OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


BHC BESIEGT SÜDKOREA

14.08.26 HANDBALL INTERNATIONAL - Unbedingt gewinnen wollte der Bergische HC sein vorletztes Testspiel vor dem Start in die Bundesliga-Saison Ende August. Nach zwei Niederlagen in Folge gelang das Vorhaben gegen die südkoreanische Nationalmannschaft in der neuen Trainingsheimat Radevormwald. In der mit 550 Zuschauern ausverkauften Sporthalle Hermannstraße setzten sich die Löwen mit 39:34 (17:12) durch und präsentierten sich dabei vor allem im Angriff überzeugend.
„Wir haben noch zu viele klare Chancen ausgelassen“, bemängelte Trainer Arnor Gunnarsson. „Aber ansonsten konnten wir mit der Offensivleistung zufrieden sein. Wir haben viel Tempo gemacht.“ In der ersten Halbzeit präsentierte sich die Mannschaft auch in der Abwehr verbessert. „Das war stabil. Wir haben zwar ein paar einfache Tore gegen uns bekommen, aber vor der Pause passte das.“
In der zweiten Hälfte jedoch waren Abspracheprobleme spürbar. „Südkorea hat mit dem siebten Feldspieler agiert. Da hatten wir Probleme. Das müssen wir analysieren“, meinte der Coach. Der BHC hat derweil auch selbst in zwei Phasen zu siebt im Angriff gespielt - jeweils in den letzten zehn Minuten beider Abschnitte. „Wir haben es mit vier Rückraumspielern gelöst. Das ist uns gut gelungen.“ Am Ende gelangen dem BHC trotz zwölf ausgelassener Chancen 39 Tore. „Da können wir über den Ballfluss nicht meckern“, meinte Gunnarsson. Ihn und seinen Trainerkollegen Markus Pütz erwartete laut eigener Aussage eine „Blackbox“ gegen Südkorea. So sei nicht klar gewesen, wie der Gegner taktisch agieren würde. „Uns war nur klar, dass sie schnell spielen.“ Der BHC- Sieg war letztlich ungefährdet.
Im Tor stand in der ersten Halbzeit Kristian van der Merwe. Nach der Pause übernahm Christopher Rudeck, bis Louis Oberosler zehn Minuten vor dem Schlusspfiff zwischen die Pfosten rückte. Erfolgreichster Schütze war Fynn Hangstein mit zehn Treffern. Nico Schöttle erzielte sein erstes Tor nach absolvierter Reha per Konter.
Sein letztes Testspiel dieser Vorbereitungsphase absolviert der BHC kommende Woche Freitag (21. August) um 18 Uhr in der Sporthalle am Nocken in Wuppertal-Vohwinkel. Gegner ist Erstliga- Konkurrent TBV Lemgo Lippe.

CRONENBERGER JUNGS STARTEN MIT AUSWÄRTSSERIE

13.08.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA & KREISLIGA A - Cronenberg gleicht zeitweise einer riesengroßen Baustelle mit kleinen Lücken. Auch der Horst-Neuhoff-Platz ist betroffen. Immerhin ist das Fundament für den neuen Kunstrasenbelag bereits fertig und für Mannschaftsfotos bot sich der Hans-Otto-Bilstein-Platz an. Die Meisterschaft wird am Sonntag an der Hoffeldstraße gegen den VfB Hilden II bestritten, danach folgt ein Besuch beim SC Reusrath gefolgt von der Partie am Lichtturm beim BV Gräfrath.

Die 2. Mannschaft geht in Wuppertal auf Tournee und hat es mit dem SC Viktoria Rott, den Sportfreunden Dönberg und dem TuS Grün-Weiß zu tun. Wieder vor heimischer Kulisse zu spielen wird hoffentlich am 20. September klappen. Der Baustellenflair bleibt allerdings noch länger an der Hauptstraße haften, denn auch der Kabinentrakt soll um gut 50 Quadratmeter erweitert werden und mit modernen Umkleiden und Duschen ausgestattet werden. Fotos: Odette Karbach

MIT EINEM EX-HANDBALLTORJÄGER ALS GENERALBEVOLLMÄCHTIGEN

13.08.26 SANIERUNG WUPPERTALER SV - Der WSV hat heute, am 13. August 2026, den nächsten Schritt seiner wirtschaftlichen und organisatorischen Neuausrichtung eingeleitet. Ziel ist es, den Verein langfristig auf ein solides Fundament zu stellen, den Spielbetrieb dauerhaft zu sichern und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen.
Konsequent hat der neu aufgestellte Vorstand heute beim zuständigen Insolvenzgericht die Durchführung eines Restrukturierungsverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht ist dem Antrag gefolgt und hat die Eigenverwaltung zugelassen, was dem WSV ermöglicht, sich in Eigenregie und unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters Dr. Jens Schmidt neu aufzustellen und gleichzeitig den Sport- und Geschäftsbetrieb fortzuführen. Begleitet wird das Verfahren von Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine (Foto), der als Generalbevollmächtigter den Vorstand berät und in der Sanierung unterstützt.
Für den Wuppertaler SV bedeutet dieser Schritt vor allem eines: Der Verein übernimmt Verantwortung und handelt bewusst frühzeitig, um die wirtschaftlichen Probleme der vergangenen Jahre nachhaltig zu lösen.
„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass sie die beste Möglichkeit bietet, den Wuppertaler SV dauerhaft zu erhalten und zukunftsfähig aufzustellen. Wegsehen oder Abwarten wäre keine verantwortungsvolle Alternative gewesen“, erklärt der Vorstand.
Der Spielbetrieb ist von diesem Schritt nach aktuellem Stand nicht betroffen. Die Mannschaft bereitet sich wie geplant auf die neue Saison vor. Alle Trainer und Übungsleiter sind an Bord. Auch der Trainingsbetrieb sowie die Arbeit in den Nachwuchs- und Vereinsabteilungen werden unverändert fortgeführt.
Die Finanzierung des laufenden Vereinsbetriebs ist sichergestellt. Ziel des Restrukturierungsverfahrens ist es, die Verbindlichkeiten zu ordnen und den neuen Strukturen anzupassen und gleichzeitig die Grundlage für einen dauerhaft leistungsfähigen Verein zu schaffen.
Dazu RA Dr. Marc d’Avoine: „Der WSV hat eine wechselhafte Vergangenheit. Mit der jetzt eingeleiteten Restrukturierung ist ein Meilenstein gesetzt. Das Verfahren kann und wird den Verein solide neu aufstellen. Der neue Vorstand, der Trainer und die jungen Spieler verdienen Vertrauen, den sicher nicht einfachen Weg in der Oberliga, aber auch im Verfahren zu gehen. Dabei werden wir Team und Vorstand mit unseren Expertisen nach Kräften unterstützen.“
Der Wuppertaler SV hat in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Gespräche mit wichtigen Partnern, Sponsoren, Mitarbeitenden und weiteren Beteiligten geführt. Die dabei erfahrene Unterstützung und das Vertrauen bestärken den Verein auf dem eingeschlagenen Weg.
Der vorläufige Sachwalter Jens Schmidt merkt an: „Die Krise des WSV kann durch die eingeleitete Eigenverwaltung überwunden werden. Ich als vorläufiger Sachwalter begleitete das Verfahren und beobachte und kontrolliere für die Gläubiger. Darüber hinaus unterstütze ich die sportlichen, strategischen und finanziellen Bemühungen bis hin zur Einigung mit den Gläubigern.“
Der Vorstand bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitgliedern, Fans, Ehrenamtlichen, Sponsoren, Mitarbeitenden und Partnern für ihre Verbundenheit mit dem Wuppertaler SV.
„Unser Verein hat in seiner langen Geschichte viele Herausforderungen überwunden. Wir sind überzeugt, dass wir auch diesen Weg gemeinsam erfolgreich gehen können. Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen und den WSV wirtschaftlich und organisatorisch nachhaltig neu aufzustellen.“
Der Wuppertaler SV wird seine Mitglieder und die Öffentlichkeit während des gesamten Verfahrens regelmäßig über die weiteren Entwicklungen informieren und größtmögliche Transparenz gewährleisten.

Fotos von der Hubertusallee: Jochen Classen

EUROPEAN LEAGUE - PREMIERE TERMINIERT

Die EHF hat die Spiele der Gruppenphase in der European League zeitgenau angesetzt. Der
erste Auftritt der BHC-Geschichte auf internationalem Parkett findet am Mittwoch, 30. September
um 20:45 Uhr in der Slowakei bei Tatran Presov statt. Die Heimpremiere in der Solinger
Klingenhalle steigt am Dienstag, 6. Oktober um 18:45 Uhr gegen IK Sävehof.
Der seit zwei Wochen laufende freie Vorverkauf ist bereits auf große Resonanz getroffen. Gut.
1.400 Kartenpakete im Ticket-Bundle für die drei Klingenhallen-Heimspiele sind bereits abgesetzt.
Der Dreierpack für die Gruppenphase der EHF European League zum Preis von 75 Euro ist
weiterhin über den Online-Ticketshop unter www.bhctickets.de buchbar.
Die weiteren Begegnungen und Termine der Gruppenphase:
13. Oktober, 20:45 Uhr
MRK Sesvete Triglav Osiguranje vs Bergischer HC
17. November, 20:45 Uhr
Bergischer HC vs MRK Sesvete Triglav Osiguranje
24. November, 20:45 Uhr
IK Sävehof vs Bergischer HC
1. Dezember, 20:45 Uhr
Bergischer HC vs Tatran Presov

ENTWARNUNG BEI SÖREN STEINHAUS

11.08.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der im Testspiel beim Zweitligisten TuS Ferndorf zu Beginn der Partie auf die linke Schulter gefallen ist und umgehend vor Ort zur ärztlichen Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Sowohl die dortige Röntgenkontrolle als auch die heutige MRT-Untersuchung bei Mannschaftsarzt Dr. Robert Weindl in Solingen konnten eine schwerwiegende Verletzung ausschließen. Der Rückraumlinke fällt in der laufenden Trainingswoche aus und wird intensiv physiotherapeutisch behandelt. Im Laufe der kommenden Woche rechnet das Trainerduo mit einer schrittweisen Rückkehr von Sören Steinhaus in den Trainingsbetrieb. Foto: Jochen Classen

KRIMI MIT HAPPY END

09.08.26 NIEDERRHEINPOKAL - Wir wissen nicht, was den WSV-Spielern am heißen Sonntagnachmittag bei der Trinkpause ins Getrnöä getan wurde. Aber wir wissen, dass danach die Gastgeber in der ersten Runde des Niederrheinpokals für eine halbe Stunde das Match gegen den Oberliga-Konkurrenten SpVg Schonnebeck offenbar „vergessen“ hatten. Die Folgen der Trinkpause: Zwei Gegentreffer in nur drei Minuten durch den Essener Torjäger Yan Marcos Friessner Montas vor und ein Tor von ihm nach der Pause. Offenbar hatten die Verantwortlichen des WSV noch nichts von der Qualitäten des Stürmers gehört.
Doch wie es sich für ein Geisterspiel gehört, fielen weitere Treffer – aber auf der anderen Seite. Eren Albayrak verkürzte auf 1:3 (später flog er vom Platz), der erst 17 Jahre junge Fröhlich gelang mit einem sehenswerten Tor das 2:3. Und Jaden Korzynietz glich aus. 3:3. Verlängerung.D er WSV kämpfte vorbildlich. Bei Unterzahl. Elfmeterschießen. Dabei wurde der junge WSV für seinen tollen Einsatz belohnt. 7:6. Ab in die nächste Runde, die auch Bezirksliga-Aufsteiger SC Sonnborn erreichte. Der TSV Ronsdorf schied aus.
Der WSV bewies, dass er auf einem guten Weg ist und am Sonntag (16.8. um 15 Uhr) keinesfalls als Punktlieferant zum ersten Oberliga-Derby zur SSVg Velbert reist. Am folgenden Freitagabend steigt das erste Heimspiel mit Zuschauern. Und wer kommt? Natürlich schon wieder die Tönnies-Truppe aus Essen-Schonnebeck. M.O.

Fotos aus dem Stadion am Zoo: Jochen Classen

ZEBRAS LEGEN LOS

09.08.26 MANNSCHAFTSVORSTELLUNG - Um 12 Uhr begrüßte TSV 05 Vorsitzender Alexander Schmidt die PressevertreterInnen. Der TSV 05 Ronsdorf sieht sich von den Bambinis bis zu den Alte Herren gut aufgestellt. Nebenbei nimmt auch der Zebrastall Formen an, sodass im Frühjahr die Eröffnung des neuen Vereinsheimes an der Parkstraße über die Bühne gehen soll.
Der sportliche Leiter Axel Kilz freut sich über insgesamt neun A-Jugend-Kicker, die den Sprung in die Seniorenteams gemacht haben. Sechs Spieler wurden in die 2. Mannschaft eingegliedert. Mit Noah Berster, Florian Bost und Nico Pyka bekommt die erste Garde ein Trio aus der eigenen U19.
Und natürlich will man im Winter wieder an die Erfolge bei den Hallenturnieren anknüpfen.
In der Bezirksliga will Trainer Denis Levering schnell einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und aus dieser Position schauen, ob man oben mitmischen kann. Der SC Reusrath gehört zu den Kontrahenten, die unspektakulär eine konstante Leistung bringen. Der FSV Vohwinkel bringt eine eingespielte Elf auf den Platz und F.K. Jugoslavija so wie ASV Mettmann seien nicht zu unterschätzen, so der Coach. Denis Levering hat mit Sven von der Horst einen Co-Trainer an seiner Seite, der momentan noch eine Knieverletzung auskuriert und später wieder seine Qualität als erfahrener Spieler auf dem Platz zeigen möchte. Mit den Jugos hat man es gleich im ersten Meisterschaftsspiel zu tun. Am Samstagabend kommen die Mannen um Trainer Florim Zeciri ins Zebragehege. Das Heimrecht wurde getauscht, da am Opphof die Umbauarbeiten voranschreiten.
Im Wettbewerb des Niederrheinpokals sah es am Sonntagnachmittag nicht so gut aus. Die Hausherren unterlagen dem Bezirksligisten SC 1920 Oberhausen mit 1:3. Foto: Odette Karbach

BERGISCHE TENNIS-MEISTERIN AUF WANGEROOGE

05.08.26 WUPPERTALERIN BEGEISTERT WANGEROOGE - Die kleine Ostfriesische Insel besitzt gleich zwei Polizeibeamtinnen, die für Ruhe und Ordnung sorgen. Doch in der letzten Juli-Woche waren gleich drei Ordnungshüterinnen auf Wangerooge, die dritte allerdings nur für sechs Tage. Anne Elisa Zorn (Foto oben), Wuppertals derzeit beste Tennisspielerin, trumpfte beim 52. Wangerooger Turnier in den Dünen auf und erheilt den meisten Beifall.
In der Vorrunde setzte sie sich ebenso durch wie im Viertelfinale gegen die Oldenburgerin Charlotte Heinen. Doch im Halbfinale kam für die 25-jährige Spielerin des SV Bayer Wuppertal, die in diesem Jahr Bergische Meisterin wurde, trotz toller Leistung das Aus. Die für Bremerhaven spielende Shaline-Doreen Pipa (28), die in den vergangenen Jahren schon das WFV-Tunrier gewonnen hatte, besiegte Lisa Löchter im Endspiel souverän. „Gegen die Wuppertalerin hätte ich sicherlich im Finale Probleme bekommen“, meinte Ex-Profi Pipa (Foto unten rechts).
Bei den Herren war Lennart Zynga aus Bielefeld erstmals dabei und hatte keine Mühe, das Finale gegen den Essener Steward Rehfuss glatt mit 6:3 und 6:4 für sich zu entscheiden.
Zynga wusste zu glänzen. Wie beim Rahmenprogramm die ehemalige Meppener Fußballspielerin und in Essen lebende Künstlerin Mirjam von Eigen (Foto untenen link). Sie bereist die ganze Welt, ist als Sängerin und Musiklehrerin längst zu einer Institution geworden. Aber in einer Woche des Jahres denkt Mirjam von Eigen nicht ans Studio, an die Bühne oder das Fernsehen. „Eine Woche im Sommer bin ich auf Wangerooge“, berichtet die 40-jährige Musik-Allrounderin beim Terrassen-Gespäch mit dem Wuppertaler Journalisten Manfred Osenberg, den es vor einigen Jahrzehnten auf die kleine Insel verschlagen hat.
Mirjam hat Wangerooge kennen und lieben gelernt. „Weil ich mich nirgendwo besser erholen kann“, sagt die Sängerin, die zuletzt auch im Fernsehen bei „Deutschland sucht den Superstar“ mit ihrer sympathischen Art als Expertin auftrat. Bei Dieter Bohlen betreut sie die jungen Teilnehmer, auf der Nordsee-Insel ihre schwerkranke Mutter, fährt sie vom Strandhotel Gerken im Rollstuhl zum Strand und ins Wasser. „Das kann ich nur hier!“
Ihre Mutter ist auch dabei, wenn Mirjam ihren Wangerooge-Auftritt hat. „Da bin ich Straßenkünstlerin, nur hier“, lächelt sie, nachdem sie rund 500 begeisterte Gäste auf der Zedeliusstraße am Rosengarten mit ihrem Charme und ihrer tollen Stimme eingefangen hat. Ein ganz besonderes Konzert. Mirjam Ende Juli 2026. Ein Sonnen-Abend. Kinder, Frauen, Männer tanzen auf der Straße, singen mit der an der Nordsee aufgewachsenen und in Essen lebenden Künstlerin.
Beim Tennisturnier war sie diesmal nicht dabei. Lieber genoss Mirjam von Eigen das Leben auf der kleinen, aber feinen Insel. TEXT UND FOTOS: MANFRED OSENBERG


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