OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT      MATCHBALL MIT GOLF-EXTRA      BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT


"GUT GEMACHT JUNGS!"

01.03.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Trainer Samir El Hajjaj war zufrieden mit seinen Jungs, die beim 1:2 als Sieger den Freudenberg verließen. Die Elf des SSV Germania 1900 zeigte sich von Beginn an engagiert und hielt die Grün-Weißen in Schach. Allerdings machte Cronenbergs Keeper Yannik Radojewski gute Chancen zu Nichte und unterhielt die Zuschauer mit sehenswerten Paraden. Beim 0:0 ging es in die Kabinen. Zwar kamen die Hausherren durch ein Eigentor in Führung, aber unverdient war diese nicht. Die Partie war ausgeglichen, der Spielstand passte sich in der 61. Minute an. Das 1:1 erledigte Luis Rosenecker, der mustergültig von Kleomenis Tsioutsiolitis bedient wurde. Germanias Torhüter Noah Bogun bekam mehr zu tun. Cronenbergs Stürmer Dominik Schäfer war noch frisch, da er erst in der 66. Minute eingewechselt wurde. In der 85. Minute war es soweit: Dominik Schäfer netzte zum 1:2 Derbysieg des Cronenberger SC ein.

Fotos vom Freudenberg: Odette Karbach

REIFE LEISTUNG IM SCHLÜSSELSPIEL

01.03.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Der Kampf um den Klassenerhalt in der DAIKIN HBL ist noch nicht entscheiden, doch der Bergische HC hat ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Als Tabellen-16. gewann die Mannschaft auswärts ein Schlüsselspiel gegen Verfolger SC DHfK Leipzig mit 35:28 (16:12), zog damit an GWD Minden auf Rang 15 vorbei und hat wieder ein kleines Polster von vier Zählern auf die Abstiegsregion. Und das aus BHC-Sicht Beste: Die Leistung war ein Mix aus Qualität, Entschlossenheit, Nervenstärke und Reife.
Schon in der ersten Halbzeit waren die Löwen das bessere Team, brachten zwischenzeitlich recht klare Vorteile aber nicht ganz so drastisch auf die Anzeigetafel. Christopher Rudeck bot in Kombination mit einer überzeugenden Abwehrreihe von Anfang an eine starke Leistung zwischen den Pfosten und gab seinem Team mit acht Paraden vor der Pause alle Chancen, um eine Führung zu erarbeiten. Das gelang zwar auch, doch trotz einer überschaubaren Anzahl an technischen Fehlern - zum Schluss waren nur sieben Stück - schafften es die Löwen nicht, deutlicher als mit 16:14 in die Halbzeitpause zu gehen. Mehrere Male landete der Ball am Pfosten, dazu hatten die Leipziger etwas Glück bei Abprallern, und die wenigen BHC-Fehler bestraften die Sachsen auch konsequent. So zum Beispiel im vermeintlich letzten Angriff der Hälfte, als die Gäste das 17:13 in Überzahl in der Hand hatten, die Kugel aber verloren und einen Gegenstoß kassierten.
Insgesamt aber präsentierte sich die Mannschaft stark. Lukas Becher traf konsequent, die Rückraum-Achse funktionierte im Positionsangriff mit Sören Steinhaus, Fynn Hangstein und Nico Schöttle. Erstgenannter wurde bei einem Durchstoß zum Kreis von Tim Hertzfeld in den Wurfarm gegriffen, so dass der Leipziger die Rote Karte sah. Dazu gelang dem BHC ein sehr guter Rückzug in die eigene Deckung.
Die Zuversicht zur Pause dürfte also bereits groß gewesen sein. Aber gerade auswärts kann ein solches Spiel leicht kippen. Nichts dergleichen geschah. Die Bergischen knüpften an die erste Hälfte an und erstickten jede Leipziger Hoffnung gekonnt im Keim. Immer wenn die Mannschaft unter Druck stand, antwortete sie im Stile einer erfahrenen, abgezockten Mannschaft mit dem nächsten Tor. Ob Hangstein, Steinhaus, Becher oder Aron Seesing: Sie trafen, wenn sie treffen mussten. Dazu drehte vor allem in der zweiten Hälfte Johannes Wasielewski auf, der das Selbstvertrauen des vergangenen Dezembers ausstrahlte. Ebenfalls ganz stark: Der zu Beginn etwas glücklose Julian Fuchs vergaß die Pfostentreffer der erste Halbzeit und erzielte nach der Pause zwei ganz wichtige Tore - einen davon, ohne eine echte Chance zu haben. Er suchte den Zweikampf, zog ein bisschen zur Mitte und verwandelte. Zehn Minuten vor Schluss waren die Leipziger eigentlich bereits geknackt. Der BHC machte weiter, Rudeck sammelte insgesamt 17 Paraden und verhalf seinem Team damit sogar zu einem Sieben-Tore-Sieg. Viel besser hätte der Nachmittag nicht laufen können.

DER DESASTRÖSE WSV

01.03.26 FUSSBALL REGIONALLIGA - Ist der WSV 26 noch zu retten? Nach dem 24. Spieltag kickt die im Winter noch einmal neu formierte Mannschaft, die immer noch keine Mannschaft ist, wie ein Absteiger. Unter  "Wunschtrainer" Mike Wunderlich, der nach der 0:4-Debakel beim Schlusslicht Wiedenbrück von der zweiten desaströsen Leistung in diesem Jahr sprach, kann man keine Besserung erkennen. Und keinen Teamgeist. Aber wie soll das auch bei diesem Riesenkader möglich sein?   . Nach dem glücklichen 1:0-Sieg vor einer Minusrekordkulisse gegen die Bubis des 1. FC Köln konnte man eigentlich erwarten, dass es besser werden könnte, zumal in Wiedenbrück nur der Tabellenletzte wartete. Aber selbst da gab es eine Pleite für die Wuppertaler, die schon früh mit 0:2 zurücklagen und resignierten. Wie geht es weiter? Am Samstag kommt die Zweite des SC Paderborn zum Zoo. Vielleicht versucht es der oft ratlos wirkende Wunderlich in der Anfangsformation mit etablierten Spielern, die in 2025 noch zu den wenigen Hoffnungsträgern zählten. Foto: Jochen Classen

BHC UNTERLIEGT IN FREIBURG

01.03.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Wie im Hinspiel erzielte der Bergische HC gegen die HSG Freiburg 20 Treffer, aber diesmal reichte die magere Torausbeute nicht zum Sieg. Der BHC verlor in der wärmsten Stadt Deutschlands mit der wahrscheinlich kältesten Sporthalle vor 405 Zuschauern mit 21:20 (12:13). Dabei kam das Team von Trainerin Assina Müller, das ohne die erkrankte Torjägerin Svenja Mann antreten musste, gut in die Partie. Klug vorgetragene Angriffe, konzentrierte Abschlüsse. Nach drei Minuten stand es 0:3 – zudem parierte die erneut stark haltende Lena Lindemann einen Strafwurf von Saskia Probst. Völlig unverständlich, dass der BHC den Gegner durch eigene Fehler wieder ins Spiel brachte. Über das bekannte Tempospiel kam Freiburg ran und ging durch Hannah Person sogar erstmals in Führung (7:6, 11.). Der BHC fing sich, arbeitete in der Deckung umsichtiger und setzte nach einem Doppelschlag von Pia Terfloth, mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin der Partie, auf 9:11 (23.). Terfloth war es auch, die den 12:13-Halbzeitstand markierte, ein Gegenstoß von Norma Goldmann fand Sekundenbruchteile nach dem Pausenpfiff den Weg ins Tor und zählte nicht mehr.
Die zweite Hälfte lebte definitiv mehr von der Spannung als von der Klasse. Die technischen Fehler auf beiden Seiten häuften sich, die teils kuriosen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns Foerster/Mayer ebenfalls. Freiburg ging durch Lina Hillenbrand erstmals mit zwei Treffern in Führung (17:15, 46.). Assina Müller zog die grüne Karte, brachte die junge Franzi Thomas für die enttäuschende Alex Lundström, die prompt auf 17:16 verkürzte. Die Gastgeberinnen antworteten mit Emmenecker und Hillenbrand (19:16, 48.). Der BHC versuchte es mit vier Rückraumspielerinnen. Erneut gelang der Anschluss durch Thomas (20:19, 54.). Lena Lindemann hielt weiterhin klasse, aber ihre Angreiferinnen ließen Großchancen aus. Erst Norma Goldmann glich 90 Sekunden vor Schluss zum 20:20 aus. Im Gegenzug setzte Laura Stiehler den 21:20-Siegtreffer, da der BHC erneut den letzten Angriff vertändelte.
„Leider scheitern wir, wie so oft, an unseren technischen Fehlern bevor es an eine taktische Umsetzung der Vorgaben gehen kann. Wenn wir es nicht schaffen, diese Fehler abzustellen, haben wir es gegen jeden Gegner schwer. Mit der Leistung von Lena Lindemann bin ich sehr zufrieden. Sie hat sich heute wärmstens für die U20- Länderspieltour in der kommenden Woche in Budapest empfohlen“, so Assina Müller nach dem Spiel. Foto: Kevin Becher

TSV 05 RONSDORF NIMMT ABSCHIED VON „SCHOLLI“

27.02.26 NACHRUF – Fußball auf der Ronsdorfer Waldkampfbahn wurde fast acht Dekaden lang von Wolfgang Scholz begleitet. Als Spieler im Zebra-Trikot und im Verlauf als Begleiter und Anhänger. Später wurde der allseits geschätzte „Scholli“ Ehrenvorsitzender des TSV 05 Ronsdorf. Am 21. Februar verstarb das TSV05-Urgestein im Alter von 87 Jahren. Seitens des Vorstands heißt es: Wir werden unsere „gute Seele“ weiter im Herzen tragen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Foto: Odette Karbach

SAMIR EL HAJJAJ VERLÄNGERT BEIM CRONENBERGER SC

25.02.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Die Verantwortlichen des Cronenberger SC dürfen bekanntgeben, dass ihr Cheftrainer Samir El Hajjaj seinen Vertrag vorzeitig bis 2027 verlängert hat. Damit besteht Planungssicherheit auf der Trainerposition für die Saison 2026/2027. "Wir freuen uns, die produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Samir fortsetzen zu können und gemeinsam die junge Mannschaft weiterzuentwickeln. Ziel für die nächste Saison wird es sein, die Weiterentwicklung fortzusetzen und möglichst weit oben in der Bezirksliga mitzuspielen und das Maximum aus der Mannschaft herauszuholen", so der Wortlaut vom Horst-Neuhoff-Platz. Foto: Odette Karbach

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