OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL




 

NEUAUFLAGE DES POKALFINALES

18.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Nach zwei Heimspielen in der Wuppertaler UNIHALLE geht es für den Bergischen HC am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison in die Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf. Zu Gast ist um 15 Uhr der Deutsche Meister 2025 und amtierende Pokalsieger Füchse Berlin. Die Rollenverteilung ist klar, doch der BHC wird alles daransetzen, um seine Außenseiterchance zu wahren.
„Wir hoffen natürlich darauf, dass Berlin einen schlechten Tag erwischt“, sagt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson. Die Berliner sind zwar gut in die Bundesliga-Saison gestartet, mit dem Champions- League-Spiel am Mittwoch waren sie allerdings nicht zufrieden. Gegen KC Veszprem verloren die Hauptstädter zu Hause 29:35 (16:21). Die Vorbereitungszeit auf das Bundesligaspiel am Sonntag fällt für das Team von Coach Nicolej Krickau daher etwas kürzer aus als für den BHC. Gunnarsson: „Falls das ein Vorteil für uns sein könnte, wollen wir ihn nutzen.“
Beim BHC ist die Lage in dieser Trainingswoche besser als in der vorigen. Die Erkältungswelle ist inzwischen beendet, die Truppe hat mit Ausnahme der beiden Langzeitausfälle Yannick Fraatz und Janik Schrader trainiert. Bei Neuzugang Schrader findet bald ein Belastungstest statt. „So lange müssen wir noch abwarten“, sagt Markus Pütz, Gunnarssons Trainer-Partner.
Der Rest der Mannschaft ist am Sonntag dabei. Die knappe 28:29-Niederlage beim HC Erlangen haben die Bergischen inzwischen verdaut. „In der Trainingsarbeit haben wir den Fokus etwas anders gesetzt. Wir wollen natürlich weniger technische Fehler machen“, stellt Pütz klar.
Mit den Berlinern hat der BHC seit dem Wiederaufstieg keine guten Erfahrungen gehabt. In der Liga gingen die Spiele 27:39 und 28:35 verloren. Im seitens der Löwen sensationell erreichten Finale des DHB-Pokals gewannen die Füchse 42:33. Die Mannschaft ist ihrer Favoritenrolle also deutlich gerecht geworden.
Die BHC-Chancen könnten aber ein bisschen besser stehen, weil der Berliner Kader zwar immer noch überragend, aber nicht mehr so dominant wie vorige Saison ist. In Lasse Andersson gaben die Hauptstädter einen herausragenden Rückraum-Rechtshänder ab. Auch Torhüter Dejan Milosavljev ist nicht mehr dabei. Nils Lichtlein und Fabian Wiede sind derweil verletzt. Dass das Team um Ex-BHCer Max Darj weiterhin jeden schlagen kann, hat es aber bereits unter Beweis gestellt. Zuletzt gewann Berlin 33:28 gegen den VfL Gummersbach. Mit 6:2-Punkten stehen die Füchse auch für ihre Verhältnisse sehr ordentlich da. Die einzige Niederlage setzte es auswärts gegen Meisterschaftsfavorit SC Magdeburg.
Mathias Gidsel (Foto) spielt weiterhin überragend und ist der offensive Kopf der Mannschaft. „Ihn müssen wir irgendwie in den Griff kriegen, auch wenn das nicht zu 100 Prozent gelingen kann“, sagt Pütz, der fest davon überzeugt ist, dass die Bergischen eine Chance haben, wenn sie ihr Limit erreichen.
Das Match am Sonntag in der Mitsubishi Electric HALLE ist beinahe ausverkauft. Resttickets sind noch im Online-Ticketshop unter www.bhctickets.de oder am Spieltag ab 13:30 Uhr an der Tageskasse verfügbar. Aufgrund des großen Zuschauerandrangs wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.

BHC REIST MIT PERSONALSORGEN AN DIE OSTSEE

17.09.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Auch am zweiten Auswärtsspieltag steht für den Bergischen HC eine weite Fahrt an. Am Samstag tritt das Team von Trainer Ruben Voßhans beim HC Rostock an. Anwurf in der geschichtsträchtigen Fiete Reder Sporthalle ist um 18:30 Uhr.
„Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben und den ersten Auswärtssieg einfahren. Zwei Punkte vor der Spielpause wären enorm wichtig für uns“, gibt Ruben Voßhans an, der auch um die schwere der Aufgabe weiß. „Unsere Personalsituation ist angespannt.“ Rechtsaußen Emma Montag (Foto) fällt nach dem Zusammenprall im Spiel gegen Lintfort definitiv aus. Somit ist Lucy Krahwinkel, am vergangenen Wochenende sechsmal erfolgreich, einmal mehr auf sich allein gestellt. Eine nicht ungewohnte Situation für die 20-Jährige, auf die schon in der letzten Saison als „Alleinunterhalterin“ stets Verlass war.
Weiterhin passen müssen Kreisläuferin Lina Seiffarth und U20-Weltmeisterin Kim Ott. Außerdem zieht gerade die Erkältungswelle durchs Team. „Täglich hat sich eine andere Spielerin krankgemeldet. Die Aufstellung entscheidet sich vermutlich erst am Samstagmorgen bei Abfahrt“, so Voßhans. Vom Tabellenstand her ist der BHC als Fünfter klarer Favorit. Rostock ist Tabellenvorletzter, hat aber bisher auch erst zwei Spiele absolviert. Letzte Woche gab es eine 20:40-Klatsche bei den Berliner Füchsen. Vor heimischem Publikum planen Trainer Dominic Buttig und seine Mannschaft Wiedergutmachung, was die Sache für den BHC nicht einfacher macht. Foto: Kevin Becher

BHC SIEGT IM NRW-DUELL GEGEN DEN TUS LINTFORT

13.09.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Vor 250 Zuschauern landete der Bergische HC einen 35:31-Erfolg gegen den TuS Lintfort und bleibt auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen. Gegenüber der Vorwoche, beim Spiel in Berlin, baute BHC-Trainer Ruben Voßhans seine „Starting-Seven“ um und begann im Tor mit Marlene Wagner, Jasmina Gierga auf der Spielmacher-, sowie Madita Probst und Lucy Krahwinkel auf den beiden Außenpositionen. Gierga und Eigengewächs Krahwinkel sorgten auch gleich für die ersten beiden BHC-Treffer. Lintfort konterte und kam durch Svenja Rottwinkel, mit acht Treffern erfolgreichste Werferin des Abends, zur einzigen Gäste-Führung (2:3, 5.).
Einmal mehr zeigte sich Torjägerin Svenja Mann in Wurflaune und sorgte für die erste Drei-Tore-Führung der Löwinnen (9:6, 17). Aber Lintfort ließ sich nicht abschütteln. Kreisläuferin Jana Willing verkürzte zwei Minuten später sehenswert per Heber auf 9:8. Der BHC zeigte gute Lösungen gegen die offensive Lintforter Abwehr, offenbarte aber einige Schwächen im Abschluss. Djazzmin Trabelsi, die für die glücklose Madita Probst ins Spiel gekommen war, setzte auf den 16:13 Pausenstand.
Auch in der zweiten Halbzeit dominierte der BHC, hatte es aber gegen die leidenschaftlich verteidigenden Lintforterinnen schwer, einen größeren Vorsprung herauszuwerfen. Spätestens das 26:20 durch die erneut zuverlässig agierende Veki Tolic brachte die Vorentscheidung (45). Hüben wie drüben wurde viel gewechselt und taktisch mit der siebten Feld- oder der vierten Rückraumspielerin agiert, am Ergebnisverlauf änderte sich nichts mehr. Am Ende feierte der Bergische HC den 35:31-Heimsieg und rückt in der Tabelle mit 5:1-Punkten auf den fünften Tabellenplatz vor. Foto: Kevin Becher

BHC VERLIERT AUCH GEGEN ERLANGEN

Während der HC Erlangen in der Nürnberger Sporthalle den ersten Saisonsieg feierte, schlichen die Handballer aus Solingen maßlos enttäuscht das Parkett. Mit 28:29 (12:12) hatte der BHC ein Match verloren, obwohl sie in der dramatischen zweiten Halbzeit schon mit fünf Treffern geführt hatten. Okay, die Bergischen sind die Mannschaft mit den meisten technischen Fehlern. Aber bis zur 40. Minute hielten sich beim BHC mit dem starken Steinhaus die Fehler
in Grenzen. Ausgerechnet der ansonsten starke Techniker Hangstein leitete mit einem Fehler eine 0:7-Phase ein, die letztlich vorentscheidend war.
Vier Spiele - vier Niederlagen. Und jetzt braucht der BHC noch mehr Kräfte.   Am 30. September startet die Europaliga um 20:45 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei Tatran Presov in der Slowakei. Das erste Heimspiel steigt am 6. Oktober um 18.45 Uhr gegen den schwedischen Vertreter IK Sävehof in der Solinger Klingenhalle. Dritter Gegner ist MRK Sesvete Triglav Osiguranje aus Kroatien.

NRW-DUELL IN SOLINGEN: BHC EMPFÄNGT TUS LINTFORT

12.09.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Zum zweiten Heimspiel der neuen Saison empfängt der Bergische HC den TuS Lintfort zum NRW-Duell. Anwurf in der Sporthalle Wittkulle ist am Samstag (12.09.2026) um 18:30 Uhr.
Lintfort startete mit zwei Niederlagen in die Saison. Am vergangenen Samstag gab es für das Team von Trainer-Dino Bettina Grenz-Klein eine 15:31-Schlappe beim ESV Regensburg. Torhüterin Anita Poláčková und Rückraumspielerin Femke Kleijkers fielen verletzungsbedingt aus und werden Grenz-Klein auch weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Gut möglich, dass Neuzugang Luisa Bauder, die sich in Regensburg an der Schulter verletzte, und Rechtsaußen Jana Miller ebenfalls passen müssen. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit der Holländerin Yara Vlaswinkel, die vor zwei Jahren noch das BHC- Trikot trug.
Der BHC brennt nach dem Last-Second-Remis bei den Füchsen Berlin darauf, vor heimischer Kulisse den nächsten Sieg einzufahren. Kreisläuferin Ruby Vaessens, die die Fahrt in die Hauptstadt am letzten Samstag wegen einer starken Erkältung nicht antreten konnte, ist wieder mit von der Partie. Rückraum-Shooterin Kim Ott und Kreisläuferin Lina Seiffarth können dagegen noch immer nicht mitwirken. „Der Fokus liegt ausschließlich auf uns. Wir haben uns unter der Woche neue Dinge erarbeitet. Wenn wir uns an den Matchplan halten, sind wir erfolgreich“, nimmt Trainer Ruben Voßhans seine Mannschaft in die Pflicht, das Team vom Niederrhein nicht zu unterschätzen. Foto: BHC

BHC MIT VERDIENTEM PUNKTGEWINN IN BERLIN

06.09.26 HANDBALL FRAUEn 2. LIGA - Das war nichts für schwache Nerven. Erst mit dem Schlusspfiff sichert sich der Bergische HC bei den Füchse Berlin Frauen ein 29:29-Unentschieden. Svenja Mann behielt vom Siebenmeterpunkt die Nerven und sorgte somit mit ihrem achten Treffer für den viel umjubelten Punktgewinn. Vor 417 Zuschauern starteten beide Teams nervös. Erst nach drei Minuten gelang Norma Goldmann der erste Treffer der Partie zum 0:1. Trotzdem hatte der BHC Schwierigkeiten, sich im Angriff gegen die Berliner Defensive durchzusetzen. In der Abwehr gab es ein paar Abstimmungsprobleme. Gut, dass BHC-Torhüterin Lena Lindemann von Beginn an hellwach war und mehrfach spektakulär parierte. Dennoch zogen die Füchse langsam davon. Nomi in de Braekt besorgte nach einer guten Viertelstunde den Vier-ToreVorsprung (9:5, 17.).
BHC-Trainer Ruben Voßhans zog die Auszeit, stellte die Abwehr auf 5:1, mit der jungen Meggan Rusko auf der Spitze, um. Eine Variante, die den Berlinerinnen gar nicht schmeckte. Der BHC rackerte sich ran und kam durch Linksaußen Djazzmin Trabelsi, die an alter Wirkungsstätte eine ordentliche Leistung lieferte, zum 11:11-Ausgleich (27.). Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe. Dem 13:12-Halbzeitstand ließ Naomi Conze das 14:12 folgen, der BHC kam durch Veki Tolic und Svenja Mann zum Ausgleich. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste immer stärker. Erneut Norma Goldmann besorgte die Führung (19:20, 42.), aber der BHC versäumte es, einen höheren Vorsprung rauszuwerfen, scheiterte mehrfach freistehend an der jungen Mercy Hacker im Berliner Tor.
Die letzten fünf Minuten waren an Dramatik kaum zu überbieten. Die erfolgreichste Berliner Werferin Anouk Nieuwenweg (7) brachte ihr Team erneut in Führung (28:27, 56.). In Unterzahl glich Meggan Rusko aus. Zeitstrafe gegen Marie Vorlicek-Michalczik 150 Sekunden vor dem Ende. Alissa Werle nutzte die doppelte Überzahl über Linksaußen zum 29:28 (58.). Der BHC vertändelte den Ball und brachte die Gastgeberinnen noch einmal in Ballbesitz. Doch Marlene Wagner parierte. Auszeit BHC. Ruben Voßhans gab die Marschroute für die letzten 20 Sekunden vor. Durchbruch von Norma Goldmann, die nur zu Lasten eines Strafwurfs gestoppt werden konnte, den Svenja Mann eiskalt zum 29:29 verwandelte.
„Riesenkompliment an mein Team, das erneut großartige Moral bewiesen hat. Die Mädels haben das als Mannschaft wieder gut gerockt, leidenschaftlich verteidigt und alles auf der Platte gelassen. Wie sie in der Schlussphase in doppelter Unterzahl agiert haben und sich mit dem Punkt belohnt haben, macht mich sehr stolz“, war Chef-Trainer Ruben Voßhans nach der Partie voll des Lobes. Am kommenden Samstag empfängt der BHC den TuS Lintfort zum NRW-Duell. Anwurf ist um 18:30 Uhr in der Sporthalle Wittkulle. Foto: Kevin Becher

BHC VERPASST HAUCHDÜNN EINEN PUNKT

06.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat gegen die Rhein-Neckar Löwen alles reingeworfen, stand in der zweiten Halbzeit kurz davor, das Spiel komplett auf seine Seite zu ziehen, musste sich zum Schluss aber doch geschlagen geben. Ein paar Fehler zu viel machten beim 26:27 (13:14) den Unterschied.
Die Stimmung war famos bei den knapp 2500 Zuschauern in der Wuppertaler Unihalle. Gerade hatte Johannes Wasielewski den Ball ins leere Tor der Rhein-Neckar Löwen zum 22:20 geworfen und damit einen 5:0-Lauf des BHC perfekt gemacht. Eine knappe Viertelstunde war noch zu spielen, und die Riesenchance war da, die Weichen entscheidend zu stellen. Doch es kam anders.
Zunächst hatten die Gastgeber Pech. Christopher Rudeck hielt frei, der Abpraller landete bei Jannik Kohlbacher, der die Mannheimer Torflaute beendete. Danach aber verloren die Bergischen den Ball in zwei Angriffen hintereinander, und in der Deckung sah Tom Bergner Rot für eine Abwehraktion gegen Haukur Thrastarson. Die Unparteiischen sichteten die Szene so lange im Videobeweis, dass durch die lange Unterbrechung ein klein wenig der Atmosphären-Stecker in der Unihalle gezogen wurde.
Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, übernahmen in der folgenden Überzahl die Führung und bauten diese unter etwas Mithilfe des BHC, der weitere technische Fehler einstreute, aus. Als das Match scheinbar schon aus der Hand glitt, setzten die Hausherren zu einer letzten Aufholjagd an. Julian Fuchs verkürzte, der starke Rudeck hielt einen Siebenmeter gegen Ketin Mahé. Auf der anderen Seite vergab Lars Kooij das mögliche 25:26, so dass Thrastarson wieder auf drei Tore Abstand stellte.
Dann sah auch noch Robert Timmermeister bei den Gästen Rot, Lukas Becher stellte auf 25:27, Gerdas Babarskas schaffte den Anschluss 21 Sekunden vor dem Ende. Der BHC versuchte alles, um noch einmal an den Ball zu kommen, doch die Mannheimer brachten das 27:26 auch dank einer letzten Auszeit ins Ziel.
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war sichtbar, doch die Mannschaft hatte alles gegeben und sich schon vor der Endphase von einigen Rückschlägen erholt. In der ersten Halbzeit warf sie knapp neun Minuten kein Tor. Aus einem 5:8-Rückstand machten Sören Steinhaus, Julian Fuchs, Lukas Becher, Tim Hilding und Fynn Hangstein wieder ein 10:10. Die Abwehr funktionierte, Rudeck trumpfte immer wieder mit Paraden auf. Das galt allerdings genauso für David Späth bei den Rhein-Neckar Löwen. Auch er entnervte seine gegnerischen Feldspieler immer wieder. So stand der BHC unmittelbar nach der Halbzeitpause (13:14) kurz vor dem Ausgleich. Späth war gegen Becher und Hangstein zur Stelle, hielt wenig später auch noch gegen Wasielewski und Fuchs und hatte damit seinen Anteil am 18:14-Vorsprung seines Teams. Beeindrucken ließ sich der BHC davon nicht. Im Gegenteil: Er setzte zu seiner besten Phase an, die ihn kurz auf die Siegerstraße brachte. Viel fehlte nicht, und er wäre darauf geblieben.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen

KEINE ZEIT ZUM AUSRUHEN

04.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Am Ergebnis lag es nicht, dass die Stimmung nach der 29:34-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt sehr gedämpft war. „Wir haben gegen eines der besten Teams überhaupt gespielt“, sagt das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz. „Aber es ist wichtig, dass wir an den Sieg glauben, wenn wir auf die Platte gehen.“ Mit diesem Feuer will der Bergische HC nur 72 Stunden nach dem Heimauftakt ins Duell gegen die Rhein-Neckar Löwen gehen. Anwurf in der Wuppertaler UNIHALLE ist am Samstagabend um 20 Uhr.
Zur Analyse des Flensburg-Duells, in dem die Bergischen unter anderem 20 Minuten überragend und 30 Minuten angriffsschwach agierten, bleibt zwischen den beiden Spielen ohnehin keine Zeit. „Im Training hat das Spiel keine Rolle mehr gespielt. Wir haben den Fokus voll auf die Rhein- Neckar Löwen gelegt“, sagt Pütz. Ein echtes Mannschaftstraining fand am Donnerstag nicht statt. Es ging hauptsächlich um Regeneration und Videovorbereitung. „Freitag findet dann schon das Abschlusstraining statt. Wir haben also eine intensive Einheit – so ist das in einer Englischen Woche“, betont Gunnarsson.
Verletzt hat sich am Mittwoch niemand, so dass voraussichtlich dieselbe Mannschaft gegen die Rhein-Neckar Löwen antritt. Der Einsatz von Zugang Janik Schrader (Fußverletzung) ist weiterhin fraglich. Definitiv fehlen wird Yannick Fraatz, der sich aber auf gutem Weg befindet, noch in diesem Jahr von seinem Kreuzbandriss zurückzukehren.
Die Chance, gegen die Rhein-Neckar Löwen die ersten Punkte der neuen Saison zu holen, ist nominell größer als gegen Meisterschaftsaspirant Flensburg. „Auch die Rhein-Neckar Löwen sind eine Mannschaft mit sehr großem Potenzial“, weiß Pütz. Die beiden Niederlagen zum Auftakt täuschen darüber nicht hinweg. Zunächst verloren die Mannheimer ein umkämpftes Spiel in Hannover mit 31:32. Im ersten Heimspiel unterlagen sie dem VfL Gummersbach mit 26:31.
Gunnarsson: „Da sind sie am Ende volles Risiko gegangen und sind nicht belohnt worden. Das Spiel war viel knapper als das Ergebnis.“ Nun also werden sich auch die Rhein-Neckar Löwen große Chancen auf ihre ersten Saisonpunkte ausrechnen. Pütz erklärt: „Sie haben ein gutes Sieben-gegen-Sechs, das sie häufiger zum Einsatz bringen. Die Kreisläufer-Kooperation ist sehr stark.“ Davon profitiert auch Aron Seesing, der im Sommer vom BHC nach Mannheim gewechselt ist. Sein Einstand bei den Rhein-Neckar Löwen war überzeugend. Er erhält viel Spielzeit auf beiden Seiten des Feldes und hat fünf beziehungsweise sechs Tore erzielt. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen mit seinem alten Club.
Der Rest der Mannschaft ist nach Lage der Dinge ebenfalls dabei. Darunter sind mit Jannik Kohlbacher, Dani Baijens, Jacob Lassen, Haukur Thrastarson, Kentin Mahé sowie Torhüter David Späth zahlreiche sehr namhafte Spieler. Ein weiterer Ex-BHCer bei den Rhein-Neckar Löwen ist Tim Nothdurft, der von 2022 bis 2024 im Bergischen Land spielte. Foto: Jochen Classen

BHC REIST IN DIE HAUPTSTADT

03.09.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Es ist schon eine kleine Tradition, dass sich der Bergische HC am ersten oder zweiten Saison-Spieltag auf den Weg in die Bundes-Hauptstadt macht. Am Samstag tritt das Team von Trainer Ruben Voßhans bei den Füchse Berlin Frauen an. Anwurf in der Sporthalle Charlottenburg ist um 19:00 Uhr. Geleitet wird die Partie von den beiden Schiedsrichtern Lukas und Robert Müller, die vor zwei Jahren auch das BHC-Zweitliga-Debüt in Berlin gepfiffen haben.
Sowohl der BHC als auch die Füchse starteten erfolgreich in die neue Spielzeit und bewiesen am vergangenen Wochenende ihre „Comeback-Qualitäten“. Die Bergischen Löwinnen lagen gegen den ESV Regensburg bereits mit 14:18 zurück und gewannen schließlich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung mit 27:24.
Die Füchse Berlin holten bei den Handball Luchsen in Buchholz sogar 20 Minuten vor Schluss noch einen Fünf-Tore Rückstand auf und siegten 36:31. Beide Teams müssen auf ihre „Halblinke“ verzichten. Bei Kim Ott (BHC) ist die Fußverletzung fast verheilt. Ein Einsatz kommt jedoch nicht in Frage. Spielführerin Lucy Gündel (Füchse) wird nach Kreuzband-OP dagegen noch einige Monate passen müssen.

BHC STARTET SCHWACH IN BEIDE HÄLFTEN

03.09.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit 29:34 (18:21) verlor der Bergische HC gegen die SG Flensburg-Handewitt. Während das Ergebnis gegen ein absolutes Topteam der Handball-Bundesliga nicht überraschend ist, herrschte nach dem Schlusspfiff Unzufriedenheit. Grund dafür waren die schlechten Auftaktphasen in beiden Spielhälften.
Nach knapp zehn Minuten lagen die Gastgeber bereits 0:6 hinten. Zahlreiche Fehlwürfe und ein paar Ballverluste hatten zum Fehlstart geführt, den die Mannschaft in der Folge wiedergutmachte. So erzielte der BHC bis zur Halbzeitpause 18 Treffer und verkürzte zwischendurch auf 14:16. Fynn Hangstein agierte in diesen extrem überzeugenden 20 Minuten sehr stark und erzielte den Großteil seiner insgesamt zehn Tore. Kurz vor der Pause machte auch Johannes Wasielewski, der im rechten Rückraum aufgrund der Fußverletzung von Janik Schrader weiter auf sich alleine gestellt war, wichtige Treffer.
Ein paar Mal schien sogar eine Wende möglich zu sein, doch in diesen Momenten bestraften die Flensburger kleinere BHC-Fehler konsequent. So blieb es aus BHC-Sicht immer bei einem knappen Rückstand, aber die Mannschaft war im Spiel. Das 18:21 zur Halbzeit sorgte für gute Stimmung bei den 2541 Fans in der Wuppertaler Unihalle. Es herrschte Optimismus. Sogar eine Wende schien denkbar zu sein.
Doch wie in der ersten Hälfte kamen die Löwen schwach aus der Kabine. Diesmal dauerte es zwar nur fünf statt zehn Minuten bis zum ersten Treffer, doch bis zur 50. Minute gelangen nur vier Stück. An eine Aufholjagd war daher nicht zu denken. Selbst eine überragende Torhüter-Leistung von Christopher Rudeck genügte nicht, um das Spiel spannend zu machen. Bis zum Schlusspfiff hielt der Keeper zwölf Bälle und hatte eine Paradenquote von 46 Prozent. Trotzdem kamen die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt mehr für Punkte infrage. Die Flensburger verwalteten ihren Vorsprung souverän und freuten sich über einen letztlich ungefährdeten Auswärtssieg.

Fotos aus der Wuppertaler UniHalle: Jochen Classen

SOLINGER AUFTAKTSIEGE

30.08.26 FRAUENHANDBALL START MIT ZWEI SIEGEN - Während die Wuppertaler Klubs nicht mehr in den oberen Klassen vertreten sind, geben die Solinger Handballer den Ton an. Die Männer des BHC veröoren zwar am ersten Bundesliga-Spieltag knapp in Stuttgart, aber die Fraeun des BHC und des HSV Gräfrath kamen in der 2. Bundesliga jeweils zu 27:24-Erfolgen.Die Gräfratherinnen soegten verdient mit 27:24 in Lintfort. Der BHC hatte mehr Mühe, um das Heimspiel gegen Regensburg mit demselben Ergebnis zu gewinnen.
Statistik:
BHC: Lena Lindemann, Marlene Wagner; Svenja Mann (6/1), Ruby Vaessens (2), Meggan Rusko, Franzi Thomas, Madita Probst (5), Lucy Krahwinkel, Djazzmin Trabelsi (1), Vesna Tolic (4), Norma Goldmann (7), Leni Holz, Emma Montag, Marie Vorlicek-Michalczik (2), Jasmina Gierga.
ESV: Joelle Arno, Ella Jaeschke; Maxi Fuhrmann, Franziska Peter (6/2), Natascha Fabritz (3), Sara Mustafic (4), Annalena Kessler (4), Caroline Härtl (1), Veronika Durankova, Lucia Kollmer, Laura Bachmaier, Anna Ehmann (2), Milena Stürenburg, Melina Hahn (4/2), Sophia Ewald.
Foto: Kevin Becher

KNAPPE NIEDERLAGE ZUM AUFTAKT

29.08.26 HANDBALL HANDBALL - Der Bergische HC hat im ersten Spiel der neuen Saison alles hereingeworfen, musste aber ohne Punkt die Heimreise antreten. Beim TVB Stuttgart überzeugten die Löwen defensiv, arbeiteten sich im Angriff herein und verpassten zum Schluss die Chance, die Partie noch einmal zu drehen. Am Ende stand eine knappe 29:30 (10:13)-Niederlage.
Richtig spannend war es in den letzten Minuten zwar nicht geworden, weil die Gastgeber 30:27 führten und das letzte BHC-Tor durch Lukas Becher mit der Schlusssirene fiel. Doch in der letzten Viertelstunde hatten die Bergischen schon vorher die Möglichkeit zum Ausgleich. So stellte Johannes Wasielewski in der 49. Minute auf 21:22. Das Duell schien zu kippen. Ein
Wechselfehler und die damit verbundene zweiminütige Hinausstellung kosteten die Riesenchance allerdings in diesem Moment. Mit zwei schnellen Treffern erhöhten die Stuttgarter wieder auf drei Tore Abstand und hatten im nächsten Angriff Glück, dass der BHC einen Sechs-Meter-Wurf liegen ließ.
Beide Teams hatten in der Schlussphase ihre beste offensive Phase, nachdem es zuvor relativ zäh zugegangen war. So hielten die Schwaben ihren Vorsprung lange genug, um letztlich als Sieger das Feld zu verlassen.
In den ersten rund 40 Minuten war das Duell von den Defensivreihen geprägt. Der BHC verteidigte kämpferisch, gewann auch das Torhüter-Duell mit Christopher Rudeck und später Kristian van der Merwe gegen die beiden Stuttgarter Keeper. Doch die Löwen hatten Probleme im Angriff. So kamen sie oft nicht zu zwingenden Chancen oder leisteten sich technische Fehler, die zu Ballverlusten führten. Das war vor allem in einer Phase vor der Pause bitter, als die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz mit dem siebten Feldspieler agieren ließen. Die Kugel ging drei Mal verloren und landete jeweils im verwaisten Gehäuse.
Von den Rückschlägen ließ sich die Mannschaft allerdings nicht beeindrucken. Beim 10:13 zur Pause lag der BHC in Reichweite und ließ sich auch danach nicht abhängen. Fynn Hangstein und Sören Steinhaus übernahmen viel Verantwortung. Lukas Becher war mit sechs Treffern erfolgreichster Feldtorschütze seiner Mannschaft. Und als im Rückraum dann auch vermehrt über die rechte Seite mit Johannes Wasielewski lief, schienen die Gäste entscheidend heranzukommen. Doch der Ausgleich blieb ihnen verwehrt.
Bemerkenswert: Kristian van der Merwe parierte gleich drei Siebenmeter gegen Kai Häfner - ein gelungener Bundesliga-Einstand des dänischen BHC-Zugangs. Sein erstes Tor im Oberhaus erzielte Tim Hilding, während der andere Rückraum-Zugang, Janik Schrader, in Stuttgart passen musste. Eine Fußverletzung sorgte für die Verschiebung seiner Erstliga-Premiere.

BHC EMPFÄNGT DEN ESV REGENSBURG ZUM LIGA-AUFTAKT

28.08.26 HANDBALL FRAUEN BUNDESLIGA - Eine Woche nach dem knappen Pokal-Aus gegen den Erstligisten Sport-Union Neckarsulm startet der Bergische HC in seine dritte Zweitliga-Saison. Das Team vom neuen Chef-Trainer Ruben Voßhans empfängt am Samstag den ESV 1927 Regensburg.
Anwurf in der Sporthalle Wittkulle in Solingen ist um 18:30 Uhr. Dabei brennt der BHC auf Wiedergutmachung. Beide Partien der vergangenen Saison gingen gegen Regensburg verloren. Mit viel Leidenschaft, Mut und einer starken kämpferischen Leistung begeisterte der Bergische Zweitligist die Fans gegen Neckarsulm.
Gespannt sein darf man auf das Duell der beiden Spielmacherinnen Marie Vorlicek-Michalczik, die nach über zweijähriger Verletzungspause gezeigt hat, welche Verstärkung sie für den BHC sein kann, und Franziska Peter, die im letzten Jahr 158 Treffer für den ESV markierte.
Es bleibt abzuwarten, wie Regensburg den Abgang von Top-Torjägerin Julika Birnkammer kompensiert. Die Linkshänderin erzielte in der letzten Saison 163 Feldtore (Liga-Bestwert) und wechselte zum VfL Oldenburg ins Oberhaus. Ruben Voßhans steht der komplette Kader zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht hinter U20-Weltmeisterin Kim Ott, die an einer Fußverletzung laboriert.
„Wir müssen eine ähnlich kämpferische Leistung wie in der letzten Woche auf die Platte bringen, um gegen Regensburg erfolgreich zu sein. Wir wollen die Emotionen vom Spielfeld auf die Zuschauer transportieren und mit unseren Fans im Rücken eine starke Einheit bilden“, wünscht sich Geschäftsführerin Assina Müller einen erfolgreichen Start in die neue Spielzeit. Foto: BHC

BHC VERPASST POKALÜBERRASCHUNG GEGEN NECKARSULM KNAPP

22.08.26 HANDBALL FRAUEN DHB-POKAL - Der Bergische HC hat dem Erstligisten Sport-Union Neckarsulm in der 1. Runde des DHB-Pokals einen großen Kampf geliefert. Vor einer lautstarken Kulisse in der Sporthalle Wittkulle hielt der Zweitligist die Partie bis in die Schlussminuten völlig offen und musste sich am Ende nur knapp mit 27:30 (13:13) geschlagen geben.
Dabei erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Angeführt von National-Linksaußen Antje Döll setzte sich Neckarsulm schnell auf 1:4 ab. BHC-Neuzugang Marie Vorlicek-Michalczik gelang in der fünften Spielminute nach langer Verletzungspause der erste Treffer für ihr Team. Kurioserweise erzielte die Ex-Nationalspielerin ihren letzten Treffer vor über 25 Monaten ebenfalls gegen Neckarsulm, bevor ihre Leidenszeit begann. Mit zunehmender Spieldauer fand das Team vom neuen BHC-Trainer Ruben Voßhans in die Partie, kämpfte sich zurück und drehte das Ergebnis zwischenzeitlich auf 9:7.
Torjägerin Svenja Mann traf per Strafwurf (19.). Beim 12:10 durch Kim Ott lag der BHC weiterhin vorn, ehe es mit einem 13:13-Unentschieden in die Halbzeitpause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie völlig offen. Der BHC hielt dem Tempo und der Qualität des Erstligisten nicht nur kämpferisch entgegen, sondern überzeugte auch spielerisch. Besonders Marie Vorlicek-Michalczik drückte der Partie mit ihrer Erfahrung den Stempel auf. Mit ihrer Spielsteuerung und Übersicht gab sie der Mannschaft viel Sicherheit und harmonierte in Abwehr und Angriff glänzend mit Geburtstagskind Veki Tolic. Im Rückraum sorgten zudem Kim Ott und Svenja Mann immer wieder für Torgefahr und überzeugten mit einer starken Abschlussquote. Eine Überzahl-Situation nutzte der Erstligist zu einem 4:0-Lauf und setzte auf 17:21. Die frühere Gräfratherin Paulina Uscinowicz erzielte das 18:22 (43). Eine Vorentscheidung? Nein. Der BHC kämpfte sich erneut zurück, kam über die junge Meggan Rusko, Marie Vorlicek-Michalczik und Veki Tolic wieder in Schlagdistanz (21:22, 45.).
Die Schlussphase entwickelte sich schließlich zu einem echten Pokalkrimi. In der 50. Minute traf U20-Weltmeisterin Kim Ott zum 24:24-Ausgleich und zwang Neckarsulms Die Halle war jetzt endgültig da und trieb den BHC nach vorn. Auch in den letzten Minuten blieb die Überraschung greifbar. Marie Vorlicek-Michalczik sorgte in der 55. Minute noch einmal für den Ausgleich. Erst danach konnte sich der Erstligist entscheidend absetzen. Beim 26:28 durch die überragende Sina Ehmann in der 58. Minute nahm der BHC noch einmal eine Auszeit. Svenja Mann verkürzte anschließend auf 27:29, ehe erneut Ehmann mit dem Treffer zum 27:30 die finale Entscheidung herbeiführte. Sie erzielte in der entscheidenden Phase die letzten drei Treffer für die Sport-Union. Auf Seiten der Gäste sorgten insbesondere die beiden Außenspielerinnen Meret Ossenkopp, mit insgesamt acht Treffern erfolgreichste Werferin der Partie, und Antje Döll immer wieder für Gefahr. Auch konnte sich Neckarsulm auf die Wurfkraft der Schwedin Fanny Elovson verlassen, die in knappen Situationen stets zur Stelle war.
Am Ende fehlte dem BHC nur wenig zur großen Pokalüberraschung. Viel wichtiger als das Ergebnis dürfte jedoch die Art und Weise gewesen sein, wie sich der Zweitligist gegen einen Bundesligisten präsentierte. Mit viel Leidenschaft, Mut und einer starken kämpferischen Leistung machte der BHC deutlich, dass mit der Mannschaft in der neuen Saison zu rechnen ist.
Trainer Ruben Voßhans zeigte sich nach seinem ersten Pflichtspiel entsprechend stolz: „Wir haben heute alles gegeben und der Sport-Union alles abverlangt. Kompliment an meine Mannschaft für die engagierte Leistung und Glückwunsch nach Neckarsulm.“
Für den BHC endet damit zwar die Pokalreise, die Leistung gegen den Erstligisten macht aber Lust auf die bevorstehende Saison. Am kommenden Samstag empfängt der BHC den ESV Regensburg zum ersten Meisterschaftsspiel. Anwurf in der Sporthalle Wittkulle ist um 18:30 Uhr. Foto: Kevin Becher

BHC SCHLÄGT LEMGO

22.08.26 HANDBALL TESTSPIEL - Der Vohwinkeler STV richtete das letzte Spiel dieser Vorbereitung für den Bergischen HC aus. Das Match in der Sporthalle Nocken war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Mit 300 Zuschauern war das Duell gegen Bundesliga-Konkurrent TBV Lemgo Lippe ausverkauft. Dazu gelang den Löwen ein am Ende bemerkenswert deutlicher 31:23 (15:13)-Erfolg.
„Das war viel besser als vor zwei Wochen mit den Niederlagen gegen Dormagen und Ferndorf“, zeigte sich BHC-Trainer Arnor Gunnarsson zufrieden. „Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wir haben dieses Spiel so vorbereitet wie wir es in der Bundesliga machen.“ Trotzdem betonte der Isländer: „Es war ein Test. Wir müssen auf dem Boden bleiben.“
Ein gutes Gefühl für den Saisonstart am kommenden Freitag beim TVB Stuttgart dürfte sich die Mannschaft aber erarbeitet haben. Gerade im gebundenen Angriff klappte bei den Löwen sehr viel. Fynn Hangstein übernahm viel Verantwortung, traf aus allen Lagen und versenkte souverän die Siebenmeter. Insgesamt 13 Mal war der Spielmacher erfolgreich. „Wir haben auch schon in der ersten Halbzeit gute Lösungen gefunden“, sagte Gunnarsson. Das Match blieb lange eng, doch vor der Pause erarbeiteten sich die Bergischen einen Vorteil. In der Abwehr fand die Mannschaft besser ins Spiel und profitierte dabei auch von einigen Paraden Christopher Rudecks.
Nach Wiederbeginn startete der Keeper erneut mit einem gehaltenen Ball, bevor Kristian van der Merwe übernahm. Der Däne entschärfte viel und war damit ein Grund für die immer deutlicher werdende Überlegenheit des BHC. Im Angriff präsentierte sich die Truppe weiterhin sehr effizient, traf später auch beim Einsatz des siebten Feldspielers. Lemgo spielte derweil selbst viel zu siebt in der Offensive. „Ich glaube, das hätten wir noch besser verteidigen können, aber das müssen wir uns im Video noch einmal anschauen“, meinte Gunnarsson.
Zehn Minuten vor Schluss standen die Bergischen als Sieger fest. Am Ende wurde es sogar noch sehr deutlich. Tim Hilding setzte den Schlusspunkt mit einem spektakulären Sprungwurf. „Das war sehr deutlich. Tim Hilding setzte den Schlusspunkt mit einem spektakulären Sprungwurf. „Das war ein guter letzter Test - wobei Lemgo vielleicht etwas müde war und auch einige Verletzte hatte. Das gilt aber auch für uns“, sagte Gunnarsson. Janik Schrader konnte mit einer Fußverletzung nicht spielen, Nico Schöttle kam nur kurz in der Abwehr zum Einsatz. Sören Steinhaus kehrte zwar in den Kader zurück, stand aber nur für einige Minuten zur Verfügung. Archivfoto: Jochen Classen
Bergischer HC: Rudeck, Van der Merwe (1) - Becher (1), Da Rocha Viana, Steinhaus (2), Schöttle, Hangstein (13/4), Babak, Hilding (4), Babarskas (1), Bergner (3), Kooij, Wasielewski (3), Fuchs (3), Püttmann

SPÄTE EHRUNG IM RATHAUS

21.08.26 HANDBALL DHB POKAL GEGEN NACKARSULM - Mittwoch im Barmer Rathaus, heute im Pokal gegen den Bundesligisten SV Neckarsulm. Viel Arbeit für Deutschlands grösstes Torwarttalent Lena Lindemann und die Frauen des Bergischen HC, die am heutigen Freitagabend in der Solinger Heimathalle Wittkulle (Anwurf 19 Uhr) in der ersten Pokalrunde antreten. Die Gäste mit ihrer Top-Nationalspielerin Antje Döll sind klare Favoritinnen.
Der Empfang bei Oberbürgermeisterin Miriam Scherff im Rathaus war längst fällig. Die Wuppertalerin Lena Lindemann war 2025 mit den deutschen Juniorinnen Europameister geworden und 2026 hatte Lena mit ihrer BHC-Teamkollegin Kim Ott sogar den WM-Titel geholt. Doch eine verdiente Ehrung sowohl beim Goldenen Triangulum als auch bei der Wuppertaler Sportlerehrung blieb aus, weil die Wuppertaler Handballerin für einen Solinger Klub spielt. Umso erfreuter war die kleine BHC-Delegation darüber, dass sie von OB Scherff empfangen wurde. Foto: Steffi Osenberg

BHC BESIEGT SÜDKOREA

14.08.26 HANDBALL INTERNATIONAL - Unbedingt gewinnen wollte der Bergische HC sein vorletztes Testspiel vor dem Start in die Bundesliga-Saison Ende August. Nach zwei Niederlagen in Folge gelang das Vorhaben gegen die südkoreanische Nationalmannschaft in der neuen Trainingsheimat Radevormwald. In der mit 550 Zuschauern ausverkauften Sporthalle Hermannstraße setzten sich die Löwen mit 39:34 (17:12) durch und präsentierten sich dabei vor allem im Angriff überzeugend.
„Wir haben noch zu viele klare Chancen ausgelassen“, bemängelte Trainer Arnor Gunnarsson. „Aber ansonsten konnten wir mit der Offensivleistung zufrieden sein. Wir haben viel Tempo gemacht.“ In der ersten Halbzeit präsentierte sich die Mannschaft auch in der Abwehr verbessert. „Das war stabil. Wir haben zwar ein paar einfache Tore gegen uns bekommen, aber vor der Pause passte das.“
In der zweiten Hälfte jedoch waren Abspracheprobleme spürbar. „Südkorea hat mit dem siebten Feldspieler agiert. Da hatten wir Probleme. Das müssen wir analysieren“, meinte der Coach. Der BHC hat derweil auch selbst in zwei Phasen zu siebt im Angriff gespielt - jeweils in den letzten zehn Minuten beider Abschnitte. „Wir haben es mit vier Rückraumspielern gelöst. Das ist uns gut gelungen.“ Am Ende gelangen dem BHC trotz zwölf ausgelassener Chancen 39 Tore. „Da können wir über den Ballfluss nicht meckern“, meinte Gunnarsson. Ihn und seinen Trainerkollegen Markus Pütz erwartete laut eigener Aussage eine „Blackbox“ gegen Südkorea. So sei nicht klar gewesen, wie der Gegner taktisch agieren würde. „Uns war nur klar, dass sie schnell spielen.“ Der BHC- Sieg war letztlich ungefährdet.
Im Tor stand in der ersten Halbzeit Kristian van der Merwe. Nach der Pause übernahm Christopher Rudeck, bis Louis Oberosler zehn Minuten vor dem Schlusspfiff zwischen die Pfosten rückte. Erfolgreichster Schütze war Fynn Hangstein mit zehn Treffern. Nico Schöttle erzielte sein erstes Tor nach absolvierter Reha per Konter.
Sein letztes Testspiel dieser Vorbereitungsphase absolviert der BHC kommende Woche Freitag (21. August) um 18 Uhr in der Sporthalle am Nocken in Wuppertal-Vohwinkel. Gegner ist Erstliga- Konkurrent TBV Lemgo Lippe.

ENTWARNUNG BEI SÖREN STEINHAUS

11.08.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der im Testspiel beim Zweitligisten TuS Ferndorf zu Beginn der Partie auf die linke Schulter gefallen ist und umgehend vor Ort zur ärztlichen Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Sowohl die dortige Röntgenkontrolle als auch die heutige MRT-Untersuchung bei Mannschaftsarzt Dr. Robert Weindl in Solingen konnten eine schwerwiegende Verletzung ausschließen. Der Rückraumlinke fällt in der laufenden Trainingswoche aus und wird intensiv physiotherapeutisch behandelt. Im Laufe der kommenden Woche rechnet das Trainerduo mit einer schrittweisen Rückkehr von Sören Steinhaus in den Trainingsbetrieb. Foto: Jochen Classen

EUROPEAN LEAGUE - PREMIERE TERMINIERT

Die EHF hat die Spiele der Gruppenphase in der European League zeitgenau angesetzt. Der erste Auftritt der BHC-Geschichte auf internationalem Parkett findet am Mittwoch, 30. September um 20:45 Uhr in der Slowakei bei Tatran Presov statt. Die Heimpremiere in der Solinger Klingenhalle steigt am Dienstag, 6. Oktober um 18:45 Uhr gegen IK Sävehof.
Der seit zwei Wochen laufende freie Vorverkauf ist bereits auf große Resonanz getroffen. Gut 1.400 Kartenpakete im Ticket-Bundle für die drei Klingenhallen-Heimspiele sind bereits abgesetzt.
Der Dreierpack für die Gruppenphase der EHF European League zum Preis von 75 Euro ist
weiterhin über den Online-Ticketshop unter www.bhctickets.de buchbar.
Die weiteren Begegnungen und Termine der Gruppenphase:
13. Oktober, 20:45 Uhr
MRK Sesvete Triglav Osiguranje vs Bergischer HC
17. November, 20:45 Uhr
Bergischer HC vs MRK Sesvete Triglav Osiguranje
24. November, 20:45 Uhr
IK Sävehof vs Bergischer HC
1. Dezember, 20:45 Uhr
Bergischer HC vs Tatran Presov

VIELE FEHLER OHNE STEINHAUS

09.08.26 HANDBALL TESTSPIELE - Der Bergische HC wollte sich nach der Niederlage im Test bei Bayer Dormagen steigern, verlor aber auch beim TuS Ferndorf relativ deutlich. Beim 40:33 (16:14) war der Zweitligist besser, profitierte aber auch von personellen Problemen der Löwen. Janik Schrader musste angeschlagen noch geschont werden, Sören Steinhaus verletzte sich und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. „Das war leider ein Schocker gleich zu Beginn“, haderte Trainer Markus Pütz.
Steinhaus hatte bei einer Wurfaktion Kontakt bekommen und war unglücklich auf der Schulter gelandet. „Da müssen wir jetzt abwarten und hoffen natürlich, dass es nicht so schlimm ist“, betonte der Coach. „Durch den frühen Ausfall mussten wir in ungewohnten Konstellationen spielen.“ Zahlreiche technische Fehler, die zu Gegentoren führten, waren die Folge. Pütz und Trainer-Partner Arnor Gunnarsson waren entsprechend unzufrieden.
„Wir sind nicht da, wo wir sein wollen, und müssen die nächsten drei Wochen der Vorbereitung für uns nutzen“, erklärte Pütz. Die Ergebnisse der Tests seien sekundär, aber trotzdem immer ein Fingerzeig. „Sie sind kein Grund zur Panik. Wir müssen uns aber steigern.“ 40 Gegentore sprachen für sich. Da half auch die perfekte Quote von Fynn Hangstein im Angriff nicht. Der Rückraumspieler verwandelte alle sieben Strafwürfe und war vier weitere Male aus dem Feld erfolgreich. Im Tor teilten sich Christopher Rudeck und Kristian van der Merwe die Einsatzzeit. Beide spielten je eine Halbzeit, konnten den klaren Sieg des Zweitligisten aber nicht verhindern.
Am Donnerstag testen die Bergischen erneut. In Radevormwald (Halle Hermannstraße) ist um 18.30 Uhr die südkoreanische Nationalmannschaft zu Gast. Die Partie ist bereits ausverkauft.
Bergischer HC: Rudeck, Van der Merwe - Becher (1), Da Rocha Viana (4), Steinhaus (2), Schöttle, Hangstein (11/7), Babak (1), Hilding (1), Babarskas, Bergner (1), Kooij (2), Wasielewski (4), Fuchs (4), Püttmann (2) Foto: Jochen Classen

RÜCKSCHRITT IN DORMAGEN

06.08.26 HANDBALL TESTSPIELE - Bei Bayer Dormagen bestritt der Bergische HC sein drittes Testspiel binnen fünf Tagen. Es war gleichzeitig auch das schwächste dieser Serie. Gegen den Zweitligisten liefen die Löwen von Anfang an hinterher, gingen mit einem 10:15-Rückstand in die Pause und mussten sich letztlich sogar mit 24:30 geschlagen geben.
Bis auf Christopher Rudeck und Janik Schrader, der angeschlagen geschont wurde, traten die Bergischen mit derselben Mannschaft an, die beim Heimturnier an der Wittkulle überzeugt hatte. Das Tor hütete diesmal 40 Minuten Louis Oberosler, bevor Kristian van der Merwe in der Schlussphase zwischen die Pfosten rückte. Ins Spiel fanden die Gäste in Dormagen allerdings kaum. „Wir haben auf beiden Seiten des Feldes schlecht gestanden“, meinte Markus Pütz für das BHC-Trainergespann. „Es war eine schwache Leistung von uns.“
Nach der Pause kämpften sich Sören Steinhaus und Co. zwar bis auf ein Tor heran, ließen dann aber auch diverse Chancen aus sechs Metern ungenutzt. „Dazu standen wir nicht gut sortiert in der Abwehr“, betonte Pütz. Letztlich kassierten die Löwen sogar eine deutliche 24:30-Niederlage.
„Das ist ein Rückschritt, und wir müssen jetzt schauen, dass wir auf ein anderes Niveau kommen. Bei allem Respekt gegenüber Dormagen: Ein solches Spiel kann nicht unser Anspruch sein. Das dürfen wir nicht verlieren.“
Eine Gelegenheit zur Steigerung besteht bereits am Samstagabend bei einem anderen Zweitligisten. Der BHC ist um 18 Uhr beim TuS Ferndorf zu Gast.

HEIMTURNIER IST EIN VOLLER ERFOLG

03.08.26 HANDBALL VORBEREITUNGSTURNIER - Mit 400 Zuschauern war der sportliche Höhepunkt des Wochenendes hervorragend besucht. Ausverkauft war das finale Testspiel des Heimturniers an der Wittkulle gegen den VfL Gummersbach. Der Bergische HC unterlag seinem Derby-Rivalen zwar knapp mit 30:32 (14:19), durfte aber mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. "Es war der nächste Schritt und auch besser als das Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen", sagte Markus Pütz für das BHC- Trainergespann. Gegen den Zweitligisten hatten sich die Löwen tags zuvor noch mit 36:28 (16:13) durchgesetzt.
Die Veranstaltung in der Sporthalle der Solinger Friedrich-Albert-Lange-Schule war ein voller Erfolg. Der VfL Gummersbach hatte am Samstag das erste Duell gegen Drittligist TSG A-H Bielefeld mit 50:20 siegreich gestaltet. Am Sonntag schlugen außerdem die Nordhorner die TSG mit 39:30. Ein besonderer Höhepunkt war das Altstar-Game am Samstagabend. Ehemalige BHC-Spieler nahmen es mit einer Stadtauswahl auf und setzten sich mit 33:26 durch. Doch das Ergebnis war bei diesem Spiel ohnehin zweitrangig. So gab es ein Wiedersehen mit Jeffrey Boomhouwer (Foto), Csaba Szücs, Alexander Oelze, Maciej Majdzinski, Daniel Fontaine, Jens Reinarz sowie Jan und Nils Artmann. Der aktuelle BHC-Trainer Arnor Gunnarsson spielte im rechten Rückraum und war sogar per Schlagwurf erfolgreich. Den Fitnesspreis dürfte Boomhouwer gewonnen haben. Der Niederländer, seit drei Jahren inaktiv, lief immer noch wie eine Maschine. Für den von Dynamik geprägten Sieg nahmen die Altstars sogar einen Pokal in Empfang.
Ernsthafter ging es bei den beiden Tests der BHC-Profis zu. Gegen die HSG Nordhorn-Lingen legten die Gastgeber von Anfang an vor und ließen über 60 Minuten nichts anbrennen. Mit der Deckung waren Gunnarsson und Pütz nicht ganz zufrieden. "Wir standen sicher zu defensiv", sagte der Isländer. Das Tempospiel hingegen funktionierte gut, auch die Torhüter - Kristian van der Merwe in den ersten 40 Minuten, Christopher Rudeck danach - boten überzeugende Leistungen. Der 36:28-Sieg war folgerichtig.
Gegen den VfL Gummersbach war es der BHC, der früh in Rückstand geriet. Vorne leistete sich die Mannschaft Ballverluste, hinten stimmte die Zuordnung nicht, dazu gerieten die Löwen immer wieder in Unterzahl. Die Oberbergischen bestraften jeden Fehler und zogen früh recht klar weg. Mit zunehmender Spielzeit allerdings steigerte sich der BHC in allen Belangen. Die Deckung packte gut zu, im Angriff wurde die Effektivität höher. Zehn Minuten vor Schluss waren die Gastgeber zurück im Spiel, zwei Minuten vor dem Ende waren es nur noch zwei Tore Unterschied. In den letzten 60 Sekunden hatte Gummersbach nur noch einen hauchdünnen 31:30-Vorsprung. Sie spielten den Angriff gut aus und besiegelten damit den Sieg. "Das war aber ein sehr guter Test für uns. Damit können wir zufrieden sein", urteilte Pütz, der sich erneut über gute Torhüterleistungen freute. Diesmal begann Christopher Rudeck und parierte 40 Minuten stark. Es übernahm Louis Oberosler, der ebenfalls seinen Anteil an der beinahe gelungenen Aufholjagd hatte.

MALINA MARIE VORLICEK-MICHALCZIK WECHSELT ZUM BHC

05.07.26 TRANSFER-COUP - Der Trainingsauftakt beim Bergischen HC startete mit vielen neuen Gesichtern und einer
großen Überraschung. Neben dem neuen Trainergespann Ruben Voßhans und Melvin Lehner, stellte Assina Müller nicht nur die Neuzugänge Jasmina Gierga, Emma Montag und Marlene Wagner vor. Sie hieß auch Ex-Nationalspielerin Malina Marie Vorlicek-Michalczik Willkommen in der BHC-Familie. Die 24-Jährige, die in der Saison 2021/22 Torschützenkönigin in der Bundesliga war, wechselt vom Deutschen Meister HSG Blomberg-Lippe ins Bergische Land.
„Unsere Saisonauswertung hat deutlich gezeigt, dass uns im Angriff eine echte Führungspersönlichkeit gefehlt hat. Mit Marie gewinnen wir genau diesen Spielertyp: Sie übernimmt Verantwortung, geht voran und lebt die Emotionalität vor, die wir auf dem Feld sehen wollen. Ihre Leaderqualitäten und ihre Vorbildfunktion werden unserer Mannschaft wichtige Impulse geben. Wir sind überzeugt, dass sie sowohl sportlich als auch menschlich eine echte Verstärkung für unser Team sein wird. Deshalb freuen wir uns sehr, Marie bei uns begrüßen zu dürfen“, so Assina Müller zu dem Transfer-Coup.
Vorlicek-Michalczik, die vor einer Woche den Bundesliga-Handballer Pascal Vorlicek geheiratet hat, ist nach überstandener Verletzung topfit und freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich hatte sehr gute Gespräche mit dem Verein und war vom Projekt BHC von Anfang an überzeugt. Es ist ein spannendes Umfeld mit klaren Zielen, und genau deshalb habe ich mich für den Wechsel entschieden. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der Verein seine ambitionierten Ziele erreicht. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Nach langer Zeit ist dieser Wechsel für mich ein neuer Schritt, auf den ich mich sehr freue. Ich bin gespannt auf die kommende Zeit, darauf, die Mannschaft kennenzulernen und gemeinsam erfolgreich zu sein. Besonders freue ich mich schon auf das erste Heimspiel und darauf, die Fans in der Halle zu erleben.“ Foto: BHC

WUPPERTALERIN FEIERT WELTMEISTERTITEL

05.07.26 U20 FRAUEN WM - Es kommt selten vor, dass eine deutsche Nationlmannschaft gegen Dänemark gewinnt. Am Sonntagmittag feierten die DHB-Frauen einen glänzenden, eindrucksvollen Erfolg.
Nach dem tollen 33:26 (15:14)-Sieg kannte die Freude keine Grenzen. Und mittendrin statt nur dabei: Lena Lindemann. Die Wupperrtalerin steigerte sich in der zweiten Halbzeit, zeigte Superparaden am laufenden Band und war als Torhüterin die Matchwinnerin des Finales, nachdem sie schon im Viertelfinale den knappen Erfpög gegen Norwegen sichergestellt hatte. Die Mannschaft konnte sich 2026 in der Volksrepublik China im Finale gegen die dänische Auswahl erfolgreich durchsetzen und erspielte sich so ihren zweiten Weltmeistertitel. Eltern und Bruder aus Cronenberg feierten mit Lena, die schon 2025 mit den DHB-Girls Europameister geworden war. Nach einigen Jahren in der Jugend des TV Beyeröhde war die 20-Jährige für zwei Jahre zu Bayer Leverkusen gewechselt und steht seit dem vergangenen Sommer im Tor des Zweit-Bundesligisten BHC in Solingen. Dort wird sie auch - wie berichtet - in der kommenden Saison das Tor hüten. Vielleicht wird die Handballerin aus Wuppertal dann auch mal in ihrer Heimatstadt die verdiente Ehrung bekommen.  MAO/Fotos: DYN

HALBFINALE MIT ÜBERRAGENDER WUPPERTALERIN

02.07.26 FRAUENHANDBALL-WM - Die für den BHC in der 2. Bundesliga spielende Lena Lindemann wurde bei der U 20-Weltmeisterschaft in China zur besten Spielerin gewählt.  Eine Halbzeit lang hatte Deutschland große Mühe den Ball an Norwegens Torhüterin Langaard vorbeizubringen, doch die eigene Defensive und mit der überragenden Torhüterin Lena Lindemann waren die entscheidenden Faktoren, um am Ende mit 23:22 (10:13) ins Halbfinale einzuziehen. Dort wartet am morgigen Freitag nun Frankreich.
Vor über 3000 Zuschauern, darunter auch die trommelnden Eltern der Wuppertalerin, prägten die beiden Torhüterinnen die Anfangsminuten, erst nach über vier Minuten mussten Lena Lindemann auf deutscher Seite und Norwegens Leah Langaard hinter sich greifen. Deutschland setzte gegen den groß gewachsenen Rückraum der Skandinavierinnen vor allem auf eine vorgezogene Deckung mit Lisa Lammich auf der Spitze.
Die jüngste Spielerin im DHB-Team konnte mit dem 4:5 (10.) auch schon offensiv den zweiten Treffer setzen. Mit der Chancenverwertung hatte Deutschland allerdings seine Probleme, Langaard hatte in der Anfangsviertelstunde schon sieben Paraden zu Buche stehen. Norwegen hatte vor allem über die rechte Seite mit Julie Ellingsen seinen Weg zu Toren gefunden. Christopher Nordmeyer nahm angesichts den üblichen Blockwechsel diesmal bei einem 5:9-Rückstand (16.) vor.
Vor allem mit Ruslana Litvinov auf der halblinken Abwehrposition bekam Ellingsen nun Druck. Doch Deutschland scheiterte immer wieder an Langaard, der 10:13-Rückstand hing auch mit 14 Paraden von Norwegens Schlussfrau zusammen.
DHB-Deckung entnervt Norwegen
Die Comeback-Qualitäten, die man schon beim 29:28-Krimisieg gegen Spanien gezeigt hatte, waren gefragt. Doch Norwegen konnte die deutsche Deckung immer wieder knacken, sich wieder auf fünf Tore (11:16) lösen. Mit einem 4:0-Lauf zum 16:17 (41.), den man sich vor allem mit einer engagierten Abwehrarbeit ermöglichte, war Deutschland wieder im Spiel und zwang Norwegens Coach Axel Stefansson zur Auszeit. Das Momentum war wieder auf deutscher Seite, Njinkeu egalisierte zum ersten Mal seit dem 2:2 (6.) und Chiara Rohr konnte sechzehn Minuten vor dem Ende mit dem Konter zum 18:17 den ersten Führungstreffer erzielen.
Erst nach über elf torlosen Minuten konnte Rechtsaußen Synne With mit dem 19:18 (47.) wieder für ihre Farben treffen. Deutschland hätte auch weiter wegziehen können, weil Lindemann gut parierte, doch auch Langaard konnte wieder ihre Akzente setzen. Christopher Nordmeyer nahm beim 22:20 (54.) seine zweite Auszeit, doch erst im insgesamt fünften Anlauf sollte die Drei-Tore-Führung gelingen.
Zitterpartie bis zum Schluss
Es blieb ein Krimi, denn Ada Aalstad sollte mit einem Doppelschlag zum 23:22 (58.) wieder für Spannung sorgen, den dritten Wurf von Norwegens Toptorjägerin schnappte sich aber Lindemann. Deutschland verpasste die vorzeitige Entscheidung, Njinkeus Notwurf aus spitzem Winkel ins kurze Eck war einfache Beute für Langaard. Norwegen nahm 40 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit, doch das Anspiel auf den rechten Flügel fing Chiara Rohr ab. Auch Deutschland nahm 10 Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit. Norwegen nahm die offene Abwehr und erzwang einen Fehler im deutschen Team.
Njinkeu verhinderte den schnellen Konter, fing sich drei Sekunden vor dem Ende noch eine letzte Zeitstrafe ein. Norwegen versuchte mit einem langen Pass noch einmal in einen Abschluss zu kommen, doch Marlene Tucholke fing diesen Wurf ab.
Deutschland - Norwegen 23:22 (10:13)
Deutschland: Lindemann (16 P.), Steinecke; Walther, Egeling 1, Njinkeu 3, Mittag, Rohr 6/1, Litvinov 2, Lammich 2, Bornhardt 2, Kern 2, Niemann, Klocke, Tucholke 4, K. Ott 1, Goldammer
Norwegen: Langaard (18 P.), Hellebust, Gulliksen; Aalstad 4/2, Hagenes 3, Breen, Refsland, Barbosa, With 4, Leinan 3, Litland 2, Gulbrandsen, Ellingsen 4, Halldorsson 2, Löfsted, Langseth
Zuschauer: 3100 (Jinzhong City Gymnasium)
Schiedsrichter: Heidy Elsaied / Yasmina Elsaied (EGY)
Strafminuten: 4 / 2
Player of the match: Lena Lindemann (GER)

TRAINERLEGENDE KIMPENHAUS 90 JAHRE

10.06.26 HANDBALL JUBILÄEN - Die älteren Beyeröhder Handballer, lange Jahre die Nummer zwei hinter dem Nachbarn LTV, und die Beyeröhder Handballgirls, vor 40 Jahren Deutscher Vizemeister, kommen in diesen Wochen nicht zur Ruhe. Feiern ist angesagt. Einige Male im Jahr treffen sich die „ollen Beyeröhder“, diesmal aus besonderem Anlass: Trainerlegende Wolfgang Kimpenhaus wurde stolze 90 Jahre alt. In Mettmann, wo „Kimpi“, der mit dem TVB und dem LTV erfolgreich war, wurde diesmal gefeiert. Das Foto zeigt von rechts Waldi Nagel, Kimpenhaus, Dirk Gellisch, Ina Kimpenhaus, Bernd Wefers, Achim Kling und Michael Rölver.

RIESENERFOLG FÜR BERGISCHEN HANDBALL

07.06.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit dem Bundesliga-Vierten VfL Gummersbach und dem DHB-Pokal-Vizemeister BHC stellt Handball-Großraum Bergisches Land erstmals zwei Vertreter in der European League. Gummersbach beendete die erfolgreiche Saison mit einem 28:27-Sieg gegen die Rhein Neckar-Löwen, dem neuen Klub von BHC-Kreisläufer Aaron Seesing, der mit sechs weiteren Spielern verabschiedet wurde. Er gab in seinem Abschiedsspiel vor knapp 3000 Zuschauern in der Uni-Halle Kostproben seines beachtlichen Könnens ab und war am 29:28-Sieg am Sonntagnachmittag gegen Frisch Auf Göppingen maßgeblich beteiligt. Wie die Mannschaft der Solinger bei den Europacupspielen aussehen wird, steht noch in den Sternen. Fest steht, dass unbedingt noch Verstärkungen geholt werden müssen. Fest steht auch nicht, wo der BHC seine Heimspiele austragen wird. Aller Voraussicht nach in der heimischen Klingenhalle in Solingen, die für internationalen Handball geeignet ist. Die vielen Fans aus der Handballhochburg Solingen hätten es verdient.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen

SIEBEN ZUM LETZTEN MAL FÜR DEN BHC

05.06.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Am Sonntag findet der letzte Spieltag der DAIKIN HBL statt. Da der Bergische HC vorige Woche mit 32:26 beim HC Erlangen triumphiert hat, ist der Klassenerhalt bereits sicher, so dass das finale Match gegen Frisch Auf Göppingen um 15 Uhr in der Wuppertaler UNIHALLE sportlich so etwas wie die Kür darstellt. Emotionaler Höhepunkt ist voraussichtlich die Verabschiedung von sieben Handballern nach dem Schlusspfiff. „Es ist traurig, dass der gemeinsame Weg nicht weitergeht“, sagen die BHC-Trainer. „Aber wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihnen hatten.“ Die Handballer werden nach dem Spiel auf dem Feld verabschiedet.
Noah Beyer (seit 2022 beim BHC): Der Linksaußen kam vom TUSEM Essen und entwickelte sich schnell zum Leistungsträger auf seiner Position. Höhepunkt war ohne Zweifel die aktuelle Saison. Oft war er es, der in der entscheidenden Phase die Nerven behielt und wichtige Tore im Abstiegskampf erzielte. Durch seinen Siebenmeter im Halbfinale des DHB-Pokals gegen den SC Magdeburg feierte der BHC den größten Erfolg seiner Historie. Für den BHC erzielte Beyer in 138 Pflichtspielen – also inklusive Pokal – 681 Tore, 304 davon per Siebenmeter.
Elias Scholtes (seit 2023 beim BHC): Mit damals 19 Jahren wechselte der Rückraum-Linkshänder im Februar 2023 von den Rhein-Neckar Löwen zum BHC und war von Anfang an eine Hilfe. Im Sommer wurde er U21-Weltmeister. Scholtes wurde während seiner Zeit beim BHC von ein paar Verletzungen zurückgeworfen, zeigte gesund aber immer seine Qualitäten. Die BHC-Bilanz: 72 Spiele, 181 Tore.
Eloy Morante Maldonado (seit 2023 beim BHC): Der Spielmacher absolvierte in der 2. Bundesliga 2024/25 eine Fabel-Saison für die Löwen. Er ging in Richtung Wiederaufstieg voran, wurde mit 229 Treffern, davon 29 per Siebenmeter, Torschützenkönig und außerdem zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt. Für den BHC trat Morante, der vom TuSEM Essen kam, 97 Mal in Pflichtspielen an, erzielte dabei 416 Treffer und lieferte 185 Assists.
Aron Seesing (seit 2023 beim BHC): Der Kreisläufer kam von Bayer Dormagen und entwickelte sich rasant beim BHC. Schnell war er ein Faktor im Innenblock und auch im Angriff eine Bank. 2025 gab er sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. In 96 Pflichtspielen traf Aron Seesing 298 Mal für die Löwen.
Lukas Diedrich (seit 2024 beim BHC): Der Torhüter kam als etablierter Zweitliga-Torhüter vom TuSEM Essen zum BHC. In seinen zwei Saisons bildete er ein erfolgreiches Duo mit Christopher Rudeck und hatte einige Highlight-Spiele: Absolut unvergessen bleibt seine Performance im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen Hannover, das der BHC mit 40:38 nach zwei Verlängerungen für sich entschied. Insgesamt 214 Paraden sammelte Diedrich in Diensten des BHC.
Joshua Thiele (seit 2024 beim BHC): Der Kreisläufer kam vor zwei Jahren vom 1. VfL Potsdam. Er war immer da, wenn er gebraucht wurde, und sprang auch in dieser Saison ein, wenn Not am Mann war. Eine Verletzung warf ihn vor gut einem Jahr zurück. Bei 33 Pflichtspielen stand Joshua Thiele im Kader und erzielte sieben Tore.
Kim Voss-Fels (seit 2026 beim BHC): Aufgrund der Verletztenmisere auf den Linkshänder-Positionen holte der BHC im vorigen Winter Kim Voss-Fels von Zweitligist Eintracht Hagen an die Wupper. Der Rückraumspieler erfüllte sich mit dem Wechsel einen Traum: Er feierte mit 28 Jahren sein Debüt in der 1. Bundesliga und war beim Final Four dabei. Voss-Fels hat den Löwen geholfen: 16 Spiele, 23 Tore, fünf Assists. Foto: Jochen Classen

GUDJON VALUR SIGURDSSON IST TRAINER DER SAISON

05.06.2026 HANDBALL EHRUNG– Gudjon Valur Sigurdsson vom VfL Gummersbach ist „Trainer der Saison 2025/26” in der „stärksten Liga der Welt”. Dies haben die Trainer sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Bundesligisten in geheimer Abstimmung entschieden. Die Auszeichnung wird dem 46-jährigen Isländer im Rahmen des letzten Heimspiels des VfL Gummersbach am 07. Juni 2026 von Frank Leibmann, HBL-Geschäftsleitung Digital & Daten, überreicht.
Erfolgreichste Saison seit 19 Jahren als Krönung kontinuierlicher Aufbauarbeit
Mit Rang vier in der Abschlusstabelle spielt der VfL Gummersbach unter Sigurdssons Regie die erfolgreichste Saison seit 19 Jahren. Zuletzt hatte der Traditionsverein die Spielzeit 2006/07 auf einem vergleichbaren Platz abgeschlossen. Als Überraschungsteam dieser Saison schlugen die Oberbergischen mehrere Topteams, sorgten für Furore und überzeugten Woche für Woche mit einer bemerkenswerten Konstanz und Spielfreude.
Diese Entwicklung ist das Ergebnis konsequenter und geduldiger Aufbauarbeit, die Sigurdsson seit seinem Amtsantritt im Jahr 2020 geleistet hat. Mit der aktuellen Saison erreicht diese Arbeit ihren vorläufigen Höhepunkt. Sigurdsson hat den VfL Gummersbach nicht nur sportlich weiterentwickelt, sondern den Verein wieder zu einer sportlichen Topadresse im deutschen Profihandball geformt und zahlreiche Spieler zu Leistungsträgern und Nationalspielern entwickelt, darunter die deutschen Nationalspieler Julian Köster, Mathis Häseler, Miro Schluroff und Tom Kiesler.
VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler: „Herzlichen Glückwunsch an Goggi zum absolut verdienten Titel. Ich freue mich sehr für ihn, weil ich weiß, was er alles dafür investiert hat. Ich bin sehr stolz, dass wir als VfL Gummersbach mit Goggi den besten Trainer der Saison stellen, weil es natürlich auch bedeutet, dass wir eine sehr, sehr gute Saison gespielt haben und sich das in diesem Titel widerspiegelt.”
Vom Weltklasse-Spieler zum mehrfach ausgezeichneten Cheftrainer
Als Handballprofi gewann der Isländer auf Vereinsebene nahezu alles, was es zu gewinnen gibt. Darunter Meisterschaften in fünf verschiedenen Ländern, zuletzt 2020 mit Paris Saint-Germain in Frankreich. Unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Spielerlaufbahn wechselte er auf die Trainerbank des VfL Gummersbach.
Dort legte er eine bemerkenswerte Trainerkarriere hin: 2022 führte er den VfL zurück in die „stärkste Liga der Welt" und wurde dafür zum „Trainer der Saison" in der 2. HBL gewählt. Bereits im darauffolgenden Jahr, als er den Aufsteiger auf Anhieb auf Rang 10 führte, folgte die nächste Auszeichnung, diesmal als „Trainer der Saison" im deutschen Oberhaus. Drei Jahre später folgt nun die erneute Wahl zum besten Trainer der Saison. Er folgt damit auf Jaron Siewert, der in der vergangenen Saison für seine Arbeit ausgezeichnet wurde.
VfL-Geschäftsführer Schindler weiter: „Wenn man sieht, dass Goggi mittlerweile zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren zum Trainer der Saison gewählt wurde – davon seit dem Wiederaufstieg zweimal in der ersten Liga –, spricht das Bände. Diesen Titel in der stärksten Liga der Welt zu erhalten, ist wirklich eine herausragende Leistung. Gerade wenn man bedenkt, wie viele gute Trainer es in der Bundesliga gibt. Ich habe schon immer gesagt, dass Goggi für mich der beste Trainer für den VfL Gummersbach ist und darüber hinaus – und das zeigt auch dieser Titel – der beste Trainer der Bundesliga. Wir freuen uns, dass wir ihn haben und hoffentlich noch lange haben werden.” Foto: Odette Karbach

VOR 40 JAHREN WURDEN DIE BEYERÖHDER HANDBALLGIRLS DEUTSCHER VIZEMEISTER

01.06.26 - Am heutigen Abend des ersten Juni-Tages will der Mini-Vorstand des TVB Wuppertal über die Zukunft seiner Viertliga-Handballerinnen entscheiden. Zwar wurde der Klassenerhalt gesichert, aber es stehen nach den vielen Wechseln nur noch drei Spielerinnen zur Verfügung...
Zieht der für die schwerste Krise der ruhmreichen Beyeröhder Vereinsgeschichte verantwortliche erste Vorsitzende Norbert Koch die Mannschaft zurück, wäre der längst erwartete Totalschaden perfekt. Denn schon vor den Frauen war die früher sehr erfolgreiche Männerhandballabteilung in der Versenkung verschwunden.
Kontrastprogramm im Wuppertaler Osten. In diesen Tagen fanden – ohne den Vorstand – diverse Feierlichkeiten der Beyeröhder Handballgirls statt. Vor exakt 20 Jahren begann die Aufstiegssaison der Damen in die Bundesliga.  Vor 40 Jahren führte der Sportjournalist Manfred Osenberg die weibliche A-Jugend des Beyeröhder TV nach tollen Erfolgen auf lokaler und regionaler Ebene ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Vizemeister Beyeröhde. Heute steht der Verein vor dem Ruin.
Norbert Koch, der mit Missmanagement und unglaublichen Fehlentscheidungen den langjährigen bergischen Vorzeigeklub ins Chaos gestürzt hat, wurde von der Stadt geehrt und mit dem Wupper-Taler ausgezeichnet. Als Norbert Koch zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, hatte Beyeröhde noch über 600 Mitglieder, ein Dutzend Jugendmannschaften, die Herren waren die Nummer zwei im Tal hinter Nachbar LTV die Damen die Nummer eins im großen Handballverband Niederrhein.
Früher hatte man drei erfolgreiche Männerteams, heute besitzt der TVB überhaupt keine Mannschaft mehr im männlichen Bereich. Nicht zu fassen. Folge der schlechten Nachwuchsarbeit. Der TVB lebt von den Erinnerungen. Ehemalige Spieler und Spielerinnen treffen sich noch in Wuppertal, Schwelm oder auf Wangerooge, wo der langjährige Handballer, Trainer und Manager Manfred Osenberg seit einigen Jahren lebt. Er ist seit 70 Jahren Mitglied des einst ruhmreichen TVB und sogar Ehrenmitglied und kann über den unheimlichen Mitgliederschwund und die Misserfolge nur den Kopf schütteln. Osenberg hat schon vor zehn Jahren den Absturz des langjährigen Aushängeschildes, der Frauenmannschaft vorausgesagt
Heute liegt der Verein in Trümmern. Koch hat nach den herben Kritiken seinen Rücktritt angekündigt, will bei der nächsten Hauptversammlung nicht mehr kandidieren.  Quelle: DIE STADTZEITUNG
Foto von Kurt Keil: Die weibliche A-Jugend vor dem Finale um die Deutsche Meisterschaft im Mai 1986 und beim Jubiläumstreffen im Mai 2026 im Bremmestübchen auf der Beyeröhde.


 

 
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