OSENBERG - SPORTPRESSE
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DIE DOMINANZ DER SOLINGER HANDBALLKLUBS

27.03.26 BERGISCHER FRAUENHANDBALL - Der Bergische HC gewinnt gegen Rostock und reist nach Bremen. Wer guten Handball sehen will, der schaut sich die Bundesligaspiele der Solinger Klubs an. Die Männer des BHC besitzen gute Chancen, die Klasse zu halten. Und die Frauen aus Solingen glänzen mit guten Leistungen. Sowohl der Tabellenfünfte HSV Gräfrath (Samstag 18,30 Uhr gegen Buchholz/Rosengarten) als auch der Tabellennachbar BHC (Samstag 18,30 bei Werder Bremen) hoffen auf weitere Punktgewinne,
Mit 28:20 (14:11) nahm der Bergische HC gegen den Rostocker HC erfolgreich Revanche für die 25:30-Hinspielniederlage. Beste Werferinnen im Team von Trainerin Assina Müller, die fleißig Spielanteile verteilte, waren Djazzmin Trabelsi (6) und Pia Terfloth (5). Außerdem wusste erneut Franziska Thomas zu gefallen und war viermal erfolgreich. Patryca Drewnik traf sechsmal für Rostock. Müller vertraute der Startformation mit drei Linkshänderinnen (Terfloth, Mann und Krahwinkel), die in der Vorwoche gegen Tabellenführer Leipzig schon erfolgreich agierte. Terfloth und Svenja Mann waren es auch, die den BHC 2:0 in Führung brachten. Nachlässigkeiten in der Abwehr sorgten dafür, dass Rostock bei eigener Unterzahl ausgleichen konnte. Der BHC verschaffte sich leichte Vorteile, leistete sich aber zu viele Fahrkarten, um sich entscheidend abzusetzen. Immerhin setzten Trabelsi und Terfloth auf den 14:11-Pausenstand.
Das BHC-Angriffsspiel gegen die unerwartet defensiv agierende Rostocker Abwehr war ansehnlich. Die Kooperation mit Lina Seiffarth (FOTO) über den Kreis funktionierte gut, das Abräumen über die linke Seite mit Franziska Thomas und Djazzmin Trabelsi war erfolgreich. In der zweiten Halbzeit bekam Nachwuchs-Torhüterin Lena Zakszewski ihre Chance und bedankte sich mit einigen Paraden und zwei Assists. So setzte sich der BHC weiter ab, überstand eine doppelte Unterzahl nahezu unbeschadet. Die Rostockerinnen stellten auf die unbequeme offensive Abwehr um, aber auch das bereitete den Gastgeberinnen keine Probleme. Ein 5:0-Lauf in den letzten vier Minuten, den Rechtsaußen Hannah Kamp mit einem Hattrick abschloss, schraubte das Ergebnis in die Höhe. Am Ende bejubelte der BHC den 28:20-Endstand und schob sich auf den sechsten Tabellenplatz vor. Foto: Kevin Becher

BHC GEWINNT DAS DRAMA VON HAMBURG

27.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat zwei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der DAIKIN HBL eingefahren. Beim HSV Hamburg setzen sich die Gäste dank einer starken Abschlussquote mit 35:34 (18:17) durch und kompensieren damit sogar 14 technische Fehler. Ohne Nico Schöttle (Schulterprobleme), aber dafür mit Elias Scholtes, der sich nach einer Sprunggelenksverletzung zurückmeldete, trat der BHC in der Sporthalle Hamburg an. Von Anfang an war die Fehlerquote hoch. Diverse Bälle gingen im Angriff verloren, so dass der gute Start von Torhüter Christopher Rudeck in die Karten spielte. Daher gerieten die Gäste zunächst nicht in Rückstand, mussten sich allerdings darüber ärgern, ihren kleinen Vorsprung nicht auszubauen. Sören Steinhaus übernahm erneut erfolgreich die Verantwortung, Johannes Wasielewski traf vor der Pause ebenfalls vier Mal, und auch über den Kreis lief beim BHC viel – sowohl mit Aron Seesing als auch Lars Kooij.
Das 18:18 ließ nach der Pause nicht lange auf sich warten. Bis zum 25:25 war das Match nun komplett offen – es hagelte Tore. Dann aber scheiterten die Bergischen zwei Mal in Folge und gerieten zum ersten Mal überhaupt in Rückstand. Fast fünf Minuten blieb der BHC ohne Treffer, hatte dann wieder Mühe und geriet ins Zeitspiel. Beim letzten Pass rechneten die Hanseaten mit einem Abschluss des starken Kim Voss-Fels. Aber der Ball landete bei Noah Beyer, der sich unbemerkt freilief und aus sechs Metern zum 26:26 netzte. Es sollte nicht der letzte Streich des Linksaußen gegen seine künftige Mannschaft gewesen sein. Doch es wurde noch ein Drama. Der HSV verkürzte nach einer Auszeit und profitierte vom nächsten BHC-Fehler. Babak sorgte mit dem 32:30 für Beruhigung, aber zweieinhalb Minuten vor Schluss fiel der Ausglich dennoch. Nun zählte es: Steinhaus knallte die Kugel zum 33:32 in die Maschen, den nächsten Angriff der Hausherren verteidigte der BHC bravourös. Bei 60 Sekunden auf der Uhr hatten die Löwen die Riesenchance zur Entscheidung. Und Beyer schlug erneut zu. Er verwandelte von außen zum 34:32, Fynn Hangstein legte das 35:33 hinterher. Was für ein Sieg.

BHC UND NORMA GOLDMANN VERLÄNGERN VERTRAG

24.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Erst seit Anfang Oktober trägt Norma Goldmann das Trikot des Bergischen HC. Die Schweizer Nationalspielerin wechselte von der HSG Bensheim/Auerbach ins Bergische Land, um die vakante linke Rückraumposition zu besetzen. Gleich bei ihrem ersten Auftritt mit dem BHC erzielte die sympathische Schweizerin acht Treffer und war maßgeblich am 31:29-Auswärtserfolg in Mainz beteiligt. Inzwischen liegt sie mit 72 Treffern hinter Svenja Mann auf dem zweiten Platz der internen Torschützenliste und ist zur Führungsspielerin herangereift. Grund genug für eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus: „Ich habe meinen Vertrag verlängert, weil ich mich beim BHC richtig wohl fühle. Ich bekomme sehr viel Vertrauen geschenkt und erhalte viel Spielzeit. Genau das brauche ich jetzt, um mich weiterzuentwickeln. Zudem arbeitet der Verein sehr professionell und wir haben in unserem Leistungszentrum die besten Trainingsmöglichkeiten. Ich bin sehr glücklich, dass ich noch ein Jahr beim BHC bleibe, um unserem Ziel nachzugehen. Wir haben eine sehr gute Mannschaft mit unglaublich viel Potenzial und ich freue mich auf nächste Saison.“
Die 22-Jährige, die an der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule in Wuppertal angestellt ist, nahm mit der Schweiz an der letzten Weltmeisterschaft in Deutschland und Holland teil und ist inzwischen eine feste Größe bei den Eidgenössinnen. Auch BHC-Geschäftsführerin und Interims-Trainerin Assina Müller freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Norma verstärkte unser Team kurzfristig in der laufenden Saison und konnte von Beginn an wichtige Impulse setzen. Ihre professionelle Einstellung sowie ihr ausgeprägter Leistungswille übertrugen sich frühzeitig auf die gesamte Mannschaft und wirkten sich spürbar positiv auf Trainings- und Wettkampfkultur aus. Dank ihrer internationalen Erfahrung bringt sie wertvolle Stabilität und Qualität in unseren Rückraum. Auch künftig wird sie eine zentrale Stütze unseres Spiels sein und mit ihrer Persönlichkeit sowie ihrer Verantwortung auf und neben dem Feld maßgeblich zum Teamerfolg beitragen.“ Foto: Odette Karbach

SIEBEN SPIELER WEG. WIE GEHT ES WEITER BEIM BHC?

24.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Abstiegskampf pur. In Solingen läuten die Alarmglocken. Doch die Trainer des BHC geben sich optimistisch. Die Länderspielpause kam gerade recht, um neue Kraft zu tanken. Nicht so rosig sieht es aber im Hinblick auf die kommende Saison aus. Denn sieben Abgänge stehen jetzt schon fest: Eloy Morante Maldonado zieht es zum HC Erlangen, Aron Seesing zu den Rhein-Neckar Löwen, Noah Beyer (Foto) wechslt zum HSV Hamburg, Lukas Diedrich zu Tusem Essen, Kim Voss-Fels zur SG Menden, Robin Granlund nach Österreich zu UHK Krems. Auch bei Joshua Thiele wird der Vertrag nicht verlängert, geht zum TuS Vinnhorst in Liga drei. Thiele kam nach dem Abstieg der Bergischen Löwen im Sommer 2024 vom Erstligaaufsteiger 1. VfL Potsdam und kam in der Hinrunde der 2. Handball-Bundesliga zu insgesamt 16 Einsätzen, bevor er bis zum Saisonende mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit an den damaligen Ligakonkurrenten VfL Eintracht Hagen ausgeliehen wurde. Eine langwierige Verletzung am Ellenbogen setzte den Kreisläufer in der laufenden Spielzeit zudem bsi zum 23. Spieltag außer Gefecht. Mit Lars Kooij (Vertrag bis Sommer 2027) und Rückkehrer Tom Bergner, der zur neuen Spielzeit bis Sommer 2028 von GWD Minden zu den Löwen zurückkehrt, stehen die Personalien auf der Kreismitte zur neuen Saison bereits fest. Foto: Jochen Classen

BHC WILL GEGEN ROSTOCK NACHLEGEN

21.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Auch gegen den Tabellenführer spielte der Bergische HC seine Heimspielstärke aus. Im Nachholspiel erkämpfte sich das Team von Interimstrainerin Assina Müller vergangene Woche ein 29:29 Unentschieden. „Ich hatte von der Mannschaft eine Reaktion nach dem schwachen Auftritt in Freiburg gefordert. Die hat sie
unverkennbar gezeigt“, so die 33-Jährige zufrieden, die zum Saisonende ihre Doppelfunktion aufgeben und weiterhin „nur“ als Geschäftsführerin die Geschicke beim Zweitligisten leiten wird.
Im Spiel heute gegen den Rostocker HC nimmt sie ihre Spielerinnen erneut in die Pflicht. Im Hinspiel setzte es eine empfindliche 25:30-Niederlage. Der BHC-Angriff kam mit der offensiven Abwehr des Aufsteigers überhaupt nicht zurecht. „Darauf haben wir uns vorbereitet.“ Bis auf Torhüterin Natascha Krückmeier steht Müller der komplette Kader zur Verfügung. Anwurf ist um 18:30 Uhr in der Sporthalle Wittkulle (FALS). Foto: Kevin Becher

BHC VERPASST DIE SENSATION KNAPP

16.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Drei Minuten vor Schluss glich Sören Steinhaus das Duell gegen den SC Magdeburg noch mit einem Gewaltwurf zum 24:24 aus. Der Bergische HC stand kurz davor, zum ersten Mal seit fünfeinhalb Jahren gegen den großen Favoriten Zählbares zu gewinnen. Doch am Ende blieb es bei einer bemerkenswerten Leistung, die die Gastgeber in der ausverkauften Mitsubishi Electric HALLE beim 25:27 (11:11) nicht veredeln konnten.
Die erste Überraschung sahen die 4000 Fans bereits beim Aufwärmen. Eloy Morante Maldonado war nach vier Monaten Verletzungspause wieder im Kader – und er kam bereits früh zum Einsatz. Weil Steinhaus nach einem Durchbruch erwischt worden war und liegen blieb, die Unparteiischen aber keine Zeitstrafe erkannten, musste er per Regel für drei Angriffe vom Feld. Morante sprang ein und sah sofort so aus, als sei er nie weggewesen. Er traf zum 8:5 und 9:6 in einem Spiel, dem der BHC bis dahin seinen Stempel aufgedrückt hatte.
Nach Wiederbeginn legten die Magdeburger in doppelter Überzahl vor und profitierten in dieser Phase auch von einem Stürmerfoul-Pfiff gegen Fynn Hangstein. Kritische Entscheidungen wie diese gab es im weitere Spielverlauf noch viele – und alle waren in dem extrem engen Match gleichermaßen bedeutsam. Der BHC erholte sich auch von einem 13:16 Rückstand. Es folgte eine Phase, in der beiden Teams im Angriff viel gelang. Aron Seesing, Hangstein, Julian Fuchs, Johannes Wasielewski, wieder Fuchs und per Siebenmeter Noah Beyer trafen schnell hintereinander. Nach dem 19:21 fand dann auch der für Rudeck eingewechselte Lukas Diedrich immer besser ins Match. Er parierte gegen Elvar Jonsson sowie Gisli Kristjansson und verhalf seinem Team so zum neuerlichen Ausgleich. Eloy Morante Maldonado vollstreckte in der 49.
Minute zum umjubelten 21:21.
Der BHC war nun am Drücker. Diedrich entschärfte einen weiteren Ball akrobatisch, Lars Kooij stellte auf 22:22, und Noah Beyer erzielte sogar die Führung. Diedrich hielt diese gegen Felix Claar beinahe fest, doch der Ball trudelte nach der Abwehraktion doch noch so eben ins Netz. Magdeburg blieb das Glück in dieser Phase hold. Wasielewski kassiert ein Stürmerfoul, Steinhaus soll den Ball beim Pass an den Fuß bekommen haben. Diese Ballverluste taten weh, zumal sie weitere BHC-Vorsprünge verhinderten. Nach Claars 24:23 für den SCM glich Steinhaus wieder beherzt aus, hatte beim möglichen 25:25 aber Pech mit der Latte. Claar stellte auf 26:24 und durfte wenig später mit seinen Magdeburgern feiern. Daran
änderte auch Steinhaus‘ letzter Treffer zum 25:26 55 Sekunden vor Schluss nichts mehr. Der Tabellenführer traf durch Omar Ingi Magnusson und nahm die Punkte gerade so doch noch mit nach Sachsen-Anhalt.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle: Jochen Classen

TREFFEN BEIM DHB-POKALFINALE IN STUTTGART

15.03.26 HANDBALL FRAUEN - Auch einige Ex-Spielerinnen aus Solingen waren beim Final Four vor über 3000 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche Arena am Ball. Enttäuscht war Herbert Müller, Trainer des Thüringer HC nach der 34:36-Niederlage (31:31,16:14) nach Siebenmeterwerfen seiner Handballfrauen gegen die HSG Bensheim/Auerbach.t. Enttäuscht über den dramatisch verpassten Einzug ins Endspiel um den DHB-Pokal an diesem Sonntag (16.30 Uhr/DF1). Bensheim trifft im Endspiel auf  Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund, der sich gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 35:32 (17:15) durchsetzte.
Glücklich war Jule Polsz, mit sechs Treffern eine der besten Halbfinalspielerinnen  Ihre erste Gratulantin war die Wuppertalerin Steffi Osenberg (Foto), die ihrem früheren Schützling auch fürs Endspiel gegen den BVB die Daumen drückte."Aber Dortmund ist Favorit." Foto: UX

BHC EMPFÄNGT LEIPZIG IM NACHHOLSPIEL

13.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Am Freitag, den 13, empfängt der Bergische HC den unangefochtenen Tabellenführer HC Leipzig zum Nachholspiel. Anwurf ist um 18:00 Uhr in der Sporthalle Wittkulle (FALS). Die Erstansetzung vom 10. Januar fiel Sturmtief Elli zum Opfer. Die Grippewelle beim Bergischen Zweitligisten scheint überstanden und auch Norma Goldmann und Lena Lindemann (Foto) sind wohlbehalten von den Nationalmannschaften zurückgekehrt. U19-Europameisterin Lindemann sogar mit einem Erfolgserlebnis. Sie gewann mit dem deutschen Team und den drei HCL-Talenten Lisa Lammich, Jana Walther und Marlene Tucholke das Vier-Nationen-Turnier in Budapest.
Die Leipzigerinnen sind dabei, die Ernte der seit Jahren erfolgreichen Jugendarbeit einzufahren. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz. Die Lizenz für das Oberhaus wurde beantragt.
Der BHC, aktuell Tabellensiebter, besinnt sich auf seine Heimspielstärke. 14 der 21 Pluspunkte holte das Team von Assina Müller vor heimischen Publikum. „Mit der Unterstützung unserer Fans wollen wir Leipzig das Leben so schwer wie möglich machen“, hofft Müller auf einen ähnlichen Coup wie beim 27:23-Erfolg gegen die Füchse Berlin. Foto: Odette Karbach

FRANZISKA THOMAS BLEIBT BEIM BHC

10.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Als einer von drei Zweitliga-Vereinen hat der Bergische HC das HBF-Jugendzertifikat für herausragende Jugendarbeit für die laufende Saison 2025/26 erhalten. Dazu passt, dass mit Franziska Thomas eine weitere junge Spielerin ihren Vertrag beim Zweitligisten bis zum 30.06.2027 verlängert hat. Zum Ende ihrer Jugendzeit beim BHC hat die Rückraumspielerin im vergangenen Sommer das deutsche Pokal-Endspiel der A-Jugend erreicht. Danach erfolgte der Sprung ins Zweitliga-Team. Im bisherigen Saisonverlauf kommt Thomas auf 19 Einsätze und erzielte elf Treffer:
„Ich freue mich sehr, meinen Vertrag für die kommende Saison zu verlängern und weiterhin das Trikot unseres Teams tragen zu dürfen. Beim BHC zu spielen bedeutet mir viel, da ich das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und das Umfeld sehr schätze. Ich bin motiviert, weiter alles zu investieren und zusammen mit dem Team weiter zu wachsen.“
Nach ihrem Abitur an der Kooperationsschule „FALS“, hat die 19-Jährige eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Solingen begonnen. Geschäftsführerin Assina Müller, die Thomas schon in der Jugend trainierte, sieht weiteres Potenzial: „Franzi ist eine junge Spielerin, die den erfolgreichen Schritt aus der Jugend in den Seniorenbereich gemeistert hat. Sie verfügt über eine außergewöhnliche Spielintelligenz und Spielverständnis, die sie künftig noch konsequenter in unser Spiel einbringen soll. Insbesondere auf der Position Rückraum Mitte hat sie das Potenzial, sich weiter in den Vordergrund zu spielen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kann sie weiterhin wertvolle Impulse von Alex Lundström erhalten und Schritt für Schritt ihre nächsten Entwicklungsschritte im Seniorenbereich gehen.“ Foto: Odette Karbach

BHC ZEIGT MORAL IN MANNHEIM

09.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC muss sich bei den Rhein-Neckar Löwen mit 25:28 (11:14) geschlagen geben und hat somit das nächste Ausrufezeichen im Abstiegskampf der DAIKIN HBL verpasst. Obwohl die Mannschaft in vielen Bereichen nicht ihre beste Leistung erreicht hat, war fast bis zum Schluss noch eine Wende möglich. So aber blieb es ein Start-Ziel-Sieg für die Mannheimer.
Vor allem der Auftakt misslang den Gästen in der SAP Arena. Immer wieder kam Jannik Kohlbacher frei zum Abschluss. Schon in dieser Phase war es Christopher Rudeck (Foto) zu verdanken, dass der BHC nicht höher in Rückstand geriet. Trotzdem gingen die Gastgeber in Führung und gaben diese letztlich bis zum Schluss nicht mehr her. Weil im Angriff lange die klaren Chancen fehlten und auch RNL-Schlussmann David Späth gut an den Ball kam, sah sich der BHC nach 17 Minuten einem 4:10-Rückstand gegenüber.
Es hätte die Mannschaft böse erwischen können, doch sie kam dann doch besser ins Spiel. Lars Kooij sowie Johannes Wasielewski trafen zwei Mal in Folge. Dazu verkürzten die Bergischen durch Nico Schöttle (2), Noah Beyer und Gerdas Babarskas von 7:13 auf 11:14. Das war gleichzeitig der Pausenstand, so dass das Match noch nicht entschieden war. Und das blieb lange auch so, obwohl der BHC auch nach Wiederbeginn selten wie aus einem Guss agierte. Im Angriff aber hatte die Mannschaft immer wieder Phasen, in denen ihre das Tore werfen leicht fiel. So legten die Rhein-Neckar Löwen recht konsequent vor, aber Aron Seeing, Sören Steinhaus, Noah Beyer oder Fynn Hangstein versenkten oft direkt im Gegenzug.
Eine Viertelstunde vor Schluss war es Julian Fuchs, der auf 20:22 verkürzte und damit die Tür zum Auswärtssieg zumindest einen Spalt weit öffnete. Rudeck blieb zwischen den Pfosten ein Faktor - es schien alles drin zu sein für die Gäste. Das galt umso mehr, als der Torhüter auch noch einen Siebenmeter gegen den starken Haukur Trastarson parierte. In Unterzahl mussten die Bergischen keinen Gegentreffer hinnehmen und hatten so die Gelegenheit, auf ein Tor zu verkürzen. Zwei Fehlpässe in Serie aber luden die Mannheimer ein - und plötzlich stand es 20:24. Die Hypothek war nun ein wenig hoch, aber die Bergischen Löwen stemmten sich bis zum Schluss gegen die sich anbahnende Niederlage. 22:27 stand es bereits, dann markierten Sören Steinhaus, Julian Fuchs sowie Johannes Wasielewski drei Tore binnen 90 Sekunden. Mit ganz viel Glück wäre eine Minute vor Schluss sogar noch ein Punkt drin gewesen. Dani Baijens scheiterte, der Abpraller landete bei den Rhein-Neckar Löwen, die den Erfolg damit besiegelten.

REIFE LEISTUNG IM SCHLÜSSELSPIEL

01.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Kampf um den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL ist noch nicht entscheiden, doch der Bergische HC hat ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Als Tabellen-16. gewann die Mannschaft auswärts ein Schlüsselspiel gegen Verfolger SC DHfK Leipzig mit 35:28 (16:12), zog damit an GWD Minden auf Rang 15 vorbei und hat wieder ein kleines Polster von vier Zählern auf die Abstiegsregion. Und das aus BHC-Sicht Beste: Die Leistung war ein Mix aus Qualität, Entschlossenheit, Nervenstärke und Reife.
Schon in der ersten Halbzeit waren die Löwen das bessere Team, brachten zwischenzeitlich recht klare Vorteile aber nicht ganz so drastisch auf die Anzeigetafel. Christopher Rudeck bot in Kombination mit einer überzeugenden Abwehrreihe von Anfang an eine starke Leistung zwischen den Pfosten und gab seinem Team mit acht Paraden vor der Pause alle Chancen, um eine Führung zu erarbeiten. Das gelang zwar auch, doch trotz einer überschaubaren Anzahl an technischen Fehlern - zum Schluss waren nur sieben Stück - schafften es die Löwen nicht, deutlicher als mit 16:14 in die Halbzeitpause zu gehen. Mehrere Male landete der Ball am Pfosten, dazu hatten die Leipziger etwas Glück bei Abprallern, und die wenigen BHC-Fehler bestraften die Sachsen auch konsequent. So zum Beispiel im vermeintlich letzten Angriff der Hälfte, als die Gäste das 17:13 in Überzahl in der Hand hatten, die Kugel aber verloren und einen Gegenstoß kassierten.
Insgesamt aber präsentierte sich die Mannschaft stark. Lukas Becher traf konsequent, die Rückraum-Achse funktionierte im Positionsangriff mit Sören Steinhaus, Fynn Hangstein und Nico Schöttle. Erstgenannter wurde bei einem Durchstoß zum Kreis von Tim Hertzfeld in den Wurfarm gegriffen, so dass der Leipziger die Rote Karte sah. Dazu gelang dem BHC ein sehr guter Rückzug in die eigene Deckung.
Die Zuversicht zur Pause dürfte also bereits groß gewesen sein. Aber gerade auswärts kann ein solches Spiel leicht kippen. Nichts dergleichen geschah. Die Bergischen knüpften an die erste Hälfte an und erstickten jede Leipziger Hoffnung gekonnt im Keim. Immer wenn die Mannschaft unter Druck stand, antwortete sie im Stile einer erfahrenen, abgezockten Mannschaft mit dem nächsten Tor. Ob Hangstein, Steinhaus, Becher oder Aron Seesing: Sie trafen, wenn sie treffen mussten. Dazu drehte vor allem in der zweiten Hälfte Johannes Wasielewski auf, der das Selbstvertrauen des vergangenen Dezembers ausstrahlte. Ebenfalls ganz stark: Der zu Beginn etwas glücklose Julian Fuchs vergaß die Pfostentreffer der erste Halbzeit und erzielte nach der Pause zwei ganz wichtige Tore - einen davon, ohne eine echte Chance zu haben. Er suchte den Zweikampf, zog ein bisschen zur Mitte und verwandelte. Zehn Minuten vor Schluss waren die Leipziger eigentlich bereits geknackt. Der BHC machte weiter, Rudeck sammelte insgesamt 17 Paraden und verhalf seinem Team damit sogar zu einem Sieben-Tore-Sieg. Viel besser hätte der Nachmittag nicht laufen können.

BHC UNTERLIEGT IN FREIBURG

01.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Wie im Hinspiel erzielte der Bergische HC gegen die HSG Freiburg 20 Treffer, aber diesmal reichte die magere Torausbeute nicht zum Sieg. Der BHC verlor in der wärmsten Stadt Deutschlands mit der wahrscheinlich kältesten Sporthalle vor 405 Zuschauern mit 21:20 (12:13). Dabei kam das Team von Trainerin Assina Müller, das ohne die erkrankte Torjägerin Svenja Mann antreten musste, gut in die Partie. Klug vorgetragene Angriffe, konzentrierte Abschlüsse. Nach drei Minuten stand es 0:3 – zudem parierte die erneut stark haltende Lena Lindemann einen Strafwurf von Saskia Probst. Völlig unverständlich, dass der BHC den Gegner durch eigene Fehler wieder ins Spiel brachte. Über das bekannte Tempospiel kam Freiburg ran und ging durch Hannah Person sogar erstmals in Führung (7:6, 11.). Der BHC fing sich, arbeitete in der Deckung umsichtiger und setzte nach einem Doppelschlag von Pia Terfloth, mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin der Partie, auf 9:11 (23.). Terfloth war es auch, die den 12:13-Halbzeitstand markierte, ein Gegenstoß von Norma Goldmann fand Sekundenbruchteile nach dem Pausenpfiff den Weg ins Tor und zählte nicht mehr.
Die zweite Hälfte lebte definitiv mehr von der Spannung als von der Klasse. Die technischen Fehler auf beiden Seiten häuften sich, die teils kuriosen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns Foerster/Mayer ebenfalls. Freiburg ging durch Lina Hillenbrand erstmals mit zwei Treffern in Führung (17:15, 46.). Assina Müller zog die grüne Karte, brachte die junge Franzi Thomas für die enttäuschende Alex Lundström, die prompt auf 17:16 verkürzte. Die Gastgeberinnen antworteten mit Emmenecker und Hillenbrand (19:16, 48.). Der BHC versuchte es mit vier Rückraumspielerinnen. Erneut gelang der Anschluss durch Thomas (20:19, 54.). Lena Lindemann hielt weiterhin klasse, aber ihre Angreiferinnen ließen Großchancen aus. Erst Norma Goldmann glich 90 Sekunden vor Schluss zum 20:20 aus. Im Gegenzug setzte Laura Stiehler den 21:20-Siegtreffer, da der BHC erneut den letzten Angriff vertändelte.
„Leider scheitern wir, wie so oft, an unseren technischen Fehlern bevor es an eine taktische Umsetzung der Vorgaben gehen kann. Wenn wir es nicht schaffen, diese Fehler abzustellen, haben wir es gegen jeden Gegner schwer. Mit der Leistung von Lena Lindemann bin ich sehr zufrieden. Sie hat sich heute wärmstens für die U20- Länderspieltour in der kommenden Woche in Budapest empfohlen“, so Assina Müller nach dem Spiel. Foto: Kevin Becher

BHC FEIERET HEIMSIEG GEGEN MAINZ

22.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Wie im Hinspiel behielt der Bergische HC gegen den 1. FSV Mainz 05 auch im Rückspiel knapp mit 25:23 (16:11) die Oberhand. Es war ein Start-Ziel-Sieg für das Team von Trainerin Assina Müller. Torjägerin Svenja Mann, die im Hinspiel noch verletzt gefehlt hatte, eröffnete den Torreigen. Spielmacherin Alexandra Lundström führte umsichtig Regie und blieb auch vom Siebenmeterpunkt tadellos. Als die Schwedin per Strafwurf das 10:7 (14.) erzielte, zog der Mainzer Trainer Jörg Schulze die grüne Karte. Er verordnete eine Manndeckung gegen Svenja Mann und ließ mit der siebten Feldspielerin agieren. Tatsächlich brachte die Manndeckung kurzzeitig Unsicherheit ins BHC- Angriffsspiel, aber Mainz konnte keinen nennenswerten Profit daraus ziehen. Freie Würfe und Gegenstöße wurden meist an den Pfosten gesetzt oder von der einmal mehr glänzend aufgelegten Lena Lindemann (Foto) pariert. So zog der BHC unaufgeregt bis zur Halbzeit auf 16:11 davon.
Ein ähnliches Bild bot sich in der zweiten Halbzeit. Die Gastgeberinnen verwalteten den Vorsprung bis zwei Zeitstrafen gegen Veki Tolic und Svenja Mann für „Unordnung“ sorgten. Ein 3:0-Lauf brachte Mainz ran (20:19, 41). Abwehrchefin Veki Tolic, inzwischen auch im Angriff eingesetzt, und zweimal Norma Goldmann sorgten wieder für klare Verhältnisse (24:20, 46.), eine Minute später besorgte Tolic das 25:21. Alles deutete auf einen Kantersieg hin. Doch der BHC stellte das Torewerfen in den letzten knapp 13 Minuten komplett ein –glücklicherweise ohne Folgen. Lindemann war nach wie vor zur Stelle und brachte die Mainzer Angreiferinnen zur Verzweiflung. Am Ende feierte der BHC einen 25:23-Erfolg, der ganz wichtig für die Moral ist, vor dem Spiel am kommenden Samstag bei der HSG Freiburg. Foto: Kevin Becher

BHC HÄLT LANGE GEGEN DIE FÜCHSE MIT

22.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Bis auf zwei Tore kam der Bergische HC in der zweiten Halbzeit gegen die Füchse Berlin heran. Doch ein paar Fehler und nicht verwandelte Chancen kosteten im Duell gegen den Deutschen Meister die kleine Chance. Am Ende fiel die Niederlage mit 28:35 (13:17) ein wenig zu deutlich aus.
Zu Beginn hatte es noch danach ausgesehen, als ob die Berliner einfaches Spiel mit den Gastgebern haben würden. Mit 9:4 hatten sie vorgelegt, bevor der BHC besser ins Spiel kam. Die Löwen leisteten sich viel weniger technische Fehler als zuletzt gegen Melsungen und Eisenach. Zudem hatten sie immer wieder Phasen, in denen die Deckung in Kombination mit Torhüter
Christopher Rudeck gut funktionierte. Lukas Becher stellte auf 7:10, Sören Steinhaus auf 8:11. Letztgenannter traf insgesamt zuverlässig, während viele andere Spieler regelmäßig an Lasse Ludwig im Berliner Tor scheiterten. Vor der Pause hatte Welthandballer Mathias Gidsel die Riesenchance zum 18:12, doch der Ball prallte an die Latte. Rudeck nutzte die Gunst der Stunde, bediente mit einem Wurf über das komplette Feld Aron Seesing, der auf 13:17 verkürzte. Das Tor fiel so knapp vor dem Pausenpfiff, dass die Unparteiischen den Videobeweis bemühen mussten, um sicherzustellen, dass der Ball rechtzeitig über die Linie gegangen war.
Diesen kleinen psychologischen Vorteil transportierten die Hausherren zunächst nicht in die zweite Halbzeit. Die Hauptstädter zogen auf 25:17 davon und sahen abermals wie der klare Sieger aus. Doch noch waren die Löwen nicht geschlagen. Tomas Babak, Lukas Becher, Sören Steinhaus, per Siebenmeter Noah Beyer sowie zwei Mal Kim Voss-Fels, der jeweils mit Wucht aus dem Rückraum abzog, sorgten für sechs BHC-Tore in Serie. Es hätten sogar sieben oder acht sein können, doch während der starken Phase verloren die Gastgeber im Angriff auch zwei Mal den Ball. Torhüter Christopher Rudeck und die Abwehrreihe vor ihm waren nun voll im Spiel, die 4000 Zuschauer in der ausverkauften Mitsubishi Electric
HALLE emotional da. Die Weichen schienen beim 23:25 in Richtung einer ganz engen Schlussphase gestellt zu sein. Die Berliner allerdings steigerten sich, beendeten durch Tim Freihöfer ihre Torflaute und legten durch Lasse Andersson nach. Der BHC mühte sich, weiter dranzubleiben, machte nun aber doch wieder ein paar Fehler und haderte mit Würfen, die nicht den Weg ins Netz fanden. Die Partie glitt den Löwen nun aus der Hand, so dass die Füchse noch deutlich mit 35:28 gewannen.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle: Jochen Classen

MIT FREIEM KOPF GEGEN BERLIN

21.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Die ersten beiden Chancen, im neuen Jahr zu punkten, hat der Bergische HC verstreichen lassen. „Die Gelegenheit war gegen Melsungen und in Eisenach da. Aber wir wollen jetzt auch nicht lange
hinterhertrauern. Wir schauen nach vorne“, sagt BHC-Trainer Markus Pütz. Die dritte Aufgabe 2026 ist die bisher schwierigste, gleichzeitig aber mental eine der einfachsten: Am Sonntag um 18 Uhr sind die Füchse Berlin zu Gast in der Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf. Das Spiel ist mit 4000 Zuschauern bereits ausverkauft. „Da freuen mir uns richtig drauf“, betont Arnor Gunnarsson, der andere Chefcoach des BHC. „Das sind die Spiele gegen Topmannschaften, die sich jeder im Kader verdient hat.“ Und chancenlos sehen Gunnarsson und Pütz ihr Team auch nicht. „Wenn bei uns alles passt, ist vielleicht etwas möglich. In erster Linie brauchen wir einen guten Rückzug und eine entsprechend hohe Stabilität in der Abwehr - vor allem gegen Mathias Gidsel“, erläutert Pütz. Foto von Mathias Gidsel: Odette Karbach

DIE GROSSE SCHLUROFF-SHOW

20.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Seppel Hinze, geboren in Wuppertal und als Trainer erfolgreich in Solingen, hat die "bergischen Tage" mit einem lachenden und einem weinenden Auge am Donnerstagabend überstanden. Nach dem 33:31-Sieg gegen seinen Ex-Vereins BHC verlor der 46-jährige Trainer des ThSV Eisenach drei Tage später beim Tabellenfünften VfL Gummersbach klar mit 35:27 (17:13). Gummersbach spielte das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft zu Ende und ließ die Gäste nicht in Schlagdistanz kommen. Auch wenn Eisenach mit dem Sieben-gegen-Sechs noch einmal alles probierte, kamen sie nicht mehr an die Oberbergischen heran. Damit bleibt der ThSV Eisenach auswärts weiter ohne Sieg Überragend: Nationalspieler Miro Schluroff mit einem Dutzend Tore. Zudem konnte Miro einen seiner insgesamt 12 Würfe mit 132,2 km/h im Tor der Gäste unterbringen. Die Statistik:.
Gummersbach: Kuzmanovic (14 Paraden), Obling (1 P.); Vidarsson 2, Kodrin 2, Vujovic, Köster 6, Blohme, Häseler 1, Einarsson, Schluroff 12, Hallbäck 4, Mahe, Horzen, Kiesler 1, Smits 7/2, Zeman Eisenach: Spikic (12 Paraden), Heinevetter; Joelsson 2, Reichmuth, Beneke 1, Attenhofer 3, Walz 3, Ende, Aellen 7/3, Meyer, Solak 4, Antonijevic, Seitz 3, Kurch, Büchner 2, Leu 2 Foto: Odette Karbach

LINA SEIFFARTH BLEIBT BEIM BHC

19.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Mit Lina Seiffarth verlängert eine weitere Jugendspielerin des Bergischen HC ihren Vertrag beim Zweitligisten. Die Kreisläuferin, die sich als 17-Jährige ausgerechnet beim Derby gegen den HSV Solingen-Gräfrath das Kreuzbandriss riss und somit auch die U19-Europameisterschaft verpasste, hat sich nach langer Leidenszeit zurück ins Team gekämpft.
„Ich freue mich riesig über meine Vertragsverlängerung beim BHC und bin unglaublich dankbar für das Vertrauen, das mir der Verein entgegenbringt, auch während meiner schweren Verletzung. Es macht mich sehr glücklich, weiterhin Teil dieses Teams zu sein und gemeinsam unsere Ziele zu verfolgen. Ich bin sehr optimistisch für nächste Saison und freue mich auf die Saison.“
Kurz vor ihrem 19. Geburtstag hat die Solingerin, die im Sommer an der Kooperationsschule „FALS“ ihr Abitur bauen möchte, ihren Vertrag bis zum 30.06.2027 verlängert.
Für Geschäftsführerin Assina Müller ist es eine Selbstverständlichkeit an der Nachwuchshoffnung festzuhalten: „Lina zählt zu den vielversprechendsten deutschen Talenten auf der Kreisposition. Sie bringt ein enormes Potenzial mit, das es nun nach
ihrer schweren Kreuzbandverletzung Ende 2024 gezielt weiterzuentwickeln gilt – indem sie ihre Stärken konsequent ausbaut und gleichzeitig fokussiert an ihren Entwicklungsfeldern arbeitet. Wir sind überzeugt, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich gestalten und ihre sportliche Entwicklung nachhaltig vorantreiben werden.“ Foto: Kevin Becher

NEUER VEREIN - ALTER NAME

17.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Neugründung des BHC Die Strukturen des Frauenhandballs beim Bergischen HC werden konsequent für die Zukunft aufgestellt. Zum 26.01.2026 wurde mit dem „BHC Frauen e.V.“ ein eigenständiger
Verein gegründet, der die erfolgreiche Arbeit der Damenabteilung rechtlich und organisatorisch in eine neue Ära führt.
Logischer Schritt der Professionalisierung Nachdem bereits in der Vergangenheit eine rechtliche Trennung zwischen der BHC Marketing GmbH (Herren) und der BHC Frauen Bundesliga GmbH vollzogen wurde, folgt nun die entsprechende Anpassung auf Ebene des eingetragenen Vereins. Ziel dieser Maßnahme ist es, die spezifischen Anforderungen des Frauenhandballs noch gezielter zu fördern und eigenständige wirtschaftliche sowie administrative Strukturen zu schaffen. Identität und Kontinuität bleiben gewahrt trotz der rechtlichen Verselbstständigung bleibt die starke Marke BHC erhalten: Der neue Verein wird unter dem Namen „BHC Frauen e.V.“ auftreten. Auch das markante Vereinssymbol, der Bergische Löwe, bleibt das zentrale Element des visuellen Auftritts. Damit wird ein klares Zeichen für die Verbundenheit zur BHC-Familie und zur Region gesetzt. Der offizielle Startschuss für den Spielbetrieb unter der neuen Flagge fällt mit Beginn der Saison 2026/2027.
Für die Leitung des neu gegründeten Vereins konnten drei Persönlichkeiten gewonnen werden, die über tiefe Fachkenntnis und langjährige Erfahrung im Bergischen Handball verfügen:
• 1. Vorsitzender: Mirko Bernau
• 2. Vorsitzender: Gunther Weck
• Schatzmeisterin: Franziska Simiot
„Die Gründung des BHC Frauen e.V. ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Standorts. Wir schaffen damit die notwendige Flexibilität und Eigenständigkeit, um den leistungsorientierten Frauenhandball im Bergischen Land, sowohl im Spitzen- als auch im Nachwuchsbereich, nachhaltig zu sichern und auszubauen“, erklärt der 1. Vorsitzende Mirko Bernau.
Ausblick: In den kommenden Wochen werden die detaillierten Übergangsprozesse – von der Übertragung der Spielrechte bis hin zur Mitgliederverwaltung – finalisiert. Der Verein wird zeitnah über weitere Meilensteine informieren.

ERSTE HALBZEIT IST EINE ZU HOHE HYPOTHEK

17.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat beim ThSV Eisenach bis zum Schluss gekämpft und hatte zwei Minuten vor Schluss sogar noch die Chance, auf 31:32 zu verkürzen. Doch die Mannschaft konnte diesen letzten Strohhalm nicht ergreifen und verlor nach einer sehr schwachen ersten Halbzeit mit 31:33 (13:21).
Die ersten 30 Minuten waren geprägt von technischen Fehlern beider Mannschaften. Elf Stück leistete sich der ThSV Eisenach, doch beim BHC standen sogar 14 in der offiziellen Statistik der DAIKIN-HBL. Immer wieder ging im Angriff der Ball verloren - wenn es nicht teils haarsträubende Fehler waren, versuchte es die Truppe zwischendurch mit hastigen, unvorbereiteten Angriffen, die leichte Beute für Eisenachs Schlussmann Matija Spikic waren. Aufgrund der vielen Thüringer Ballgewinne konnten die Gastgeber ihr Tempospiel zur vollen Entfaltung bringen. Dass die BHC-Abwehr im gebundenen gegnerischen Angriff sogar recht gut stand, fiel daher kaum auf. Immer wieder erzielte Eisenach schnelle Treffer, antwortete auch nach Gegentoren gerne zügig.
Der 13:21-Halbzeitrückstand hatte nicht vermuten lassen, dass der BHC noch einmal in dieses Match zurückkommen könnte. Auch nach der Pause lief es nicht gerade flüssig. Zwei Minuten spielten die Gäste in doppelter Überzahl und trafen in dieser Phase nicht, beziehungsweise erst, als der Gegner wieder komplett war. Gepusht von 2850 Zuschauern in der Werner-Aßmann-Halle verwalteten die Eisenacher zunächst den Vorsprung, profitierten dabei aber nicht mehr von so vielen bergischen Fehlern. Die Löwen agierten sicherer, wenn auch nicht immer erfolgreich. Und im Tor kam Christopher Rudeck mehr und mehr in Fahrt. 13 Minuten vor Schluss schien die Partie beim Zwischenstand von 27:22 immer noch eine recht klare Angelegenheit zu sein. Doch die Bergischen kämpften sich noch einmal zurück. Nico Schöttle traf, der mitgereiste Louis Oberosler kam für einen Siebenmeter und freute sich, dass Felix Aellen nur den Pfosten erwischte. Vom neuerlichen 23:29-Rückstand zeigte sich der BHC unbeeindruckt, verkürzte durch den starken Tomas Babak sowie Kim Voss-Fels, Lars Kooij und Noah Beyer auf 28:31. Gerdas Babarskas stellte sogar auf 29:31. Aellen schien die Hoffnung mit seinem Tor direkt wieder zu begraben, aber Fynn Hangstein erzielte 140 Sekunden vor dem Schlusspfiff das 30:32 aus BHC-Sicht. Als Rudeck dann hielt, bangten die Fans in der Halle. Doch der offiziell 20. technische Fehler der Löwen kostete in diesem Moment den möglichen Anschluss. Die Zeit tickte nun für die Eisenacher, die kurz darauf jubelten.

DERBYTIME AM KARNEVALSSONNTAG - BHC TRITT IN LINTFORT AN

13.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Am kommenden Sonntag reist der Bergische HC nach Kamp Lintfort, wo um 16:00 Uhr das Niederrhein-Derby gegen den TuS Lintfort angepfiffen wird. Das Team von Trainer-Dino Bettina Grenz-Klein steckt mit 6:28-Punkten im Abstiegskampf und steht mit dem Rücken zur Wand. Der BHC ist gefordert, volle Konzentration über 60 Minuten ist gefragt, damit es nicht erneut ein böses Erwachen gibt wie in der Vorwoche in Kirchhof.
Spielmacherin Alexandra Lundström und Linksaußen Madita Probst stehen nach überstandener Grippe wieder im Kader. Verzichten muss Trainerin Assina Müller weiterhin auf Torhüterin Natascha Krückemeier. Die 33-Jährige fällt wegen einer
schweren Knieverletzung bis auf weiteres aus. Dafür rücken die beiden Jugendspielerinnen Leni Wagner und Lena Zakszewski auf, um U19-Europameisterin Lena Lindemann zu unterstützen. Foto: Kevin Becher

RUBY VAESSENS BLEIBT BEIM BHC

12.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Kreisläuferin Ruby Vaessens hat ihren Vertrag beim Bergischen HC um ein weiteres Jahr bis 30.06.2027 verlängert. Die 22-Jährige, die zu Saisonbeginn von Cabooter Fortes Venlo ins Bergische Land wechselte, hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt. Mit Abwehr-Chefin Veki Tolic bildet sie mit ihrer Größe von 180 Zentimetern einen zuverlässigen Mittelblock. Die junge Holländerin hat kürzlich ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin beendet und hat sich in Solingen gut eingelebt.
„Für mich war es eine leichte Entscheidung, ein weiteres Jahr beim BHC zu bleiben. Ich fühle mich im Team sehr wohl und kann mich weiterhin gut entwickeln. Die Vision des Vereins deckt sich gut mit meiner eigenen. Ich hoffe, dass wir uns als Team weiterentwickeln und gute Ergebnisse erzielen können und dass ich in der kommenden Zeit noch mehr Verantwortung übernehmen kann.“
Für Geschäftsführerin Assina Müller war es die logische Konsequenz, die sympathische Spielerin an den BHC zu binden und die weitere Entwicklung zu begleiten: „Ruby hat in ihrem ersten Jahr in Deutschland bemerkenswerte Entwicklungsschritte vollzogen – sowohl in ihrer Persönlichkeit als auch in ihrer Athletik und insbesondere in der Defensivarbeit. Offensiv verfügt sie weiterhin über großes Entwicklungspotenzial, vor allem in der Zusammenarbeit zwischen Rückraum und Kreis, im situativen Entscheidungsverhalten sowie in ihrer positionsspezifischen Spielweise. Ihr Entwicklungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Aufgrund ihres ausgeprägten Ehrgeizes und ihres täglichen Anspruchs, sich kontinuierlich zu verbessern, freuen wir uns sehr über die Vertragsverlängerung.“ Foto: Kevin Becher

ZU VIELE FEHLER GEGEN MELSUNGEN

12.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mehrfach hatte der Bergische HC die Chance, das erste Bundesligaspiel des neuen Jahres gegen die MT Melsungen zu drehen. Doch immer wieder leistete sich die Mannschaft genau in solchen Situationen Nachlässigkeiten und lud den Gegner so zu einfachen Toren ein. Das 26:29 (14:16) wurde dem Spielverlauf daher gerecht.
Die ersten 20 Minuten gehörten allerdings den Gastgebern. Christopher Rudeck fand hervorragend ins Match, entschärfte auch viele freie Bälle und war mit einer Fangquote von 55 Prozent überragender Spieler. Im Angriff nutzte die Mannschaft die Vorlage allerdings zu selten. Der BHC führte 7:6 und nach Fynn Hangsteins erstem Treffer im Löwen-Dress 9:7, hätte aber deutlicher in Front gehen können. Mit vielen technischen Fehlern und zum Teil überhasteten, wenig zwingenden Abschlüssen machte sich der BHC selbst das Leben schwer. Als dann auch die Abwehr lückenhafter wurde, nutzten die Melsunger das aus und kompensierten sogar eine Rote Karte gegen Nikolaj Enderleit und die daraus folgende Unterzahl erfolgreich. In der Schlusssekunde der ersten Halbzeit markierten die Gäste ihre erste Zwei-Tore-Führung überhaupt, nachdem Rudeck bei einer Parade Pech hatte und der Abpraller der MT wieder vor die Füße sprang.
Aus der Kabine kamen die Gastgeber recht schwach zurück. Sie leisteten sich weiterhin viele Fehler und teilweise unvorbereitete Würfe. Die MT zog von 16:14 auf 19:15 weg. Das nun folgende Bild wiederholte sich in seiner Struktur mehrfach: Noah Beyer, der neun Mal traf und sich in guter Form befand, verkürzte mit zwei Toren auf 17:19, Kim Voss-Fels gelang mit dem ersten Bundesliga-Tor seiner Laufbahn der Anschluss. Der BHC schien am Drücker, 2114 Fans hofften
Fehler und teilweise unvorbereitete Würfe. Die MT zog von 16:14 auf 19:15 weg. Das nun in der Wuppertaler UNIHALLE auf die Wende. Zwei Fehler später führten die MT wieder mit drei Treffern. Auch vom späteren 21:25 erholte sich der BHC, verkürzte durch Julian Fuchs und Sören Steinhaus jeweils noch mal auf zwei Tore Unterschied. Doch auch in den letzten zwei Minuten änderte sich das Bild nicht. Wenn die MT treffen musste, traf sie - oder profitierte von einem technischen Fehler des BHC. 16 Stück hatten die Löwen zum Schluss auf dem Konto - in der Regel zu viele, um in der 1. Liga zu gewinnen.

Fotos aus der Wuppertaler UniHalle: Jochen Classen

ALEXANDRA LUNDSTRÖM BLEIBT BEIM BHC

10.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Auch Spielmacherin Alexandra Lundström hat ihren Vertrag beim Bergischen HC um  ein weiteres Jahr bis zum 30.06.2027 verlängert. Die 27-jährige Schwedin wechselte im letzten Sommer aus Norwegen ins Bergische Land und hatte bisher mit etwas Verletzungspech zu kämpfen. Erst in zwölf von 16 Meisterschaftsspielen konnte sie zeigen, wie wichtig sie für den Zweitligisten sein kann. Unter anderem ein Grund, warum die ehrgeizige Kreativspielerin ihr Engagement beim BHC fortführt:
„Ich habe mich für eine Vertragsverlängerung entschieden, weil ich mich hier wohlfühle und ich viel Potenzial in uns als Team und im Bergischen HC als Verein sehe. Die Saison war bisher sowohl für mich persönlich als auch für unsere Mannschaft schwierig. Ich habe das Gefühl, dass unser Team so viele gute Qualitäten hat, die wir derzeit in den Spielen nicht umsetzen können. Ich selbst war in den letzten drei Monaten aufgrund von Verletzungen oft außer Gefecht, was es mir schwer macht, ein gutes Niveau zu erreichen. Aber ich bin hier von so vielen großartigen Menschen und Spielerinnen umgeben - und auf beiden Seiten gibt es viel zu tun. Ich freue mich darauf, diese Arbeit gemeinsam mit diesen Menschen zu leisten.“
So sieht es auch Geschäftsführerin Assina Müller und setzt weiter auf die Schwedin: „Alex ist mit hohen Erwartungen zum BHC gewechselt, denen sie in dieser Saison bereits in vielen Momenten ihre handballerische Klasse hat erkennen lassen. Auch wenn sie ihr Potenzial noch nicht durchgängig ausschöpfen konnte, ist ihr Mehrwert für die Mannschaft unbestritten. Mit zunehmender Konstanz im Trainings- und Spielbetrieb wird sie dem Team künftig noch mehr Stabilität, Sicherheit wenn sie ihr Potenzial noch nicht durchgängig ausschöpfen konnte, ist ihr Mehrwert für die Mannschaft unbestritten. Mit zunehmender Konstanz im Trainings- und Spielbetrieb wird sie dem Team künftig noch mehr Stabilität, Sicherheit und Führungsqualität im Angriff geben.“ Foto: Odette Karbach

BHC: AUCH DIEDRICH GEHT

10.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Lukas Diedrich, der im Sommer 2024 vom TuSEM Essen zu den Löwen kam, wird den Bergischen HC zum Saisonende nach zwei Jahren wieder verlassen. Der Torhüter hat sich nach den Vertragsgesprächen für einen Wechsel entschieden und wird sich ab Sommer einer neuen sportlichen Aufgabe widmen.
„Nach dieser Entscheidung liegt mein Fokus vollständig auf dem sportlichen Erfolg des Vereins“, lässt „Didi“ keinen Zweifel daran, dass es bis zum Ende seines Vertrages mit dem BHC noch Einiges zu erreichen gilt. „Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt, und wir werden alles daransetzen, den Verein dort zu halten wo er hingehört – nämlich in der 1. Liga.“
„Lukas hat sich hier ganz schnell integriert, als er zu uns kam und sich immer vorbildlich im Sinne der Mannschaft verhalten. Leider hatte er in seiner Zeit nicht die sportliche Rolle, die er sich erhofft und wir uns für ihn gewünscht haben“, blickt Fabian Gutbrod, Sportlicher Leiter des BHC zurück. „Von daher kann ich seine Entscheidung nachvollziehen, sich für einen erneuten Wechsel entschieden zu haben um wieder mehr Spielanteile zu bekommen. Bis dahin ist er aber noch Teil
der Mannschaft verhalten. Leider hatte er in seiner Zeit nicht die sportliche Rolle, die er sich der Löwen und ich bin mir absolut sicher, dass er alles für unser Ziel, den Klassenerhalt geben wird. Für seine Zukunft wünsche ihm persönlich und sportlich nur das Beste.“
Mit dem Abgang von Lukas Diedrich stehen mit Christopher Rudeck (2027) und Louis Oberosler (2028), dessen Ausleihe in die 2. Handball-Bundesliga zum TSV Bayer Dormagen im Sommer endet, über die Saison hinaus zwei Torhüter bei den Bergischen Löwen unter Vertrag.
Am morgigen Mittwochabend setzt der Bergische HC seine Mission Klassenerhalt fort. Zu Gast um 20:30 Uhr in der Wuppertaler UNIHALLE ist die MT Melsungen - genau der Kontrahent, gegen den erst im Dezember ein großer Triumph im Viertelfinale des DHB-Pokals gelang. Durch das 30:23 feierte der BHC den ersten Einzug ins Lidl Final4 nach zehn Jahren. Nun wollen die Löwen auch in der Bundesliga Punkte gegen die Nordhessen holen.
Nicht mehr für die Löwen auflaufen wird Robin Granlund. Der finnische Nationalspieler hat sich nach seiner schweren Knieverletzung bei den Bergischen Löwen wieder zurück in den Wettkampf gebracht und wechselt mit dem Ausblick auf mehr Spielanteile zum UHK Krems in die höchste österreichische Spielklasse. Foto: Jochen Classen

WELTSTAR BEIM VFL GUMMERSBACH

10.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Die Gerüchteküche im Großraum Bergisches Land brodelte seit Wochen. Jetzt ist es offiziell: Der spanische Weltstar Alex Dujshebaev (33) wechselt in die Handball-Bundesliga zum VfL Gummersbach. Das gab der Bundesligist am Montagnachmittag bekannt. Entsprechende Gerüchte kursierten seit der gerade erst abgelaufenen Europameisterschaft und wurden durch einen Bericht der Sport Bild noch angeheizt. Jetzt hat der oberbergische Altmeister für Fakten gesorgt. Dujshebaev unterschreibt einen Vertrag für drei Jahre bis zum Sommer 2029. Angeblich soll sich Gummersbach im Werben um den spanischen Nationalspieler gegen den THW Kiel durchgesetzt haben. Dessen Geschäftsführer, der frühere BHC-Spielmacher Viktor Szilágyi, hat aber ein Interesse des Rekordmeisters zuletzt aber vehement dementiert. Foto: El Mundo

NOAH BEYER VERLÄSST DEN BHC

09.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Während Noah Beyer zum Ende der Saison vom Personalkarussell absteigt, verlängert Lukas Becher seinen Vertrag bis Sommer 2028. Ebenfalls für zwei Jahre wechselt Gabriel da Rocha Viana vom Zweitligisten TuS Ferndorf ins Bergische Land.
Nach vier Jahren im Trikot der Löwen hat sich Noah Beyer im Rahmen der Vertragsgespräche mit den BHC-Verantwortlichen entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Das TUSEM-Eigengewächs machte mit seinem Wechsel zu den Löwen seine ersten Schritte in der höchsten deutschen Spielklasse und hat sich nun als gestandener Linksaußen für einen weiteren Karriereschritt innerhalb der DAIKIN HBL entschieden.
„Ich bin sehr dankbar für die letzten Jahre beim Bergischen HC. Wir sind gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen, wodurch ich mich weiterentwickelt habe. Dennoch widme ich mich im Sommer einer neuen sportlichen, als auch persönlichen Herausforderung. Bis dahin heißt es aber alles geben für den BHC. Ich danke allen Beteiligten im Verein und vor allem den Fans für die tolle Zeit“, blickt Noah Beyer auf den bevorstehenden Abschied im Sommer.
Mit Lukas Becher, der aufgrund einer kurzfristigen Vertragsauflösung zu Saisonbeginn von der HSG Wetzlar zurück zu seinem Heimatverein ins Bergische wechselte, bleibt ein BHC-Eigengewächs für weitere zwei Jahre an Bord. „Ich freue mich sehr, meinen Vertrag beim BHC zu verlängern. Die Gespräche waren sehr vertrauensvoll und ich freue mich den mir aufgezeigten Weg gemeinsam mit dem Club zu gehen“, kommentiert der Rechtshänder den weiteren Weg in seiner Heimat. „Wir haben gemeinsam noch viel vor und ich bin stolz mit meinem Heimatverein auf aller höchstem Niveau um Punkte zu kämpfen.“
„Es macht uns stolz, dass wir mit Lukas den Vertrag mit einem waschechten Solinger Jungen verlängern konnten. Ich habe ihn damals schon in der B-Jugend trainiert und diese Geschichte ist dann auch ein tolles Signal an unsere Nachwuchsspieler, dass es wieder ein Spieler aus den eigenen Reihen bis zu den Profis geschafft hat“, freut sich BHC-Trainer Markus Pütz über die Erfolgsgeschichte. „Lukas ist auf wie neben der Platte ein wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft und wir freuen uns auf die nächsten zwei Jahre mit ihm.“
Mit dem Portugiesen Gabriel da Rocha Viana komplettiert ein gestandener Zweitligaprofi vom TuS Ferndorf im Sommer das Aufgebot auf Linksaußen. Der 23-jährige kam 2022 vom VfL Ferndorf im Sommer das Aufgebot auf Linksaußen. Der 23-jährige kam 2022 vom VfL Gummersbach ins Siegerland und wurde schnell zum Stammspieler beim TuS. In aktuell 13 Partien der 2. Handball-Bundesliga erzielte der Rechtshänder bislang 33 Treffer. Über die portugiesische U19- (2021) und U20-Nationalmannschaft (2022) schaffte Viana den Sprung in die A-Nationalmannschaft seines Heimatlandes und gehört seit 2023 zum erweiterten Kader der Portugiesen. „Ich freue mich sehr für so einen großartigen Verein wie den Bergischen HC spielen zu dürfen und mich dort weiterzuentwickeln“, blickt Gabriel da Rocha Viana voller Vorfreude. Foto: Jochen Classen

BHC UNTERLIEGT BEIM SCHLUSSLICHT

08.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Es bleibt dabei. Der Bergische HC bekommt keine Konstanz in seine Leistungen. Eine Woche nach dem verdienten 27:23-Erfolg gegen die Berliner Füchse verlor das Team von Interims-Trainerin Assina Müller, das erneut auf Torhüterin Natascha Krückemeier, Spielmacherin Alex Lundström und Linksaußen Madita Probst antreten musste, beim Schlusslicht in Kirchhof mit 28:27 (18:12).
In der Vorwoche noch das Prunkstück, war die BHC-Abwehr in der ersten Halbzeit nahezu ein Totalausfall: Kein Zugriff, keine Blockarbeit. Der Kirchhöfer Rückraum um Chantal Reimbold, Juliana Wagner und Fiona Adam kam nahezu mühelos zu Abschlüssen und belohnte sich mit dem 18:12-Halbzeitstand.
Ein völlig anderer BHC präsentierte sich nach Wiederanpfiff. Angeführt von Kapitänin Djazzmi Trabelsi starteten die Gäste mit einem 6:0-Lauf zum Ausgleich (18:18, 37.). Als Norma Goldmann ihre zweite Zeitstrafe abbrummte, ging Kirchhof erneut in Führung. Veki Tolic behielt die Übersicht und traf zum 19:21 (44.). In der Folgezeit tat sich der BHC weiterhin schwer mit der offensiven Abwehr, leiste sich technische Fehler, scheiterte an der gut aufgelegten Lena Schmid im Kirchhöfer Tor und hatte etwas Pech, dass schnell aufgezogene Kreuzbewegungen oftmals (zu früh) abgepfiffen wurden. Annalena Welsch gelang ein letztes Mal der Ausgleich (26:26, 55.). Wagner und Reimbold stellten auf 28:26 (59.), danach gelang Torjägerin Svenja Mann lediglich noch der Anschluss. Ohne Punkte, dafür mit der Erkenntnis, dass 15 gute Minuten nicht für einen Zweitliga-Sieg reichen, trat der BHC die Rückreise an. Foto: Kevin Becher

VESNA TOLIC BLEIBT BEIM BHC

06.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Abwehr-Chefin Vesna „Veki“ Tolic hat ihren Vertrag beim Bergischen HC um ein weiteres Jahr bis zum 30.06.2027 verlängert. Damit geht die 33-jährige Kroatin in ihre dritte Spielzeit beim Bergischen Zweitligisten, mit dem sie noch einiges vor hat:
„Die Vertragsverlängerung war für mich eine Herzensentscheidung. Ich möchte weiterhin Teil des Weges und der Zukunft des BHC sein und aktiv dazu beitragen, den Club gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Arbeit mit den Menschen im Verein macht mir großen Spaß, und die Arbeit mit der Jugend bereitet mir ebenfalls viel Freude. Ich fühle mich hier sehr wohl und bin glücklich, weiterhin Teil dieser besonderen Familie zu sein, meine Erfahrungen einzubringen und die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten.“
Als Mitglied des Mannschaftsrats ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen den Verantwortlichen und dem Team. Auf dem Feld geht sie als „emotional Leader“ voran. Und bei der BHC-Jugend leitet sie regelmäßig Übungseinheiten und führt den Nachwuchs an den Leistungshandball ran.
„Vesna ist eine zentrale Führungspersönlichkeit unserer Mannschaft. Mit ihrer Ausstrahlung und Präsenz übernimmt sie in der Abwehr eine tragende Rolle und geht stets mit gutem Beispiel voran. Als emotionale Leaderin übernimmt sie kontinuierlich Verantwortung und gibt ihre große Erfahrung an unsere jungen Spielerinnen weiter. Ihre tägliche Professionalität verkörpert genau die Werte und den Anspruch, für die wir als Verein stehen“, zeigt sich Geschäftsführerin und Interims-Trainerin Assina Müller zufrieden mit der Fortführung der Zusammenarbeit. Foto: Odette Karbach

ÜBERRASCHUNG DES JAHRES

05.02.26 GERMAN HANDBALL AWARDS 2025 - Ein ereignisreiches Jahr 2025 vom Gummersbacher Abwehrchef Tom Kiesler (Foto) fand an diesem Donnerstag ein ruhmreiches Ende. Nach langer Leidenszeit feierte er im März sein Comeback und seitdem ging es nur noch bergauf - mit überragenden Leistungen erarbeitete Tom sich sein Debüt in der deutschen Handballnationalmannschaft, heißt es seitens des VfL Gummersbach. Für seine starke Leistung im vergangenen Jahr wurde Tom mit dem German Handball Award in der Kategorie Überraschung des Jahres 2025 ausgezeichnet. Der Engagementpreis ging ebenfalls ins Oberbergische Land. Julian Köster wurde für seinen Einsatz als Special-Olympics-Botschafter geehrt. Foto: Odette Karbach
GERMAN HANDBALL AWARDS 2025
Preis - Preisträger
German Handball Award Frauen - Katharina Filter
German Handball Award Männer - Mathias Gidsel
Überraschung des Jahres weiblich - Aimee von Pereira
Überraschung des Jahres männlich - Tom Kiesler
Nachwuchshoffnung weiblich - Mia Fuchs
Nachwuchshoffnung männlich - Rasmus Ankermann
Beachhandballer des Jahres - Lars Zelser
Beachhandballerin des Jahres - Emma Pilz
Team des Jahres Frauen - Deutschland-Nationalmannschaft (Halle)
Team des Jahres Männer - SC Magdeburg
Trainer des Jahres - Bennet Wiegert
Schiedsrichter des Jahres - Robert Schulze & Tobias Tönnies
Handball-Persönlichkeit - Josefine Schneiders
Publikumsliebling - Domenico Ebner
Engagementpreis - Julian Köster (Special-Olympics-Botschafter)
Lebenswerk - Dirk Leun

TRAINERGESPANN VERLÄNGERT BIS 2028

05.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Sie sind ein funktionierendes Trainer-Team - und werden es bleiben. Arnor Gunnarsson und Markus Pütz stehen auch in den kommenden beiden Saisons weiterhin in der sportlichen Verantwortung beim Bergischen HC. Das Duo hat seinen Vertrag bis Sommer 2028 verlängert.
„Mit ihrer Arbeit, ihrer Akribie und dem Verständnis, wie der Bergische HC funktioniert und der Idee, die hinter dem Club steht, setzen sie den Fokus ganz klar auf die Entwicklung in allen Bereichen“, hebt Fabian Gutbrod den Wert des Trainergespanns und die Vertragsverlängerung heraus. Arnor Gunnarsson (38) und Markus Pütz (39) sind zwei Urgesteine des Clubs. Gunnarsson wechselte zur Saison 2012/13 zum BHC und prägte elf Jahre die Rechtsaußen-Position. Zur
Spielzeit 2023/24 beendete der Rekord-Torschütze (1003 Treffer für die Löwen) seine aktive Karriere und ging als Co-Trainer in den Stab des damaligen Chefcoachs Jamal Naji. Pütz ist seit 2014 im Verein, begann als B-Jugend-Coach und gehörte seit 2017 in verschiedenen Rollen zum Trainerstab bei den Profis.
Nach der Trennung von Naji im April 2024 rückten dann beide gemeinsam in die Hauptverantwortung. Gunnarsson und Pütz hatten sich in ihrer gemeinsamen BHC-Zeit schätzen gelernt und wollten die Aufgabe zusammen angehen. Das Konzept, dass Erstgenannter eher für die Offensive zuständig ist, während Pütz den Fokus auf die Abwehr legt, funktionierte von Anfang an. Unter der Leitung des Duos holte der BHC mit dem Rücken zur Wand stehend noch 7:5- Punkte, stieg aber trotzdem in die 2. Liga ab. In der überwinterte die Mannschaft als Tabellenführer mit 24:10-Zählern als Tabellenführer,
steigerte sich in der Rückrunde aber noch einmal deutlich und legte eine perfekte Halbserie mit 17 Siegen hin. Der Wiederaufstieg stand bereits sechs Spieltage vor Schluss fest. Die laufende Bundesliga-Saison begann zäh, doch auch hier gelang es Gunnarsson und Pütz, die Mannschaft immer besser zu machen. Im November und Dezember stabilisierte sich das Team, holte bis zur Winterpause zehn Punkte und zog sensationell ins Lidl Final4 des DHB-Pokals ein, das im kommenden April auf dem Programm steht.
Für den BHC stand es somit außer Frage, dass er das Trainer-Team weiter an sich binden wollte. „Markus und Arnor sind ein echtes Duo, bei dem Keiner böse ist, wenn man den Ein oder Anderen besonders herausstellt. Von daher sind wir sehr froh, dass wir mit dem Gespann die Verträge bis 2028 verlängern konnten“, lobt Fabian Gutbrod die Charaktere. „Wir haben täglich einen sehr intensiven Austausch und sind in ganz vielen Themen derselben Meinung. Natürlich gibt es auch Fragestellungen, die wir diskutieren. Aber auch da macht es mir große Freude mich mit den Beiden auszutauschen, weil der BHC im Vordergrund steht. Sie sind ein großer Baustein in unserer Entwicklung seit dem Abstieg. Ich bin mir zu einhundert Prozent sicher, dass sie aktuell genau das richtige Duo für den Bergischen HC sind“, unterstreicht der sportliche Leiter die vollzogene Vertragsverlängerung.
„Wir sind froh, dass wir gemeinsam beim BHC weiterarbeiten dürfen, denn die Arbeit für den Club und mit der Mannschaft macht uns unglaublich Spaß. Wir freuen uns auf die Aufgaben, die in den kommenden zwei Jahren auf uns zukommen. Mit der Unterstützung unserer fantastischen Fans wollen wir gemeinsam für die Zukunft das Beste herausholen. Dafür geben wir alles“, blickt Clublegende Arnor Thor Gunnarsson auf die Fortführung seiner Trainertätigkeit für den BHC.
Auch Markus Pütz, der aus dem Bereich der Nachwuchsförderung den Weg zum Profitrainer der Löwen fand, blickt voller Stolz und Vorfreude auf die Fortführung der gemeinsam begonnen Weges: „Arnor und ich freuen uns sehr die Aufgabe weiterführen zu dürfen. Die gemeinsame Arbeit und der Prozess, den BHC zu stabilisieren und weiterzuentwickeln bereitet uns große Freude. Der souveräne Aufstieg im ersten Trainerjahr, aktuell ein Nichtabstiegsplatz als Aufsteiger und die Teilnahme am Lidl Final 4 nach zehn Jahren ist ein schönes Zwischenergebnis. Das macht uns stolz, auch wenn wir uns die Entwicklung, besonders der jungen Spieler, anschauen. Dies ist aber nur eine Momentaufnahme. Wir sind noch nicht fertig und wollen mit dem BHC, seinem Umfeld und dem Bergischen Städtedreieck weitere Schritte machen. Wir freuen uns auf die nächsten zwei Jahre.“ Foto: Jochen Classen

DJAZZMIN TRABELSI BLEIBT BEIM BHC

03.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im Sommer 2024 wechselte Djazzmin Trabelsi von den Füchsen aus Berlin ins
Bergische Land. Gleich nach dem neuerlichen Erfolg gegen ihren Ex-Club verlängerte die 27-Jährige, die in dieser Saison gemeinsam mit Hannah Kamp das Kapitäninnen-Amt bekleidet, ihren Vertrag beim Bergischen HC bis zum 30.06.2027.
„Ich fühle mich in der BHC-Familie sehr wohl. Ich habe nach wie vor großes Vertrauen in das Projekt und freue mich auf unsere gemeinsame Zukunft“, erklärt die sympathische Holländerin, die gemeinsam mit Team-Partnerin Veki Tolic auch die Patenschaft der Bundesliga A-Mädchen übernommen hat und dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Seite steht.
Im bisherigen Saisonverlauf erzielte Linksaußen Djazz Trabelsi 37 Treffer. Klar, dass sich Geschäftsführerin und Interims-Trainerin Assina Müller über die Verlängerung freut: „Djazzmin übernimmt sowohl auf als auch neben dem Spielfeld. Klar, dass sich Geschäftsführerin und Interims-Trainerin Assina Müller über die als Kapitänin enorm viel Verantwortung. Sie verkörpert mit ihrer offenen und sympathischen Art das, was wir beim BHC vermitteln wollen - ein authentisches und professionelles Auftreten als Mensch sowie Spielerin. Zusammen mit Madita Probst wird sie weiterhin ein gutes Duo auf Linksaußen bilden.“ Foto: Odette Karbach

TOLLE HEIMSIEGE FÜR SOLINGER TEAMS

01.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Erst gelang dem HSV Gräfrath im Freitagspiel in der Klingenhalle ein überzeugender 25:18-Sieg gegen die SG Kirchhof, dann überraschten die BHC-Frauen beim Rückrundenstart gegen den bisherigen Tabellenzweiten Füchse Berlin mit einem 27:23-Erfolg. Svenja Mann war mit elf Treffern die Matchwinnerin. Aber auch andere BHC-Spielerinnen wie Pia Terfloth (in Abwehr und Angriff) oder Torhüterin Lena Lindemann verdienten sich Bestnoten im ausgezeichnet eingestellten Solinger Team. Der BHC liegt jetzt auf Rang acht und hat einen Punkt weniger als Nachbar Gräfrath auf dem Konto. Und hatte endlich wieder Grund zum Jubeln. Foto: BHC

GUMMERSBACHER FREUEN SICH AUF KROATIEN, ABER...

29.01.26 HANDBALL EM - Tom Kiesler ist einer der vier Handball-Asse des VfL Gummersbach, die bei der EM in Dänemark nach der Krone greifen. Doch ausgerechnet vor dem Knüller gegen Favorit Frankreich musste der Abwehrchef des DHB-Teams aussetzen. Wegen einer akuten Erkrankung. Doch auch ohne Kiesler siegte Deutschland mit dem überragenden Juri Knorr (11 Tore) mit 38:34 und trifft nun am Freitag (18 Uhr) im Halbfinale auf Kroatien. Das Handball-EM-Spiel Deutschland-Frankreich und die neueste Folge von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" bescherten dem ZDF und RTL am Mittwochabend herausragende Zuschauerzahlen. 7,02 Millionen sahen den Handball ab 18 Uhr, bei den 14- bis 49-Jährigen gab es sogar einen gigantischen Marktanteil von 42,1 Prozent. In der Prime Time dominierte im jungen Publikum der RTL-Dschungel mit 33,6 Prozent, im Gesamtpublikum hatte ab 20.15  Uhr hingegen der ZDF-Krimi "Die Toten von Salzburg" die Nase vorn. Foto: Odette Karbach

BHC MIT ZITTERSIEG GEGEN SCHLUSSLICHT

26.01.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Im ersten Heimspiel des Jahres gewinnt der Bergische HC gegen die Handball
Luchse aus Buchholz vor nur 100 Zuschauern in der Solinger Klingenhalle mit 23:22 (11:7). Den Siegtreffer erzielte die mit sechs Toren erfolgreichste Werferin, Svenja Mann, 45 Sekunden vor Schluss.
„Gegen die Luchse müssen wir performen“, gab BHC-Trainerin Assina Müller die Marschroute vor. Die Abwehr um Chefin Veki Tolic zeigte sich gegenüber der Vorwoche in Nürtingen verbessert gegen allerdings harmlos agierende Gäste. Torhüterin Natascha Krückemeier war ebenfalls gut aufgelegt und war, wie zuvor Djazz Trabelsi und Lucy Krahwinkel, mit einem Wurf aufs verwaiste Buchholzer Gehäuse erfolgreich. 5:3 nach zehn Minuten. Der BHC erarbeitete sich gute Wurfmöglichkeiten, scheiterte aber meist an der glänzend parierenden Anja Rossignoli, die es am Ende auf 17 Paraden brachte. Es blieb zäh. Der 6:6-Ausgleichstreffer durch Stine Petersen nach 20 Minuten, war ein Weckruf. Die eingewechselten Pia Terfloth und Madita Probst warfen den ersten Vier-Tore-Vorsprung raus (10:6, 26.). Norma Goldmann, vor und nach der Halbzeitpause, sowie erneut Madita Probst stellten auf ein beruhigendes 13:7 (32.), Kreisläuferin Lea Albers hielt den Vorsprung (15:9, 35.).
Die für gewöhnlich schlechte BHC-Phase nach Wiederanpfiff wurde diesmal souverän gemeistert. Unerklärlich, warum es dennoch zu einem Bruch im Spiel kam. Wieder wurden Großchancen ausgelassen und jetzt wackelte auch die Abwehr.
Die Luchse, mit dem Rücken zur Wand stehend, witterten Morgenluft. Angetrieben von Tine Hinz, Lotta Christiansen und der reaktivierten Antonia Pieszkalla kämpften sich die Gäste zurück ins Spiel. Mehr noch: Tine Hinz brachte ihr Team erstmals in
von Tine Hinz, Lotta Christiansen und der reaktivierten Antonia Pieszkalla kämpften Führung (18:19, 49.). Die Partie blieb glanzlos, lebte mehr von der Spannung – und der BHC lebte von der Wurfkraft seiner Torjägerin Svenja Mann. Der Linkshänderin waren, zwei Tage nach ihrem 25. Geburtstag, die letzten vier Treffer ihrer Mannschaft vorbehalten. So auch der viel umjubelte Siegtreffer nach einem Freiwurf kurz vor Spielende. Foto: Katja Hinrichs

GUMMERSBACHER VERZAUBERTE DIE FANS

23.01.26 HANDBALL EM - Im ersten Hauptrundenspiel gegen Dänemark-Bezwinger Portugal lief es in der ersten Halbzeit nicht nach Plan. 11:11 zur Pause. Doch dann schickte Bundestrainer Alfred Gislasson den Gummersbacher Miro Schluroff aufs Parkett. Und der lange Schlaks mit dem härtsten Wurf entschied mit sieben Treffern die dramatische Begegnung und wurde in Dänemark gefeiert. "Das ist wichtig für mein Selbstbewusstsein", freute sich Schluroff nach dem 32:30-Sieg im Nachmittagspiel. Trotz einer arbeitnehmerunfreundlichen Startzeit um 15.30 Uhr hat das Handball-EM-Spiel zwischen Deutschland und Portugal dem Ersten am Donnerstag grandiose Zahlen beschert: 4,02 Millionen sorgten für einen Marktanteil von 34,5 Prozent. In der Prime Time setzte sich "Der Bergdoktor" mit 4,82 Millionen Zuschauenden gegen die "Nord bei Nordwest"-Wiederholung des Ersten durch, RTL hatte mit dem VfB Stuttgart in der UEFA Europa League keine Chance, gewann dafür bei den 14- bis 49-Jährigen den Abend - allerdings ebenfalls mit geringeren Zahlen als sie der Handball am Nachmittag erzielte. Foto: Odette Karbach

FYNN HANGSTEIN AB SOFORT IM LÖWENTRIKOT

23.01.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Fynn Hangstein wird ab sofort das Trikot der Bergischen Löwen tragen. Der bereits für die kommende Spielzeit feststehende Transfer vom ThSV Eisenach zum BHC wird vorgezogen. Darauf einigten sich die Verantwortlichen beider Clubs und der Rückraumspieler in den fortlaufenden Gesprächen der vergangenen Wochen.
Am Ende des konstruktiven Austausches steht der sofortige Wechsel unter zufriedenstellenden Rahmenbedingungen für alle Beteiligten. „Aufgrund unserer Verletztenliste war es unser aller Wunsch, den für den Sommer feststehenden Transfer bereits vorziehen zu können“, zeigt sich Fabian Gutbrod mit dem Ergebnis der Bemühungen äußerst zufrieden. „Wir sind sehr glücklich Fynn bereits jetzt bei uns zu haben. Ich bin mir sicher, dass er menschlich wie sportlich in die Mannschaft passt und sich schnell integrieren wird. Dies ist ein weiterer Baustein für unser großes Ziel, den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL.“
„Ich bin froh, dass es bereits während der EM-Pause mit dem Wechsel zum BHC geklappt hat. Die Mannschaft hat mich direkt voll in das Training mit aufgenommen. Ich freue mich auf das erste Heimspiel und die kommenden zweieinhalb Jahre“, so Fynn Hangstein zum vorzeitigen Transfer. Foto: BHC

EIN LINKSHÄNDER FÜR DEN BHC

20.01.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit 75 Assists führt Janik Schrader aktuell die 2. Bundesliga an und stellt seine Qualitäten damit Woche für Woche unter Beweis. Im Sommer wechselt der Rückraum-Linkshänder zum ersten Mal in seiner Karriere ins Handball-Oberhaus. Beim Bergischen HC hat der 26-Jährige einen Zweijahresvertrag unterschrieben. „Wir freuen uns auf einen sehr interessanten Spieler, der Qualitäten im rechten und mittleren Rückraum mitbringt“, betont Markus Pütz, der mit Arnor Gunnarsson das BHC-Trainerteam bildet.
Janik Schrader wurde in Kiel geboren, begann aber in Lübeck mit dem Handballsport und schaffte es dort auch in den Kader von Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau. Seit 2017 hat er 636 Zweitliga-Tore erzielt und sich vor allem in den vergangenen dreieinhalb Jahren zum Führungsspieler entwickelt. „In Lübeck ist er Dreh- und Angelpunkt. Er hat gelernt, mit viel Verantwortung umzugehen“, sagt Markus Pütz über den Mannschaftskapitän des derzeitigen Tabellensiebten.
„Janik gibt uns viele Möglichkeiten, weil er mehrdimensional einsetzbar ist. Für eine Abwehr ist es sehr unangenehm, wenn auf der Mitte ein Linkshänder auftaucht.“ In der laufenden Saison befindet sich Janik Schrader in hervorragender Form. Im November wurde er als Spieler des Monats ausgezeichnet. Neben seiner Führung bei den Vorlagen kann sich auch die Torausbeute im Ligavergleich sehen lassen. 78 seiner 79 Treffer markierte er aus dem Feld, was Rang zehn bedeutet. „Janik ist seit Jahren einer der besten Spieler der 2. Liga und war daher sehr umworben“, sagt Fabian Gutbrod, Sportlicher Leiter des BHC. „Wir sind stolz, dass er sich für uns entschieden hat.“
Auch Gutbrod hebt hervor, dass Schrader als Linkshänder auf der Mitte spielen kann: „Das ist sehr interessant, weil es uns noch mal mehr Optionen gibt.“ Schrader sei clever, technisch und taktisch stark. „In Lübeck-Schwartau trägt er sehr viel Verantwortung, ist dort auch Kapitän. Der Schritt zu uns ist ein sehr guter für ihn“, sagt der Sportliche Leiter. „Er verlässt damit sein gewohntes Umfeld und muss sich neu beweisen. Er ist unser absoluter Wunschspieler auf dieser Position. Foto:BHC
Das Heimspiel des Bergischen HC gegen die MT Melsungen ist neu terminiert. Demnach findet die erste Partie nach der EM-Pause am Mittwoch, 11. Februar 2026 um 20:30 Uhr in der Wuppertaler UNIHALLE statt. Der Vorverkauf ist ab sofort freigeschaltet.

BHC VERLIERT AM ENDE ZU HOCH IN NÜRTINGEN

18.01.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Nach der wetterbedingten Spielabsage musste der Bergische HC auch im zweiten Spiel in 2026 auswärts antreten. In einer temporeichen Begegnung vor einer mit 750 Zuschauern stimmungsvollen Kulisse in Nürtingen gewann die heimstarke TG gegen den BHC 33:25 (13:11).
Beim BHC fehlten Spielmacherin Alexandra Lundström und Pia Terfloth verletzungsbedingt, dafür war Rechtsaußen Hannah Kamp erstmals wieder mit von der Partie und netzte dreimal sehenswert ein. Das 0:1 durch Torjägerin Svenja Mann konterte Nürtingen mit einem 4:0-Lauf und deckte die BHC-Probleme im Rückzug kompromisslos auf. Das Team von Trainerin Assina Müller fing sich, hatte mit U19-Europameisterin Lena Lindemann einen starken Rückhalt im Tor. Ruby Vaessens und drei Treffer in Folge von Norma Goldmann bedeuteten den Ausgleich (5:5, 12.). Der BHC war wieder im Spiel. Lindemann parierte einen Strafwurf und den anschließenden Nachwurf gegen die überragende Nürtinger Spielmacherin Lisa Fuchs und Svenja Mann brachte den BHC erneut in Führung (5:6, 14.). Im Spiel ohne Ball erarbeiteten sich die Gäste gegen die robuste Nürtinger Abwehr gute Wurfchancen, scheiterten aber oftmals an Torfrau Kerstin Sander im TGN-Gehäuse. Nürtingen drückte aufs Tempo und setzte die BHC-Abwehr massiv unter Druck. Immer wieder gelang der Ball zu Kreisläuferin Nora Erhardt, die insgesamt sieben Treffer erzielte. 11:6 nach 23 Minuten. Wieder rannte der BHC einem Rückstand hinterher. Und wieder kämpften sich die Gäste heran – erneut Svenja Mann verkürzte auf 11:10 (28.).
Gleich nach Wiederanpfiff brachte Ronja Bühler ihr Team mit 14:11 in Führung. Der BHC wehrte sich, blieb durch einen Kamp-Treffer in Schlagdistanz (21:18, 44.). Durch die Ausfälle fehlten Müller die Alternativen. Rechtsaußen Lucy Krahwinkel sorgte im Rückraum für Entlastung und machte ihre Sache insgesamt ordentlich. Aber der Nürtinger Rückraum um Lisa Fuchs, zwischenzeitlich von Hannah Kamp kurz gedeckt, Lisa Wieder und Annika Distel wirbelte unaufhaltsam.
Kommenden Samstag hat der BHC zum ersten Mal in diesem Jahr Heimrecht. Das Spiel gegen Liga-Schlusslicht HL Buchholz-08 Rosengarten wird in der Solinger Klingenhalle um 18:30 Uhr angepfiffen.

BLACK FOXES GEWINNEN IN CRONENBERG

17.01.26 HANDBALL VERBANDSLIGA - Die Begegnung des Tabellenzweiten und des Tabellenführers hielt, was es versprach. Die Gäste des Vohwinkeler STV nahmen die Favoritenrolle ein und die Verfolger der Cronenberger TG versuchten sie zu ärgern. Beim 4:3 gelang es den Hausherren um Trainer David Horscht in Führung zu gehen, ansonsten lagen die Black Foxes vorne. Daher kam das Spiel sowie die Zuschauer in der 53. Minute richtig in Fahrt. Da setzte Steffen Prior den Ball in die Maschen und weckte ein Fünkchen Hoffnung auf den Heimsieg. Doch der Ligaprimus übernahm wieder die Kontrolle. In der 57. Minute kochte es erneut hoch, als Dennis Röhrig zum 24:25 verkürzte. Bis die Sirene schrillte, nutzen die Vohwinkeler die Chancen zum 24:27 Endergebnis. Der Wermelskirchener TV hat nach seinem Sieg die Cronenberger auf den dritten Tabellenplatz verdrängt. Bereits am Donnerstag kommt es also wieder zum Spitzenspiel. Um 20:30 Uhr kommen die Wermelskirchener zur Sporthalle Nocken, um sich mit den Black Foxes zu messen.

Fotos aus dem Sportzentrum Küllenhahn: Odette Karbach


 

 
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