OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


LANGENEKE FÜR ENDE

18.10.26 FUSSBALL 3. LIGA - Fortuna Düsseldorf kommt nach dem Zweitliga-Abstieg nicht zur Ruhe. Heute Morgen (18.10.26) wurde Alexander Ende als Cheftrainer entlassen. Damit war nach den letzten Ergebnissen zu rechnnen. Auch sein Nachfolger steht bereits fest: Klub-Legende Jens Langeneke (49(Foto)  steigt von der U23 zu den Profis auf. Schon vor einiger Zeit hatten sich die Bosse auf diese interne Lösung verständigt, sofern es zum Wechsel kommt. Zum einen aus Kostengründen, zum anderen aber auch, weil sie überzeugt sind, dass Langeneke eine Chance verdient hat, nachdem er bei den vorigen Trainerentscheidungen nicht bedacht worden war und es mit anderen Coaches auch nicht klappte. Mindestens bis zur Länderspielpause im November darf er zeigen, dass er das Zeug zum Profitrainer hat. Langeneke saß zuletzt auch beim 1:1 gegen den WSV auf der Oberligabank. Foto: Jochen Classen

BHC GIBT VORSPRUNG NOCH AB UND UNTERLIEGT IN WAIBLINGEN

18.10.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Das Freitagabendspiel verliert der Bergische HC vor 312 Zuschauern beim VfL Waiblingen 27:28. Dabei hatte das Team von Trainer Ruben Voßhans zur Halbzeit noch 17:12 geführt.
Im ersten Liga-Spiel in der Gemeindehalle in Waiblingen (die Rundsporthalle wird saniert) erwischten die „Tigers“ den etwas besseren Start. Beide Mannschaften agierten hektisch und leisteten sich viele technische Fehler. Kompromisslos nutzte Kim Ott ihre Chance bei Würfen aus dem Rückraum und brachte ihr Team auch erstmals in Führung (6:7,14.). In Abwesenheit der beiden etatmäßigen Torhüterinnen Lena Lindemann und Marlene Wagner bot die junge Lena Zakszewski erneut eine ordentliche Leistung und entschärfte insgesamt vier Strafwürfe. Im Angriff sorgte Meggan Rusko für mächtig Wirbel und hebelte die Waiblinger Defensive ein ums andere Mal aus. Da sich zudem Djazz Trabelsi treffsicher vom Siebenmeterpunkt präsentierte, wuchs der BHC-Vorsprung bis zur Pause auf 17:12 an. Wobei die Führung durchaus komfortabler hätte sein können.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hielt der BHC die Waiblingerinnen auf Abstand. Bis eine Zeitstrafe gegen Lucy Krahwinkel und eine Minute später eine Rote Karte gegen die Schweizer Nationalspielerin Norma Goldmann den BHC aus dem Konzept zu bringen schien. Waiblingen blies zur Aufholjagd. Über eine starke Defensive nutzten die Tigers die Überlegenheit im Angriff und holten Tor um Tor auf. Laura Nagy nagelte den Ball unter die Latte zur 21:20-Führung (46.). Ausgerechnet Djazz Trabelsi scheiterte zu Beginn der Crunch-Time vom Punkt. Marie Vorlicek-Michalczik kassierte ihre zweite Zeitstrafe (52.). Dennoch steckte der BHC nicht auf. Kim Ott aus dem Rückraum schaffte den 24:23-Anschluss (53). Aber der BHC bekam es hinten nicht gut verteidigt. Waiblingen legte wieder auf zwei Tore vor.
Im Angriff wurde immer wieder BHC-Torjägerin Svenja Mann gesucht, die prompt verkürzte, aber auch in der Schlussphase zweimal aussichtsreich an der glänzend parierenden Sarah Norregaard Thomsen im Waiblinger Tor scheiterte. Am Ende gewann Waiblingen 28:27 und brachte dem Bergischen HC die erste Niederlage bei. Entsprechend enttäuscht fällt das Statement von Ruben Voßhans nach dem Spiel aus: „Leider haben wir es in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so gut gemacht. Wir hatten sichtbar einen Bruch im Spiel nach der roten Karte gegen Norma Goldmann und der doppelten Unterzahl. Insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht. Waiblingen hatte das Momentum auf seiner Seite und nicht unverdient gewonnen, wobei wir durch unsere eigenen Fehler dazu beigetragen haben. Es ist sehr ärgerlich, da durchaus die Möglichkeit gegeben war, etwas Zählbares mitzunehmen. Wir müssen weiterarbeiten und es im nächsten Spiel besser machen.“
Und das findet am 31.10.2026 statt, wenn der BHC den HC Rödental empfängt. Anwurf in der Sporthalle Wittkulle ist um 18:30 Uhr. Foto: BHC

STARKE AUFHOLJAGD, KLARE NIEDERLAGE

18.10.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Bei der MT Melsungen ist der Bergische HC per Definition Außenseiter. Doch eine Erkältungswelle verschaffte der Mannschaft bei den in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagenen Nordhessen ein zusätzliches Handicap. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste trotzdem drauf und dran, das Spiel zu drehen. Erst eine Unterzahl-Situation brachte den BHC nachhaltig ins Hintertreffen, so dass er sich zum Schluss doch noch deutlich mit 26:33 (13:15) geschlagen geben musste.
8:2 führte die MT Melsungen nach einer knappen Viertelstunde. Die Gastgeber griffen effektiv an, die Gäste vergaben klarste Torchancen. Es deutete sich früh eine deutliche Angelegenheit an. Doch in der Folge gelang des den Löwen, das Feuer zu entfachen. Zum ersten Mal spielten sie im Angriff mit vier Rückraumspielern und verzichteten auf einen Kreisläufer. In der Folge steigerte sich die Angriffseffektivität enorm. Janik Schrader, Sören Steinhaus und Fynn Hangstein waren die Haupttorschützen der Aufholjagd. Tim Hilding war ebenfalls ein Faktor in dieser offensiven Variante. Inklusive eines 5:1-Laufes zum 10:12 kamen die Bergischen bis zur Pause auf 13:15 heran. Die 3547 Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle spürten, dass das Duell noch nicht entschieden war.
Rund 50 mitgereiste BHC-Fans witterten erst recht Hoffnung, als der BHC auch in der zweiten Hälfte dranblieb. In Gleichzahl setzten die Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz offensiv weiter auf die neue taktische Variante. Mehrere Male verkürzten die Gäste nun auf ein Tor. Als Adrian Sipos Hilding im Gesicht erwischte und so für zwei Minuten vom Feld musste, war sogar in Überzahl die Chance zum Ausgleich da. Doch ein Fehlpass im Angriff sowie zwei Melsunger Unterzahl-Treffer machten sie zunichte. Steinhaus und Lars Kooij verkürzten wenig später aber erneut. Beim 19:20 aus BHC-Sicht kassierte Kooij eine Zeitstrafe, die Melsungen eiskalt ausnutzte. Zunächst zählte das Tor, das Kooij mit seiner Abwehraktion hatte verhindern wollen. Anschließend legten die Hausherren das 22:19 und 23:19 nach. Der BHC hielt den Rückstand zunächst bei vier Treffern, musste dann aber doch abreißen lassen. In der Abwehr bekamen die Gäste die MT nun gar nicht mehr gestoppt. Vorne schlichen sich ebenfalls ein paar Fehler mehr ein. So gewannen die Nordhessen doch noch standesgemäß und freuten sich über ihre weiße Weste vor heimischer Kulisse. Archivfoto: Jochen Classen

WSV SIEGT KNAPP GEGEN ESSEN

16.10.26 FUSSBALL OBERLIGA - 2500 zufriedene Zuschauer sahen am Freitagabend den verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den ETB Schwarz-Weiss Essen. Damit bleiben die überlegenen Gastgeber bei ihrer Aufholjagd in der Oberliga auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor. Torwart Adamidis bekam nicht viel Arbeit. Der 21 Jahren junge David Widlarz erzielte mit einer Einzelleistung das Tor des Abends. Der aus Belgien im späten Eilverfahren verpflichteten Stürmer besaß noch zwei, drei Chancen, begnügte sich aber mit seinem dritten Saisontor.
1:0 gegen die Mannschaft vom Uhlenkrug. Auffälligster WSV-Spieler war erneut Dario Biancardi. Am kommenden Donnerstag, den 22. Oktober 2026 um 19:30 Uhr, spielt der WSV im Achtelfinale des Niederrheinpokals beim Ligakonkurrenten Ratingen 04/19.
Aufstellung WSV gegen SW Essen: 1 Fotios Adamidis – 4 Noel Westenberger, 44 Serhat Kacmaz, 3 Felix Herzenbruch (76. 39 Kilian Bielitza), 27 Ariyoh Ayinla (83. 9 Brightney Igbinadolor) – 19 David Widlarz, 30 Efe Tirpan (68. 26 Linus Fröhlich), 7 Semir Saric, 8 Duje Goles (72. 17 Arian Amyn) – 21 Dario Biancardi (78. 20 Fabrizio Fili), 10 Eren Albayrak 

Fotos aus dem Stadion am Zoo: Jochen Classen

BHC REIST ZUR HEIMSTARKEN MT MELSUNGEN

16.10.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Alles rund läuft bei der MT Melsungen in dieser Saison noch nicht. Zum Beispiel verloren die Nordhessen am Mittwoch in der Champions League beim HBC Nantes mit 25:33. Und auch in der Bundesliga hat die Mannschaft von Roberto Garcia Parrondo auswärts noch nicht gewonnen. Doch in der heimischen Rothenbach-Halle präsentiert sich die Truppe bisher makellos, so dass der Bergische HC am Samstagabend um 20 Uhr krasser Außenseiter ist.
In der Rothenbach-Halle schlug die MT Frisch Auf Göppingen, den TVB Stuttgart und die TSV Hannover-Burgdorf souverän. Ganz besonders bemerkenswert war aber der Sieg über den SC Magdeburg vor knapp einem Monat. Der amtierende Deutsche Meister unterlag mit 34:37 – es sind bislang die einzigen beiden Minuspunkte auf dem Konto des SCM.
„Melsungen ist eine Spitzenmannschaft“, sind sich die BHC-Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz einig. „Sie sind auch völlig verdient in der Champions League.“ Eine große Stärke der Mannschaft ist die defensiv ausgerichtete Abwehr mit Torhüter Nebojsa Simic dahinter. „Die MT ist körperlich sehr präsent“, weiß Gunnarsson. „In dem Bereich sind sie ganz sicher eines der besten Teams der Liga.“
Einziges Manko aktuell ist der Ausfall von Dainis Kristopans. Der 2,15 Meter große Linkshänder hat sich eine Knieverletzung zugezogen und fällt aus. Dafür ist Nikolaj Enderleit wieder zurück und hat in seinen ersten beiden Spielen sieben Tore und vier Assists erzielt. „Ansonsten hat Melsungen keine Ausfälle“, sagt Pütz.
Beim BHC ist die personelle Lage angespannter. Fynn Hangstein hat am Dienstag in der European League erkältet gespielt, Lars Kooij mit Rückenproblemen. Während Hangstein am Donnerstag trainiert hat, musste Kooij die Einheit abbrechen. Sören Steinhaus fehlte nun ebenfalls erkrankt, Nico Schöttle ist angeschlagen, und Gabriel da Rocha Viana, der gar nicht erst
nach Zagreb mitgeflogen war, konnte noch nicht wieder ins Training einsteigen. „Dazu fehlt uns mit Gerdas Babarskas natürlich weiterhin der Abwehrchef“, betont Pütz.
Der Litauer hat nach gut überstandener Not-OP aufgrund eines Blinddarmdurchbruchs weiterhin Sportverbot. „Wie sehr wir ihn vermissen, haben wir am Dienstag auch gespürt“, sagt Pütz. Bei MRK Sesvete unterlagen die Bergischen relativ sang- und klanglos mit 31:37. „Ein Spiel, für das wir einfach nicht bereit waren“, wie Gunnarsson es beschreibt. „Gerdas ist auch jemand, der Emotionen reinbringt. Auch das hat uns gefehlt.“
Der BHC möchte den etwas ernüchternden Auftritt hinter sich lassen und nun den vollen Fokus auf die Liga richten. „Da müssen wir die wichtigen Punkte holen“, meint Pütz. Am liebsten natürlich schon am Samstag – trotz der klaren Außenseiterrolle. „Wir hoffen, dass noch ein paar Spieler fit werden. Sonst stellt sich das Team von alleine auf.“ Sicher ist, dass neben Babarskas und dem langzeitverletzten Yannick Fraatz auch der kürzlich verpflichtete Zeb Bjerneld nicht dabei ist. Pütz: „Er hat eine Prüfung in Schweden. Dass er am Wochenende in der Heimat ist, war vorher schon so abgesprochen.“

FUSSBALL-EM DER FRAUEN

16.10.26 STADION AM ZOO - Das Wuppertaler Stadion wurde wie schon bei der Fußball-EM 2024 der Männer als Team Base Camp für die Frauen-Fußball-EM in 2029 ausgewählt. Im Jahr des 100-jährigen Stadtgeburtstages wird Wuppertal also wieder Gastgeber für ein europäisches Team sein. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Die Qualifikationswettbewerbe laufen noch. Residieren wird die Mannschaft erneut im Golfhotel Vesper. Eine erste Informationsveranstaltung des DFB für die Gastgeberstädte findet im November in Düsseldorf statt. Dann wird der weitere Fahrplan bekanntgegeben. Es ist davon auszugehen, dass wieder mehrere Delegationen aus verschiedenen Ländern Wuppertal besuchen, um die Trainingsstätte und das Hotel zu besichtigen.
Im November 2026 soll auch der Kunstrasenplatz am Opphof, Heimplatz vom Bezirksligisten Jugoslavija, fertig gestellt sein. Foto. Stadt Wuppertal

WEST-SCHLAGER IN SICHT...

15.10.26 NIEDERRHEINPOKAL - Kann der WSV seine gute Form auch im Pokal beweisen? Nach dem Oberligamatch am morgigen Freitag (19,30 Uhr gegen SW Essen) erwarten die Wuppertaler auch im Niederrheinpokal eine Essener Mannschaft, nämlich den Drittligisten RWE. Aber erst muss im Achtelfinale nächsten Donnertsha der Oberliga-Konkurrent Ratingen im Achtelfinale besiegt werden. Warum nicht? Dem WSV ist alles zuzutrauen, wenn sich die Mannschaft von Trainer Ismail Raouii weiter steigern kann. Der Hit des Viertelfinals findet aber in Düsseldorf statt, wo die Fortuna den Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg erwartet. Die Viertelfinalpaarungen, die am heutigen Donnerstag ausgelost wurden:
SC St. Tönis - Sieger aus SSVg Velbert/Rot-Weiß Oberhausen
Fortuna Düsseldorf - MSV Duisburg
Sieger aus Ratingen 04/19///WSV - Rot-Weiss Essen
VfB 03 Hilden - 1. FC Bocholt
Foto: Jochen Classen

WSV ALS FAVORIT GEGEN SW ESSEN

15.10.26 FUSSBALL OBERLIGA - Der WSV macht seinen Namen als Spätstarter der Oberliga alle Ehren. Nach dem völlig verpatzten Saisonstart wurde jetzt erst, am 14. Oktober, mit Mühe und Not das Teamfoto im Stadion am Zoo fabriziert. Man wollte wohl warten, bis die Mannschaft komplett und der neue Trainer angekommen war... Am morgigen Freitag bekommt der WSV eine weitere, allerdings lösbare Aufgabe. Die ebenfalls schlecht gestartete Mannschaft vom Uhlenkurg, Schwarz-Weiss Essen, stellt sich erneut im Wuppertaler Westen vor. Nach dem klarn 4:0-Sieg im Niederrheinpokal im Sonnborner Hafen gegen den Bezirksligisten SCS wird es Essen nebenan im SaZ schwerer haben. Der WSV ist nach dem Trainerwechsel auf dem richtigen Weg und sollte seine Kletterpartie fortsetzen. Anstoß ist morgen um 19:30 Uhr.
Das Teamfoto zeigt :  Vordere Reihe: Arian Amyn, Felix Herzenbruch, Semir Saric, Maurice Horn, Fotios Adamidis, Dario Biancardi, Ariyo Ayinla, Subaru Nishimura .
Mittlere Reihe: Phillip Pentke, Ismail Jaroui, Niklas Bonnekessel, Lennart Strufe, Georgios Bozouris, Serhat Kacmaz, Eren Albayrak, Brightney Igbinadolor, Jaden Korzynietz, Dirk Schneider, Tim Heinz, Jonas Schneider, Daniela Domke und hintere Reihe: Noel Westenberger, Fabrizio Fili, Linus Fröhlich, Efe Tirpan, Sam Sausmikat, David Widlarz, Arlind Bajrami, Kilian Bielitza, Duje Goles. Foto: Jochen Classen

BHC ERÖFFNET DEN SPIELTAG AM FREITAG BEIM VFL WAIBLINGEN

15.10.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Bereits am Freitag spielt der Bergische HC beim Tabellennachbarn VfL Waiblingen (Anwurf 20:00 Uhr, Gemeindehalle Waiblingen). Ungeschlagen liegt der BHC auf dem dritten Platz, die „Tigers“ sind mit 8:2-Punkten Vierter. Lediglich das Spiel gegen die Füchse Berlin verlor das Team von Trainer Michael Stettner.
Eine schwere Auswärtsaufgabe wartet also auf die Bergischen Löwinnen, die sich am vergangenen Samstag durch viele Nachlässigkeiten im Abschluss selbst um einen höheren Sieg gegen den SV Werder Bremen gebracht haben.
„Wir sind gut genug und haben gegen jeden Gegner in der Liga, eine Chance zu gewinnen“, gibt sich Abwehrchefin Veki Tolic selbstbewusst. „Aber dafür müssen wir uns auch anders als zuletzt gegen Bremen präsentieren. Wir müssen viel besser unsere Vorgaben umsetzen und ins Tempospiel kommen.“ Die 34-jährige Kroatin ist in dieser Saison nicht nur in der Defensive eine gefragte Größe, sondern wächst auch mehr und mehr in ihrer Rolle als zuverlässige Kreisläuferin. Dauerbrennerin Tolic kommt auf die meisten Einsatz-Zeiten beim BHC. Eine zuverlässige Konstante für Trainer Ruben Voßhans, der den nächsten Gegner keineswegs unterschätzt: „Waiblingen spielt eine super Saison und steht zu Recht da oben. Das wird ganz schwer für uns. Hinzu kommt die ungewohnte Anfahrt an einem Freitag und parallel ist Ferienbeginn in NRW. Wir stellen uns auf eine längere Busfahrt ein. Wir dürfen auf keinen Fall den Beginn verschlafen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“
Weiterhin verzichten muss Voßhans auf Rechtsaußen Emma Montag und die beiden etatmäßigen Torhüterinnen Lena Lindemann und Marlene Wagner. Lena Zakszewski, die zuletzt gegen Bremen eine starke Partie bot, und Leni Wissmann, die gestern 18 Jahre alt wurde und ihre Party am Spieltag kurzfristig verschoben hat, genießen das Vertrauen von Torwart-Trainerin Natalie Hagel. Foto: Andreas Wilkesmann

ENTÄUSCHENDE LEISTUNG IN KROATIEN

14.10.26 HANDBALL EUROPEAN LEAGUE - Der Bergische HC hatte sich viel vorgenommen für sein drittes Spiel in der European League bei MRK Sesvete in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Doch die Löwen erreichten trotz fantastischer Unterstützung von rund 50 mitgereisten Fans ihre Normalform nicht. Beim 31:37 (13:18) fand der BHC vor allem in der Abwehr nie ins Spiel.
Mit wenigen Unterbrechungen erarbeiteten sich die Gastgeber gute Chancen, die zumeist im Torerfolg endeten. Christopher Rudeck und Kristian van der Merwe brachten es zusammen im gesamten Match lediglich auf fünf Paraden, sahen sich aber auch hochkarätigen Abschlüssen gegenüber. Den Bergischen gelang es nicht, die Rückraumwürfe von Sesvete zu verteidigen, stellten aber auch den gegnerischen Kreisläufer nicht kalt.
Mit 13:18 ging es in die Pause. Vorne agierten die Gäste phasenweise ordentlich, leisteten sich aber auch acht technische Fehler pro Halbzeit und mehr Fehlversuche als die Kroaten. Das schönste Tor des Tages markierte Janik Schrader auf Kempa-Pass von Tim Hilding. Julian Fuchs traf außerdem sehr zuverlässig von der Außenposition.
In der zweiten Hälfte veränderten sich die Kräfteverhältnisse zunächst nicht. Es blieb bei vier oder fünf Toren Abstand. Erst als sich Sesvete zwei Angriffe in Folge Nachlässigkeiten leistete und in Unterzahl geriet, schlug der BHC Profit. Per Siebenmeter Fynn Hangstein sowie Schrader verkürzten auf 28:30. Die Chance zur Wende war zwölf Minuten vor Schluss gekommen. Doch sie verpuffte. Ein Ballverlust und zwei Fehlwürfe kosteten auch diese gute Gelegenheit. MRK Sesvete zog wieder weg, blickte nicht mehr zurück und jubelte über seinen ersten Saisonsieg in der European League gegen einen enttäuschenden BHC.
Komplett waren die Gäste nicht nach Zagreb gefahren. Louis Oberosler blieb mit einer Oberschenkelzerrung zu Hause, Gabriel da Rocha Viana erkrankt. Fynn Hangstein und Lars Kooij spielten angeschlagen, doch auch das konnte die Teamleistung nicht erklären. Archivfoto: Jochen Classen

BHC MIT KNAPPEN ERFOLG GEGEN WERDER BREMEN

12.10.26 HANDBALL FRAUEN 2. LIGA - Unnötig spannend gemacht hat es der Bergische HC beim 31:30 (16:15)-Erfolg gegen den SV Werder Bremen. Aber: Der BHC konnte vor 256 Zuschauern erstmals ein Spiel in der Solinger Klingenhalle gewinnen und bleibt in der Liga weiterhin ungeschlagen.
Unter der Woche hatten Kim Ott und Lena Lindemann ihren gemeinsamen großen Auftritt. Die U20-Weltmeisterinnen wurden mit ihrem National-Team als „Sporthilfe Juniorspielerinnen 2026“ ausgezeichnet. Ein erster gemeinsamer Auftritt in einem Ligaspiel im BHC-Dress blieb den beiden verwehrt. Zwar stand Kim Ott nach wochenlanger Verletzungspause erstmals wieder im Kader, aber dafür erwischte es Lena Lindemann im Abschlusstraining. Ein Wurf traf die junge Torhüterin so unglücklich am Kopf, dass sie wegen einer Gehirnerschütterung passen musste. Da auch Marlene Wagner wegen einer Bänderverletzung ausfiel, musste Lena Zakszewski ran. Und die 18-Jährige machte ihre Sache mehr als ordentlich. Genau wie Kim Ott, die bis zur achten Minute bereits viermal einnetzen konnte und zeigte, wie wertvoll sie für den BHC ist.
Nach ausgeglichenem Beginn brachte Torjägerin Svenja Mann den BHC erstmals mit drei Toren in Führung (11:8, 17.). Bremen konterte, vornehmlich durch Lara Niemann, mit insgesamt neun Treffern erfolgreichste Werferin. Beim Stand von 17:16 wurden die Seiten gewechselt. Die Anfangsphase von Halbzeit zwei gehörte ganz klar den Gastgeberinnen. Immer wieder wurde Veki Tolic am Kreis in Szene gesetzt, die mit zwei Treffern in Folge zum 22:17 traf (38.). Unkonzentriertheit brachten Bremen wieder ins Spiel. Die reaktivierte Denise Engelke zog bei ihrem Kurzeinsatz routiniert eine Zeitstrafe gegen Kim Ott. Luise Albert schaffte prompt den Anschluss (23:21,44.).
Erneut zwei Tolic-Tore und Linksaußen Madita Probst schafften den 26:21-Vorsprung (46.). Der BHC drückte weiter aufs Tempo, zeigte allerdings unerklärliche Abschlussschwächen. Klarste Torchancen wurden vergeben, Bremen witterte seine Möglichkeiten. Als Lara Niemann zum Ausgleich traf (28:28, 56.) und parallel Meggan Rusko für zwei Minuten vom Feld musste, schien sich das Blatt Zugunsten der Gäste zu wenden. Marie Vorlicek-Michalczik und Madita Probst machten es jetzt besser und trafen in Unterzahl zum 30:28. Dem Anschluss von Anna Lena Bergmann konterte Norma Goldmann zur vorentscheidenden 31:29-Führung (58.). Foto: Andreas Wilkesmann

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