OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


BHC FEIERT KLASSENERHALT

30.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit einer beeindruckend reifen Leistung hat der Bergische HC sein Kardinalziel erreicht: Nach dem 32:26 (15:12)-Erfolg beim HC Erlangen steht fest, dass die Löwen auch in der kommenden Saison in der 1. Handball-Bundesliga antreten werden. In Nürnberg behielt die Mannschaft zu jedem Zeitpunkt die Nerven, fand immer Lösungen und legte einen Start-Ziel-Sieg aufs Parkett.
Schon der Auftakt gelang. Christopher Rudeck fand gleich gut ins Spiel, hielt drei der ersten vier Würfe und ebnete so den Weg, den die Mannschaft auch im Angriff beschritt. Noah Beyer (Archivfoto) legte Würfe und ebnete so den Weg, den die Mannschaft auch im Angriff beschritt. Noah Beyer legte mit zwei Siebenmetern vor, Eloy Morante Maldonado traf gegen seinen künftigen Club ebenfalls. Aron Seesing erhöhte auf 4:1, kassierte eine Zeitstrafe, und der deshalb früh eingewechselte Lars Kooij erzielte alle Treffer auf dem zum 7:2.
Ganz so leicht ging das Match in der Folge dann zwar nicht von der Hand, doch der BHC verkraftete kleine Rückschläge völlig problemlos. So gelang den Erlangern ein 3:0-Lauf und hätte diesen sogar ausbauen können. Rudeck aber hielt einen Siebenmeter gegen Christopher Bissel und war auch beim Nachwurf zur Stelle. Der BHC-Torhüter geriet immer wieder zum Spielverderber für den HCE. Sogar bei Gegenstößen war er zur Stelle. 
Den verpatzten Siebenmeter beantwortete Sören Steinhaus umgehend mit dem 8:5. Nachdem Tobias Buck für die Gastgeber verkürzt hatte, stellten Steinhaus und Beyer auf 10:6. Bis zur Pause veränderte sich das Bild nicht. Erlangen kam ein bisschen auf, der BHC konterte trocken. Entweder durch Beyer - per Siebenmeter sowie aus dem Spiel heraus -, Steinhaus oder Kooij, der aufgrund zweier früher Zeitstrafen gegen Seesing viel Spielzeit bekam und diese nutzte.
Mit einem 15:12-Vorsprung konnte sich der BHC zur Pause zwar noch nicht sicher fühlen, doch er ließ auch danach wenig anbrennen. Beyer erhöhte beinahe im Alleingang auf 19:13, Steinhaus stellte sogar auf 20:13. Die Klassenerhalts-Party der BHC-Fans auf der Tribüne konnte langsam, aber sicher beginnen.
Ein Mal kamen die Hausherren noch auf. Sie verkürzten auf 19:23. Arnor Gunnarsson und Markus Pütz nahmen eine Auszeit und stellten auf den siebten Feldspieler im Angriff um. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. Die nächsten Angriffe waren allesamt von Erfolg gekrönt: Aron Seesing, Julian Fuchs und wieder Seesing trafen. Der BHC war nun auf Kurs Richtung Ligaverbleib. Nichts konnte ihn mehr stoppen. Rudeck beendete die Partie mit 14 Paraden und einer Fangquote von 37 Prozent. Der später eingewechselte Lukas Diedrich war auch noch drei Mal in viereinhalb Minuten zur Stelle. Beyer erhöhte sein Torkonto auf 13. Joshua Thiele sprang erfolgreich am Kreis in die Bresche, und abseits des Spielfelds feierte Johannes Wasielewski. Der Rückraum-Linkshänder war gesperrt zum Zuschauen gezwungen. Seine Vertretung, Kim Voss-Fels, machte einen starken Job und hatte seinen Anteil an diesem bemerkenswerten Auswärtsspiel.

DER FSV VOHWINKEL HOLT TORJÄGER FREDI LÜHR ZURÜCK IN DEN FUCHSBAU

29.05.26 FUSSBALL TRANSFER - Der FSV Vohwinkel freut sich, einen der prägendsten Offensivspieler der jüngeren Vereinsgeschichte wieder im Fuchsbau begrüßen zu dürfen: Frederic „Fredi“ Lühr kehrt nach einem Jahr beim TSV Gruiten zurück zu seinen Füchsen. Der 33-jährige Stürmer ist nicht nur ein Rückkehrer – er ist ein echtes Vereinsgesicht. 173 Spiele, 134 Tore sprechen eine klare Sprache. Besonders legendär bleibt die Saison 23/24, in der Fredi unglaubliche 46 Treffer in 30 Partien erzielte und damit eine der stärksten Einzelspielzeiten der Vereinsgeschichte hinlegte.
Auch sein Jahr in Gruiten war beeindruckend: 37 Tore in 19 Spielen zeigen, dass Fredi nichts von seiner Abschlussstärke verloren hat. Mit seiner Erfahrung, seiner Präsenz auf und neben dem Platz und seiner typischen Malocher-Mentalität erhält der FSV einen Führungsspieler zurück, der das Offensivspiel und die Kabine sofort bereichern wird.
Der gesamte Verein freut sich über die Rückkehr eines Ausnahmestürmers, eines starken Charakters und eines echten FSV-Gesichts. Foto: Odette Karbach

HILDEN HAT DIE REGIONALLIGA IM VISIER

29.05.26 FUSSBALL OBERLIGA – Werden diesen Sommer Spiele der 4. Liga vom Stadion am Zoo zur Hoffeldstraße umziehen? Die Weichen dafür werden am Sonntag gestellt, wenn der VfB 03 Hilden den 1. FC Monheim empfängt. Siegen ist Pflicht lautet das Motto, das Urgestein „Calli“ ausgibt. Gemeint ist der 36-jährige Stürmer Pascal Weber, der die größte Erfahrung mit Aufstiegen vorweisen kann. Für Siege ist auch die Abteilung Defensive gefordert, wo der Cronenberger Len Heinson (Foto) im Einsatz ist. Verfolger Ratingen 04/19 steht mit einem Punkt weniger auf Platz 2 und wird sich am Sonntag vor heimischem Publikum sicherlich keine Blöße gegen den Tabellenvierzehnten DJK Adler Union Frintrop geben. Falls doch, wird es am 33. Spieltag bei Cammondo Itterstadt Bierduschen geben. Das Saisonfinale bestreiten die Titelaspiranten wie folgt: Die Hildener Elf muss in Tönisvorst den SC St. Tönis 11/20 bezwingen während die Ratinger beim 1. FC Monheim drei Punkte einfahren müssen.
Sollte das Topduo bei beiden Herausforderungen patzen, könnte der Krefelder FC Uerdingen 05 am 7. Juni Geschichte schreiben. Foto: Odette Karbach

1. ZWISCHENRUNDE DES SPARKASSEN CUPS

20.05.26 - Die 15. Auflage des Sparkassen Cups ging heute auf drei Sportplätzen an den Start. Das beliebte Fußballturnier der Wuppertaler Grundschulen wurde im Rauental, im Sonnborner Hafen und auf dem Freudenberg ausgetragen. Somit mussten 36 Schulteams versuchen, Gruppenerster der 12 Gruppen zu werden, denn nur die Erstplatzierten lösen das Ticket für die 2. Zwischenrunde am 02.06.2026. Da gab es natürlich wieder einige Tränen der Enttäuschung zu sehen, aber auch sehr viel Jubel und Leidenschaft. Das Südstadt-Derby der benachbarten Schulen Reichsgrafenstraße und Angelo-Roncalli-Schule kommt leider nicht zustande, denn Team Reichsgrafenstraße schied aus, während Team Angelo-Roncalli sich zum Gruppensieger machte. Ansonsten war die Elberfelder Südstadt ein gutes Pflaster für die Schulen Radenberg, Nathrather Straße und der Sophienschule. In Sonnborn konnten sich folgende Teams durchsetzen: Echoer Str., Birkenhöhe, Peterstr. und Küllenhahn. Auf dem Sportplatz Rauental machten sich die Schulen Hammesberger Weg, Mercklinghausstr., Rudolf-Steiner-Schule und Corneliusschule zum Gruppensieger.

Fotos vom Freudenberg: Odette Karbach

ABSTIEGSCOACH WUNDERLICH MUSS GEHEN

18.05.26 FUSSBALL PERSONALIE - Das kommt nicht unerwartet: Mike Wunderlich (Foto) soll dem Neuaufbau beim in die Oberliga abgestiegenen Wuppertaler SV nicht im Wege stehen. Der ehemalige Fußball-Profi war im Winter überraschend als Cheftrainer verpflichtet worden, konnte aber die Erwartungen nicht erfüllen können. Im Gegenteil: die Regionalligamannschaft trat auf der Stelle. Die Folge war der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz. Die Alarmglocken im Februar und März wurden überhört, die dringend notwendig gewordene Erhöhung des Trainingsumfangs nicht umgesetzt. Sein letztes Wort nach dem Abstieg in Liga fünf: "Es tut mir leid um den Verein!"
Der FUSSBALL-REPORT hatte in seiner Mai-Ausgabe vom "schlechtesten WSV seit seiner Gründung 1954 geschrieben. Dennoch hätte der Abstieg verhindert werden können. Stephan Küsters könnte als Sportdirektor mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen den weiteren Absturz mit einer neuen Mannschaft und vor allem mit den seit Jahren geforderten Offensivspielern verhindern. Eine schwere, aber dankbare Aufgabe für den Kölner. Die finanzielle Basis müsste die Wuppertaler Wirtschaft schaffen, die bisher aber lieber das (Werbe-) Geld  nach Solingen zum dort beheimateten Handball-Club gibt. Foto: Jochen Classen 

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