OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL








 

EIN PUNKT IN MINDEN

09.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Zweieinhalb Minuten vor Schluss lag der Bergische HC bei GWD Minden mit 26:28 hinten. Doch mit dem Rücken zur Wand kamen die Gäste im für den Abstiegskampf so wichtigen Duell wieder zurück und stibitzten bei einem direkten Konkurrenten doch noch einen Punkt. Drei Spieltage vor Schluss wahren die Löwen damit nicht nur drei Punkte Abstand zu Minden, sondern auch zu den Abstiegsrängen.
Extrem ausgeglichen ging es in der ersten Halbzeit zu. Die Gäste gingen zwar 8:5 in Führung, gaben diese aber in Unterzahl wieder aus der Hand, so dass sich bis zur Pause ein offener Schlagabtausch entwickelte. Aron Seesing traf vom Kreis extrem gut, allerdings verloren die Bergischen den Ball auch einige Male, was Minden erfolgreich ausnutzte. Im Tempospiel überzeugten die Gastgeber, die dann auch mehrere Male mit einem Tor vorlegten.
In die Kabinen ging es mit einem leistungsgerechten 16:16. Danach hatten die Löwen eine lange Phase ohne eigenes Tor. Johannes Wasielewski und Sören Steinhaus stellten mit ihren Treffern noch auf 18:17, im Anschluss gelang acht Minuten kein zählbarer Erfolg. Angesichts dieser Tatsache durften die Bergischen zufrieden sein, dass sie nur mit 18:20 ins Hintertreffen gerieten. Grund dafür war eine starke Verteidigung in Kombination mit Torhüter Christopher Rudeck, der
dem den in dieser Phase über sich hinauswachsenden GWD-Keeper Tibor Ivanisevic Paroli bot. Seesing verkürzte auf 19:20, und in der Folge trafen die Gäste wieder etwas zuverlässiger. Das Duell entwickelte sich zusehends zu einem von der Defensive geprägten Duell. Immer wieder gelang es dem BHC, die Mindener ins passive Spiel zu drängen - oft aber gelang das Tor trotzdem.
Der BHC legte kein einziges Mal in der Begegnung mehr vor, ließ sich aber auch nicht abhängen. Sören Steinhaus traf zum ersten Ausgleich in der 47. Minute (22:22). Danach blieb mehrere Male Ivanisevic Sieger. Die neuerlichen GWD-Vorsprünge beantworteten Noah Beyer, Seesing sowie Wasielewski. Der BHC bewies in dieser aufreibenden Phase mehrfach Nervenstärke. Er machte zwar Fehler und kassierte einen Treffer ins leere Tor, weil ein Angriff mit dem siebten Feldspieler
scheiterte, doch die Mannschaft erholte sich immer wieder. So auch nach einem Lattentreffer von Seesing, der damit das 26:26 hauchdünn verpasste, und dem 27:25 für GWD durch Daniel Astrup. Julian Fuchs verkürzte nach schneller Mitte, aber er fasste sich ans Bein und zeigte sofort an, dass er ausgewechselt werden musste. Kim Voss-Fels sprang auf der Rechtsaußen-Position ein. Als Philipp Vorlicek die Hausherren wieder mit zwei Toren in Front brachte, glaubten die Zuschauer in der Kampa-Halle wohl an einen Sieg. Sören Steinhaus erzielte zwei Minuten vor dem Ende das 27:28. Die Abwehr musste nun liefern.
Minden erkämpfte sich einen Siebenmeter, den Florian Kranzmann nahm - er traf den Pfosten und bescherte den Löwen sowie seinen mitgereisten Fans neue Hoffnung. Der BHC spielte über Voss-Fels aus, und der behielt 53 Sekunden vor dem Ende die Nerven, obwohl er eigentlich gar nicht auf der Außenbahn zu Hause ist. Den letzten GWD-Angriff verteidigte der BHC mit aller Leidenschaft weg. Sogar noch einen hektischen Konter hatten die Gäste auf den finalen Metern.
Der Ball landete im Seiten-Aus, das Spiel ging 28:28 zu Ende

BHC GEHT NACH GUTER ERSTER HALBZEIT NOCH UNTER

04.05.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC verliert auch das dritte Spiel in Folge. Beim ESV Regensburg setzte es vor 320 Zuschauern eine 22:33 (11:13)-Niederlage.
Nach den beiden Derby-Niederlagen zeigte sich das Team von Trainerin Assina Müller verbessert - aber nur in den ersten 30 Minuten. Der Abwehr verteidigte leidenschaftlich und hatte die Regensburger Spielmacherin Franziska Peter weitestgehend unter Kontrolle. Im Angriff wurde sich an die Marschroute von Müller gehalten. Da sich der BHC den „Luxus leistete“, drei Strafwürfe zu vergeben, rannte er dennoch zur Pause einen 11:13-Rückstand hinterher.
Ein ganz anderes Gesicht zeigten die Gäste in der zweiten Halbzeit. Die Tiefenräume wurden nicht mehr konsequent genutzt. Zudem parierte die Regensburger Torhüterin Joelle Arno mehrfach großartig. Unsicherheiten schlichen sich ins Spiel. Svenja Mann und Pia Terfloth brachten mit ihren Treffern den BHC in Schlagdistanz (17:15, 38.). Mehr ging nicht. Regensburg nutzte jeden Fehler oder Überzahlsituationen aus. Ein 7:0-Lauf brachte dem Goldbach-Team einen komfortablen Vorsprung (24:15,45.). Assina Müller setzte auf „7 gegen 6“ im Angriff, der BHC kam durch Veki Tolic und Mann zum Anschluss. Regensburg nutzte das gleiche taktische Mittel, fand die besseren Lösungen und spielte sich in einen wahren Rausch bis zum 33:22-Endstand.
„Wir wollten es besser machen als zuletzt. Das ist uns in der ersten Halbzeit gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren und sind in alte Muster verfallen. Das ist für mich auch eine Frage der Einstellung meiner Spielerinnen. Die nächsten Aufgaben werden nicht leichter“, resümierte BHC-Trainerin Assina Müller und blickt den anstehenden Spielen gegen Rödertal, Leipzig und Nürtingen entgegen. Foto: Kevin Becher

WICHTIGER SIEG GEGEN HANNOVER

03.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat sich in einem dramatischen Match gegen die TSV Hannover-Burgdorf durchgesetzt und die nächsten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Der 30:29 (13:14)-Erfolg hat die Lage im Tabellenkeller zwar nicht verbessert, weil alle drei dahinter liegenden Konkurrenten ebenfalls erfolgreich waren. Umso wichtiger war also die Verteidigung des Status quo mit weiterhin drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze.
Schon in der ersten Halbzeit hätten sich die Gastgeber vor 2641 lautstarken Fans in der Wuppertaler Unihalle einen Vorsprung erkämpfen können. Mehrere Male führten die Löwen mit drei Toren Unterschied, leisteten sich aber doch zu viele Fehlwürfe insbesondere aus der Nahdistanz. Davon sowie ein paar wenigen unnötigen Ballverlusten profitierten die Hannoveraner, die sich so von 4:7 und 7:10-Rückständen erholten.
Christopher Rudeck war zwar ebenfalls bei zwei Siebenmetern und einem Sechs-Meter-Wurf zur Stelle, doch der BHC ließ noch etwas mehr liegen. Das galt allerdings nicht für Sören Steinhaus. Während des gesamten Matches leistete sich das Rückraum-Ass nur einen Fehlversuch – bei einem Notwurf im passiven Spiel. Zehn Mal war er erfolgreich, dazu lieferte er noch fünf Assists. Es war eine herausragende Partie von ihm. Er war dann auch mit dafür verantwortlich, dass sich der BHC vom 1:6-Torlauf kurz vor der Halbzeit wieder erholte. Steinhaus verkürzte auf 12:13, Noah Beyer auf 13:14.
Zu Beginn der ersten Halbzeit hatten die Hausherren gleich zwei Mal gezaubert. Johannes Wasielewski und Steinhaus schlossen Kempa-Anspiele erfolgreich ab. Absolut sehenswert. Das Halbzeitergebnis hatte sich der BHC sicher anders vorgestellt, doch nach Wiederbeginn stellt er die Weichen. Bei freien Abschlüssen gingen die Bälle nun durch die Bank konsequent ins Tor. Dazu lieferte Rudeck nun auch diverse Paraden aus dem Spiel heraus. Wasielewski glich zum 14:14 aus. Zwei verwandelte Siebenmeter von Noah Beyer brachten die erste Führung der zweiten Hälfte, die der BHC nicht mehr aus der Hand gab. Es gelang zwar vorerst nicht, sich abzusetzen, aber die Gastgeber blieben vorne. Zunächst vor allem durch Steinhaus, dann auch durch Lars Kooij, Julian Fuchs, Beyer sowie Aron Seesing. Als beim 26:23 Fuchs den Ball eroberte und gleich selbst zum 27:23 traf, schien das schon eine Vorentscheidung zu sein. Nur noch sechs Minuten waren zu spielen.
Hannover war aber noch nicht geschlagen. Mit dem siebten Feldspieler hatte die TSV Erfolg, während sich der BHC im Angriff teilweise aufrieb. Noah Beyer war in dieser Phase der Garant für gute Nerven und wichtige Treffer. Sein 28:25 tat genauso gut wie das 29:27 per Siebenmeter. Das wichtigste Tor war aber das 30:28 in Unterzahl. 20 Sekunden vor Schluss brachten die Löwen ihn auf außen zum Wurf – und Beyer versenkte mit aller seiner Abgezocktheit.Tatsächlich war das noch nicht die Entscheidung. Jonathan Edvardsson verkürzte sofort, und im letzten BHC-Angriff ahndeten die Unparteiischen sofort ein passives Spiel und sprachen Hannover einen Freiwurf zu. Die Uhr tickte herunter, so dass Hannes Feise direkt werfen musste. Ein starker Versuch, an dem Rudeck noch dran war und so die beiden ersehnten Punkte im Bergischen Land hielt.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen

BHC VERPFLICHTET JASMINA GIERGA VOM BSV SACHSEN ZWICKAU

30.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC verstärkt sich zur neuen Saison mit Jasmina Gierga. Die Spielmacherin wechselt vom Erstligisten BSV Sachsen Zwickau ins Bergische Land.
„Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung“, so die 22-Jährige, die seit der C-Jugend das BSV-Trikot trägt. „Nach dem Abschluss meines Bachelor-Studiums ist der Zeitpunkt für einen Wechsel ganz gut, um auch sportlich etwas Neues zu wagen bevor es mit dem Master-Studium weitergeht. Das BHC-Projekt hat mich gleich angesprochen. Die Rahmenbedingungen sind einfach klasse“, zeigt sich Gierga nicht nur begeistert vom Leistungszentrum an der Kanalstraße. „Natürlich erhoffe ich mir mehr Spielanteile als zuletzt in Zwickau. Ich bin bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und möchte meinen Beitrag zu leisten, dass es mit dem BHC weiter aufwärts geht.“
Für Geschäftsführerin Assina Müller ist die Verpflichtung von Jasmina Gierga ein weiterer wichtiger Baustein für die nächsten (mindestens) zwei Jahre: „Jasmina ist ein echtes Eigengewächs aus Zwickau und hat bereits in jungen Jahren verinnerlicht, was es bedeutet, leistungsorientierten Handball auf hohem Niveau zu leben. Ihre kontinuierliche Entwicklung im Bundesligaumfeld hat sie sportlich wie persönlich geprägt und ihr ein tiefes Verständnis für die Anforderungen des Spitzenhandballs vermittelt. Wir trauen ihr zu, auf der Position Rückraummitte eine zentrale Führungsrolle einzunehmen. Sie soll unserem Spiel die notwendige Struktur und Klarheit verleihen, das Tempo steuern und gleichzeitig die Durchschlagskraft im Angriff gezielt erhöhen.
Diese langfristig angelegte Verpflichtung ist ein wichtiger Baustein für unsere sportliche Ausrichtung. Sie gibt der Mannschaft Stabilität, Orientierung und die nötige Sicherheit, um sich nachhaltig weiterzuentwickeln.“ Foto: BHC

GUMMERSBACH NUR 29:29 GEGEN GÖPPINGEN

01.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Seit Donnerstagabend (30.4.) spitzt sich der Abstiegskampf in der Hanbdball Bundesliga zu. Denn Leipzig gewann gegen Erlangen und ist - wie Wetzlar - nur noch zwei Punkte schlechter als die Solinger, die nun gegen Hannover unbedingt punkten müssen.
Der Bergische HC hat bei der HSG Wetzlar eine große Möglichkeit verpasst, um sich im Abstiegskampf der DAIKIN HBL etwas Luft zu verschaffen. Die nächste Gelegenheit steht an diesem Samstag bevor. Wenn um 19 Uhr die TSV Hannover-Burgdorf in der UNIHALLE Wuppertal zu Gast ist, will der BHC Erinnerungen ans Pokalspiel gegen die Niedersachsen wecken.
Anfang November gewannen die Löwen das Achtelfinale mit 40:38 nach zwei Verlängerungen. Zwei Wochen später revanchierten sich die Hannoveraner allerdings in der Bundesliga mit einem 34:30-Heimsieg. Nun treffen die Teams also zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander – und es hat sich einiges geändert. Christian Prokop ist nicht mehr Trainer bei den Niedersachsen. Seit Januar hat Juan Carlos Pastor übernommen. Foto: Jochen Classen

BHC-SPIELMACHERIN ANNALENA WELSCH BEENDET KARRIERE

28.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Seit 2022 trägt Spielmacherin Annalena „Ronny“ Welsch das Trikot des Bergischen HC und war maßgeblich an den beiden Aufstiegen in die 3. und zuletzt in die 2. Liga beteiligt. Zum Saisonende hängt die 29-jährige Spielmacherin ihre Handballschuhe an den Nagel. „Vorerst zumindest“, erklärt sie augenzwinkernd. „Ich habe immer noch große Lust, Handball zu spielen, aber mein verletzter Ellenbogen lässt es leider nicht zu. Vielleicht klappt es irgendwann mal wieder“, hofft die Allrounderin auf Besserung. Die schwere Verletzung zog sich Welsch im Januar 2025 beim Spiel in Mainz nach einem unglücklichen Sturz zu. Die lange Behandlungszeit auf dem Spielfeld durch den Rettungsdienst hatte schließlich einen Spielabbruch zur Folge.
In dieser Saison machte Ronny Welsch 22 Spiele bis ein erneuter Eingriff am lädierten Wurfarm vor vier Wochen für ein vorzeitiges Saisonende sorgte. Ein herber Verlust für den BHC wie auch Interims-Trainerin und Geschäftsführerin Assina Müller zum Ausdruck bringt: „Ronny wechselte seinerzeit aus Königsdorf zum BHC und hat die erfolgreichen Aufstiege in die 3. und 2. Liga nicht nur miterlebt, sondern mit großem Einsatz maßgeblich mitgestaltet. Über viele Jahre hinweg prägte sie als zentrale Spielerin auf Rückraummitte das Gesicht unserer Mannschaft und übernahm dabei stets Verantwortung – auf und neben dem Feld.
In der vergangenen Saison konnte sie ihre Leistungen noch einmal eindrucksvoll steigern und unterstrich damit ihre sportliche Qualität und Bedeutung für das Team. Umso schwerer wiegt die Ellenbogenverletzung, die sie sich im Spiel gegen Mainz zuzog und die sie nun dazu zwingt, ihre aktive Karriere zu beenden. Ich danke Ronny von Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Loyalität und die vielen gemeinsamen Momente, die unseren Weg geprägt haben. Für ihren weiteren Lebensweg wünsche ich ihr – sportlich wie privat – nur das Allerbeste.“ Foto: Kevin Becher

ENTTÄUSCHENDE NIEDERLAGE IN WETZLAR

26.04.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat die Chance, einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu gehen, auswärts gegen die HSG Wetzlar liegen gelassen. Ausschlaggebend war vor allem eine Viertelstunde nach der Pause, in der den Löwen die Partie aus den Händen glitt. Am Ende muss sich der BHC mit 29:33 (15:15) geschlagen geben.
Zu Beginn hatte es danach nicht ausgesehen. Die Bergischen überrumpelten die Gastgeber in den ersten Minuten. Fynn Hangstein, Sören Steinhaus, Noah Beyer und Aron Seesing trafen auf dem Weg zum frühen 6:2-Vorsprung. Doch die Wetzlarer erholten sich schnell. Sie spielten fortan ihre Angriffe gut über den Kreis aus, wo Josip Simic erfolgreich abschloss. Aus dem Rückraum traf auch Philipp Ahouansou oft.
Der BHC hatte bereits in der ersten Halbzeit eine Phase, in der er sich im Abschluss schwertat. Die jedoch hielt nicht so lange an wie die letztlich entscheidende in der zweiten Hälfte. In den ersten 30 Minuten waren die Bergischen spielerisch eigentlich noch leicht überlegen, leisteten sich aber ein paar Fehler im Angriff, die Wetzlar mit Kontern bestrafte.
So ging es nur mit 15:15 in die Pause. Pech hatte noch Johannes Wasielewski, der den letzten Angriff zwar im Tor unterbrachte, doch die Uhr schlug exakt auf 30 Minuten um, als der Ball die Linie erreicht hatte. Das war natürlich erst im Videobeweis exakt zu erkennen. Logischerweise zählte der Treffer nicht.
Ob er nach Wiederbeginn geholfen hätte, den Wetzlarer Schwung aufzuhalten? Das ist zumindest fraglich. Aron Seesing glich noch zum 16:16 aus, danach kassierten die Gäste einen 0:8-Lauf, in dem nichts zusammenlief. Im Angriff blieben Siebenmeter ungenutzt, ansonsten hielt Andreas Palicka alles für die HSG. Die mehr als 4000 Fans in der ausverkauften Buderus Arena feierten jede Aktion ihres Teams – so wie sich Wetzlar ein Heimspiel wünscht.
Der BHC hatte zwar auch Paraden durch Christopher Rudeck, brauchte aber insgesamt zu lange, um sich zu erholen. 16 Minuten vor Schluss lag die Mannschaft mit 16:24 hinten und brauchte etwas ganz Besonderes, um noch einmal für Dramatik zu sorgen. Das gelang nicht, doch immerhin holten sie noch ein wenig auf. Das taktische Mittel des siebten Feldspielers funktionierte recht gut, Noah Beyer verkürzte knapp zwei Minuten vor Schluss noch auf 28:31. Letztlich ließen die Gastgeber aber nichts mehr anbrennen.

BHC ENTTÄUSCHT AUCH GEGEN BAYER LEVERKUSEN

26.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Eine Woche nach dem Stadtderby-Debakel verliert der Bergische HC auch das NRW-Duell gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen mit 29:34 (13:14). BHC-Torjägerin Svenja Mann (Foto) war 15mal erfolgreich und erzielte mehr als die Hälfte der Treffer ihres Teams. Für die Leverkusener „Elfen“ traf Britt van der Baan (10/6) am Besten. Die von BHC-Trainerin Assina Müller geforderte Reaktion blieb aus. Von der sonst gewohnten Heimspielstärke war diesmal nichts zu sehen. Den 280 Zuschauern wurde ein zerfahrenes Spiel geboten. Die BHC-Defensive um Abwehrchefin Veki Tolic bekam die Elfen-Achse mit Spielmacherin Sophia Cormann und Kreisläuferin Annika Ingenpaß überhaupt nicht in den Griff. Im Angriff wurden klarste Chancen ausgelassen. Einmal mehr war Svenja Mann mit ihrer Wurfkraft die „Lebensversicherung“ für den BHC, so dass die Partie über weite Strecken ausgeglichen blieb.
Mit Beginn der Crunchtime setzte sich ausgerechnet die frühere BHC-Spielerin Jette Clauberg in Unterzahl durch und erzielte das vorentscheidende 28:31 (55.). Der BHC machte die Abwehr weiter auf, zog aber aus der Überzahlsituation keinen Nutzen. Mit 34:29 nahmen die Elfen erfolgreich Revanche für die Hinspiel-Niederlage. Foto: Kevin Becher


BHC VERPFLICHTET MARLENE WAGNER VON DEN FLAMES

22.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC hat für die kommende Saison U18-Nationaltorhütern Marlene Wagner verpflichtet. Die 17-Jährige wechselt nach ihrem Abitur im Sommer von der HSG Bensheim/Auerbach ins Bergische Land.
„Ich möchte mich sportlich und persönlich weiterentwickeln und viele Erfahrungen sammeln“, erklärt die Nachwuchs-Keeperin, die großen Anteil daran hatte, dass die A-Jugend der HSG im letzten Jahr das Final-Four um die Deutsche Meisterschaft erreichte, ihren nächsten Entwicklungsschritt. „Beim BHC freue ich mich auf ein tolles Team, mit dem ich die nächste Saison so erfolgreich wie möglich gestalten möchte.“
Wagner wurde vornehmlich bei den Junior-Flames in der 3. Liga eingesetzt, bekam aber auch erste Einsatz-Zeiten im Bundesliga-Team der HSG Bensheim/Auerbach. Ende Juli stehen für die Jugend-Nationalspielerin noch die U18-Weltmeisterschaften in Rumänien an bevor sie mit dem BHC in die neue Zweitliga-Saison startet.
„Marlene ist eine junge, talentierte Torhüterin, die bereits wertvolle Erfahrungen sowohl in der Jugendnationalmannschaft als auch in der Trainingsarbeit beim Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach sammeln konnte. Unsere Entscheidung für sie
fiel ganz bewusst, da wir von ihrer Entwicklung in den vergangenen Jahren überzeugt sind. Im Torhüterduo mit Lena Lindemann zeichnet sie sich insbesondere für ihr junges Alter durch ihre außergewöhnliche Physis sowie für reifes Stellungsspiel aus. Unser Ziel ist es, Marlene den Raum und die passenden Rahmenbedingungen zu bieten, um sich nachhaltig und langfristig bestmöglich entwickeln zu können“, so BHC-Geschäftsführerin Assina Müller zur Neuverpflichtung. Foto: Flames

BHC-TORHÜTERIN NATASCHA KRÜCKEMEIER BEENDET KARRIERE

21.04.26 HANDBALL FRAUEn 2. LIGA - Ihr letztes Spiel im Trikot des Bergischen HC absolvierte Torhüterin Natascha Krückemeier im Januar beim Sieg gegen die Handball Luchse aus Buchholz. Danach musste sie wegen starker Schmerzen im Knie passen. Eine MRT-Untersuchung sorgte kurz vor ihrem 33. Geburtstag für eine böse Überraschung. Ein erneuter Kreuzbandriss bereitete die Probleme. „Ich hatte mir vor zehn Jahren schon einmal das Kreuzband gerissen. Das hatte mich während der ganz Zeit kaum mehr beeinträchtigt. Mit einem erneuten Kreuzbandriss habe ich nicht gerechnet. Das war
ein Schock“ Die bittere Konsequenz: Karriereende!
Über die Jugend bei Bayer 04 Leverkusen schaffte Krückemeier in der Saison 2012/2013 den Sprung ins Bundesliga-Team und hatte dort ihre ersten Einsätze. Über die Zweitliga-Stationen TVB Wuppertal, HSV Solingen-Gräfrath, mit dem sie 2023 den Aufstieg in die 1. Liga schaffte, und 1.FSV Mainz 05, wechselte Krückemeier im Sommer 2024 zum BHC und bildet seit dieser Saison ein homogenes Keeperinnen-Gespann mit U19-Europameisterin Lena Lindemann.
Die neuerliche Verletzung wird konservativ behandelt. „Mit der Lösung komme ich gut klar und ich bin froh, dass nicht operiert werden muss. Ich achte jetzt noch mehr darauf, ein gesundes Leben zu führen und möchte den Alltag halbwegs unbeschwert genießen.“ Zu ihrem Alltag gehört auch, dass sie als Lehrerin für Sonderpädagogik 100% geben kann. So wie sie es bisher auch auf dem Handballfeld getan hat. Als „Emotional-Leader“ und Mitglied des Mannschaftsrats spielt sie eine wichtige Rolle innerhalb ihres Teams.
„Der Abschied von Taschi fällt uns außerordentlich schwer. Sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon verkörperte sie in besonderem Maße Zuverlässigkeit, Loyalität und echten Teamgeist.Die Zusammenarbeit mit ihr war stets geprägt von großer Wertschätzung, Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Umso schmerzlicher ist es, dass eine schwere Knieverletzung sie nun zu einem frühzeitigen Ende ihrer aktiven Laufbahn zwingt. Mit Taschi verliert der Verein nicht nur eine herausragende Spielerin, sondern vor allem einen außergewöhnlichen Menschen, der für weit mehr stand als nur den Handballsport. Ihre aufrichtige, ehrliche und stets verbindliche Art wird uns allen fehlen – und sie hinterlässt eine Lücke, die weit über das Sportliche hinausgeht“, beschreibt Geschäftsführerin Assina Müller die Gefühlslage stellvertretend für die gesamte BHC-Familie. Foto: Kevin Becher

SILBER BEIM LIDL FINAL4

20.04.26 HANDBALL POKAL In dramatischer Manier hatte der Bergische HC das Finale um den DHB-Pokal erreicht. Doch dem 31:30-Sensationssieg nach Siebenmeter-Werfen gegen den SC Magdeburg konnten die Löwen gegen die Füchse Berlin nicht noch einen solch magischen Auftritt folgen lassen. Die Hauptstädter überrollten den BHC phasenweise und krönten sich durch das 42:33 (22:17) überzeugend zum Pokalsieger 2026. Bei den Bergischen stellte sich aber schnell Freude über die Silbermedaille ein.
War es der Mannschaft weniger als 24 Stunden zuvor gegen Magdeburg noch gelungen, in der Deckung zuzupacken und den Gegner zur Verzweiflung zu bringen, ließen sich die Berliner kaum aufhalten. Immer wieder erarbeiteten sie sich gute Chancen, die sie auch hochprozentig verwerteten. Mathias Gidsel und Lasse Andersson bekam der BHC überhaupt nicht in den Griff. Im eigenen Angriff hielten die Löwen zwar so gut wie möglich dagegen, doch so hochprozentig wie ihr Gegner trafen sie über die gesamte Distanz nicht. Einige Bälle landeten in den Fängen von Dejan Milosavljev, andere gingen im Angriff verloren, so dass die Füchse sofort zum Gegenstoß ansetzten und eigentlich immer entschlossen bestraften.
Der BHC kämpfte, stemmte sich mit seinen fantastischen Fans im Rücken mit aller Macht dagegen und hielt durch Tore von Julian Fuchs, Fynn Hangstein, Sören Steinhaus und Noah Beyer bis zum 16:17 vier Minuten vor der Halbzeit noch gut mit. Die Phase bis zur Pause misslang allerdings dann komplett. Aron Seesing traf zwar noch, doch die Berliner stellten auf
22:17 und sorgten so schon für eine Vorentscheidung. Um das Match noch drehen, hätte sich der BHC vor allem defensiv gewaltig steigern müssen. Lukas Diedrich lieferte zwar ein paar Paraden, aber letztlich überrollten die Hauptstädter den Außenseiter auch in der zweiten Hälfte. Je länger das Finale dauerte, desto mehr war den Bergischen ihre Müdigkeit anzumerken, desto deutlicher wurde die Berliner Dominanz.
Die Füchse feierten einen verdienten Pokalsieg, der BHC konnte einige Minuten nach dem Schlusspfiff bereits seine Enttäuschung über die Finalniederlage überwinden und über Silber jubeln. Es war eine denkwürdige Pokalreise mit zwei epischen Spielen, die unvergessen bleiben: Das 40:38 gegen die TSV Hannover-Burgdorf im Achtelfinale nach zwei Verlängerungen sowie die Sensation gegen Magdeburg vor 20.000 Fans in der LANXESS arena. Der BHC hat bewiesen, dass er auf der größten Handballbühne mitspielen kann. Foto: Jochen Classen

BHC UNTERLIEGT IM STADTDERBY BEIM HSV SOLINGEN-GRÄFRATH

18.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Ausgerechnet im Stadtderby beim HSV Solingen-Gräfrath erwischte der Bergische HC einen komplett gebrauchten Tag und unterlag 19:32 (11:16). Über 1.000 Zuschauer in der Solinger Klingenhalle, darunter Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse und erwarteten angesichts des Tabellenstandes (beide Mannschaften lagen mit 27:19 Punkte auf Platz 5 und 6) ein Spiel auf Augenhöhe.
BHC-Torjägerin Svenja Mann eröffnete den Torreigen und ein Hattrick von Rechtsaußen Hannah Kamp brachte die Gäste schnell mit 5:2 in Front (7.). Doch der HSV, der in Torhüterin Liv-Stine Eckardt einen großartigen Rückhalt hatte,
fing sich. Einen 6:0-Lauf schloss die hellwache Nele Spengler zum 9:6 ab (15.). BHC-Trainerin Assina Müller zog die Auszeit. Danach erzielte Norma Goldmann mit ihrem einzigen Treffer über die ansonsten „leblose“ linke Angriffsseite den Anschluss zum 9:7. Näher kam der BHC nicht mehr ran. Im Gegenteil. Der HSV bestrafte jeden Fehler und setzte bis zur Pause auf 16:11.
Symptomatisch für das BHC-Spiel, dass die Überzahl-Situation nach Wiederanpfiff nicht genutzt werden konnte. Taktische Umstellungen im Abwehr- und Angriffsspiel verpufften. Der Bergische HC konnte zu keiner Zeit mehr an die zuletzt gute Phase vor der Länderspiel-Pause anknüpfen. Am Ende bejubelte das Team von HSV-Trainer Jonas Schlender einen 32:19-Derbysieg. Foto: Kevin Becher
Positiv: Dem gemeinsamen Aufruf der beiden Vereine, sich vor dem Spiel im Foyer der Klingenhalle am DKMS-Stand registrieren zu lassen, folgten viele Solinger Fans und sorgten für einen großartigen Erfolg.

KAMPF WURDE BELOHNT

13.04.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat durch ein 25:25 (10:13) gegen den TVB Stuttgart einen weiteren wichtigen Zähler im Kampf um den Verbleib in der DAIKIN HBL geholt. Angesichts 11:16- und 18:22-Rückstände in der zweiten Halbzeit war das Remis zum Schluss durchaus eine Überraschung. Lange fanden die Löwen in TVB-Torhüter Miljan Vujovic ihren Meister.
Der Stuttgarter Keeper hatte auch großen Anteil daran, dass der BHC in der Anfangsphase nicht davonzog. Locker hätten die Löwen, die erneut auf Elias Scholtes (Meniskusanriss) verzichten mussten, vor 2863 Zuschauern in der stimmungsvollen UNIHALLE mit 8:4 vorne liegen können, doch sie brachten auch hochkarätige Chancen nicht im Tor unter. Auf der anderen Seite des Feldes funktionierte die Abwehr gegen den eigenwilligen Stuttgarter Angriff, der mit vier Rückraumspielern und ohne Kreisläufer agierte, von Anfang an gut. Auch Christopher Rudeck fand entsprechend überzeugend zwischen den BHC-Pfosten ins Spiel.
Es blieb vor der Pause eine zähe Auseinandersetzung, phasenweise mit beiden Torhütern in den Hauptrollen. Rudeck entschärfte sogar diverse Siebenmeter – das war so ziemlich das Einzige, das Vujovic nicht gelang. Noah Beyer schritt während des gesamten Matches fünf Mal an die Linie und war jeweils erfolgreich. Davon abgesehen hielt der Stuttgarter Schlussmann aber die Löwen-Effektivität extrem gering. Auch ein unfassbares Tor von Johannes Wasielewski, bei dem er gefühlt von der „Eckfahne“ traf, brachte den BHC im Angriff nicht auf Kurs.
Weil kurz vor Ende der ersten Hälfte auch die Abwehr etwas nachließ, gingen die Hausherren mit einem etwas ernüchternden 10:13-Rückstand in die Pause. Und danach bauten die Schwaben ihren Vorsprung sogar auf 16:11 aus. Rudeck blieb ein wichtiger Faktor für den BHC, aber bis zum 18:22 deutete wenig auf eine Wende hin. Zwischendurch lag die Fangquote Vujovic‘ bei fast 60 Prozent – wohlgemerkt mitten in der zweiten Halbzeit.
Doch dann wurde der unermüdliche Kampf des BHC belohnt. Noah Beyer, Julian Fuchs und Eloy Morante Maldonado verkürzten. Dazwischen sorgte Rudeck mit weiteren Paraden für explosionsartigen Jubel. Dann klaute Julian Fuchs den Stuttgartern frech den Ball und netzte zum 22:22 ein. Plötzlich war es wieder ein Match auf Augenhöhe mit einem bis zum Schluss starken Rudeck. Den nächsten Rückstand (22:24) egalisierten Noah Beyer und Sören Steinhaus, der bei der der Chance zur Führung ein Stürmerfoul kassierte. Weil Aron Seesing auch noch für zwei Minuten vorm Feld musste, hatten die Stuttgarter einen kleinen Trumpf. Sie stellten auf 25:24, doch Morante glich in Unterzahl erneut aus.
Es war das letzte Tor der Partie. Den nächsten Angriff der Schwaben verteidigte die BHC-Abwehr mit aller Macht, so dass die finale Aktion sogar den Gastgebern gehörte. Zu einem gescheiten Abschluss kamen sie aber nicht mehr. Den letzten direkten Freiwurf warf Wasielewski in den Block.

Fotos aus der Wuppertaler Unihalle: Jochen Classen

BHC MIT STARKEM HEIMAUFTRITT GEGEN WAIBLINGEN

05.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Trotz angespannter Personalsituation überzeugte der Bergische HC gegen den VfL Waiblingen und siegte vor 150 Zuschauern verdient 34:27 (14:11). Neben den beiden Spielmacherinnen Alexandra Lundström (krank) und Annalena Welsch (Ellbogen-OP) musste BHC-Trainerin Assina Müller auch auf die beiden etatmäßigen Torhüterinnen Natascha Kückemeier und Lena Lindemann (beide verletzt) verzichten. Zwei Tage nach ihrem 19. Geburtstag stand dafür Lena Zakszewski zwischen den Pfosten und bot mit 13 Paraden eine starke Partie. Was sich zuerst nach einem schlechten April-Scherz anhörte, stellte sich unter der Woche als neuerliche Knieverletzung bei Lina Seiffarth heraus. Die 19-jährige Kreisläuferin musste wegen eines Meniskusrisses passen und auch den anstehenden U20-Nationalmannschafts-Lehrgang absagen. Und, als wäre das nicht schon genug, verletzte sich Pia Terfloth, kurz nachdem sie den 1:1-Ausgleich erzielt hatte, am Knie und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Dennoch: Der BHC agierte mit viel Spielwitz, fand gute Lösungen gegen die offensiv deckenden Waiblingerinnen, verwarf aber auch einige freie Bälle, um vorzeitig davonzuziehen. Nach der zweiten Zeitstrafe gegen Norma Goldmann (25.) schloss der BHC konzentrierter ab. Torjägerin Svenja Mann traf doppelt zum 12:9 (27.), Rechtsaußen Hannah Kamp und Kreisläuferin Lea Albers erhöhten kurz vor der Pause auf 14:10.
Assina Müller ließ konsequent mit 7:6 angreifen. Der BHC sprühte vor Spielfreude und hatte mit Abwehrchefin Veki Tolic, die auch in der Offensive eingesetzt wurde, eine gute Entscheiderin. Ein 5:0-Lauf gleich nach Wiederanpfiff sorgte für klare Verhältnisse. Das 29:22 (54.) durch Franzi Thomas war eine Vorentscheidung. Am Ende feierte der BHC durch eine überzeugende Teamleistung einen 34:27- Heimerfolg und hat sich eine freie Woche verdient, bevor es am 17. April mit dem
Derby beim HSV Solingen-Gräfrath weitergeht. Foto: Kevin Becher

WENIG INTENSITÄT IM BERGISCHEN DERBY

03.04.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat gegen den VfL Gummersbach einen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach dem 29:29 im umkämpften Hinspiel kassierten die Löwen in der Mitsubishi Electric HALLE vor ausverkaufter Kulisse eine deutliche 30:39 (15:19)-Niederlage. Die Oberbergischen, die ihren neunten Sieg in Serie feierten, stellten die klar bessere Mannschaft. Das zeigte sich von Anfang an. Julian Köster gab beim VfL den Ton an, schaffte Durchbrüche an
den Kreis und traf aus dem Rückraum. Der BHC fand derweil nicht gut ins Spiel. Er verlor Zweikämpfe, mühte sich im Angriff und hatte nie in einen Rhythmus. Zwar hatten die Gastgeber immer mal wieder bessere Szenen, doch die Hoffnung der 4000 Zuschauer, ein spannendes Spiel zu erleben, wurde dann doch enttäuscht. Noah Beyer verkürzte auf 4:5, danach hatten die Bergischen sogar den Ausgleich in der Hand. Doch der Ball landete in den Fängen des starken Gummersbacher Torhüters Dominik Kuzmanovic. Miro Schluroff antwortete mit dem 6:4, Kay Smits legte in Unterzahl das 7:4 nach. Der BHC leistete sich zwar zunächst nicht viele technische Fehler, rieb sich aber dennoch im Angriff auf. Genauso fehlte auf der anderen Seite der defensive Zugriff, um das Match enger zu gestalten. Auf dem Weg zum 15:19-Pausenstand gab Elias Scholtes sein Comeback nach einer schweren Sprunggelenksverletzung. Der Linkshänder traf zwei Mal mit Überzeugung und sorgte so für Szenen, die dem Publikum etwas besser gefielen. Auf eine Wende deutete zur Halbzeit allerdings wenig hin.
Nach der Pause kam Lukas Diedrich für Christopher Rudeck zwischen die Pfosten. Beide sollten am Ende jeweils vier Paraden gesammelt haben. Gummersbach machte unbeirrt weiter, hing die Bergischen nun deutlich ab. In der 40. Minute versenkte Miro Schluroff zum 27:17. Die Partie war damit eigentlich entschieden. Der BHC hatte mit der 5:1-Deckung danach zwar kurzfristig etwas mehr Erfolg, verkürzte unter anderem durch Aron Seesing, Eloy Morante Maldonado, Julian Fuchs, Noah Beyer und Kim Voss-Fels auf 26:32.
Doch danach hatten die Gäste kaum Mühe, sich erneut abzusetzen. Dabei profitierten sie dann auch von sich häufenden technischen Fehlern des BHC: In der ersten Halbzeit waren es nur vier Stück, am Ende der Partie aber 13. Der VfL präsentierte sich in überragender Verfassung und war kaum zu schlagen. Dem BHC fehlte ein wenig die Intensität, um für etwas mehr Spannung zu sorgen. Joshua Thiele bekam in der Schlussphase noch ein paar Einsatzminuten – im Oberhaus waren es seine ersten im Löwen-Trikot.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle: Jochen Classen

BHC VERPFLICHTET KIM OTT VOM THÜRINGER HC

02.04.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC hat für die kommende Saison Rückraumspielerin Kim Ott verpflichtet. Die U20-Nationalspielerin wechselt vom Thüringer HC ins Bergische Land und möchte beim BHC den nächsten Entwicklungsschritt machen. „Ich stehe schon seit letztem Jahr mit Assina Müller in Kontakt und finde das BHC-Projekt nach wie vor spannend. Jetzt freue ich mich, dass es mit dem Wechsel im Sommer klappt.“
Kim Ott begann mit dem Handballspiel bei der HSG Siebengebirge und spielte danach mit dem TuS Königsdorf in der Jugend-Bundesliga und hatte auch erste Einsätze in der 3. Liga mit den Senioren. Aus dieser Zeit ist ihr auch das BHC- Leistungszentrum bekannt. „Dort hatte ich regelmäßig das Stützpunkttraining und beste Trainingsbedingungen vorgefunden. Und natürlich kenne ich die Halle und einige meiner zukünftigen Mitspielerinnen aus den A-Jugend-Duellen im vergangenen Jahr.“ Denn nach ihrer Zeit in Königsdorf wechselte Ott, als B-Jugendliche, vor vier Jahren zum Thüringer HC. Ihre Entwicklung ging rasant weiter. Jugend, 3. Liga mit dem THC II und während der Saison 2022/23 die ersten Einsätze im Bundesliga-Team. Dazu holte sie 2023 Bronze bei der U17-Europameisterschaft, war im Spiel um Platz drei mit sechs Treffern erfolgreichste deutsche Werferin. Nach einer Verletzung kämpfte sie sich zurück. In der aktuellen Bundesligasaison erzielte die 185-Zentimeter große Shooterin bisher elf Treffer und erreichte mit dem THC das Pokal-Final-Four, wo sie im Spiel um Platz drei viele Spielanteile erhielt und zweimal traf. Der Saisonendspurt mit dem THC hat es für Ott vor dem Wechsel nach Solingen in sich. Die Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft stehen an und als Titelverteidiger ist der Thüringer HC erneut ins Final-Four der European League eingezogen. „So kann ich weiter wertvolle Erfahrungen sammeln. Ich genieße beim THC ein hohes Niveau auch im Training und bin mir sicher, dass dies beim BHC aufrecht erhalten wird. Aber für meine persönliche Weiterentwicklung benötige ich viel Spielpraxis. Und die erhoffe ich mir durch den Wechsel“, so die 20-Jährige, die in Solingen wohnen wird und Sportmanagement in Köln studieren möchte. „Die Aufnahmeprüfung steht noch an.“
Glücklich zeigt sich Geschäftsführerin Assina Müller über die Verpflichtung von Kim Ott, die beim BHC mit der Nummer 25 auflaufen wird: „Kim zählt zu den vielversprechendsten deutschen Nachwuchsspielerinnen auf der Position Rückraumlinks. Bereits seit mehreren Jahren beobachten wir ihre sportliche Entwicklung intensiv, weshalb es mich besonders freut, dass wir sie von unserem Projekt überzeugen konnten. Sie besticht durch eine hohe Wurfeffektivität aus dem Rückraum sowie durch ihre ausgeprägte Physis. Mit diesen Voraussetzungen bringt sie hervorragende Perspektiven mit, um sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln und unserem Spiel zusätzliche Qualität zu verleihen.“ Foto: BHC

NEUE HEIMAT FÜR DEN BHC

02.04.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Weil Solingen, Düsseldorf und Wuppertal dem BHC keine Hallen zur Verfügung stellen können, wird der BHC in der nächstwn Saison, ganz gleich in der 1. oder 2. Bundesliga, sein tägliches Training in Radevormwald durchführen Müssen. Aber erst einmal ist für die Solinger Handball-Asse Abstiegskampf angesagt. Der Bergische HC empfängt den VfL Gummersbach am Donnerstagabend (2. April) um 19 Uhr) zum 18. Bergischen Derby der DAIKIN HBL. Erstmalig steigt das Duell in der Mitsubishi Electric HALLE in Düsseldorf, die seit Wochen restlos ausverkauft ist. 4000 Fans fiebern der Partie entgegen, in der die Oberbergischen der klare Favorit sind.
„Es ist fast so, als würden wir gegen den SC Magdeburg spielen“, sagt das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz angesichts der Kräfteverhältnisse. Während die Löwen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt benötigen, darf sich der VfL Gummersbach im Rennen um die Champions-League-Plätze keinen Patzer erlauben. Zuletzt gelang das in überragender Manier, hat das Team von Coach Gudjon Valur Sigurdsson doch alle Pflichtspiele in diesem Jahr gewonnen – inklusive der letzten beiden Begegnungen 2025 sind es insgesamt acht Siege in Serie.
Bemerkenswert dabei: Die Oberbergischen pulverisierten den THW Kiel auswärts mit 34:26, sie schlugen den ebenfalls in dieser Saison sehr starken TBV Lemgo Lippe mit 28:27 und gewannen beim 33:26 gegen die SG Flensburg-Handewitt souverän. „Die Gummersbacher befinden sich in Topform. Sie haben eine unglaublich gute Abwehr und ein enorm gutes Tempospiel. Außerdem sind die Torhüter jetzt auch noch sehr gut“, hebt Gunnarsson hervor. Mit einer Paradenquote von 31,38 Prozent gehört Dominik Kuzmanovic inzwischen zu den besten Schlussleuten der Liga. Im Feld dominierte zuletzt Miro Schluroff das Geschehen mit Toren am Fließband. Im Rückraum ist der Club zudem mit Julian Köster und Kay Smits hervorragend besetzt. Kreisläufer Ellidi Vidarsson hat ebenfalls Topwerte. Aufgrund des auch in der Breite topbesetzten Kaders überrascht es Gunnarsson und Pütz nicht, dass der VfL ganz oben anklopft. 37:13 Punkte hat die Mannschaft auf dem Konto – nur einer fehlt zu Rang drei, der voraussichtlich zur Qualifikation für die Champions League genügt. „Da werden sie gegen uns nichts liegenlassen wollen“, ist Pütz überzeugt.
Doch die BHC-Profis wissen, dass sie nicht chancenlos sind. Überraschend holten sie beim 29:29 im Hinspiel einen Punkt in der Schwalbe-Arena. Sören Steinhaus traf zehn Mal, Johannes Wasielewski erzielte kurz vor Schluss das Tor zum Ausgleich. „Sie sind jetzt wohl noch etwas stärker. Bei uns muss wirklich alles und bei Gummersbach möglichst wenig funktionieren, damit wir etwas mitnehmen können“, sagt Gunnarsson.
Zuletzt erreichte der BHC zwar nicht sein Optimum, gewann aber 35:34 in Hamburg. „Der Sieg steht über allem“, stellt Pütz klar. „Aber es ist auch sicher, dass wir mit der Abwehrleistung gegen den VfL Probleme bekommen würden. Da müssen wir uns also dringend steigern – auch mit Blick auf die weitere Saison. Um Punkte zu holen, sollten wir regelmäßig nahe an unsere bestmögliche Leistung herankommen. Foto: Jochen Classen

BHC UND BREMEN TRENNEN SICH UNENTSCHIEDEN

30.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Der Bergische HC, bisher auswärts nicht wirklich überzeugend, musste ausgerechnet beim SV Werder Bremen antreten, der in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen ist. Die Vorzeichen für den BHC, etwas Zählbares von der Weser mitzunehmen, wurden nicht besser: Spielmacherin Alexandra Lundström und Rechtsaußen Lucy Krahwinkel fielen kurzfristig krankheitsbedingt aus. Dennoch sahen die über 300 Zuschauer, darunter viele BHC-Fans, eine ausgeglichene, spannende und faire Partie, mit vielen Führungswechseln.
Die Gäste begannen erneut mit drei Linkshänderinnen, kombinierten klug im Rückraum und kamen über die Kooperation mit dem Kreis zum Erfolg. Im Tor bot Lena Lindemann einmal mehr eine starke Leistung. Torjägerin Svenja Mann setzte den ersten Siebenmeter zwar noch neben das Tor, traf dann aber fast nach Belieben und avancierte mit zehn Treffern zur erfolgreichsten Werferin des Spiels. Eine Zeitstrafe gegen Abwehrchefin Veki Tolic nutze Bremens Leni Ruwe zur ersten
Drei-Tore-Führung (14:11, 23.). Franzi Thomas und ein Mann-Hattrick brachten den BHC wieder in Front. Hannah Kamp erzielte mit der Pausensirene den 16:17-Halbzeitstand.
Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe. Zu Beginn der Crunch-Time traf Svenja Mann zum 25:27 (50.). Aber Bremen konterte und war plötzlich im Vorteil als Luise Albert auf 30:28 (58.) setzte. BHC-Trainerin Assina Müller nahm die Auszeit, beorderte Veki Tolic auf die Spielmacher-Position und ließ mit der siebten Feldspielerin agieren. Mit Erfolg: „Turm“-Tolic traf zweimal die richtige Entscheidung. Zuerst spielte sie Norma Goldmann frei, die auf 30:29 verkürzte, danach verwandelte Tolic selbst ihren fünften Strafwurf souverän zum 30:30-Endstand. Ein Ergebnis, das den Spielverlauf gut wiedergibt. Foto: Kevin Becher

DIE DOMINANZ DER SOLINGER HANDBALLKLUBS

27.03.26 BERGISCHER FRAUENHANDBALL - Der Bergische HC gewinnt gegen Rostock und reist nach Bremen. Wer guten Handball sehen will, der schaut sich die Bundesligaspiele der Solinger Klubs an. Die Männer des BHC besitzen gute Chancen, die Klasse zu halten. Und die Frauen aus Solingen glänzen mit guten Leistungen. Sowohl der Tabellenfünfte HSV Gräfrath (Samstag 18,30 Uhr gegen Buchholz/Rosengarten) als auch der Tabellennachbar BHC (Samstag 18,30 bei Werder Bremen) hoffen auf weitere Punktgewinne,
Mit 28:20 (14:11) nahm der Bergische HC gegen den Rostocker HC erfolgreich Revanche für die 25:30-Hinspielniederlage. Beste Werferinnen im Team von Trainerin Assina Müller, die fleißig Spielanteile verteilte, waren Djazzmin Trabelsi (6) und Pia Terfloth (5). Außerdem wusste erneut Franziska Thomas zu gefallen und war viermal erfolgreich. Patryca Drewnik traf sechsmal für Rostock. Müller vertraute der Startformation mit drei Linkshänderinnen (Terfloth, Mann und Krahwinkel), die in der Vorwoche gegen Tabellenführer Leipzig schon erfolgreich agierte. Terfloth und Svenja Mann waren es auch, die den BHC 2:0 in Führung brachten. Nachlässigkeiten in der Abwehr sorgten dafür, dass Rostock bei eigener Unterzahl ausgleichen konnte. Der BHC verschaffte sich leichte Vorteile, leistete sich aber zu viele Fahrkarten, um sich entscheidend abzusetzen. Immerhin setzten Trabelsi und Terfloth auf den 14:11-Pausenstand.
Das BHC-Angriffsspiel gegen die unerwartet defensiv agierende Rostocker Abwehr war ansehnlich. Die Kooperation mit Lina Seiffarth (FOTO) über den Kreis funktionierte gut, das Abräumen über die linke Seite mit Franziska Thomas und Djazzmin Trabelsi war erfolgreich. In der zweiten Halbzeit bekam Nachwuchs-Torhüterin Lena Zakszewski ihre Chance und bedankte sich mit einigen Paraden und zwei Assists. So setzte sich der BHC weiter ab, überstand eine doppelte Unterzahl nahezu unbeschadet. Die Rostockerinnen stellten auf die unbequeme offensive Abwehr um, aber auch das bereitete den Gastgeberinnen keine Probleme. Ein 5:0-Lauf in den letzten vier Minuten, den Rechtsaußen Hannah Kamp mit einem Hattrick abschloss, schraubte das Ergebnis in die Höhe. Am Ende bejubelte der BHC den 28:20-Endstand und schob sich auf den sechsten Tabellenplatz vor. Foto: Kevin Becher

BHC GEWINNT DAS DRAMA VON HAMBURG

27.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC hat zwei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der DAIKIN HBL eingefahren. Beim HSV Hamburg setzen sich die Gäste dank einer starken Abschlussquote mit 35:34 (18:17) durch und kompensieren damit sogar 14 technische Fehler. Ohne Nico Schöttle (Schulterprobleme), aber dafür mit Elias Scholtes, der sich nach einer Sprunggelenksverletzung zurückmeldete, trat der BHC in der Sporthalle Hamburg an. Von Anfang an war die Fehlerquote hoch. Diverse Bälle gingen im Angriff verloren, so dass der gute Start von Torhüter Christopher Rudeck in die Karten spielte. Daher gerieten die Gäste zunächst nicht in Rückstand, mussten sich allerdings darüber ärgern, ihren kleinen Vorsprung nicht auszubauen. Sören Steinhaus übernahm erneut erfolgreich die Verantwortung, Johannes Wasielewski traf vor der Pause ebenfalls vier Mal, und auch über den Kreis lief beim BHC viel – sowohl mit Aron Seesing als auch Lars Kooij.
Das 18:18 ließ nach der Pause nicht lange auf sich warten. Bis zum 25:25 war das Match nun komplett offen – es hagelte Tore. Dann aber scheiterten die Bergischen zwei Mal in Folge und gerieten zum ersten Mal überhaupt in Rückstand. Fast fünf Minuten blieb der BHC ohne Treffer, hatte dann wieder Mühe und geriet ins Zeitspiel. Beim letzten Pass rechneten die Hanseaten mit einem Abschluss des starken Kim Voss-Fels. Aber der Ball landete bei Noah Beyer, der sich unbemerkt freilief und aus sechs Metern zum 26:26 netzte. Es sollte nicht der letzte Streich des Linksaußen gegen seine künftige Mannschaft gewesen sein. Doch es wurde noch ein Drama. Der HSV verkürzte nach einer Auszeit und profitierte vom nächsten BHC-Fehler. Babak sorgte mit dem 32:30 für Beruhigung, aber zweieinhalb Minuten vor Schluss fiel der Ausglich dennoch. Nun zählte es: Steinhaus knallte die Kugel zum 33:32 in die Maschen, den nächsten Angriff der Hausherren verteidigte der BHC bravourös. Bei 60 Sekunden auf der Uhr hatten die Löwen die Riesenchance zur Entscheidung. Und Beyer schlug erneut zu. Er verwandelte von außen zum 34:32, Fynn Hangstein legte das 35:33 hinterher. Was für ein Sieg.

BHC UND NORMA GOLDMANN VERLÄNGERN VERTRAG

24.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Erst seit Anfang Oktober trägt Norma Goldmann das Trikot des Bergischen HC. Die Schweizer Nationalspielerin wechselte von der HSG Bensheim/Auerbach ins Bergische Land, um die vakante linke Rückraumposition zu besetzen. Gleich bei ihrem ersten Auftritt mit dem BHC erzielte die sympathische Schweizerin acht Treffer und war maßgeblich am 31:29-Auswärtserfolg in Mainz beteiligt. Inzwischen liegt sie mit 72 Treffern hinter Svenja Mann auf dem zweiten Platz der internen Torschützenliste und ist zur Führungsspielerin herangereift. Grund genug für eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus: „Ich habe meinen Vertrag verlängert, weil ich mich beim BHC richtig wohl fühle. Ich bekomme sehr viel Vertrauen geschenkt und erhalte viel Spielzeit. Genau das brauche ich jetzt, um mich weiterzuentwickeln. Zudem arbeitet der Verein sehr professionell und wir haben in unserem Leistungszentrum die besten Trainingsmöglichkeiten. Ich bin sehr glücklich, dass ich noch ein Jahr beim BHC bleibe, um unserem Ziel nachzugehen. Wir haben eine sehr gute Mannschaft mit unglaublich viel Potenzial und ich freue mich auf nächste Saison.“
Die 22-Jährige, die an der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule in Wuppertal angestellt ist, nahm mit der Schweiz an der letzten Weltmeisterschaft in Deutschland und Holland teil und ist inzwischen eine feste Größe bei den Eidgenössinnen. Auch BHC-Geschäftsführerin und Interims-Trainerin Assina Müller freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Norma verstärkte unser Team kurzfristig in der laufenden Saison und konnte von Beginn an wichtige Impulse setzen. Ihre professionelle Einstellung sowie ihr ausgeprägter Leistungswille übertrugen sich frühzeitig auf die gesamte Mannschaft und wirkten sich spürbar positiv auf Trainings- und Wettkampfkultur aus. Dank ihrer internationalen Erfahrung bringt sie wertvolle Stabilität und Qualität in unseren Rückraum. Auch künftig wird sie eine zentrale Stütze unseres Spiels sein und mit ihrer Persönlichkeit sowie ihrer Verantwortung auf und neben dem Feld maßgeblich zum Teamerfolg beitragen.“ Foto: Odette Karbach

SIEBEN SPIELER WEG. WIE GEHT ES WEITER BEIM BHC?

24.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Abstiegskampf pur. In Solingen läuten die Alarmglocken. Doch die Trainer des BHC geben sich optimistisch. Die Länderspielpause kam gerade recht, um neue Kraft zu tanken. Nicht so rosig sieht es aber im Hinblick auf die kommende Saison aus. Denn sieben Abgänge stehen jetzt schon fest: Eloy Morante Maldonado zieht es zum HC Erlangen, Aron Seesing zu den Rhein-Neckar Löwen, Noah Beyer (Foto) wechslt zum HSV Hamburg, Lukas Diedrich zu Tusem Essen, Kim Voss-Fels zur SG Menden, Robin Granlund nach Österreich zu UHK Krems. Auch bei Joshua Thiele wird der Vertrag nicht verlängert, geht zum TuS Vinnhorst in Liga drei. Thiele kam nach dem Abstieg der Bergischen Löwen im Sommer 2024 vom Erstligaaufsteiger 1. VfL Potsdam und kam in der Hinrunde der 2. Handball-Bundesliga zu insgesamt 16 Einsätzen, bevor er bis zum Saisonende mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit an den damaligen Ligakonkurrenten VfL Eintracht Hagen ausgeliehen wurde. Eine langwierige Verletzung am Ellenbogen setzte den Kreisläufer in der laufenden Spielzeit zudem bsi zum 23. Spieltag außer Gefecht. Mit Lars Kooij (Vertrag bis Sommer 2027) und Rückkehrer Tom Bergner, der zur neuen Spielzeit bis Sommer 2028 von GWD Minden zu den Löwen zurückkehrt, stehen die Personalien auf der Kreismitte zur neuen Saison bereits fest. Foto: Jochen Classen

BHC WILL GEGEN ROSTOCK NACHLEGEN

21.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Auch gegen den Tabellenführer spielte der Bergische HC seine Heimspielstärke aus. Im Nachholspiel erkämpfte sich das Team von Interimstrainerin Assina Müller vergangene Woche ein 29:29 Unentschieden. „Ich hatte von der Mannschaft eine Reaktion nach dem schwachen Auftritt in Freiburg gefordert. Die hat sie
unverkennbar gezeigt“, so die 33-Jährige zufrieden, die zum Saisonende ihre Doppelfunktion aufgeben und weiterhin „nur“ als Geschäftsführerin die Geschicke beim Zweitligisten leiten wird.
Im Spiel heute gegen den Rostocker HC nimmt sie ihre Spielerinnen erneut in die Pflicht. Im Hinspiel setzte es eine empfindliche 25:30-Niederlage. Der BHC-Angriff kam mit der offensiven Abwehr des Aufsteigers überhaupt nicht zurecht. „Darauf haben wir uns vorbereitet.“ Bis auf Torhüterin Natascha Krückmeier steht Müller der komplette Kader zur Verfügung. Anwurf ist um 18:30 Uhr in der Sporthalle Wittkulle (FALS). Foto: Kevin Becher

BHC VERPASST DIE SENSATION KNAPP

16.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Drei Minuten vor Schluss glich Sören Steinhaus das Duell gegen den SC Magdeburg noch mit einem Gewaltwurf zum 24:24 aus. Der Bergische HC stand kurz davor, zum ersten Mal seit fünfeinhalb Jahren gegen den großen Favoriten Zählbares zu gewinnen. Doch am Ende blieb es bei einer bemerkenswerten Leistung, die die Gastgeber in der ausverkauften Mitsubishi Electric HALLE beim 25:27 (11:11) nicht veredeln konnten.
Die erste Überraschung sahen die 4000 Fans bereits beim Aufwärmen. Eloy Morante Maldonado war nach vier Monaten Verletzungspause wieder im Kader – und er kam bereits früh zum Einsatz. Weil Steinhaus nach einem Durchbruch erwischt worden war und liegen blieb, die Unparteiischen aber keine Zeitstrafe erkannten, musste er per Regel für drei Angriffe vom Feld. Morante sprang ein und sah sofort so aus, als sei er nie weggewesen. Er traf zum 8:5 und 9:6 in einem Spiel, dem der BHC bis dahin seinen Stempel aufgedrückt hatte.
Nach Wiederbeginn legten die Magdeburger in doppelter Überzahl vor und profitierten in dieser Phase auch von einem Stürmerfoul-Pfiff gegen Fynn Hangstein. Kritische Entscheidungen wie diese gab es im weitere Spielverlauf noch viele – und alle waren in dem extrem engen Match gleichermaßen bedeutsam. Der BHC erholte sich auch von einem 13:16 Rückstand. Es folgte eine Phase, in der beiden Teams im Angriff viel gelang. Aron Seesing, Hangstein, Julian Fuchs, Johannes Wasielewski, wieder Fuchs und per Siebenmeter Noah Beyer trafen schnell hintereinander. Nach dem 19:21 fand dann auch der für Rudeck eingewechselte Lukas Diedrich immer besser ins Match. Er parierte gegen Elvar Jonsson sowie Gisli Kristjansson und verhalf seinem Team so zum neuerlichen Ausgleich. Eloy Morante Maldonado vollstreckte in der 49.
Minute zum umjubelten 21:21.
Der BHC war nun am Drücker. Diedrich entschärfte einen weiteren Ball akrobatisch, Lars Kooij stellte auf 22:22, und Noah Beyer erzielte sogar die Führung. Diedrich hielt diese gegen Felix Claar beinahe fest, doch der Ball trudelte nach der Abwehraktion doch noch so eben ins Netz. Magdeburg blieb das Glück in dieser Phase hold. Wasielewski kassiert ein Stürmerfoul, Steinhaus soll den Ball beim Pass an den Fuß bekommen haben. Diese Ballverluste taten weh, zumal sie weitere BHC-Vorsprünge verhinderten. Nach Claars 24:23 für den SCM glich Steinhaus wieder beherzt aus, hatte beim möglichen 25:25 aber Pech mit der Latte. Claar stellte auf 26:24 und durfte wenig später mit seinen Magdeburgern feiern. Daran
änderte auch Steinhaus‘ letzter Treffer zum 25:26 55 Sekunden vor Schluss nichts mehr. Der Tabellenführer traf durch Omar Ingi Magnusson und nahm die Punkte gerade so doch noch mit nach Sachsen-Anhalt.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle: Jochen Classen

TREFFEN BEIM DHB-POKALFINALE IN STUTTGART

15.03.26 HANDBALL FRAUEN - Auch einige Ex-Spielerinnen aus Solingen waren beim Final Four vor über 3000 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche Arena am Ball. Enttäuscht war Herbert Müller, Trainer des Thüringer HC nach der 34:36-Niederlage (31:31,16:14) nach Siebenmeterwerfen seiner Handballfrauen gegen die HSG Bensheim/Auerbach.t. Enttäuscht über den dramatisch verpassten Einzug ins Endspiel um den DHB-Pokal an diesem Sonntag (16.30 Uhr/DF1). Bensheim trifft im Endspiel auf  Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund, der sich gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 35:32 (17:15) durchsetzte.
Glücklich war Jule Polsz, mit sechs Treffern eine der besten Halbfinalspielerinnen  Ihre erste Gratulantin war die Wuppertalerin Steffi Osenberg (Foto), die ihrem früheren Schützling auch fürs Endspiel gegen den BVB die Daumen drückte."Aber Dortmund ist Favorit." Foto: UX

BHC EMPFÄNGT LEIPZIG IM NACHHOLSPIEL

13.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Am Freitag, den 13, empfängt der Bergische HC den unangefochtenen Tabellenführer HC Leipzig zum Nachholspiel. Anwurf ist um 18:00 Uhr in der Sporthalle Wittkulle (FALS). Die Erstansetzung vom 10. Januar fiel Sturmtief Elli zum Opfer. Die Grippewelle beim Bergischen Zweitligisten scheint überstanden und auch Norma Goldmann und Lena Lindemann (Foto) sind wohlbehalten von den Nationalmannschaften zurückgekehrt. U19-Europameisterin Lindemann sogar mit einem Erfolgserlebnis. Sie gewann mit dem deutschen Team und den drei HCL-Talenten Lisa Lammich, Jana Walther und Marlene Tucholke das Vier-Nationen-Turnier in Budapest.
Die Leipzigerinnen sind dabei, die Ernte der seit Jahren erfolgreichen Jugendarbeit einzufahren. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz. Die Lizenz für das Oberhaus wurde beantragt.
Der BHC, aktuell Tabellensiebter, besinnt sich auf seine Heimspielstärke. 14 der 21 Pluspunkte holte das Team von Assina Müller vor heimischen Publikum. „Mit der Unterstützung unserer Fans wollen wir Leipzig das Leben so schwer wie möglich machen“, hofft Müller auf einen ähnlichen Coup wie beim 27:23-Erfolg gegen die Füchse Berlin. Foto: Odette Karbach

FRANZISKA THOMAS BLEIBT BEIM BHC

10.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Als einer von drei Zweitliga-Vereinen hat der Bergische HC das HBF-Jugendzertifikat für herausragende Jugendarbeit für die laufende Saison 2025/26 erhalten. Dazu passt, dass mit Franziska Thomas eine weitere junge Spielerin ihren Vertrag beim Zweitligisten bis zum 30.06.2027 verlängert hat. Zum Ende ihrer Jugendzeit beim BHC hat die Rückraumspielerin im vergangenen Sommer das deutsche Pokal-Endspiel der A-Jugend erreicht. Danach erfolgte der Sprung ins Zweitliga-Team. Im bisherigen Saisonverlauf kommt Thomas auf 19 Einsätze und erzielte elf Treffer:
„Ich freue mich sehr, meinen Vertrag für die kommende Saison zu verlängern und weiterhin das Trikot unseres Teams tragen zu dürfen. Beim BHC zu spielen bedeutet mir viel, da ich das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und das Umfeld sehr schätze. Ich bin motiviert, weiter alles zu investieren und zusammen mit dem Team weiter zu wachsen.“
Nach ihrem Abitur an der Kooperationsschule „FALS“, hat die 19-Jährige eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Solingen begonnen. Geschäftsführerin Assina Müller, die Thomas schon in der Jugend trainierte, sieht weiteres Potenzial: „Franzi ist eine junge Spielerin, die den erfolgreichen Schritt aus der Jugend in den Seniorenbereich gemeistert hat. Sie verfügt über eine außergewöhnliche Spielintelligenz und Spielverständnis, die sie künftig noch konsequenter in unser Spiel einbringen soll. Insbesondere auf der Position Rückraum Mitte hat sie das Potenzial, sich weiter in den Vordergrund zu spielen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei kann sie weiterhin wertvolle Impulse von Alex Lundström erhalten und Schritt für Schritt ihre nächsten Entwicklungsschritte im Seniorenbereich gehen.“ Foto: Odette Karbach

BHC ZEIGT MORAL IN MANNHEIM

09.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Bergische HC muss sich bei den Rhein-Neckar Löwen mit 25:28 (11:14) geschlagen geben und hat somit das nächste Ausrufezeichen im Abstiegskampf der DAIKIN HBL verpasst. Obwohl die Mannschaft in vielen Bereichen nicht ihre beste Leistung erreicht hat, war fast bis zum Schluss noch eine Wende möglich. So aber blieb es ein Start-Ziel-Sieg für die Mannheimer.
Vor allem der Auftakt misslang den Gästen in der SAP Arena. Immer wieder kam Jannik Kohlbacher frei zum Abschluss. Schon in dieser Phase war es Christopher Rudeck (Foto) zu verdanken, dass der BHC nicht höher in Rückstand geriet. Trotzdem gingen die Gastgeber in Führung und gaben diese letztlich bis zum Schluss nicht mehr her. Weil im Angriff lange die klaren Chancen fehlten und auch RNL-Schlussmann David Späth gut an den Ball kam, sah sich der BHC nach 17 Minuten einem 4:10-Rückstand gegenüber.
Es hätte die Mannschaft böse erwischen können, doch sie kam dann doch besser ins Spiel. Lars Kooij sowie Johannes Wasielewski trafen zwei Mal in Folge. Dazu verkürzten die Bergischen durch Nico Schöttle (2), Noah Beyer und Gerdas Babarskas von 7:13 auf 11:14. Das war gleichzeitig der Pausenstand, so dass das Match noch nicht entschieden war. Und das blieb lange auch so, obwohl der BHC auch nach Wiederbeginn selten wie aus einem Guss agierte. Im Angriff aber hatte die Mannschaft immer wieder Phasen, in denen ihre das Tore werfen leicht fiel. So legten die Rhein-Neckar Löwen recht konsequent vor, aber Aron Seeing, Sören Steinhaus, Noah Beyer oder Fynn Hangstein versenkten oft direkt im Gegenzug.
Eine Viertelstunde vor Schluss war es Julian Fuchs, der auf 20:22 verkürzte und damit die Tür zum Auswärtssieg zumindest einen Spalt weit öffnete. Rudeck blieb zwischen den Pfosten ein Faktor - es schien alles drin zu sein für die Gäste. Das galt umso mehr, als der Torhüter auch noch einen Siebenmeter gegen den starken Haukur Trastarson parierte. In Unterzahl mussten die Bergischen keinen Gegentreffer hinnehmen und hatten so die Gelegenheit, auf ein Tor zu verkürzen. Zwei Fehlpässe in Serie aber luden die Mannheimer ein - und plötzlich stand es 20:24. Die Hypothek war nun ein wenig hoch, aber die Bergischen Löwen stemmten sich bis zum Schluss gegen die sich anbahnende Niederlage. 22:27 stand es bereits, dann markierten Sören Steinhaus, Julian Fuchs sowie Johannes Wasielewski drei Tore binnen 90 Sekunden. Mit ganz viel Glück wäre eine Minute vor Schluss sogar noch ein Punkt drin gewesen. Dani Baijens scheiterte, der Abpraller landete bei den Rhein-Neckar Löwen, die den Erfolg damit besiegelten.

REIFE LEISTUNG IM SCHLÜSSELSPIEL

01.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Kampf um den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL ist noch nicht entscheiden, doch der Bergische HC hat ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Als Tabellen-16. gewann die Mannschaft auswärts ein Schlüsselspiel gegen Verfolger SC DHfK Leipzig mit 35:28 (16:12), zog damit an GWD Minden auf Rang 15 vorbei und hat wieder ein kleines Polster von vier Zählern auf die Abstiegsregion. Und das aus BHC-Sicht Beste: Die Leistung war ein Mix aus Qualität, Entschlossenheit, Nervenstärke und Reife.
Schon in der ersten Halbzeit waren die Löwen das bessere Team, brachten zwischenzeitlich recht klare Vorteile aber nicht ganz so drastisch auf die Anzeigetafel. Christopher Rudeck bot in Kombination mit einer überzeugenden Abwehrreihe von Anfang an eine starke Leistung zwischen den Pfosten und gab seinem Team mit acht Paraden vor der Pause alle Chancen, um eine Führung zu erarbeiten. Das gelang zwar auch, doch trotz einer überschaubaren Anzahl an technischen Fehlern - zum Schluss waren nur sieben Stück - schafften es die Löwen nicht, deutlicher als mit 16:14 in die Halbzeitpause zu gehen. Mehrere Male landete der Ball am Pfosten, dazu hatten die Leipziger etwas Glück bei Abprallern, und die wenigen BHC-Fehler bestraften die Sachsen auch konsequent. So zum Beispiel im vermeintlich letzten Angriff der Hälfte, als die Gäste das 17:13 in Überzahl in der Hand hatten, die Kugel aber verloren und einen Gegenstoß kassierten.
Insgesamt aber präsentierte sich die Mannschaft stark. Lukas Becher traf konsequent, die Rückraum-Achse funktionierte im Positionsangriff mit Sören Steinhaus, Fynn Hangstein und Nico Schöttle. Erstgenannter wurde bei einem Durchstoß zum Kreis von Tim Hertzfeld in den Wurfarm gegriffen, so dass der Leipziger die Rote Karte sah. Dazu gelang dem BHC ein sehr guter Rückzug in die eigene Deckung.
Die Zuversicht zur Pause dürfte also bereits groß gewesen sein. Aber gerade auswärts kann ein solches Spiel leicht kippen. Nichts dergleichen geschah. Die Bergischen knüpften an die erste Hälfte an und erstickten jede Leipziger Hoffnung gekonnt im Keim. Immer wenn die Mannschaft unter Druck stand, antwortete sie im Stile einer erfahrenen, abgezockten Mannschaft mit dem nächsten Tor. Ob Hangstein, Steinhaus, Becher oder Aron Seesing: Sie trafen, wenn sie treffen mussten. Dazu drehte vor allem in der zweiten Hälfte Johannes Wasielewski auf, der das Selbstvertrauen des vergangenen Dezembers ausstrahlte. Ebenfalls ganz stark: Der zu Beginn etwas glücklose Julian Fuchs vergaß die Pfostentreffer der erste Halbzeit und erzielte nach der Pause zwei ganz wichtige Tore - einen davon, ohne eine echte Chance zu haben. Er suchte den Zweikampf, zog ein bisschen zur Mitte und verwandelte. Zehn Minuten vor Schluss waren die Leipziger eigentlich bereits geknackt. Der BHC machte weiter, Rudeck sammelte insgesamt 17 Paraden und verhalf seinem Team damit sogar zu einem Sieben-Tore-Sieg. Viel besser hätte der Nachmittag nicht laufen können.

BHC UNTERLIEGT IN FREIBURG

01.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Wie im Hinspiel erzielte der Bergische HC gegen die HSG Freiburg 20 Treffer, aber diesmal reichte die magere Torausbeute nicht zum Sieg. Der BHC verlor in der wärmsten Stadt Deutschlands mit der wahrscheinlich kältesten Sporthalle vor 405 Zuschauern mit 21:20 (12:13). Dabei kam das Team von Trainerin Assina Müller, das ohne die erkrankte Torjägerin Svenja Mann antreten musste, gut in die Partie. Klug vorgetragene Angriffe, konzentrierte Abschlüsse. Nach drei Minuten stand es 0:3 – zudem parierte die erneut stark haltende Lena Lindemann einen Strafwurf von Saskia Probst. Völlig unverständlich, dass der BHC den Gegner durch eigene Fehler wieder ins Spiel brachte. Über das bekannte Tempospiel kam Freiburg ran und ging durch Hannah Person sogar erstmals in Führung (7:6, 11.). Der BHC fing sich, arbeitete in der Deckung umsichtiger und setzte nach einem Doppelschlag von Pia Terfloth, mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin der Partie, auf 9:11 (23.). Terfloth war es auch, die den 12:13-Halbzeitstand markierte, ein Gegenstoß von Norma Goldmann fand Sekundenbruchteile nach dem Pausenpfiff den Weg ins Tor und zählte nicht mehr.
Die zweite Hälfte lebte definitiv mehr von der Spannung als von der Klasse. Die technischen Fehler auf beiden Seiten häuften sich, die teils kuriosen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns Foerster/Mayer ebenfalls. Freiburg ging durch Lina Hillenbrand erstmals mit zwei Treffern in Führung (17:15, 46.). Assina Müller zog die grüne Karte, brachte die junge Franzi Thomas für die enttäuschende Alex Lundström, die prompt auf 17:16 verkürzte. Die Gastgeberinnen antworteten mit Emmenecker und Hillenbrand (19:16, 48.). Der BHC versuchte es mit vier Rückraumspielerinnen. Erneut gelang der Anschluss durch Thomas (20:19, 54.). Lena Lindemann hielt weiterhin klasse, aber ihre Angreiferinnen ließen Großchancen aus. Erst Norma Goldmann glich 90 Sekunden vor Schluss zum 20:20 aus. Im Gegenzug setzte Laura Stiehler den 21:20-Siegtreffer, da der BHC erneut den letzten Angriff vertändelte.
„Leider scheitern wir, wie so oft, an unseren technischen Fehlern bevor es an eine taktische Umsetzung der Vorgaben gehen kann. Wenn wir es nicht schaffen, diese Fehler abzustellen, haben wir es gegen jeden Gegner schwer. Mit der Leistung von Lena Lindemann bin ich sehr zufrieden. Sie hat sich heute wärmstens für die U20- Länderspieltour in der kommenden Woche in Budapest empfohlen“, so Assina Müller nach dem Spiel. Foto: Kevin Becher

BHC FEIERET HEIMSIEG GEGEN MAINZ

22.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Wie im Hinspiel behielt der Bergische HC gegen den 1. FSV Mainz 05 auch im Rückspiel knapp mit 25:23 (16:11) die Oberhand. Es war ein Start-Ziel-Sieg für das Team von Trainerin Assina Müller. Torjägerin Svenja Mann, die im Hinspiel noch verletzt gefehlt hatte, eröffnete den Torreigen. Spielmacherin Alexandra Lundström führte umsichtig Regie und blieb auch vom Siebenmeterpunkt tadellos. Als die Schwedin per Strafwurf das 10:7 (14.) erzielte, zog der Mainzer Trainer Jörg Schulze die grüne Karte. Er verordnete eine Manndeckung gegen Svenja Mann und ließ mit der siebten Feldspielerin agieren. Tatsächlich brachte die Manndeckung kurzzeitig Unsicherheit ins BHC- Angriffsspiel, aber Mainz konnte keinen nennenswerten Profit daraus ziehen. Freie Würfe und Gegenstöße wurden meist an den Pfosten gesetzt oder von der einmal mehr glänzend aufgelegten Lena Lindemann (Foto) pariert. So zog der BHC unaufgeregt bis zur Halbzeit auf 16:11 davon.
Ein ähnliches Bild bot sich in der zweiten Halbzeit. Die Gastgeberinnen verwalteten den Vorsprung bis zwei Zeitstrafen gegen Veki Tolic und Svenja Mann für „Unordnung“ sorgten. Ein 3:0-Lauf brachte Mainz ran (20:19, 41). Abwehrchefin Veki Tolic, inzwischen auch im Angriff eingesetzt, und zweimal Norma Goldmann sorgten wieder für klare Verhältnisse (24:20, 46.), eine Minute später besorgte Tolic das 25:21. Alles deutete auf einen Kantersieg hin. Doch der BHC stellte das Torewerfen in den letzten knapp 13 Minuten komplett ein –glücklicherweise ohne Folgen. Lindemann war nach wie vor zur Stelle und brachte die Mainzer Angreiferinnen zur Verzweiflung. Am Ende feierte der BHC einen 25:23-Erfolg, der ganz wichtig für die Moral ist, vor dem Spiel am kommenden Samstag bei der HSG Freiburg. Foto: Kevin Becher

BHC HÄLT LANGE GEGEN DIE FÜCHSE MIT

22.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Bis auf zwei Tore kam der Bergische HC in der zweiten Halbzeit gegen die Füchse Berlin heran. Doch ein paar Fehler und nicht verwandelte Chancen kosteten im Duell gegen den Deutschen Meister die kleine Chance. Am Ende fiel die Niederlage mit 28:35 (13:17) ein wenig zu deutlich aus.
Zu Beginn hatte es noch danach ausgesehen, als ob die Berliner einfaches Spiel mit den Gastgebern haben würden. Mit 9:4 hatten sie vorgelegt, bevor der BHC besser ins Spiel kam. Die Löwen leisteten sich viel weniger technische Fehler als zuletzt gegen Melsungen und Eisenach. Zudem hatten sie immer wieder Phasen, in denen die Deckung in Kombination mit Torhüter
Christopher Rudeck gut funktionierte. Lukas Becher stellte auf 7:10, Sören Steinhaus auf 8:11. Letztgenannter traf insgesamt zuverlässig, während viele andere Spieler regelmäßig an Lasse Ludwig im Berliner Tor scheiterten. Vor der Pause hatte Welthandballer Mathias Gidsel die Riesenchance zum 18:12, doch der Ball prallte an die Latte. Rudeck nutzte die Gunst der Stunde, bediente mit einem Wurf über das komplette Feld Aron Seesing, der auf 13:17 verkürzte. Das Tor fiel so knapp vor dem Pausenpfiff, dass die Unparteiischen den Videobeweis bemühen mussten, um sicherzustellen, dass der Ball rechtzeitig über die Linie gegangen war.
Diesen kleinen psychologischen Vorteil transportierten die Hausherren zunächst nicht in die zweite Halbzeit. Die Hauptstädter zogen auf 25:17 davon und sahen abermals wie der klare Sieger aus. Doch noch waren die Löwen nicht geschlagen. Tomas Babak, Lukas Becher, Sören Steinhaus, per Siebenmeter Noah Beyer sowie zwei Mal Kim Voss-Fels, der jeweils mit Wucht aus dem Rückraum abzog, sorgten für sechs BHC-Tore in Serie. Es hätten sogar sieben oder acht sein können, doch während der starken Phase verloren die Gastgeber im Angriff auch zwei Mal den Ball. Torhüter Christopher Rudeck und die Abwehrreihe vor ihm waren nun voll im Spiel, die 4000 Zuschauer in der ausverkauften Mitsubishi Electric
HALLE emotional da. Die Weichen schienen beim 23:25 in Richtung einer ganz engen Schlussphase gestellt zu sein. Die Berliner allerdings steigerten sich, beendeten durch Tim Freihöfer ihre Torflaute und legten durch Lasse Andersson nach. Der BHC mühte sich, weiter dranzubleiben, machte nun aber doch wieder ein paar Fehler und haderte mit Würfen, die nicht den Weg ins Netz fanden. Die Partie glitt den Löwen nun aus der Hand, so dass die Füchse noch deutlich mit 35:28 gewannen.

Fotos aus der Mitsubishi Electric Halle: Jochen Classen

MIT FREIEM KOPF GEGEN BERLIN

21.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Die ersten beiden Chancen, im neuen Jahr zu punkten, hat der Bergische HC verstreichen lassen. „Die Gelegenheit war gegen Melsungen und in Eisenach da. Aber wir wollen jetzt auch nicht lange
hinterhertrauern. Wir schauen nach vorne“, sagt BHC-Trainer Markus Pütz. Die dritte Aufgabe 2026 ist die bisher schwierigste, gleichzeitig aber mental eine der einfachsten: Am Sonntag um 18 Uhr sind die Füchse Berlin zu Gast in der Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf. Das Spiel ist mit 4000 Zuschauern bereits ausverkauft. „Da freuen mir uns richtig drauf“, betont Arnor Gunnarsson, der andere Chefcoach des BHC. „Das sind die Spiele gegen Topmannschaften, die sich jeder im Kader verdient hat.“ Und chancenlos sehen Gunnarsson und Pütz ihr Team auch nicht. „Wenn bei uns alles passt, ist vielleicht etwas möglich. In erster Linie brauchen wir einen guten Rückzug und eine entsprechend hohe Stabilität in der Abwehr - vor allem gegen Mathias Gidsel“, erläutert Pütz. Foto von Mathias Gidsel: Odette Karbach

DIE GROSSE SCHLUROFF-SHOW

20.02.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Seppel Hinze, geboren in Wuppertal und als Trainer erfolgreich in Solingen, hat die "bergischen Tage" mit einem lachenden und einem weinenden Auge am Donnerstagabend überstanden. Nach dem 33:31-Sieg gegen seinen Ex-Vereins BHC verlor der 46-jährige Trainer des ThSV Eisenach drei Tage später beim Tabellenfünften VfL Gummersbach klar mit 35:27 (17:13). Gummersbach spielte das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft zu Ende und ließ die Gäste nicht in Schlagdistanz kommen. Auch wenn Eisenach mit dem Sieben-gegen-Sechs noch einmal alles probierte, kamen sie nicht mehr an die Oberbergischen heran. Damit bleibt der ThSV Eisenach auswärts weiter ohne Sieg Überragend: Nationalspieler Miro Schluroff mit einem Dutzend Tore. Zudem konnte Miro einen seiner insgesamt 12 Würfe mit 132,2 km/h im Tor der Gäste unterbringen. Die Statistik:.
Gummersbach: Kuzmanovic (14 Paraden), Obling (1 P.); Vidarsson 2, Kodrin 2, Vujovic, Köster 6, Blohme, Häseler 1, Einarsson, Schluroff 12, Hallbäck 4, Mahe, Horzen, Kiesler 1, Smits 7/2, Zeman Eisenach: Spikic (12 Paraden), Heinevetter; Joelsson 2, Reichmuth, Beneke 1, Attenhofer 3, Walz 3, Ende, Aellen 7/3, Meyer, Solak 4, Antonijevic, Seitz 3, Kurch, Büchner 2, Leu 2 Foto: Odette Karbach

LINA SEIFFARTH BLEIBT BEIM BHC

19.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Mit Lina Seiffarth verlängert eine weitere Jugendspielerin des Bergischen HC ihren Vertrag beim Zweitligisten. Die Kreisläuferin, die sich als 17-Jährige ausgerechnet beim Derby gegen den HSV Solingen-Gräfrath das Kreuzbandriss riss und somit auch die U19-Europameisterschaft verpasste, hat sich nach langer Leidenszeit zurück ins Team gekämpft.
„Ich freue mich riesig über meine Vertragsverlängerung beim BHC und bin unglaublich dankbar für das Vertrauen, das mir der Verein entgegenbringt, auch während meiner schweren Verletzung. Es macht mich sehr glücklich, weiterhin Teil dieses Teams zu sein und gemeinsam unsere Ziele zu verfolgen. Ich bin sehr optimistisch für nächste Saison und freue mich auf die Saison.“
Kurz vor ihrem 19. Geburtstag hat die Solingerin, die im Sommer an der Kooperationsschule „FALS“ ihr Abitur bauen möchte, ihren Vertrag bis zum 30.06.2027 verlängert.
Für Geschäftsführerin Assina Müller ist es eine Selbstverständlichkeit an der Nachwuchshoffnung festzuhalten: „Lina zählt zu den vielversprechendsten deutschen Talenten auf der Kreisposition. Sie bringt ein enormes Potenzial mit, das es nun nach
ihrer schweren Kreuzbandverletzung Ende 2024 gezielt weiterzuentwickeln gilt – indem sie ihre Stärken konsequent ausbaut und gleichzeitig fokussiert an ihren Entwicklungsfeldern arbeitet. Wir sind überzeugt, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich gestalten und ihre sportliche Entwicklung nachhaltig vorantreiben werden.“ Foto: Kevin Becher

NEUER VEREIN - ALTER NAME

17.02.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Neugründung des BHC Die Strukturen des Frauenhandballs beim Bergischen HC werden konsequent für die Zukunft aufgestellt. Zum 26.01.2026 wurde mit dem „BHC Frauen e.V.“ ein eigenständiger
Verein gegründet, der die erfolgreiche Arbeit der Damenabteilung rechtlich und organisatorisch in eine neue Ära führt.
Logischer Schritt der Professionalisierung Nachdem bereits in der Vergangenheit eine rechtliche Trennung zwischen der BHC Marketing GmbH (Herren) und der BHC Frauen Bundesliga GmbH vollzogen wurde, folgt nun die entsprechende Anpassung auf Ebene des eingetragenen Vereins. Ziel dieser Maßnahme ist es, die spezifischen Anforderungen des Frauenhandballs noch gezielter zu fördern und eigenständige wirtschaftliche sowie administrative Strukturen zu schaffen. Identität und Kontinuität bleiben gewahrt trotz der rechtlichen Verselbstständigung bleibt die starke Marke BHC erhalten: Der neue Verein wird unter dem Namen „BHC Frauen e.V.“ auftreten. Auch das markante Vereinssymbol, der Bergische Löwe, bleibt das zentrale Element des visuellen Auftritts. Damit wird ein klares Zeichen für die Verbundenheit zur BHC-Familie und zur Region gesetzt. Der offizielle Startschuss für den Spielbetrieb unter der neuen Flagge fällt mit Beginn der Saison 2026/2027.
Für die Leitung des neu gegründeten Vereins konnten drei Persönlichkeiten gewonnen werden, die über tiefe Fachkenntnis und langjährige Erfahrung im Bergischen Handball verfügen:
• 1. Vorsitzender: Mirko Bernau
• 2. Vorsitzender: Gunther Weck
• Schatzmeisterin: Franziska Simiot
„Die Gründung des BHC Frauen e.V. ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Standorts. Wir schaffen damit die notwendige Flexibilität und Eigenständigkeit, um den leistungsorientierten Frauenhandball im Bergischen Land, sowohl im Spitzen- als auch im Nachwuchsbereich, nachhaltig zu sichern und auszubauen“, erklärt der 1. Vorsitzende Mirko Bernau.
Ausblick: In den kommenden Wochen werden die detaillierten Übergangsprozesse – von der Übertragung der Spielrechte bis hin zur Mitgliederverwaltung – finalisiert. Der Verein wird zeitnah über weitere Meilensteine informieren.


 

 
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