.
Aron Seesing traf zuverlässig auf dem Weg zum 9:7, ansonsten tat sich die Mannschaft sehr schwer. Trotzdem gelang vor der Pause noch eine Steigerung. Tomas Babak brachte Ruhe rein und zeigte auch mal wieder seine Torgefahr. Er traf zwei Mal vor der Pause, Noah Beyer und Lars Kooij legten das 13:10 und 14:11 nach.
Nach Wiederbeginn hielt der Vorsprung aber nicht mehr lange. Eisenach verteidigte teilweise sehr offensiv und brachte den BHC damit in Verlegenheit. Außerdem kamen die Gastgeber kaum noch ins Tempospiel. 20 Minuten vor Schluss führten die Thüringer wieder. Beim BHC lief längst nicht alles nach Plan. Auch misslangen weiterhin viele Aktionen speziell im Angriff. Doch durch die Bank hörten die Bergischen nicht auf, an den Erfolg zu glauben. Kein einziger Spieler ließ sich aus dem Konzept bringen.
Es blieb ein zerfahrenes Match, in dem wenige Handballer eine herausragende Performance hinlegten, aber alle einen leidenschaftlichen Kampf auf die Platte brachten. Lars Kooij erzielte ein paar ganz wichtige Tore, auch Noah Beyer und Wasielewski versenkten in kritischen Situationen. Dazu machten Nico Schöttle und Sören Steinhaus unbeirrt weiter. Bis zum 24:24 fünf Minuten vor Schluss blieb das Duell völlig offen.
Die Stimmung in der UNIHALLE war längst auf dem Siedepunkt, als dem BHC ausgerechnet in der wichtigsten Spielphase die entscheidenden Aktionen gelangen. Julian Fuchs fing einen Pass ab, Tomas Babak traf zum 25:24, Rudeck hielt, Schöttle und Steinhaus stellten auf 27:24. Das war zu viel für Eisenach, auch wenn noch zwei Tore in Serie gelangen. Das letzte fiel allerdings neun Sekunden vor dem Ende. Diesen Sieg gab der BHC nicht mehr aus der Hand.

Fotos aus der Uni Halle: Jochen Classen

DUELL GEGEN CLUB-LEGENDE

10.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat massive personelle Probleme, befindet sich aber gleichzeitig in starker Form. Zwei Dinge, die eigentlich kaum zueinander passen, von den Löwen aber seit Wochen zusammengebracht werden. Auch gegen den ThSV Eisenach wird es am Donnerstagabend um 19 Uhr in der Wuppertaler UNIHALLE im Rückraum auf Sören Steinhaus, Johannes Wasielewski, Nico Schöttle und einen immer noch nicht voll belastbaren Tomas Babak ankommen. Ob der nächste Coup gelingt? Mit 8:22-Punkten belegen die Bergischen somit Rang 15 hinter dem drei Zähler besseren ThSV Eisenach, der am Donnerstag in Wuppertal zu Gast ist. Die Thüringer haben ihre elf Punkte allesamt in der eigenen Werner-Aßmann-Halle geholt, dabei sogar Gummersbach geschlagen und jüngst ein Remis gegen Rekordmeister THW Kiel gefeiert. Auswärts hingegen verlor der ThSV alle Partien – einige davon jedoch knapp. Für einen Eisenacher ist das Match in der UNIHALLE aber so etwas wie ein Heimspiel: Sebastian Hinze hat von 2012 bis 2022 den BHC trainiert und vorher für den Verein gespielt. Der gebürtige Wuppertaler ist eine Club-Legende. Vor dreieinhalb Jahren wechselte er zu den Rhein Neckar Löwen, gewann mit dem Team 2023 den DHB-Pokal und schloss sich im vergangenen Sommer dem ThSV Eisenach an. Und auch dort hat er wieder Erfolg.„Ich freue mich sehr, dass Sebastian ein solch etablierter Trainer in der Bundesliga ist“, sagt Arnor Gunnarsson, der während der gesamten zehn Hinze-Jahre beim BHC gespielt hat und den Club inzwischen zusammen mit Markus Pütz trainiert. Letztgenannter war viele Jahre Co-Trainer unter Hinze (Foto vom November 2018). „Wir haben beide weiterhin viel Kontakt. Markus telefoniert oft mit Sebastian, ich schreibe mehr mit ihm“, meint Gunnarsson. Zum ersten Mal trifft das BHC-Duo nun in der Cheftrainer-Rolle auf seinen langjährigen Weggefährten. „Er ist schon ein Vorbild. Wir haben natürlich einige Dinge aus seinem Training mitgenommen – gerade, wenn es um das Tempospiel geht“, berichtet Gunnarsson. „Jetzt hat er eine junge Mannschaft, die natürlich mit den Rhein-Neckar Löwen nicht zu vergleichen ist. Eisenach spielt sehr variabel und nutzt auch die taktische Variante mit vier Rückraumspielern.“

CRONENBERGER KONNTEN ALS UNDERDOG NICHT ÜBERRASCHEN

07.12.25 HANDBALL REGIONSOBERLIGA – Die U19 Handballer der Cronenberger TG empfingen am Samstagabend den Tabellenzweiten aus Essen. Im Sportzentrum Küllenhahn ließ die DJK Grün Weiß Werden nichts anbrennen und behielt souverän die Oberhand. In Zahlen: mit 27:36 (16:23) musste sich das Cronenberger Team um Trainer Jannis Lohmann geschlagen geben.
Um vom 8. Tabellenplatz nach oben zu kommen, dafür bietet sich bereits am 14. Dezember eine Gelegenheit. Dann hat es die Cronenberger TG mit Tabellennachbar Neusser HV zu tun, die um 10:30 Uhr in der Küllenhahner Halle erwartet werden.

Fotos aus dem SZ Küllenhahn: Odette Karbach

WAHNSINNSPUNKT IM BERGISCHEN DERBY

06.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - „Wenigstens einen Punkt holen wir uns hier“, sagte Markus Pütz in der letzten Auszeit 59 Sekunden vor Schluss. Der Bergische HC hatte im Derby beim VfL Gummersbach den Ball, lag 28:29 hinten. Und der BHC-Trainer sollte recht behalten. Johannes Wasielewski zog bei angezeigtem Zeitspiel ab und vollstreckte in den Winkel. Sekunden später lagen sich die Löwen in den Armen und feierten ein 29:29 (16:12), das sich beinahe wie ein Sieg anfühlte.
In der ersten Halbzeit waren die Bergischen sogar das bessere Team. Sören Steinhaus agierte im weiterhin personell extrem dünn besetzten Rückraum herausragend. Der 21-Jährige übernahm viel Verantwortung, war für starke Anspiele genauso zuständig wie spektakuläre Tore. Die etwa 250 mitgereisten BHC-Fans waren nun tonangebend in der Schwalbe-Arena. Für den VfL Gummersbach kam die Halbzeitpause gerade recht.
Die Gäste mussten nun kämpfen - ganz sicher auch gegen die Müdigkeit. Tomas Babak konnte im Rückraum ein wenig entlasten, doch hauptsächlich agierten die Löwen dort mit dem Trio Steinhaus/Wasielewski/Nico Schöttle. Letztgenannter markierte zwei befreiende Tore in Serie - eins aus der Distanz, eins nach einem Ballgewinn. Trotz des neuerlichen knappen Vorsprungs war Gummersbach nun mehr am Drücker. Die Gastgeber trafen drei Mal in Serie und hatten nun fast die komplette Schwalbe-Arena hinter sich. Es war nun genau das Derby, das sich alle erhofft hatten. Foto: Jochen Classen

BERGISCHES DERBY NUMMER SIEBZEHN

05.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Es ist ein besonderes Spiel, das am Freitagabend um 20 Uhr in der Gummersbacher SCHWALBE arena angepfiffen wird. Wenn der Bergische HC auf den VfL Gummersbach trifft, geht es üblicherweise hitzig und emotionsgeladen zu. Das wird wohl auch in der 17. Auflage des Bergischen Derbys der Fall sein. Die Rollen sind klar verteilt, die Löwen werden alles hereinwerfen. Knapper könnte die Gesamtbilanz zwischen den beiden Teams kaum aussehen. Von den 16 Spielen in der 1. Liga gewann der VfL acht und der BHC sieben. „Favorit ist natürlich der VfL, aber wenn wir eine Chance bekommen, wollen wir da sein. Das ist letztlich wie in jedem anderen Spiel auch“, sagt Markus Pütz, der den BHC zusammen mit Arnor Gunnarsson trainiert. „Es sieht danach aus, dass wir mit fast derselben Mannschaft wie gegen Hamburg antreten“, sagt Markus Pütz.
Die besseren Karten haben die Gummersbacher. Mit 20:8-Punkten klopfen sie aktuell sogar im Konzert der ganz Großen an. „Sie spielen gnadenlos Tempo. Es ist krass, wie die laufen“, sagt Gunnarsson, der den VfL in diesem Bereich zu den Besten der Liga zählt. Pütz ergänzt: „Dazu können Miro Schluroff (Foto mit VfL-Trainer Guðjón Valur Sigurðsson), Julian Köster und Kay Smits einfache Tore aus dem Rückraum machen. Wir freuen uns auf das Derby und die ausverkaufte Halle“, sagen die beiden BHC-Trainer, die auf viele lautstarke eigene Fans hoffen. Foto: Odette Karbach

TOPLEISTUNG GEGEN HAMBURG

01.12.25 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC zeigt gegen den HSV Hamburg eine Vorstellung voller Leidenschaft, Adrenalin und Intensität. Beim 35:32 (19:17) präsentieren sich die Gastgeber vor 2521 Zuschauern in der Düssseldorfer Mitsubishi Electric HALLE in einer Form, die alle personellen Probleme vergessen machte. Lukas Diedrich nagelte in der zweiten Halbzeit phasenweise seinen Kasten zu und hatte großen Anteil daran, dass seine Mannschaft den Sprung auf den 15. Platz der DAIKIN HBL schaffte.
Die erste Überraschung sahen die Fans bereits beim Aufwärmen. In Niklas Michalski machte sich ein dritter Linkshänder warm. Der Rechtsaußen kommt mit einem Zweitspielrecht von Zweitligist HSG Krefeld und stand für den Fall der Fälle als Option bereit. Den Start auf der Außenbahn bekam aber Julian Fuchs, der direkt zum 2:1 traf und letztlich auch durchspielen konnte. Doch nicht nur 24-Jährige kam gut ins Match. Auch alle anderen Löwen auf der Platte er erwischten vor allem offensiv einen guten Start.
Der BHC funktionierte nicht nur im Positionsangriff, sondern bestach zudem durch ein bemerkenswert cleveres, sicheres und gleichermaßen erfolgreiches Tempospiel. Nicht nur konterten die Bergischen nach Ballgewinnen, sie ließen sich auch beim Anwurf nach Gegentoren keine Zeit und überrumpelten die Hanseaten immer wieder mit der schnellen Mitte. Ob Sören
Steinhaus, Johannes Wasielewski, Aron Seesing oder später Nico Schöttle: Die Hausherren waren unheimlich effizient vor dem HSV-Tor und kamen schon vor der Pause zu mehreren Drei- Tore-Vorsprüngen.

Fotos aus der Mitsubishi Electric HALLE : Jochen Classen

TRAINER JONAS SCHLENDER VERLÄSST DEN HSV SOLINGEN-GRÄFRATH

28.11.2025 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA – HSV-Cheftrainer Jonas Schlender folgt dem Ruf der 1. Frauen-Bundesliga und wird den HSV Solingen-Gräfrath nach Saisonende verlassen, um eine neue Herausforderung beim Buxtehuder SV anzunehmen. Nach zwei Jahren heißt es im Sommer Abschied nehmen. Der HSV Solingen-Gräfrath würdigt ihren Trainer: „Jonas hat uns in seiner Zeit am Spielfeldrand und im Training stets mit seinem enormen Fachwissen und seiner akribischen Vorbereitung überzeugt. Bis zum Wechsel im Sommer 2026 haben wir noch viel vor. Gemeinsam mit Jonas Schlender wollen wir die verbleibende Zeit maximal nutzen, um unsere sportlichen Ziele zu erreichen und die erfolgreiche Zusammenarbeit gebührend abzuschließen.“ Foto: Odette Karbach

ES IST EINE SCHANDE

27.11.25 HANDBALL FRAUEN WM - DHB-Präsident Andreas Michelmann konnte sich auch nach der Premiere bei der Frauenhandball-WM nicht beruhigen. „Es ist eine Schande, weshalb weder ARD noch ZDF die Spiele nicht übertragen“, nannte er das Kind beim Namen. Mit 32:25 gewann das deutsche Team das erste Vorrundenspiel gegen Island. Auch die Wuppertaler Handballfreunde sind verärgert, vermissen auch die Wertschätzung für den im Tal ohnehin kriselnden Sport. Selbst der große Erfolg der jungen Wuppertalerin Lena Lindemann, die die Juniorinnen-Nationalmannschaft in diesem Jahr als überragende Torhüterin zum überraschenden Europameisterschaftstitel führte, bekommt nicht die eigentlich von Experten erwartete Belohnung. Nicht Lindemann, die in Wuppertal geboren wurde, in der Jugend des TV Beyeröhde gespielt hat und nach zwei Jahren vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zum BHC zurückkehrte, sondern der junge Basketballer Ilja Grams (17), der bei den Südwestbaskets in Wuppertal erste Erfolge erzielte, mit einigen Teamkameraden nach Hagen gewechselt ist und dort in der NBBL auf längere Einsatzzeiten hofft, erhält das Triangulum, den zum 40. Mal verliehenen Nachwuchspreis der Stadt Wuppertal und dem TV Beyeröhde. Der in Herdecke geborene Grams ist ohne Zweifel ein Talent und hofft auf ähnliche Erfolge wie Europameisterin Lena Lindemann, die im Januar 2026 ihren 20. Geburtstag feiert und im Tor des Zweitbundesligisten BHC weitere Siege feiern möchte. Für sie kam die seit gestern laufende WM noch zu früh. Vor 5527 Zuschauern in Stuttgart waren Rückraumspielerin Alina Grijseels mit sieben Toren sowie Rechtsaußen Jenny Behrend und Nieke Kühne (je 5) beim Auftaktsieg die besten Werferinnen für die DHB-Auswahl, die seit 18 Jahren auf eine Medaille wartet. Foto: BHC

 

 
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