OSENBERG - SPORTPRESSE
FUSSBALL-REPORT    BERGISCHE HANDBALL-ZEITSCHRIFT    MATCHBALL


NOCH EIN SCHNEIDER BEIM WSV

03.06.26 FUSSBALL OBERLIGA - Wenn am 18. Juli 2026 Bundesligist Borussia Mönchengladbach ins Stadion am Zoo kommt um gegen Regionalliga-Absteiger WSV zu testen, wird ein neuer Cheftrainer am Spielfeldrand stehen: Tim Schneider. Der 44-Jährige wird am letzten Oberliga-Spieltag noch seinen langjährigen Klub VfB Hilden coachen und (bei einem Sieg gegen St. Tönis) den Aufstieg in die Regionalliga feiern. Deshalb wurde auch die Verpflichtung von Schneider noch nicht öffentlich gemacht. Verständlich. Es wäre der größte Erfolg als Trainer. Tim Schneider ist nicht verwandt oder verschwägert mit WSV-Teamchef Dirk Schneider, der seit vielen Jahren als Teammanager und davor als Jugendleiter gute Arbeit geleistet hat. Nicht mehr im Gespräch als neuer Sportchef des WSV ist Ex-Kapitän Frank Zilles, der als Manager bei Hildens Konkurrent Ratingen erfolgreich arbeitet. Foto: Jochen Classen

AUCH SCHOLTES WILL BHC VERLASSEN

03.06.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Neben sechs Spielern wird auch Elias Scholtes seinen im Sommer 2026 auslaufenden Vertrag mit dem Bergischen HC nicht verlängern und den Club nach der aktuellen Spielzeit verlassen. Im Verlauf der Gespräche über eine Fortführung des Kontraktes über den 30. Juni 2026 hinaus hat Scholtes, der zu den größten Talenten zählt, den Verantwortlichen mitgeteilt, sich einer neuen sportlichen Herausforderung stellen zu wollen.
„Der BHC war meine erste Profistation fernab von zu Hause und Familie. Meine Zeit im Bergischen Land hat mich nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich geprägt. Ich möchte mich beim Club, Trainern, Verantwortlichen und besonders den Fans für die Unterstützung und die tolle Zeit bedanken. Ich habe mich hier sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in anderer Konstellation“, blickt Elias Scholtes auf die endende Zeit im Löwentrikot.
„Wir wünschen Elias für seinen weiteren Weg alles Gute und vor allem eine verletzungsfreie Karriere. Leider wurde er während seiner Zeit beim BHC immer wieder von Verletzungen ausgebremst", resümiert der sportliche Leiter Fabian Gutbrod. Den BHC verlassen neben Scholtes ein halbes Dutzend Spieler, nämlich Noah Beyer (HSV Hamburg), Eloy Morante Maldonado (HC Erlangen), Aron Seesing (Rhein-Neckar Löwen), Kim Voss-Fels (SG Menden Sauerland Wölfe), Lukas Diedrich (TUSEM Essen), Joshua Thiele (TuS Vinnhorst).
Neuzugänge sind bislang Jannik Schrader (VfL Bad Schwartau), Kreisläufer Tom Bergner (GWD Minden) und Gabriel da Rocha Viana (TuS Ferndorf).

FSV VOHWINKEL VERPFLICHTET FINN BELZER

02.06.26 FUSSBALL TRANSFER - Der FSV Vohwinkel freut sich, Finn Belzer im Fuchsbau begrüßen zu dürfen. Der 25‑jährige Außenverteidiger wechselt vom FC Remscheid zurück – dorthin, wo für ihn als Kind alles begann.
Belzer ist auf der defensiven Außenbahn flexibel einsetzbar und bringt genau das Profil mit, das dem Lüntenbeck-Team in der Viererkette weiter nach vorne bringt: Robustheit, hohe Geschwindigkeit, enorme Physis und eine beeindruckende Dynamik. Von seiner Art Fußball zu arbeiten, seinem Einsatzwillen und seiner außergewöhnlichen Laufbereitschaft versprechen sich die verantwortlichen im Fuchsbau, dass Finn der Defensive mehr Wucht verleiht und unser Spiel variabler machen.
Seine fußballerische Reise ist eng mit dem Bergischen Land verbunden:
• Im Kindesalter begann Finn beim FSV Vohwinkel mit dem Fußballspielen.
• Anschließend verbrachte er 10 Jahre in der Jugend des Wuppertaler SV, wo er in der U19‑Bundesliga Kapitän war.
• Danach folgten 54 Oberliga‑Einsätze für den Cronenberger SC.
• Zuletzt absolvierte er 50 Landesliga‑Spiele für den FC Remscheid, bevor er nun den Weg zurück in den Fuchsbau findet. Der gesamte Verein freut sich über die Rückkehr eines Spielers, der sportlich wie menschlich perfekt ztum FSV Vohwinkel passt. Foto: FSV

WUPPERTALER TORJÄGER

02.06.26 Um die BARTH-KANONE - Mit seinem 34. Saisontor konnte Coverboy Henock Manata in der Nachspielzeit noch zum 3:3 bei DV Solingen II ausgleichen. Der Torjäger des FSV Vohwinkel führt mit klarem Vorsprung die FUSSBALL-REPORT-Tabelle an. Die Top Ten vom 1. Juni 2026:
 1. Alphonso Henock Manata FSV Vohwinkel 34 Tore
 2. Niklas Dörrier FSV Vohwinkel 22 Tore
 3. Nermin Hadzic SC Viktoria Rott 21 Tore
 4. Aleksandar Stanojevic FK Jugoslavija 18 Tore
 5. Luca Lenz FK Jugoslavija 17 Tore
 6. Benedikt Steven SSV Germania 15 Tore
 7. Tim Zemlianski FSV Vohwinkel 10 Tore
    Kleomenis Tsioutsioulitis Cronenberger SC 10 Tore
    Dominik Schäfer Cronenberger SC 10 Tore
10. Jonas Schneider FSV Vohwinkel 9 Tore

NERMIN HADZIC NACH CRONENBERG

02.06.26 FUSSBALL BEZIRKSLIGA - Routiniers sind wieder gefragt. Vohwinkel holt Fredy Lührtr (33) zurück. Und auch Cronenberg verlässt sein „Jugendkonzept“ und verpflichtet für die kommende Saison den 31 Jahre alten Torjäger Nermin Hadzic. Er kommt vom Absteiger Viktoria Rott, den er im Vorjahr in die Bezirksliga geschossen hatte. Hadzic gehört zu den besten Stürmern im Wuppertaler Fußball, konnte aber mit seinen bisher 20 Treffern nicht den von Insidern erwarteten Abstieg verhindern. Auch die Trainerkrise trug nicht dazu bei, die Stimmung auf dem Rott zu verbessern. Foto: Odette Karbach

VOR 40 JAHREN WURDEN DIE BEYERÖHDER HANDBALLGIRLS DEUTSCHER VIZEMEISTER

01.06.26 - Am heutigen Abend des ersten Juni-Tages will der Mini-Vorstand des TVB Wuppertal über die Zukunft seiner Viertliga-Handballerinnen entscheiden. Zwar wurde der Klassenerhalt gesichert, aber es stehen nach den vielen Wechseln nur noch drei Spielerinnen zur Verfügung...
Zieht der für die schwerste Krise der ruhmreichen Beyeröhder Vereinsgeschichte verantwortliche erste Vorsitzende Norbert Koch die Mannschaft zurück, wäre der längst erwartete Totalschaden perfekt. Denn schon vor den Frauen war die früher sehr erfolgreiche Männerhandballabteilung in der Versenkung verschwunden.
Kontrastprogramm im Wuppertaler Osten. In diesen Tagen fanden – ohne den Vorstand – diverse Feierlichkeiten der Beyeröhder Handballgirls statt. Vor exakt 20 Jahren begann die Aufstiegssaison der Damen in die Bundesliga.  Vor 40 Jahren führte der Sportjournalist Manfred Osenberg die weibliche A-Jugend des Beyeröhder TV nach tollen Erfolgen auf lokaler und regionaler Ebene ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Vizemeister Beyeröhde. Heute steht der Verein vor dem Ruin.
Norbert Koch, der mit Missmanagement und unglaublichen Fehlentscheidungen den langjährigen bergischen Vorzeigeklub ins Chaos gestürzt hat, wurde von der Stadt geehrt und mit dem Wupper-Taler ausgezeichnet. Als Norbert Koch zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, hatte Beyeröhde noch über 600 Mitglieder, ein Dutzend Jugendmannschaften, die Herren waren die Nummer zwei im Tal hinter Nachbar LTV die Damen die Nummer eins im großen Handballverband Niederrhein.
Früher hatte man drei erfolgreiche Männerteams, heute besitzt der TVB überhaupt keine Mannschaft mehr im männlichen Bereich. Nicht zu fassen. Folge der schlechten Nachwuchsarbeit. Der TVB lebt von den Erinnerungen. Ehemalige Spieler und Spielerinnen treffen sich noch in Wuppertal, Schwelm oder auf Wangerooge, wo der langjährige Handballer, Trainer und Manager Manfred Osenberg seit einigen Jahren lebt. Er ist seit 70 Jahren Mitglied des einst ruhmreichen TVB und sogar Ehrenmitglied und kann über den unheimlichen Mitgliederschwund und die Misserfolge nur den Kopf schütteln. Osenberg hat schon vor zehn Jahren den Absturz des langjährigen Aushängeschildes, der Frauenmannschaft vorausgesagt
Heute liegt der Verein in Trümmern. Koch hat nach den herben Kritiken seinen Rücktritt angekündigt, will bei der nächsten Hauptversammlung nicht mehr kandidieren.  Quelle: DIE STADTZEITUNG
Foto von Kurt Keil: Die weibliche A-Jugend vor dem Finale um die Deutsche Meisterschaft im Mai 1986 und beim Jubiläumstreffen im Mai 2026 im Bremmestübchen auf der Beyeröhde.

BHC FEIERT KLASSENERHALT

30.05.26 HANDBALL BUNDESLIGA - Mit einer beeindruckend reifen Leistung hat der Bergische HC sein Kardinalziel erreicht: Nach dem 32:26 (15:12)-Erfolg beim HC Erlangen steht fest, dass die Löwen auch in der kommenden Saison in der 1. Handball-Bundesliga antreten werden. In Nürnberg behielt die Mannschaft zu jedem Zeitpunkt die Nerven, fand immer Lösungen und legte einen Start-Ziel-Sieg aufs Parkett.
Schon der Auftakt gelang. Christopher Rudeck fand gleich gut ins Spiel, hielt drei der ersten vier Würfe und ebnete so den Weg, den die Mannschaft auch im Angriff beschritt. Noah Beyer (Archivfoto) legte Würfe und ebnete so den Weg, den die Mannschaft auch im Angriff beschritt. Noah Beyer legte mit zwei Siebenmetern vor, Eloy Morante Maldonado traf gegen seinen künftigen Club ebenfalls. Aron Seesing erhöhte auf 4:1, kassierte eine Zeitstrafe, und der deshalb früh eingewechselte Lars Kooij erzielte alle Treffer auf dem zum 7:2.
Ganz so leicht ging das Match in der Folge dann zwar nicht von der Hand, doch der BHC verkraftete kleine Rückschläge völlig problemlos. So gelang den Erlangern ein 3:0-Lauf und hätte diesen sogar ausbauen können. Rudeck aber hielt einen Siebenmeter gegen Christopher Bissel und war auch beim Nachwurf zur Stelle. Der BHC-Torhüter geriet immer wieder zum Spielverderber für den HCE. Sogar bei Gegenstößen war er zur Stelle. 
Den verpatzten Siebenmeter beantwortete Sören Steinhaus umgehend mit dem 8:5. Nachdem Tobias Buck für die Gastgeber verkürzt hatte, stellten Steinhaus und Beyer auf 10:6. Bis zur Pause veränderte sich das Bild nicht. Erlangen kam ein bisschen auf, der BHC konterte trocken. Entweder durch Beyer - per Siebenmeter sowie aus dem Spiel heraus -, Steinhaus oder Kooij, der aufgrund zweier früher Zeitstrafen gegen Seesing viel Spielzeit bekam und diese nutzte.
Mit einem 15:12-Vorsprung konnte sich der BHC zur Pause zwar noch nicht sicher fühlen, doch er ließ auch danach wenig anbrennen. Beyer erhöhte beinahe im Alleingang auf 19:13, Steinhaus stellte sogar auf 20:13. Die Klassenerhalts-Party der BHC-Fans auf der Tribüne konnte langsam, aber sicher beginnen.
Ein Mal kamen die Hausherren noch auf. Sie verkürzten auf 19:23. Arnor Gunnarsson und Markus Pütz nahmen eine Auszeit und stellten auf den siebten Feldspieler im Angriff um. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. Die nächsten Angriffe waren allesamt von Erfolg gekrönt: Aron Seesing, Julian Fuchs und wieder Seesing trafen. Der BHC war nun auf Kurs Richtung Ligaverbleib. Nichts konnte ihn mehr stoppen. Rudeck beendete die Partie mit 14 Paraden und einer Fangquote von 37 Prozent. Der später eingewechselte Lukas Diedrich war auch noch drei Mal in viereinhalb Minuten zur Stelle. Beyer erhöhte sein Torkonto auf 13. Joshua Thiele sprang erfolgreich am Kreis in die Bresche, und abseits des Spielfelds feierte Johannes Wasielewski. Der Rückraum-Linkshänder war gesperrt zum Zuschauen gezwungen. Seine Vertretung, Kim Voss-Fels, machte einen starken Job und hatte seinen Anteil an diesem bemerkenswerten Auswärtsspiel.

DER FSV VOHWINKEL HOLT TORJÄGER FREDI LÜHR ZURÜCK IN DEN FUCHSBAU

29.05.26 FUSSBALL TRANSFER - Der FSV Vohwinkel freut sich, einen der prägendsten Offensivspieler der jüngeren Vereinsgeschichte wieder im Fuchsbau begrüßen zu dürfen: Frederic „Fredi“ Lühr kehrt nach einem Jahr beim TSV Gruiten zurück zu seinen Füchsen. Der 33-jährige Stürmer ist nicht nur ein Rückkehrer – er ist ein echtes Vereinsgesicht. 173 Spiele, 134 Tore sprechen eine klare Sprache. Besonders legendär bleibt die Saison 23/24, in der Fredi unglaubliche 46 Treffer in 30 Partien erzielte und damit eine der stärksten Einzelspielzeiten der Vereinsgeschichte hinlegte.
Auch sein Jahr in Gruiten war beeindruckend: 37 Tore in 19 Spielen zeigen, dass Fredi nichts von seiner Abschlussstärke verloren hat. Mit seiner Erfahrung, seiner Präsenz auf und neben dem Platz und seiner typischen Malocher-Mentalität erhält der FSV einen Führungsspieler zurück, der das Offensivspiel und die Kabine sofort bereichern wird.
Der gesamte Verein freut sich über die Rückkehr eines Ausnahmestürmers, eines starken Charakters und eines echten FSV-Gesichts. Foto: Odette Karbach

HILDEN HAT DIE REGIONALLIGA IM VISIER

29.05.26 FUSSBALL OBERLIGA – Werden diesen Sommer Spiele der 4. Liga vom Stadion am Zoo zur Hoffeldstraße umziehen? Die Weichen dafür werden am Sonntag gestellt, wenn der VfB 03 Hilden den 1. FC Monheim empfängt. Siegen ist Pflicht lautet das Motto, das Urgestein „Calli“ ausgibt. Gemeint ist der 36-jährige Stürmer Pascal Weber, der die größte Erfahrung mit Aufstiegen vorweisen kann. Für Siege ist auch die Abteilung Defensive gefordert, wo der Cronenberger Len Heinson (Foto) im Einsatz ist. Verfolger Ratingen 04/19 steht mit einem Punkt weniger auf Platz 2 und wird sich am Sonntag vor heimischem Publikum sicherlich keine Blöße gegen den Tabellenvierzehnten DJK Adler Union Frintrop geben. Falls doch, wird es am 33. Spieltag bei Cammondo Itterstadt Bierduschen geben. Das Saisonfinale bestreiten die Titelaspiranten wie folgt: Die Hildener Elf muss in Tönisvorst den SC St. Tönis 11/20 bezwingen während die Ratinger beim 1. FC Monheim drei Punkte einfahren müssen.
Sollte das Topduo bei beiden Herausforderungen patzen, könnte der Krefelder FC Uerdingen 05 am 7. Juni Geschichte schreiben. Foto: Odette Karbach

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